Mit der Leica M Monochrom und einigen Fremdlinsen auf “Test-Spaziergang” in Bad Wildungen

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Vor ein paar Tagen (leider schon wieder eher Wochen…) stand auf der Agenda: “Carsten in Reha in Bad Wildungen besuchen”. 

Daraus geworden aus diesem Kalendereintrag wurde ein vierstündiger Spaziergang durch den Kurpark mit Objektivtests und viel Gequatsche und dem netten Futtern eines sehr leckeren Wildburgers. Carsten meinte die Bilder seien zu schade um ungezeigt auf der Festplatte im Ordner Testbilder zu altern.

Also werde ich Euch in diesem Beitrag ein paar Bilder zeigen, welche mit der geliehenen Leica M Monochrom M246 entstanden sind. Zur Verwendung sind die folgenden Objektive gekommen:


Fangen wir mal mit dem gaaaaaaanz weiten Voigtländer 10mm Objektiv an:

Eine sehr spannende Linse, die wie man sieht, an einer Mess-Sucherkamera ohne Live View nahezu unbedienbar ist. Solche Extrem-Brennweiten sind schon an “normalen” Kameras sehr schwer beherrschbar, aber an einer Messsucher-Kamera ist das ein nahezues unterfangen damit brauchbare Ergebnisse zu erzielen. Der Spaßfaktor, wie man an unserem Selfie jedoch sehen kann, blieb nicht aus.

Würde ich mir dieses Objektiv kaufen?

Nein, auf keinen Fall. Mir ist die Brennweite viel zu extrem und ich habe in meiner Art der Fotografie keinerlei Anwendungsfälle mit denen ich mir eine solche Investition schön rechnen könnte.


Die zweite Linse mit der ich experimentieren durfte aus Carstens Fototasche war das TTArtisan 21mm f1:1.5.

Nun, 21 mm sind schon “beherrschbarer” an einer Messucher-Kamera. An meinen Nikon Systemkameras nutze ich ab und an mal eine 20mm Brennweite. Damit kann ich umgehen und auch Bilder produzieren, die ich danach mit mir verbinden kann. 

Würde ich mir dieses Objektiv kaufen?

Ja, das denke ich, das würde ich tun, wenn ich eine Leica M aktuell hätte. Da ich die Brennweiten unterhalb der 28mm sehr selten brauche, würde ich hier tatsächlich auch zum bezahlbaren TTArtisan greifen, welches wirklich brauchbare Ergebnisse liefert, wenn man den Fokuspunkt trifft, ein brauchbares Bokeh liefert und auch von der Bedienung her sehr angenehm in der Hand liegt. 


The Red TTArtisan 50mm f 1:0.95 ‘Year of the Ox’ Lens

Gott, ist das rote Objektiv potthässlich…

Aber davon mal abgesehen, macht eine Lichtstärke mit f 0.95 schon Spaß.

Würde ich mir dieses Objektiv kaufen?

Auf gar keinen Fall. Weder in dieser Farbe, als Sondermodell, dessen Fokusring so rutschig ist wie Glatteis, noch in der besser bedienbaren normalen Variante. Mir ist es zu schwer und zu unhandlich und das Bokeh leider noch zu unruhig für ein Noctilux Derivat. Da würde ich eher zum 1.0er Nokton von Voigtänder greifen.


Und dann kam an diesem Samstag noch das geliehene Leica Noctilux 50 f1:1.0 / Leitz Canada zum Einsatz, welches ich ja schon in meinem Leica M Monochrom Beitrag verwendete.

Ich bleibe dabei, eine spannende Linse!

Würde ich mir dieses Noctilux kaufen?

Nein, auch auf keinen Fall. Neben den Kosten, die ich für völlig überzogen halte (Gebraucht um die 7.500 Euro) ist es mir viel zu schwer, zu unhandlich und der Fokusweg ist mir viel zu lang um schnell zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen. Da würde mir das halb so schwere und halb so teure Sumilux 50 f1:1.4 völlig ausreichen, wenn auch das Äpfel und Birnen im Vergleich sind.


Und welche der Linsen brauche ich nun?

Keine, da ich ja alles habe und mit dem was ich aktuell in der Tasche habe, genau die Aufnahmen machen kann, die ich machen möchte. Ich brauche tatsächlich aktuell nichts neues oder anderes. Auch ein schönes Gefühl.

Hat das Spaß gemacht?

Na und wie. Ich schaue immer wieder gerne über den Tellerrand und teste auch gerne mal Dinge, von denen ich schon vor dem Test weiß, das ich sie persönlich gar nicht benötige. Spaß macht sowas dennoch immer.

Danke Carsten!

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

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