Mir wurde gesagt, ich muss einen Post zum Vergleich Fuji X-T1 und Fuji X-E2 schreiben

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Na wenn mich schon so viele Leser und Facebook Buddys so nett darum bitten, dann schreibe ich ein paar Zeilen zu den beiden Kameras im Vergleich. Hatte ich zwar eigentlich nicht vor, aber Euer Wunsch… und so, ihr kennt das ja.

20140702-192707-DSC03096Also ich habe mir eine kleine Fuji X-E2 zugelegt. Dieses habe ich entgegen der Vermutung einiger nicht aus Sammelleidenschaft oder weil sie so ähnlich in der Hand liegt wie eine Mess-Sucherkamera getan, sondern aus einem ganz einfachen trivialen und profanem Grund: Sie ist die billigste Kamera die den selben AF und Sensor wie die XT-1 hat, die ja meine Hauptkameras für meine Fotojobs sind. Da ich eine im Eifer einer Hochzeits-Emotionen-Reportage durch einen Sturzschaden „geschrottet“ habe und diese nun zum Kostenvoranschlag und (hoffentlich Versicherungs-) Reparatur geht brauche ich eine zweite Kamera für die bevorstehenden Hochzeiten. An die Arbeitsweise mit zwei nahezu identischen Kameras mit zwei Festbrennweiten habe ich mich mittlerweile so sehr gewöhnt und meine persönliche Art zu fotografieren so daran angepasst, das ich mich regelrecht nackisch fühle wenn ich nur eine der beiden Kameras am Mann habe. Ich nutze auf Hochzeiten zu 95% das 23 1.4 (also mein „35 er“ dank Cropfaktor) und mein heißgeliebtes 56 1.2 (also mein „85 er“ dank Cropfaktor) und diese beiden Linsen eben immer mit zwei Kameras am Mann. Um den „Nackisch-sein-Feeling“ in den nächsten 2-4 Wochen so lange die eine X-T1 im Service ist, zu entgehen habe ich eben die „billigste“ Alternative dazu geordert, und das ist im Moment die Fuji X-E2. Natürlich wäre eine extrem günstig gebraucht zu bekommende X-E1 eine billigere Alternative gewesen, aber ich wollte den schnellen und vor allem zuverlässigen AF der X-T1 und X-E2 auf jeden Fall haben. Im Business der Hochzeitsfotografie kann und vor allem will ich mir keinen unzuverlässigen AF einer X-E1 leisten.

Sodele, soviel zur Erklärung warum ich mir eine Fujifilm X-E2 gekauft habe. Die nette Annahme ich sammel die Kameras oder ich kaufte diese kleine X-E2 aus emotionellen Gründen wie Mess-Sucher-Feeling oder der Wunsch zur Entschleunigung sind zwar romantisch und nett aber ich bin aus der Phase raus das ich eine „emotionale Beziehung“ zu einer Kamera aufbaue raus. Das sind Werkzeuge die Ihren Job machen sollen. Für emotionale Beziehungen habe ich eine Frau und zwei Hunde die mich eh besser entschleunigen als es je eine Kamera getan hätte…

So Ihr Lieben, nun zum Vergleich und einigen Pro- und Cons beider Kameras:

Sucher:
Beide Sucher sind gut, der Sucher der X-T1 ist größer, der Sucher der X-E2 ist gefühlt etwas schneller aber das mag auch täuschen durch die Größe der Sucher. Bei der X-T1 kann man das Sucherbild mitdrehen lassen, sprich wenn man die Kamera aus dem Querformat ins Hochformat dreht, geht die untere Statusleiste im Sucher mit Blende, Verschlusszeit, Belichtungskorrektur und ISO mit dem Drehen mit und bleibt auch im Hochformat dann wieder unten. Bei der X-E2 dreht diese Statusleiste nicht mit und bleibt auch im Hochformat dann quer unten, also dann rechts stehen. Ist für viele sicher eine Kleinigkeit aber wenn man sich mal daran gewöht hat das Blende und Zeit immer unten stehen, egal ob Hoch- oder Querformat, dann ist das direkt störend im Sucher der X-E2. Wer das bisher nicht kannte, wird das nicht nachvollziehen können.

