Mein persönlicher Lightroom CC (Lightroom Mobile Workflow) – weniger ist mehr – gerade auf Reisen!

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„Dieses Lightroom CC das will ich nicht, das muss ja immer Internet haben….“

„Das Lightroom Mobile braucht ja diese böse Cloud – das will ich nicht..?

„Das Lightroom CC braucht doch kein Mensch, das kann doch nix…“

„Ich nehme immer meinen Rechner mit – da hilft mir das Lightroom CC nicht….“

Ganz ehrlich, ich kann es nicht mehr hören. Leider schafft es Adobes Marketing nicht, ihr wirklich geniales und einfaches Produkt, das ehemalige Lightroom Mobile, das aktuell unter dem Produktnamen Lightroom CC geführt wird, anständig zu positionieren und sinnvoll zu verkaufen bei der sehr großen Zielgruppe. Da möchte ich mit dem obigen 25 Minuten langen/kurzen Video helfen Lightroom CC besser zu verstehen und zeige Euch meinen persönlichen Workflow.

Wie im Video geschildert schreibe ich Euch hier noch mal meine Schritte im Detail auf, mit denen ich unterwegs und zu Hause damit arbeite:

  1. Bilder mit der Kamera aufnehmen
  2. SD-Card in Apple SD-Card-Lightning Adapter stecken (den neuen und aktuellen mit USB3 – also den schnellen!)
  3. WLAN und Mobile Datenam iPad Pro deaktivieren (damit kein Sync der zu kopierenden Daten von Apple aus in die iCloud von Apple erfolgt und diese unnötig Datenvolumen oder Wifi-Power braucht)
  4. Kopieren der RAW-Files. Dazu einfach den mit der SD-Card bestückten Lightning-SD-Adapter in den Lightning Port des iPads stecken. (geht mit dem aktuellen iOS und den aktuellen Adapter auch mit den iPhones). Direkt nach dem Einstecken öffnet sich die Foto-App auf iOS.
  5. Auswählen der zu kopierenden Bilder
  6. Importieren
  7. Nach Import werdet Ihr gefragt ob Ihr die Bilder auf der SD-Card löschen oder behalten wollt. Auf jeden Fall behalten, das ist Eure zweite Bilderkopie und „Sicherung“.
  8. SD-Card aus Adapter nehmen
  9. Adapter entfernen
  10. Jetzt Lightroom CC starten
  11. Album anlegen für das Shooting, den Urlaub, den Spaziergang, etcpp.
  12. Bilder in LR CC aus „Aufnahmen“ in das eben angelegte Album importieren. Jetzt werden die RAW Files/DNGs oder auch JPGs von Euch von der „Fotorolle“ ins LR Mobile auf dem iPad kopiert (nicht verschoben!).
  13. Nachdem alle Bilder in LR Mobile importiert wurden und sauber angezeigt werden könnt (oder solltet) Ihr die Bilder aus der „Foto-App“ im iOS löschen. Diese sind ja nun im LR CC (Lightroom Mobile) bereits importiert und nur noch dort arbeiten wir jetzt mit den rohen Daten aus der Kamera)
  14. Wenn Ihr im WLAN seid oder eine fette Daten-Flatrate habt solltet Ihr jetzt das Wifi oder die Mobilen Daten wieder aktivieren. Damit wird nun Lightroom CC Eure wertvollen Bilder im Hintergrund – ohne das ihr was davon merkt mit der Adobe Cloud syncen und diese dort sicher.
  15. Bilder sortieren – Bilder bearbeiten – Bilder bewerten – Bilder per Slideshow präsentieren – Bilder aus Lightroom CC „teilen“ – alles direkt in LR CC. Wenn Ihr Bilder löscht, sind diese auf dem iPad weg – aber auch aus der Cloud. Das wird konsequent gesynct – in beide Richtungen.
  16. Wenn Ihr wollt könnt Ihr mit dem iPhone, auch in das selbe Album direkt Bilder mit dem iPhone aufnehmen. Dazu rate ich Euch auch die Bilder im DNG Modus zu erstellen. Diese landen dann über die Adobe Cloud ebenso auf dem iPad im dortigen Lightroom CC. (Genau das ist ja der Vorteil der Cloud).
  17. Wen Ihr Bilder anderen Online zeigen möchtet, so könnt Ihr in Lightroom CC in der Albenübersicht (Bibliothek) bei den kleinen Punkten am Ende der Alben-Zeile „Webgalerie freigeben“ wählen und damit erstellt der Adobe Cloud Server Euch eine schicke Galerie und einen Link dazu den Ihr anderen geben könnt um diese Bilder zu betrachten.
  18. Wenn Ihr aus dem Album „A“ das 100 Bilder enthält aber nur 20 Bilder veröffentlichen wollt, so legt Euch ein neues Album an, bspw. „A-Web“ an und dieses kopiert Ihr aus dem Album „A“ die besagten 20 hinein. Das geht über die „hinzufügen zu…“ Funktion. Im Album „A“ „Hinzufügen zu“ klicken und die 20 Bilder auswählen und als Zielalbum „A-Web“ wählen und schwubs sind diese 20 Bilder als „virtuelle Kopien“ im Album „A-Web“ das Ihr über „Webgalerie freigeben“ anderen online zeigen könnt. Achtung: Die Bilder – die RAWs – sind dennoch nur einmal „da“. Wenn Ihr im Album „A“ eins der 20 Bilder ändert oder löscht, so ist dieses automatisch auch im Album „A-Web“ geändert oder gelöscht. Das hat den Vorteil das man enorm Speicherplatz spart.
  19. Wenn Ihr zu Hause am großen Rechner Euer Lightroom Classic CC startet und dort die Synchronisation mit Lightroom Mobile (CC) aktiviert habt, dann landen Eure RAWs mit allen Bearbeitungen von unterwegs auch dort.
    Wenn ich ein Album nicht mehr in Lightroom CC haben möchte, ziehe ich es im Lightroom Classic CC aus der Sektion „Mobile“ in meine normale File-Struktur in Lightroom und damit verschiebt Lightroom die Bilder zum einen auf meiner Platte im Rechner, entfernt diese aber auch aus der Cloud und von meinen mobilen Geräten wie iPad und iPhone. Damit komme ich sehr gut mit den 100 GB die ich bei Adobe an Cloud Speicher habe zurecht.

