Hallo ihr Lieben,
eigentlich mag ich es, wenn die Kamera für mich scharfstellt. Augenautofokus an, und ich kann mich auf den Menschen vor der Kamera, das Licht und den Bildaufbau konzentrieren. Trotzdem gibt es ein manuelles Objektiv, das ich ausgesprochen gerne benutze: das Voigtländer Nokton 75mm F1.5 für Nikon Z.
Zusammen mit meiner Nikon Zf durfte es mich zu einem Shooting mit der zauberhaften Melanie begleiten. Die Bilder daraus möchte ich euch hier zeigen. Im Video schnacke ich außerdem darüber, was mir an dieser Kombination gefällt und warum das Nokton geblieben ist, obwohl ich es ursprünglich nur ausprobieren wollte.
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Mit Melanie und dem Nokton unterwegs
Für das Shooting mit Melanie hatte ich eigentlich meine bevorzugte Porträtausrüstung eingeplant: die Fujifilm GFX mit dem 110er. Aber weil ich gebeten worden war, etwas über das Nokton zu erzählen, habe ich die Nikon Zf mit dem 75er kurzerhand mitgenommen.
Was soll ich sagen? Es hat richtig Spaß gemacht.
Die hier gezeigten Aufnahmen sind überwiegend bei Offenblende F1.5 entstanden. Einige lagen bei F2. Gerade bei diesen offenen Blenden zeigt sich die Bildwirkung, die ich an diesem Objektiv so mag: Der Hintergrund wird wunderbar weich, und der Mensch vor der Kamera bekommt die Aufmerksamkeit.
Das Bokeh ist für mich der Reiz
Über Objektive kann man lange reden. Über Schärfe, technische Daten und irgendwelche Eigenschaften, die sich wunderbar in Tabellen vergleichen lassen. Mich interessiert bei einem Porträtobjektiv vor allem, wie mir die Bilder gefallen.
Und da trifft das Nokton bei mir einen Nerv.
Die unscharfen Bereiche werden schön weich und cremig. Das gefällt mir besonders bei Porträts, weil der Hintergrund das Bild mitgestaltet, ohne sich nach vorne zu drängeln. Natürlich bleibt entscheidend, was dort überhaupt zu sehen ist. Ein unruhiger Hintergrund verschwindet nicht automatisch, nur weil ich die Blende öffne.
Manchmal macht schon ein halber Schritt nach rechts oder links einen großen Unterschied. Wo liegen die hellen Stellen? Was ragt hinter dem Kopf hervor? Ist da etwas, das vom Gesicht ablenkt? Auf solche Dinge achte ich beim Fotografieren mindestens genauso wie auf die Schärfe.
Manuell fokussieren: ungewohnt, aber mit Unterstützung
Das Voigtländer Nokton 75mm F1.5 ist ein manuell zu fokussierendes Objektiv. Ich drehe also selbst am Fokusring, bis die Schärfe dort liegt, wo ich sie haben möchte.
Die Nikon Zf hilft mir dabei. Mit dieser Kombination kann sie das Auge erkennen und mir über die Fokusbestätigung anzeigen, wann ich darauf scharfgestellt habe. Das Objektiv bewegt den Fokus dadurch natürlich nicht selbst – die Arbeit am Ring bleibt bei mir.
In der Praxis funktioniert diese Unterstützung für mich gut. Trotzdem braucht das manuelle Scharfstellen Aufmerksamkeit. Gerade wenn ich sonst gewohnt bin, den Augenautofokus arbeiten zu lassen, ist das erst einmal eine Umstellung.
Die Bilder mit Melanie zeigen aber, warum ich mich gerne darauf einlasse. Mir gefällt, was dabei entsteht. Und das Fotografieren selbst macht mir Freude.
Warum das Nokton so gut zur Nikon Zf passt
Die Nikon Zf hat für mich schon durch ihre Bedienung etwas angenehm Analoges. Einstellräder anfassen, bewusst etwas verändern, fotografieren. Dazu passt ein Objektiv mit Blendenring und manuellem Fokus einfach wunderbar.
Am Nokton mag ich das satte Gefühl beim Fokussieren und die spürbaren Rastungen des Blendenrings. Diese Kombination nehme ich gerne in die Hand.
Das klingt vielleicht wenig technisch, spielt für mich aber eine große Rolle. Wenn ich mit einer Kamera und einem Objektiv gerne arbeite, nehme ich sie auch gerne mit. Und dann entstehen Bilder.
Eigentlich wollte ich es nur testen
Ich habe das Nokton inzwischen seit gut einem halben Jahr. Gekauft hatte ich es zusammen mit dem Voigtländer 28mm F1.5 und dem 40mm F1.2. Mein ursprünglicher Gedanke war: ausprobieren, Erfahrungen sammeln und anschließend vielleicht wieder weitergeben.
Nun ja. Alle drei sind noch da.
Zusammen mit der Nikon Zf bilden sie mein kleines „digitales Analogset“. Das 75er hat darin für mich seinen festen Platz als Objektiv für Porträts mit einer Bildwirkung, die ich sehr mag.
Es ist nicht die Kombination, zu der ich greife, wenn alles möglichst schnell gehen muss. Aber wenn ich Lust auf dieses bewusste Fotografieren habe, nehme ich sie ausgesprochen gerne mit.
Mein Fazit: Das Nokton darf bleiben
Ich werde durch das Voigtländer Nokton 75mm F1.5 sicher nicht zum ausschließlichen Freund des manuellen Fokussierens. Dafür schätze ich einen guten Augenautofokus viel zu sehr.
Aber dieses Objektiv macht mir Spaß. Ich mag seine Bedienung, ich mag die Kombination mit der Nikon Zf, und vor allem mag ich die Bilder, die ich damit machen kann. Das Shooting mit Melanie hat mich darin noch einmal bestätigt.
Ein ganz herzliches Dankeschön an Melanie für das schöne Shooting und dafür, dass ich die entstandenen Bilder hier und im Video zeigen darf.
Wie ist das bei euch? Fotografiert ihr gerne mit manuellem Fokus, oder gehört Autofokus für euch einfach dazu? Schreibt es mir gerne in die Kommentare – genauso wie eure Fragen zum Nokton.
Transparenz
Das Objektiv und die Nikon Zf habe ich selbst gekauft und zu 100 Prozent selbst bezahlt. Es gibt kein Sponsoring, keine kostenlose Leihstellung und keinerlei Zuwendungen von Voigtländer oder Nikon. Die Kennzeichnung des Videos als Werbung habe ich gewählt, weil ich die Produkt- und Herstellernamen darin prominent nenne.




