Display:
20140702-192646-DSC03095Die beiden Displays sind beide sehr gut, auch bei extremen Sonnenlicht noch einigermaßen zu benutzen. Der extrem große Vorteil der X-T1 ist das Schwenkdisplay. Seit ich diese Kamera habe gibt, zum Leidwesen vieler Facebook Freunde meiner Frau, keine „Jörg liegt beim Fotografieren nur rum-Bilder“ mehr. Ich habe dieses Kipp- und Schwenkdisplay sowas von lieben gelernt das es mir sofort an der X-E2 fehlt. Da die Kamera für mich nur eine „Notlösung“ und Backup ist, ist es zu verschmerzen, aber es fehlt mir ganz dolle. Von der Auflösung her scheinen mir beide Displays gleich hochauflösend zu sein. Ich habe das aber nicht nachgelesen, wollte Euch ja auch noch was zum Googlen übrig lassen.

Kamera-Haptik:
20140702-192953-DSC03102Die X-E2 ist sehr wertig und fasst sich gut an, wie die X-T1 auch. Die beiden Gehäuse sind unterschiedlich, das ist ja kein Geheimnis, aber dennoch fassen sich beide sehr wertvoll an und erinnern in der Tat an ein gewisses Leica-Feeling. Die X-E2 ist meines Erachtens ein kleines schlüpfriges Scheißerchen, denn ohne eine optionale Daumenauflage (wie die Thumbs Up Lösungen) oder den optionalen originalen Fuji MHG-XE Griff ist die Kamera recht unsicher in der Hand zu halten und rutscht schnell aus der Hand. Das mag aber auch an meinen zierlichen Händen Modell Bären-Pranke liegen.

Auslöser und Schnittstellen:
Ein echtes Pro-Argument, aus rein nostalgischen Gründen, bekommt die X-E2 für den Auslöser mit Gewindebohrung für einen alten klassischen Drahtauslöser, den man bei der X-T1 leider eingespart hat. Wahrscheinlich ist der bei der X-T1 nicht vorhanden da diese ja Wetterfest und Regenwasserdicht sein soll. Meine wurde schon klatschnass und hat es auf jeden Fall gut überstanden. Einen 2,5mm, ja richtig 2,5mm und nicht 3,5mm Mikrofon-Eingang haben beide Kameras. Beide Kameras haben desweiteren einen Mini-HDMI-Port und einen USB Port im Micro-Format. Die einzige Schnittstelle die ich an der X-T1 mehr erkennen kann, als an der X-E2 ist der X-Sync Kontakt für den Studioblitz, den die X-E2 nicht hat.

Akku- und Speicherfach:
20140702-192816-DSC03098Bei der X-E2 ist der Akku und die Speicherkarten in einem Fach welches von der Unterseite der Kamera zugänglich ist. Bei der X-T1 ist das Speicherkartenfach, dessen Deckel etwas leichtgängig ist für meinen Geschmack an der Griffseite rechts, wenn man von hinten auf die Kamera schaut. Bei der X-E2 ist das Fach für Akku und Speicherkarte schön verriegelt und kann nicht „ausversehen“ geöffnet werden. Leider ist die Stativbohrung 20140702-192855-DSC03099so nahe am Akku und Speicherfach bei der X-E2 das man bei montierter Schraube für den Gurt dieses Fach nicht mehr öffnen kann. Wenn man den Griff (Fuji MHG-XE) montiert ist dieses Problem nicht mehr vorhanden, da dort die Stativbohrung etwas mittiger ist und das Fach für Speicher und Akku ausgespart ist und ein Zugriff darauf gut möglich ist trotz montiertem Griff mit Arca kompatiblem Boden.

