Hallo ihr Lieben,
eine Nikon Zf II, die noch gar nicht angekündigt ist, und ich mache schon ein Video darüber? Ja, tatsächlich. Wenn man eine Kamera so heiß und innig liebt wie ich meine Nikon Zf, dann darf man sich auch mal Gedanken darüber machen, was ein möglicher Nachfolger noch besser machen könnte.
Damit das gleich klar ist: „Nikon Zf II“ ist hier mein Arbeitstitel für einen möglichen Nachfolger. Zum Zeitpunkt der Aufnahme ist mir keine offizielle Ankündigung bekannt. Ich habe keine Insiderinformationen und auch kein geheimes Vorserienmodell auf der Parkbank liegen. Was ich habe, sind Erfahrungen mit meiner selbst gekauften Zf und ein paar ziemlich konkrete Wünsche.
Und Chili ist natürlich auch wieder dabei. Denn über eine Herzenskamera spricht es sich gleich noch schöner, wenn die andere Herzensangelegenheit daneben sitzt.
Meine Gedanken zur Nikon Zf II im Video
Im Video erzähle ich euch, warum die Zf für mich so besonders geworden ist, welche Verbesserungen ich mir wünsche und weshalb Nikon vieles bitte einfach genauso lassen sollte.
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Video auf YouTube ansehen: Meine Wünsche an eine Nikon Zf II
Wie aus einem Arbeitsgerät meine Herzenskamera wurde
Ursprünglich habe ich die Nikon Zf aus einem ziemlich praktischen Grund gekauft: Ich brauchte eine Kamera für Hochformatvideos.
Bei meinen Kunden wurden solche Inhalte immer häufiger nachgefragt. Das seitlich ausklappbare und schwenkbare Display der Zf passte dafür wunderbar zu meiner Arbeitsweise. Die Kamera kam also zunächst mit einem klaren Job zu mir.
Mittlerweile hat meine Nikon ZR diese Videoaufgaben weitgehend übernommen. Trotzdem habe ich mich von der Zf nicht getrennt. Dafür gibt es berufliche Gründe, aber eben auch sehr persönliche.
Bei Hochzeiten und anderen Shootings kommt sie beispielsweise zum Einsatz, wenn meine Frau oder andere als Second Shooter mitarbeiten. Die sichtbaren Einstellräder finde ich dabei ausgesprochen praktisch: Ich kann manches schon von außen erkennen, ohne erst durch Menüs zu gehen.
Privat bekommt die Zf dann gerne ein manuelles Voigtländer aufgesetzt. Das Nokton 40mm F1.2 zum Beispiel. Und plötzlich geht es vor allem darum, mit Freude zu fotografieren.
Über diese Kombination habe ich schon ausführlicher geschrieben: Voigtländer Nokton an der Nikon Zf – warum ich manuelles Fotografieren wieder neu entdeckt habe.
Die Nikon Z8 erledigt bei mir einen großen Teil der beruflichen Arbeit. Für bestimmte Aufgaben greife ich zur Fujifilm GFX. Aber wenn ich ganz von vorne anfangen und mir nur eine einzige Kamera aussuchen dürfte, wäre es wahrscheinlich die Nikon Zf.
Genau deshalb beschäftigt mich die Frage, wie ein Nachfolger aussehen könnte.
Mein erster Wunsch: 45 Megapixel für mehr Spielraum
Die Auflösung meiner Zf reicht für sehr vieles völlig aus. Das möchte ich ausdrücklich vorwegschicken. Mit 24 Megapixeln kann man wunderbare Bilder machen und auch große Ausbelichtungen erstellen.
Trotzdem hätte ich gerne mehr Reserven beim Zuschneiden.
Ich bin häufig ein Querformatfotograf. Auch dann, wenn ich später zusätzlich ein Hochformatbild brauche. Mit höher aufgelösten Dateien kann ich mir den passenden Ausschnitt nachträglich großzügiger herausnehmen. An diesen Spielraum habe ich mich bei meinen anderen Kameras gewöhnt.
Für eine Nikon Zf II wären deshalb rund 45 Megapixel mein Wunsch.
Die Auflösung meiner Z8 empfinde ich für meinen Alltag als sehr angenehmen Kompromiss. Ich bekomme reichlich Details und Reserven, kann die Dateien an meinem Rechner aber weiterhin flott bearbeiten.
Noch größere Dateien brauche ich in dieser Kamera persönlich nicht. Mir geht es darum, bei der Bildauswahl und beim Zuschnitt etwas freier zu sein.
Welche Sensortechnik Nikon dafür verwenden müsste und wie sich das technisch umsetzen ließe, überlasse ich gerne den Menschen, die solche Kameras entwickeln.
Mein zweiter Wunsch: mindestens 4K60 ohne DX-Crop
Hier kommen wir zurück zum ursprünglichen Grund für meinen Kauf: Video.