Kleiner Hinweis: Ihr könnt sehr viele Mobile Geräte mit Lightroom CC installieren, egal ob iOS oder Android, aber Ihr könnt nur mit einem Lightroom Classic syncen. Der Sync mit zwei verschiedenen Katalogen in Lightroom Classic – auch auf verschiedenen Rechnern – geht leider nicht.

„Jörg machst Du jetzt alles auf dem iPad mit Lightroom CC?“

Ja, meine Reisen und persönlichen Shootings verarbeite ich alle, im obigen Video gezeigten, Workflow und nutze dafür mein Lightroom Classic CC fast gar nicht mehr. Ich habe die komplette 3 1/2 Wochen Norwegen Reise damit abgewickelt und rein gar nichts vermisst. Ich nehme auf Reisen auch kein Notebook mehr mit, das ist für mich persönlich unnötiger Ballast, der mich unnötig vom eigentlichen Reiseziel, der Erholung eund dem Abenteuer ablenkt. Ich reduziere mich mit dem iPad auf das Wesentliche.

Ich sichere meine Daten übrigens auf Reise unterwegs jetzt aktuell immer auf ein geniales Tool, die Western Digital Wireless SSD. Diese ist zugegebenermaßen nicht ganz günstig, aber schnell, zuverlässig und gerade in der Zusammenarbeit mit dem iPad und iPhone grandios. Schaut Euch das Teil mal hier bei Amazon an.

Links

Ob Euch dieses Video und mein persönlicher Workflow hilft und ob dieser auf Euch und Eure Anforderungen anwendbar ist, weiß ich nicht, aber vielleicht regt es Euch an es mal aus zu probieren und vielleicht konnte ich Euch etwas die Angst vor der „bösen Cloud“ etwas nehmen.

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer


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3 Kommentare

  1. Hallo Jörg,

    vielen Dank für die Tipps und das Video. Mir hat es sehr geholfen, einfach mal zu sehen, was da so möglich ist und ich finde diesen Workflow gerade unterwegs super! Werde ich bei mir auch implementieren.

    Viele Grüße, Dirk

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