Blitz:
Die größere Kamera hat keinen eingebauten Blitz, sondern legt einen kleinen (sehr kleinen) Aufsteckblitz dem Lieferumfang bei. Bei der kleineren X-E2 ist ein Pop-Up-Blitz eingebaut der auch eine kleine Leistung hat aber als Aufhellblitz durchaus unterwegs gute Dienste leisten kann. Das das Blitze mit der Fuji Systemkamera-Welt noch nicht auf dem Niveau angekommen ist wo DSLR Anwender von Canon oder Nikon heute schon sind, das steht auf einem anderen Blatt. Schmerzlich vermisse ich dort nur das HSS, also das schnelle Blitzen oberhalb der Synchronzeit bei Tageslicht zum aufhellen der Augenpartien bei Menschen bei krassem Sonnenlicht. Aber vielleicht passiert da ja noch was in den nächsten Modellen. Da ich hier X-T1 und X-E2 vergleiche tut das nichts zu Sache, da Blitzen mit Aufsteckblitzen bei beiden Kameras gleich gut/schlecht geht.

Batteriegriff:
Spätestens daran merkt man die Ausrichtung die Fujifilm mit der X-T1 gehen will, denn viele Profis werden alleine aus Gründen der Akkulaufzeit den Batteriegriff an der X-T1 nicht mehr missen wollen. Mit dem Batteriegriff und den beiden Akkus, einem in der Kamera und einem im Batteriegriff unten drinne, sind 600 bis 700 Aufnahmen möglich, teilweise sogar deutlich mehr. Das schöne ist, das die Kamera zuerst ausschließlich den unteren Akku im Batteriegriff leert bevor auf die „Reserve“, den Akku in der Kamera zurückgegriffen wird. So kann man schnell unterwegs den leeren Akku im Batteriegriff wechseln und hat den „inneren“ Akku in der Kamera immer als „eiserne“ Reserve. Wenn der erste Akku geleert ist, zeigt die Kamera das mit einem roten Akkusymbol im Sucher an. Die X-E2 hat keine Möglichkeit für einen Batteriegriff vorgesehen. Die Handhabung mit dem Batteriegriff an der X-T1 erleichtert nicht nur den Umgang mit Onkel Bob (ein Hinweis auf meinen letzten Blogbeitrag) sondern erleichtert die Handhabung im Portraitmodus ungemein.

Das die Bedienung der beiden Kameras unterschiedlich ist, ist sicher bei der Anordnung der Drehräder schon zu sehen. Die Verstellung der ISO per Drehrad an der linken Seite an der X-T1 ist ein Segen, wie ich finde. Das ich dafür kein Menü öffnen muss ist für mich und meine Arbeitsweise sehr erleichternd. Ich sehe damit auch bei ausgeschalteter Kamera direkt die verwendete ISO und Verschlusszeit ohne erst aufs Display oder durch den Sucher schauen zu müssen.

20140702-192626-DSC03094Da die X-E2 keinen wirklichen Größenvorteil und auch keinen echten Gewichtsvorteil bietet ist sie meines Erachtens nur ein Kompromiss und ich würde immer zur X-T1 tendieren und diese auch eher empfehlen wohl wissend das diese bei momentanem Marktpreis etwa 500 Euro teurer ist. Für diesen Aufpreis bekommt man den wesentlich größeren Sucher, das Schwenkdisplay und die bessere Bedienung. Dazu bekommt man zusätzlich die Möglichkeit einen Batteriegriff zu montieren und die Wetterfestigkeit des Gehäuses. Darüberhinaus hat man bei der X-T1 nicht das Gefühl, dass diese einem schnell aus der Hand rutschen kann. Für die X-E2 sprechen meines Erachtens nur zwei Gründe, zum einen der deutlich günstigere Anschaffungspreis (seit sie vor kurzem deutlich gesenkt wurde) und das coolere unauffälligere Design.

