Lebenszeichen und die Frage nach der Relevanz

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Jetzt ist es Sonntag Abend und ich sitze in meiner privaten Gastwohnung – einer sehr schönen übrigens – und muss mich endlich mal meinem schlechten Gewissen widmen. (Ja, ich habe ein Gewissen!)

Ich habe über viele Wochen diesen Blog hier vernachlässigt und lange Zeit – für mich zumindest eine lange Zeit – nichts mehr relevantes gepostet. Und genau damit komme ich eigentlich schon zu einem Thema das mich sehr beschäftigt.

Was ist eigentlich diese „Relevanz“?

Wie Ihr wisst, bin ich beruflich stark an die Sozialen Medien gebunden und mag diese auch wirklich sehr. Das führt zwangsweise oft dazu, mit der „Viel-hilft-Viel-Methode“ konfrontiert zu werden. Viele Kollegen, Kunden, Partner, Manager und auch meinesgleichen glauben, dass dies einer der wesentlichen Schlüssel für „Erfolg“ in den Sozialen Medien ist.

Viele Klicks, viel Erfolg? Viele Likes, viel Beliebtheit? Viele Shares, viel, ja was eigentlich? Viel – für was? Was ist denn das Ziel? Was ist denn „relevant“?

Sehr viel denke ich in den letzten Wochen auf langen Autofahrten von Meetings, Konferenzen, Agentur-JoureFixes oder Veranstaltungen über diese obigen Themen nach. Sind die altbekannten KPIs (Key Performance Indikatoren – oder auch „Messwerte“) eigentlich noch zeitgemäß und sinnvoll?

Wie helfen mir x-Millionen Reichweite auf einem Hashtag im echten Business, oder gar im echten Leben? Und spätestens beim darüber Nachdenken über diese „Werte“ komme ich – und die meisten meiner Kollegen in dieser Social Media Branche – ins gedankliche Stocken. Ja was sagt, im Zeitalter wo ich tausende Likes, Fans, Shares und andere Social Media Engegements für ein kleines Taschengeld kaufen kann, das alles wirklich über meinen Erfolg, meine Markenbekanntheit oder über mich als Firma oder Person aus?

Ich lasse die Antwort – die definitiv nur eine subjektive sein kann – ganz bewusst offen.

Aber wozu soll dieses Posting dienen?

Ich möchte mich selbst reflektieren, Euch meine lieben Leser, teilhaben lassen an meinen Gedanken und ebenso möchte ich Euch anregen, sich Gedanken über die Relevanz zu machen. Was ist Relevanz? Was ist Relevant? Und ist diese Frage eigentlich relevant?

Was sonst noch so passiert ist in den letzten Wochen?

Oh ja, das war eine ganze Menge!

Ich bin im Job im Moment sehr stark eingespannt. So bin ich gerade aktuell auf der Hannover Messe, in ? Genau in Hannover.

In der vergangenen Woche war ich drei Tage in Augsburg zu Social Media Videodrehs unterwegs, in der Woche zuvor war ich zwei Tage in Hamburg in einem sehr konstruktiven Agenturmeeting und am Wochenende dazwischen rein privat mit meiner Tochter noch mal in Hamburg zu einer sehr schicken Japan-Fotoausstellung. Ja ich habe einige Kilometer hinter dem Lenkrad verbracht in den letzten Wochen – daher ja auch die relevante Zeit sich Gedanken über die Relevanz in der Frage nach der Relevanz? Äh,
Ihr versteht schon.

In den Wochen davor….

Ich habe vom iPad 12.9 auf das iPad Pro 10.5 „migriert“. Lange habe ich im Sommer 2017 auf das aktuelle 12.9er iPad Pro gewartet bis es endlich in der 512 GB Variante verfügbar war. Ich liebe dieses Gerät, aber allzu oft stört mich die Größe dieses genialen Werkzeugs dann doch in der täglichen Praxis. Zudem ist es kein Leichtgewicht mehr und langes Lesen im Bett oder auf dem Sofa ist damit nicht bequem, aber genau dafür benutze ich es ja so gerne. Das kleinere iPad Pro 10.5 ist ein deutlich größerer Kompromiss, aber ein leichterer und bequemerer. So habe ich also nach nun etwa neun Monaten hin und hergerissen sein, diesen Wechsel vollzogen und jetzt nach etwa zwei Wochen intensiver Nutzung unterwegs auch keineswegs bereut. Ich nutze das iPad für nahezu alles im Marketing Job, im Fotografischen Job und auch privat. Ich bewältige nahezu alle Social Media Aufgaben damit, meine komplette Kommunikation via WhatsApp, Mail, Skype und Co läuft darüber, ich blogge damit, so wie auch jetzt gerade und bearbeite oftmals sogar meine RAWs darauf in Lightroom CC. Nur den Videoschnitt und größere Bildmengen mache ich noch am großen Rechner.