Bei meiner Zf stoße ich an eine Grenze, sobald ich höhere Bildraten in 4K mit dem vollen Bildwinkel meiner Vollformatobjektive verbinden möchte. Der zusätzliche Bildausschnitt im DX-Modus passt nicht immer zu dem, was ich gerade aufnehmen will.
Mein Wunsch an einen Nachfolger ist deshalb klar:
Mindestens 4K mit 60 Bildern pro Sekunde ohne zusätzlichen DX-Crop.
Wenn auch 4K100 oder 4K120 möglich wären, würde ich mich natürlich freuen. Das würde mir für Zeitlupen noch mehr Möglichkeiten geben. Eine ordentliche Datenrate und überzeugende Bildqualität gehören für mich ebenfalls dazu.
Ob ich die Kamera dabei hochkant oder quer halte, ist eine Frage der Aufnahme und der späteren Verwendung. Entscheidend ist für mich, dass ich bei höheren Bildraten nicht plötzlich mit einem engeren Bildwinkel planen muss.
Open Gate wäre ebenfalls spannend: eine Aufnahme, bei der möglichst die gesamte Sensorfläche genutzt wird und ich anschließend unterschiedliche Formate daraus erstellen kann. Mein grundlegender Wunsch bleibt aber deutlich einfacher: gutes 4K60 ohne zusätzlichen Crop.
Dafür muss Nikon aus der Zf keine spezialisierte Filmkamera machen. Ich hätte nur gerne etwas mehr Bewegungsfreiheit, wenn ich mit dieser wunderbar klassischen Kamera moderne Videoinhalte produziere.
Mein dritter Wunsch: ein ISO-Rad, das eindeutig funktioniert
Ich mag mechanische Einstellräder. Sie sind ein wichtiger Teil dessen, was die Zf für mich ausmacht.
Umso mehr wünsche ich mir, dass ihre Bedienung möglichst eindeutig ist.
Wenn ich am ISO-Rad einen bestimmten Wert einstelle, möchte ich damit direkt diesen Wert wählen. Bei aktivierter ISO-Automatik ist das Zusammenspiel für meine Arbeitsweise derzeit nicht so unmittelbar, wie ich es gerne hätte.
Meine Wunschlösung wäre eine eigene A-Stellung für die ISO-Automatik.
Dort gelten dann die im Menü festgelegten Automatikregeln. Drehe ich das Rad auf ISO 100, fotografiere ich mit ISO 100. Ohne zusätzlich noch die Automatik abschalten zu müssen.
Natürlich kann man sich mit Tastenbelegungen und eingeübten Abläufen helfen. Aber gerade bei einer Kamera, deren Reiz so stark in der direkten Bedienung liegt, fände ich diese Lösung wunderbar passend.
Zwei SD-Karten wären schön – zwei Karten bleiben wichtig
Ein weiterer Punkt auf meiner Wunschliste betrifft die Speicherkarten.
Die Kombination aus SD und microSD finde ich im Alltag etwas fummelig. Diese winzigen Karten sind einfach nicht meine Lieblingslösung, wenn ich unterwegs Karten wechseln oder am Rechner auslesen möchte.
Zwei vollwertige SD-Kartenslots wären mir lieber.
Mir ist allerdings bewusst, dass in einem solchen Gehäuse der Platz begrenzt ist. Wenn zwei große Slots nicht sinnvoll unterzubringen sind, dann bleibt bitte bei der bisherigen Kombination.
Zwei Karten sind mir wichtiger als die Größe der zweiten Karte.
Auch interner Speicher wäre eine interessante zusätzliche Option. Den würde ich aber eher als weiteren Gedanken betrachten. Mein konkreter Wunsch ist zunächst eine angenehmere Handhabung der vorhandenen Speicherlösung.
Was Nikon bei einer Zf II unbedingt beibehalten sollte
Bei aller Wunschliste gibt es vieles, das ich an dieser Kamera bereits genau richtig finde.
Den Schwarz-Weiß-Schalter
Diesen kleinen Hebel liebe ich.
Einmal umschalten, und für mich fühlt es sich ein bisschen so an, als hätte ich einen Schwarz-Weiß-Film eingelegt. Natürlich ist das technisch etwas anderes. Aber für meine Art zu fotografieren macht diese bewusste Entscheidung einen Unterschied.
Zusammen mit den passenden JPEG-Einstellungen gehört das zu den Dingen, die mir an der Zf besonders viel Freude machen.
Bitte behalten!
Das Klapp- und Schwenkdisplay
Das Display war einer der Gründe, warum ich die Kamera überhaupt gekauft habe. Für meine Videoarbeit und unterschiedliche Aufnahmeperspektiven ist diese Bauweise ausgesprochen praktisch.
Auch ein Nachfolger sollte das für mich unbedingt mitbringen.