So und nun hoffe ich das ich Eurem Auftrag gerecht wurde mit diesem Blogposting und Eure Fragen zu beiden Kameras beantworten konnte. freue mich auf Euer Feedback und Eure weiteren Fragen.

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

37 Kommentare

  1. Hallo Jörg
    Liest sich interessant. Da kommt man dann schon ins Grübeln ob das ein Ersatz für die Nex 6 wäre…
    Das Konzept der XT1 gefällt mir. Ich muss mir mal das Objektivangebot genauer betrachten.
    Du scheinst ja sehr zufrieden zu sein…
    Gruß
    Bruno

    1. Ich bin sehr zufrieden, auch mit den angebotenen Objektiven.

      10-24 = Sehr gut *
      18-55 = Gut *
      23 1.4 = Sehr sehr gut *
      55-200 = Gut *
      56 1.2 = Sehr sehr gut / Exzellent *
      27 2.8 Pancake = noch gut genug *
      35 1.4 = Sehr gut
      14 2.8 = Sehr gut
      18 2.0 = Gut
      60 2.4 = Gut bis Sehr gut
      Zeiss Touit 12 2.8 = Sehr gut optisch und „noch Gut“ von der Haptik

      Die beiden Objektive 16-50 und 50-230 sind OK aber schlechter als die obigen Objektive.

      Die mit * nutze ich im Moment aktiv, kenne aber alle oben genannten aus eigener Erfahrung.

      Nicht persönlich kenne ich die beiden Zeiss Objektive 32 1.8 und 50 2.8 Makro. Zu denen kann ich selbst nichts sagen.

      Im vergangenen Jahr hatte ich bei meinem Norwegen-Tripp mit meinem Vater an der X-Pro 1 dabei: 14 2.8 – 35 1.4 – 60 2.4. War auch ein tolles Set.

      Was bei Sony eindeutig besser ist, ist das Fokus Peaking für manuelle Linsen. Das ist bei Fuji dank FW-Updates zwar besser geworden, aber noch weit weg vom sehr guten Peaking der Sony Systemkameras.

  2. Hallo Jörg,

    vielen Dank für den interessanten Bericht. Ich möchte Dich auf einen kleinen Fehler hinweisen, ist das 56er nicht Dank Crop Dein 85er (84 um genau zu sein)?

    Gruß Mark

  3. Hallo Jörg

    ja ich stand vor dem selben Problem. Nein nicht beim Kauf, sondern eher danach. Zu dem Zeitpunkt als ich gesagt habe „Ja“ ich wechsel auf Fuji ist gerade die XE-2 rausgekommen und über die XT-1 gab es nur Gerüchte. Aber nochmal ein halbes Jahr bzw. 4-5 Monate warten wollte ich dann auch wieder nicht.

    Ich stand zwischenzeitlich kurz vor dem Gedanken die Kamera wieder zu verkaufen und auf die XT-1 zu wechseln wenn man die ganzen Reviews so liest. Aber schlussendlich hab ich mir einfach gesagt … spar das Geld hohl dir zu dem 35/1.4 und 18-55 noch das 14er dazu und spar dein Geld für eine XT-2 oder was auch immer der Nachfolger sein wird.

    Die XT-1 sieht zwar besser aus, hat das bessere Gehäuse/Haptik, bessere Knöpfe, Klappbildschirm, alles was das Herz begehrt. Performance, AF, Sensor und Co sind zwar gleich, aber die Argumente privat von einer XE-2 auf eine XT-1 umzusteigen sind halt ganz andere als bei deinem Fall (Backup Body).

    Derweil genieße ich meine Leichte XE-2 mit Dem EddyCam Gurt und meinem Dauerdrauf 35/1.4er.