Großer Filtertaschen Test. Mit meinem langjährigen Freund und Foto-Kollegen Christian Ohlig zusammen habe ich in den vergangenen Wochen einen großen Filtertaschen-Test durchgeführt. Dafür haben wir beide uns in Köln getroffen und eine große Menge Videos dazu aufgenommen. Der Test ist mittlerweile auch komplett Online und hat viele Zuschauer und Fans gefunden.

Der große Filtertaschentest – DAS FINALE – UNSERE TOP3 FILTERTASCHEN

Reisevorbereitungen. Wer viel Arbeitet braucht auch andere Ziele. Ein sehr großes und lange gehegtes Ziel ist unsere Norwegen-Reise in den hohen Norden Norwegens im Juni. So langsam sind alle Erledigungen, Buchungen, Einkäufe und was da alles dazu gehört erledigt und wir beobachten tälglich den CountDown bis zur Abreise. Knappe 8.500km warten auf uns und eines der Highlight sind die Lofoten und das Whale Watching ganz oben in Norwegen. Vorfreunde ist schon ein „geiler Shice“. Smile.

Lightroom. Lightroom hat ein fettes Update ausgerollt das nicht nur auch meine neues Kamera, die Panasonic GX9 und seine RAWs supportet, sondern auch neue Funktionen wie Profile mitgebracht hat. So wurde in Lightroom CC, also dem früheren „Lightroom Mobile“ nun die Funktion der Farbprofile hinzugefügt, welche auch in Ihrer Intensität justiert werden können und auch die Upright Funktion aus dem Lightroom CC Classic wurde ins „kleine Lightroom“ übernommen. Lightroom ist zwar keine Performance-Rakete, macht mir aber immer noch am meisten Spaß von allen Tools dieser Art.

Zum obigen Lightroom Passus passend habe ich nun auch einige Erfahrungen mit dem Loupedeck gesammelt. Dazu werde ich demnächst mal ein Video aufnehmen oder auch einen Blogpost verfassen. Soviel nur kurz: Das Teil ist groß und sperrig, macht mir aber sehr viel Spaß und beschleunigt meine persönliche Lightroom Bearbeitung und meinen eingschwungenen Workflow darin ungemein.

MindShift Gear. Eine Taschenmarke die ich bisher nicht wirklich auf dem persönlichen „Taschenfreak-Radar“ hatte. Auf Taschenfreak.de und auf meinem YouTube Channel habe ich dazu nun etliche Tests und Videos gepostet und habe auch echt ein paar Schätze in deren Taschen-Portfolio gefunden.

MindShift Gear TrailScape 18L „Compact but High Capacity Outdoor Photography Backpack“ – was geht wirklich rein?

Was geht rein? Ich packe aus: MindShift Gear Backlight 26L – und eine kleine Hüft-OP

Der MindShiftGear PhotoCross13 Slingbag im Test

Fotofuzzytreffen. Ach ja, da war ja noch was, das „Frühjahrstreffen“ der Fotofuzzy-Gruppe fand in Frankfurt statt. Eine nette Runde, die viel geschwätzt, gefachsimpelt und gelacht hat. Das nächste Treffen findet in Bad Homburg am 13. Juli statt. Eine wirklich schöne, lockere und entspannte Runde die sich da immer wieder versammelt.

Private Veranstaltung in der Fotofuzzy-Gruppe in Facebook

Compagnon Backpack – Vorfreude auf blauen Explorer Backpack. Die Kickstarter Kampagne von den Compagnon Buben ist ja schon eine ganze Weile abgeschlossen und so langsam nähern wir uns wohl der Zielgeraden. Ich bin sehr gespannt ob der blaue gro0e Explorer noch früh genug vor meiner Norwegen-Reise anfang Juni ankommt. Ich hoffe es. Ich bin sehr gespannt.

So Ihr lieben, damit ich morgen vor und hinter der Kamera und am Social Media Monitoring nicht einschlafe, werde ich jetzt wohl doch mal das Tablet weglegen und in den Matratzenhorchdienst wechseln und ein bisserl „relevanten“ Schlaf tanken.

So viel zum Lebenszeichen – seid herzlich gegrüßt Ihr Lieben.

Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

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