Mikrofon- und Kopfhöreranschluss
Wenn ich mit einer Kamera filme, möchte ich ein Mikrofon anschließen und den Ton kontrollieren können. Diese Anschlüsse gehören deshalb auch auf meine Liste der Dinge, die bleiben sollen.
Mit der bisherigen Lösung hinter einer Gummiabdeckung kann ich gut leben.
Die vertrauten Akkus
Wer mehrere Kameras im Einsatz hat, weiß, wie angenehm ein gemeinsames Akkusystem ist.
Ich habe meine Akkus dabei und kann sie innerhalb meiner vorhandenen Nikon-Ausrüstung passend einsetzen. Das erleichtert mir den Alltag enorm.
Liebe Nikon, bitte behaltet diese Kompatibilität bei einem möglichen Nachfolger bei. Ein zusätzliches Akkusystem würde mir an dieser Stelle vor allem mehr Organisation bescheren.
Das Gehäuse und seinen Charakter
Die Zf sieht für mich einfach großartig aus. Gerade mit einem kompakten manuellen Objektiv ist sie eine Kamera, die ich gerne anschaue und noch lieber in die Hand nehme.
Meistens nutze ich einen zusätzlichen SmallRig-Griff. Der gibt mir mehr Halt, schützt die Unterseite und bringt eine praktische Arca-kompatible Aufnahme mit.
Manchmal schraube ich ihn aber bewusst ab. Dann steht sie da, pur und klassisch, und ich denke wieder: Was für eine schöne Kamera.
Dieses Gefühl sollte ein Nachfolger unbedingt bewahren.
Meine Wunschliste für die Nikon Zf II auf einen Blick
| Bereich | Mein persönlicher Wunsch |
|---|---|
| Fotoauflösung | Rund 45 Megapixel für mehr Reserven beim Zuschneiden |
| Video | Mindestens 4K60 ohne DX-Crop, gerne auch 4K100 oder 4K120 |
| ISO-Bedienung | Eigene Automatikstellung und direkte manuelle Wahl über das ISO-Rad |
| Speicherkarten | Möglichst zwei vollwertige SD-Slots, auf jeden Fall weiterhin zwei Karten |
| Display | Klapp- und Schwenkdisplay beibehalten |
| Schwarz-Weiß | Den direkten Umschalter unbedingt behalten |
| Audio | Mikrofon- und Kopfhöreranschluss beibehalten |
| Akkus | Kompatibilität mit dem bisherigen Akkusystem bewahren |
| Gehäuse | Design, Größe und Charakter möglichst erhalten |
Das sind Wünsche aus meinem persönlichen Alltag. Keine bestätigten Eigenschaften eines kommenden Modells.
Liebe Nikon: Entwickelt sie weiter und bewahrt, was sie besonders macht
Eigentlich ist meine Wunschliste überschaubar.
Etwas mehr Auflösung. Etwas mehr Spielraum bei Video. Eine klarere ISO-Bedienung. Vielleicht zwei große Speicherkartenslots.
Der Rest darf für mich sehr gerne so bleiben.
Ich brauche an dieser Kamera keine endlose Liste zusätzlicher Funktionen. Ich möchte sie in die Hand nehmen, ein Objektiv ansetzen und Lust aufs Fotografieren bekommen. Genau das schafft meine Zf heute schon.
Auch beim Porträtshooting mit dem Voigtländer Nokton 75mm F1.5 hat mir diese Kombination wieder gezeigt, wie viel Freude mir das Fotografieren mit ihr macht.
Vielleicht wird Nikon irgendwann einen Nachfolger vorstellen. Vielleicht heißt der dann Zf II. Ob meine Wünsche darin auftauchen, wird sich zeigen.
Bis dahin bleibt meine vorhandene Zf genau das, was sie längst geworden ist: meine Herzenskamera.
Was wäre eure Wunsch-Zf?
Jetzt interessiert mich natürlich eure Meinung:
Was sollte Nikon bei einem möglichen Zf-Nachfolger verbessern? Wären euch mehr Megapixel wichtig? Braucht ihr bessere Videofunktionen? Oder steht bei euch die Bedienung ganz oben?
Und vor allem: Habt ihr auch eine Herzenskamera? Eine Kamera, die ihr besonders gerne benutzt, obwohl vielleicht noch andere Werkzeuge im Schrank stehen?
Schreibt es mir gerne in die Kommentare. Ich freue mich auf den Austausch.
Chili und ich gehen jetzt erst einmal eine Runde Gassi.
Bis bald, ihr Lieben!
Transparenz: Die Nikon Zf, auf deren Nutzungserfahrungen dieser Beitrag basiert, habe ich selbst gekauft. Die Bezeichnung „Nikon Zf II“ verwende ich hier für einen möglichen Nachfolger. Die beschriebenen Funktionen sind meine persönlichen Wünsche.