    Ich glaube wenn die X100T rauskommt werd ich wieder nachdenklich. X100T vs 23/1.4 …. X100* leichter für Unterwegs mit der Familie … 23/1.4 bessere optik … ach mal mal sehen was die Photokina so bringt das uns alle G.A.S. geschädigten wieder die Augen bzw. die Brieftasche öffnen will 🙂

  4. Hallo Jörg,

    Danke für diesen ausführlichen Bericht. Ich finde es schön das auch ein anderer X Blogger in Deutsch schreibt.
    Ich selber nutze, nachdem ich die X-E1 verkauft habe, nur noch die X-T1 mit diversen Objektiven und kann deine Meinungen voll und ganz unterstützen. Die X-E1 ist ja von der Bedienung her fast gleich mit der X-E2 und auch ich würde mittlerweile jedem die X-T1 ans Herz legen.
    Zu den beiden Zeiss Objektiven 32er und 50er kannst du gerne auf meinem Blog vorbeischauen. Das XF35 habe ich tatsächlich gegen das Zeiss 32er getauscht. Meiner bescheidenen Meinung nach ist das Zeiss nochmals einen Tick besser als das 35er von Fuji.

    Als nächstes kommt noch das 56er ins Haus und dann hoffe ich das Fuji irgendwann noch ein etwas Kompakteres 23 f/2 bringen wird. Das wäre für mich eine Traumlinse.

    Vielen Dank und Grüße aus dem Stuttgarter Raum

    Stockografie

    1. Hi und Hallo,

      ja es könnte ruhig noch ein paar mehr X-Blogger aus DE geben.

      Das 56er ist meine absolute Lieblingslinse denn meines Erachtes holt diese wirklich alles aus den extrem guten Sensoren raus. Mir ist eins Samstags auf einer Hochzeit runtergefallen. Dienstag war direkt der Ersatz im Paket an der Haustür. Ohne diese Linse geht nichts mehr in meiner Fotografie.

      Ein 23 2.0 im Bauformat des 18 2.0, das wäre was, da stimme ich Dir zu! Was mir aber noch mehr fehlt ist ein 100 2.0 oder 100 1.8. DAS wäre mir eine echt wichtige Linse. Stand heute kompensiere ich das mit dem sicher nicht schlechten 55-200, aber da fehlt es leider an Licht…

      LG – wir lesen uns 🙂

      Jörg

  5. Danke für deinen Vergleich.

    Ich selbst nutze ja ein sehr ähnliches Set aus X-E1 und X-T1 und bin total zufrieden damit. Auch, wenn ich die teureren Fuji-Objektive nicht habe (das 10-24 und auch das 56er fehlen in meinem Set), so machen die Fujis mit dem 18-55, dem 1.4/35 und dem 50-230 enorm viel Spaß (Wie du weißt, ersetze ich die fehlenden Top-AF-Linsen mit sehr netten MF-Objektiven: 2.0/12, 2.5/24, 1.4/50, 1.2/55, 1.8/55 usw…)
    Und ja, ich stimme dir zu, ein 100er wäre toll. Wobei ein 1.8/100 ein ziemlicher Brocken wäre, mir würde auch ein 2.8/120 genügen (und vermutlich das sehr gute aber lichtschwache 50-230 ersetzen, je nach Preis). Bis dahin tut’s auch ein Leica Tele-Elmarit-M 2.8/90 – und das ist zudem noch überaus kompakt. 😉

    1. Die Anforderungen machen den Unterschied. Die ganzen netten Altgläßer sind prima zum spielen, aber in meinem persönlichen Falle leider nicht zum arbeiten, zumal jedes seine eigene Farbcharakteristik mitbringt, da würde ich im Falle einer Hochzeits-Reportage wahnsinnig diese aneinander anzugleichen im Workflow. Die Zeit habe ich nicht bzw. zahlt mir keiner diese Extra-Aufwände. Für Testbilder oder private Fotosessions ist das eine feine Sache die viel Spaß macht und den „Nerd“ in uns weckt. Fürs abliefern von Ergebnissen leider – zumindest für mich und meine Frau – keine Alternative.

