Lese-Ecke: Licht – Die (zweite) große Fotoschule

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Schon im Januar 2016 durfte ich das Buch Licht – die große Fotoschule aus dem Rheinwerk-Verlag lesen und rezensieren. Jetzt habe ich auf meinem iPad die zweite aktualisierte und überarbeitete Auflage gelesen. Ich habe bewusst nicht beide Bücher nebeneinander gelegt und direkt einen Eins-zu-Eins-Vergleich erstellt, sondern mir das Werk erneut als neues Buch angeschaut.

Licht! Sie können das Thema Licht als banal, weil immer verfügbar, oder als kompliziert, weil an physikalische Gesetze gebunden, benennen. Ich möchte es in diesem Buch als das mächtigste Gestaltungsmittel in der Fotografie und in anderen bildgebenden Medien bezeichnen.

Einleitung im Buch „Licht – die große Fotoschule“ auf Seite 13

Inhalt

Eib betrachtet in diesem Buch die Welt der Lichtgestaltung, und das nicht nur in der Fotografie, sondern auch in der Malerei und ebenso in den von Computern generierten Bildern. Er nennt es die „Lichtgestaltung“. Gemaltes Licht betrachtet er in seinem ersten Kapitel und geht dabei auch auf Lichtformer in der Blitzlichtfotografie ein.

In Infokästen die im zweispaltigen Layout gut verbaut sind, erklärt er zusätzliche Highlights, wie beispielsweise das Ansel Adam´s Zonensystem oder Petzval-Objektive oder anderes.

Die verwendeten Bilder sind ausgesprochen hochwertig und oft sehr künstlerisch. Dazu braucht man natürlich einen gewissen „Zugang“ – dieser erschließt sich einem aber mit zunehmendem Durchblättern dieses Buches.

Im Kapitel zwei, beim „fotografierten Licht“ gefällt mir die Erklärung durch Kugel und Kreis sehr gut, wie er damit veranschaulicht wie Licht „fällt“ und „wirkt“. Er geht zudem auch darauf ein wie sich Licht fotografieren lässt und warum sich Licht fotografieren lässt. Das klingt, wenn Ihr es jetzt hier bei mir lest, sicher sehr schräg, aber Eib Eibelshäuser macht das wirklich gut.

Das dritte Kapitel, das „Landschafts-Licht“, wird gespickt von Erklärungen zum wichtigen Histogramm, zu RAW und Themen wie Weissabgleich-Bracketing und Tone Mapping.

In Exkursen wird man motiviert Themen nachzustellen, beispielsweise im Exkurs „Inspirationsquelle Pictorialismus“ ab Seite 127.

Für mich als People-Fotograf war das Kapitel vier das spannendste in dem um Outdoor-Potraits ging. Aber auch die Blaue Stunde des darauffolgenden Kapitels war sehr nett zu lesen und auch dort konnte ich das eine oder andere lernen.

Aber auch andere Themen der Fotografie werden in diesem Buch gebührend und ausführlich betrachtet, wie Langzeitbelichtungen, Available Light, Studio-Licht und die Anwendung bei Portraits, Lichtformer und Ihre Auswirkungen auf die finalen Bilder, zerlegtes Licht, schnelles Licht und Blitzlicht mit kleinen Blitzen.

Layout

Das Layout ist zweispaltig gehalten und es enthält unzählbar viele Fotos, Skizzen und Schemata-Zeichnungen, die einem den „Lehrstoff“ sehr gut erläutern. Das Layout ist aufgeräumt aber dennoch sehr abwechslungsreich gehalten.

Umfang

Tief aber nicht zu tief. Ich denke, das trifft die Beschreibung des Umfangs am besten. Eib geht tief in die Themen rein – langweilt einen aber beim Lesen nicht mit zu langen und ausschweifenden Texten.

Links

Mein persönliches Fazit

Das große Licht-Buch kostet knappe 45 Euro und das ist es auf jeden Fall auch Wert. Es bleibt meines Erachtens keine Frage mehr offen und man lernt – recht anschaulich und verständlich zu lesen – sehr vieles und bekommt einen „neuen“ Blick auf bekannte und unbekannte Themen und Fragen. Ich mag das Buch!

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer


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