Lese-Ecke: Streetfotografie made in Germany – 40 Euro für eine mächtige Portion Inspiration

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„Die Wunder des täglichen Lebens sind aufregend; kein Filmregisseur kann das unerwartete, das man auf der Straße findet, arrangieren.“

Mit diesem Zitat von Robert Doisneau beginnt das Buch Streetfotografie – Made in Germany: Orte, Menschen und Momente – Ideen und Anleitungen für gute Straßenfotos um dies sich meine heutige Rezension dreht. Der Rheinwerk-Verlag hat mit diesem Buch das sehr spannende Thema der „Streetfotografie – Made in Germany“ mit in Summe zehn Autoren beleuchtet.

Die Damen und Herren Kay von Aspern, Mario Cuic, Siegfried Hansen, Torsten Köster, Marco Larousse, Christopher Reuter, Fabian Schreyer, Max Slobodda, Nicole Struppert, Martin U Waltz haben den Input für dieses 314 seitige Hardcover Buch geliefert.

Das Buch ist unterteilt in die folgenden Kapitel:

  • Einführung
  • Der entscheidende Moment
  • Etwas zum Schmunzeln
  • Ich sehe doppelt
  • Spiegelbilder
  • Geheimnisvolle Silhouetten
  • Flüchtige Bewegungen
  • Geschichten, die das Leben schreibt
  • Die Geometrie der Straße
  • Was sehe ich hier?
  • Weniger ist mehr
  • Gut versteckt
  • Wo Licht ist, ist auch Schatten
  • Alles so schön bunt hier
  • Die Autoren
  • Wer ist Wo
  • Was ist Wo
  • Rechtslage in Deutschland
  • Index

Das komplette Inhaltsverzeichnis findet Ihr auf der Website des Verlages.

Inhalt

Nicht nur die Frage „muss Streetfotografie Schwarz-Weiß sein“ wird in diesem Buch voller grandioser Bilder mit all den Fragen und Aspekten der Streetfotografie beantwortet, sondern auch Aufklärung sowie Anleitung und Inspiration geliefert. Die zehn Fotografen erklären ihre Facetten der einzelnen Themen der Streetfotografie immer anhand eines Ihrer Bilder und dadurch bekommt man in jedem Kapitel quasi zehn verschiedene Sichtweisen zu jeweils einem Thema. Das ist eine brutale „Horizont-Erweiterung“ der eigenen bisher vielleicht sogar fest- oder eingefahrenen Sicht auf spezielle Aspekte des Lebens mit sehr ansprechenden Fotos.

Umfang

Das Buch ist mit seinen 314 Seiten für mich das spannendste Bilderbuch des Jahres. Ich habe es jetzt schon mehrfach Abends bei einem leckeren Glas durchgeblättert und immer wieder nachgedacht, gegrübelt und geschmunzelt. Es nimmt mich aufgrund der extrem hochwertigen Bilder – auf das Genre Street bezogen – mit auf eine Reise, mit auf einen Spaziergang. Mein Kopf ist schneller im Sucher einer Kamera steckend und meine Füße gedanklich schneller im Urbanen Umfeld der Großstadt unterwegs während meiner Körper noch in Socken auf dem Ohrensessel sitzt und auf eine Buchseite starrt. Der Umfang ist ausgewogen und durch die vielen verschiedenen Sichtweisen der zehn Autoren zu jeweils einem Thema ausgesprochen umfangreich. Ich vermisse nichts, ich würde auch nichts hinzufügen.

Layout – Bilder – Grafiken

Die Bilder sind meines Erachtens die Créme de la Créme der Streetfotografie die man in dieser Form erst mal machen können muss. Und das meine ich keineswegs technisch, denn technisch kann man diese gezeigten Bilder nahezu mit jedem Gerät, dass in der Lage ist Bilder zu machen so aufnehmen, sondern ich meine vielmehr den Geist und die Inspiration die urbane Welt so zu sehen, wie diese zehn Streetfoto-Profis die Welt sehen und diese aufnehmen. Zu den jeweiligen Bildern bekommt man immer eine Seite Erklärung und zudem auch die verwendeten EXIF Daten. Infografiken und Infokästen gibt es im Layout dieses Buches keine. Bilder und Text, aber genau das macht dieses Layout so gut. Das Layout funktioniert übrigens in der Printversion viel besser als in der PDF Version. Es ist hilfreich das Bild und den Text zeitgleich zu betrachten und nicht wie in der PDF Variante immer wieder hin und her zu wechseln.


So beschreibt der Verlag das Buch

314 Seiten, gebunden, in stabiler Fadenheftung. Großes Schaubuchformat 21 x 24 cm. In Farbe gedruckt auf matt gestrichenem Bilderdruckpapier (135 g), mit Lesebändchen. Große, lesefreundliche Schrift (Brix Slab 9,75 Pt.). Der Druck dieses Buches im »Ultra HD Print« sorgt für besonders brillante Farben, feinste Bilddetails und einen gestochen scharfen Kontrast der Fotos. Spezielles Doppelseiten-Layout. Mit über 120 Fotografien und Vergleichsbildern.


Links


Mein persönliches Fazit

Ich muss raus. Ich muss mit der Kamera auf die Straße. Jetzt und zwar egal welche Uhrzeit es jetzt gleich hat. Ich will Bilder machen von der spannenden Szene der Straßen. Ja ich bin inspiriert und angefixt. Ich bin inspiriert. Ich habe viel gelernt. Danke für dieses Buch.

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer


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