  6. Jaja, hätte ich seinerzeit gewusst das es eine X-T1 geben würde hätte ich mit dem Kauf meiner X-E2 wahrscheinlich gewartet. Ich werde mich auch weigern die X-T1 in die Hand zu nehmen, sonst ist die E2 ja wieder weg und ich kaufe mir die ;-)

  7. An der Sprache gibt’s noch einiges zu verbessern, ich konnte kaum weiterlesen. Mehr Kommas, weniger Rechtschreibfehler und vor allem zielgerichtetere Sätze.

  8. Vielen Dank für den bericht, ich fand das sehr interessant. Mir ging es allerdings umgekehrt, ich stand auch Vorentscheidung e2 oder T1 und habe mich nach dem die T1 rausgekommen ist doch bewusst für die e2 entschieden. Der Sucher bei der T ist besser, und auch ist das Gehäuse etwas besser anzugreifen.
    Das sind Vorteile.

    Was mich aber sehr frustriert hat bei der T ist die sehr fummelige Bedienung der schwergängigen Räder die man noch erst entsperren muss. Das ist für meinen Arbeitsluss störend und raubt mir viel Spontanität und Spaß. Dazu braucht es immer wieder die zweite Hand.

    Das Fehlen des Schwenkdisplays stört mich dagegen überhaupt nicht, weil ich meistens lieber altmodisch mit Sucher am Auge fotografiere. Auch finde ich den gefühlten Gewichtsunterschied zwischen beiden Modellen nicht so unerheblich. Die E2 ist schon spürbar leichter, was für mich auch eine Rolle spielt, die Spiegelreflex-Schlepperei wollte ich ja gerade nicht mehr haben.
    Ich nutze die Kamera bei Städtetouren auch sehr gerne mit dem sehr leichten 16-50 was ein wirklich angenehmes Duo bildet, gerade auch über der Schulter hängend. Da zählt bei ganztägigen Fotoausflügen unterm Strich jedes Gramm.

    1. Danke für Deinen Kommentar. Ich finde es immer wieder beeindruckend wie unterschiedlich die Anforderungen an die „Hardware“ sind. Toll ist das für jeden von uns „was dabei“ ist.

      Danke Euch allen für die Kommentare und Eure Meinungen!

      Schöne Grüße – Euer Jörg

  9. Hello to every , since I am actually eager of reading this
    webpage’s post to be updated on a regular basis. It includes good information.

  10. Hab auch gerade den Bericht gelesen und hab mich nur ein bischen über die letzten Beschreibungen gewundert:

    „Für die X-E2 sprechen meines Erachtens nur zwei Gründe, zum einen der deutlich günstigere Anschaffungspreis (seit sie vor kurzem deutlich gesenkt wurde) und das coolere unauffälligere Design.“

    Also sollte jeder, der eine Fuji Kamera nutzen will, die T1 nehmen? Das ist meines Erachtes nach eine Frage von Geschmack, ob das den Begriff „cool“ verdient ist da so eine Frage für sich. Ich mag das Design der E1/2, das ist ertmal was anderes und zudenm finde ich die Bedienbarkeit der E2 besser was die Bedienung bei Dunkelheit angeht. Bei Nachtaufnahmen verstelle ich oft die ASA, mit der grünen FN taste oben rechts. Ich habe die T1 benutzt und das würde mich total nerven, also den Ring mit der Taste entriegeln und dann das Rad verstellen und dabei gelegentlich den unteren Bereich direkt mit verstellen. Ich finde das ist schlecht gelöst. offensichtlich hatten die Designer den Blick auf die Nikon DF gerichtet?
    Ich werde weitere Entwcklungen der E1/2 im Augen behalten, Test- oder Erfahrungsberichte, wenn ernst genommen würden nur noch das mock-DSLR Format zulassen denn es gibt ja nur zwei Gründe, Geld und cooles Design, welches für den anderen Form Faktor spricht.
    ich fände das total schade wenn zukünftige Generationen nur noch so diese Möchtegern-DSLR Fornmat hätten!
    Schöne Größe aus Auckland.
    Deed

  11. Hallo Jörg,
    vielen Dank für Deinen für mich sehr instruktiven Vergleich zwischen den beiden Modellen.
    Seit ca. einer Woche benutze ich die X-E2 zusammen mit den XF-Objektiven 14, 23 und 56 mm. Ich bin noch nicht so weit zu sagen, ob das Ganze zu meiner Zufriedenheit führen wird oder nicht, aber die ersten Testaufnahmen sehen viel versprechend aus. Ich hatte vor eine D700 mit sehr guten Objektiven, aber die Schlepperei war mir dann zu viel. Weil ich zwischenzeitlich auch einmal eine Fujifilm S5Pro hatte, die wirklich sehr ansprechende Bilder gemacht hat, bin ich nun das Wagnis eingegangen. Was mich am meisten stört, ist der Aufotokus der X-E2. Du hast geschrieben, er sei zuverlässiger als der der X-E1. Nun muss der AF meiner X-E2 ja den Vergleich mit der D700 ertragen, und da schneidet er nicht so gut ab. Ich finde ihn etwas unzuverlässig und auch etwas behäbig. In der – recht zuverlässigen – Colorfoto ist zu lesen, dass der AF der X-T1 schneller sei als der der X-E2 (0,35 Sek. ./. 0,43 Sek.). Andererseits lese ich, der AF beider Cams sei gleich. Hast Du dafür vielleicht eine Erklärung? Wenn dem so wäre – wenn also der AF der X-T1 besser wäre – , dann würde ich über kurz oder lang vielleicht noch ins Grübeln kommen …

    1. Hallo Rainer,
      Erst mal vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich konnte keinen gravierenden Unterschied im AF zwischen X-T1 und X-E2 feststellen.

      Zum AF Vergleich D700, die wir auch noch aktiv nutzen:
      – AF-C wesentlich schneller und zuverlässiger als die derbeiden Fujis
      – AF-S beide Systeme m.E. Vergleichbar gut und zuverlässig
      – Fokusfelder bei Fuji bis an den Rand verschiebbar, bei den Nikon DSLRs nur recht mittig

      Ich hoffe das hilft Dir etwas.

      LG Jörg

  12. Hallo Jörg,
    wow, das ging ja beinahe so schnell wie der AF der X-E2. 🙂 Vielen Dank!!! Ja, die Achillesferse ist tatsächlich der AF-C-Modus. Kann man nicht viel machen. Ist aber noch akzeptabel. Was mir auffällt – aber das reime ich mir zum jetzigen Zeitpunkt noch zusammen – ist folgendes: Selbst wenn ich das AF-Feld auf die kleinste Größe einstelle, ist es für einige meiner Wünsche immer noch zu groß. Paradebeispiele sind Portraitaufnahmen. Natürlich möchte ich dann mit dem 56er eine möglichst große Blende wählen. Sagen wir ruhig einmal 1.2. Das AF-Feld erfasst das Auge, damit natürlich auch die Wimpern. Und was macht der böse AF? Genau, er fokussiert auf die Wimpern. Bei der knappen Schärfentiefe ist dann die Iris des Auges nicht mehr richtig scharf. Klar, weiter weggehen oder kleinere Blende kann man dann natürlich. Aber ich meine, das Problem bei der D700 nicht gehabt zu haben (dabei ist mir klar, dass dort die größte Blende jeweils 2.8 war).

    Alles in Allem muss ich mich sicher noch ein bisschen auf die X-E2 einstellen. Aber ich habe doch den Eindruck, dass der AF sich manchmal etwas unzuverlässig verhält und bei wiederholten Aufnahmen etwas wandert. Empfindest Du das nicht so?

    Vielen Dank nochmals für Deine Antwort – und dann noch maßgeschneidert auf die D700 – perfekt!!!

    Beste Grüße
    Rainer

    1. Ja die arg offene Blende mit 1.2 ist so ein Ding. Ich habe da oft drei Aufnahmen gemacht und bewusst absichtlich selbst beim auslösen geatmet. Das oft die 2-3mm dieman an Varianz braucht. Oder eben den MF Assistenten nutzen.

      1. Ja, die MF-Funktion ist wirklich großartig bei der X-E2. Aber eher etwas fürs Stativ und statische Objekte. Ich werde jedenfalls weiter üben. Und ich sehe schon: Irgendwann habe ich die X-T2 😉

        Tausend Dank für Deine tollen Tipps!!!

        Gut Licht
        Rainer

          1. Wenn mich das Christkind 2015 fragen würde: Eigentlich nur ein noch schnellerer und noch zuverlässigerer AF und – wenn es geht – noch weniger Gewicht und Volumen. Ich muss aber einräumen, dass ich – für den Fall, dass sich das Christkind weigern würde – mir die X-T1 dennoch anschauen würde. 🙂

      1. Meine Hauptsorge bei höherer Auflösung wäre eine schlechtere Bildqualität bei höheren ISO-Einstellungen. Ich finde das bei der X-E2 genial. Besser noch als bei der D700. Btw: Machst Du den Fujifilms RAW-Aufnahmen? Ich finde die JPGs so gut, dass sich RAW m.E. kaum lohnt (momentan habe ich beide aktiviert).

      2. Ich glaube der Unterschied ist das Fuji bei den RAWs keine (lossless) Kompression wie zip und Co anwendet. Das würde jedenfalls den Unterschied erklären. Ein anderer Unterschied wäre wenn sie 16bit speichern pro Farbe anstatt runterrechnen auf tatsächiche 14 Bit die sie benutzen … Who knows …

        Wünsche? Eigentlich nur paar mehr Usability Features in der 3.0er X-E2 Firmware (Spot, AF-Selection, etc). Sonst wäre ich eigentlich Glücklich. Schade das die X-T1 zu viel abbekommen hat im Firmware Update und die X-E2 zwar tolle Sachen (Remote Steuerung, Interval, Chrome), aber die „Little Things“ au der Strecke geblieben sind (vorbehalten nur fürs Topmodell).

        Hab gerade eine Instinktiv kauf einer X-T1 (Blitzangebot beim Fluss) gemacht und wieder zurückgeschickt, ist zwar toll, aber am Ende war es das Upgrade von E auf T fürs Hobby nicht wert … Ich warte lieber auf eine X-E3 oder X-T2, wobei ich nach einem Jahr X-E2 Nutzung mich sehr an die Position des EVF gewöhnt habe. Mein erster Gedanke bei der X-T1 war: Huch da kommt die alte Gewohnheit die Nase aufs Display drücken wieder auf 🙂

  13. Habe gerade den Beitrag gelesen und bin über das Problem mit dem nicht vorhandenen Sync Anschluss bei der x-e2 gestoßen.
    Ich wollte mir kurzfristig eine Akku Blitzanlage für den Outdooreinsatz von Calumet zulegen und bin jetzt aber unsicher wie ich das Teil sicher ansteuere, da der interne Blitz bei größeren Räumen wohl nicht so als Auslöser geeignet ist. Hat jemand eine erprobte Lösung für die x-e2 ???

  14. Durch Zufall habe ich diese interessante Seite gefunden und mit Spannung gelesen. Einen Unterschied gibt es für mich aber auch noch, die X-M1 ist die kleinste mit Klappmonitor ohne Sucher, die X-E2 hat keinen Klappmonitor aber einen Sucher links von der Mittelachse, die X-T10 und die X-T1 haben ihn leider mittig sitzen. Für mich eher ungünstig, weil man immer mit der Nase am Display drückt, der leider immer verschmiert. Deshalb finde ich die X-E2 die beste Alternative, wenn es überhaupt eine Fuji sein soll. Die T1 ist überteuert.

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