Es gibt Dinge, die wir mit Menschen verbinden.
Der eine fährt Motorrad. Der andere besitzt ein Boot. Wieder ein anderer erfüllt sich den Traum vom Porsche oder vom Mercedes Cabrio. Wenn wir an diese Menschen denken, denken wir oft zuerst an genau diese Dinge.
Dabei ist es meistens etwas ganz anderes, womit sie ihr Geld verdienen.
Der erfolgreiche Handwerker wird vielleicht mit seiner Harley wahrgenommen. Verdient wird das Geld aber mit dem Ford Transit, dem Fiat Ducato oder dem alten Pritschenwagen, der jeden Tag bei Wind und Wetter auf Baustellen unterwegs ist.
Und genau dieser Gedanke hat mich kürzlich nachts beschäftigt.
Mir ist aufgefallen, dass ich auf YouTube über viele Kameras gesprochen habe. Über Leica. Über Fujifilm. Über Mittelformat. Über exotische Kameras, besondere Kameras und Kameras, die Emotionen auslösen.
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Über die Kamera, mit der ich den größten Teil meines Geldes verdiene, habe ich dagegen fast nie gesprochen.
Die Kamera im Hintergrund
Wer meine Videos verfolgt, verbindet mich vermutlich eher mit einer (oder zwei) Leica(s), einer Ricoh GR IV oder inzwischen mit dem Fujifilms Mittelformat-System.
Das ist auch völlig nachvollziehbar.
Diese Kameras sind spannend. Sie sind anders. Sie haben Charakter. Sie bieten Gesprächsstoff.
Die Nikon Z8 dagegen macht einfach ihren Job.
Und genau deshalb taucht sie in meinen Videos oft nur am Rand auf.
Dabei begleitet sie mich mittlerweile seit mehreren Jahren praktisch täglich. Sie war bei Unternehmensshootings dabei, bei Hochzeiten, bei Feuerwehr-Einsätzen, bei Freizeitpark-Projekten, bei Reportagen, Interviews und Videodrehs.
Sie war nass. Sie war voller Sägespäne. Sie lag im Schnee. Sie wurde nach staubigen Baustellen unter fließendem Wasser abgespült.
Und sie funktioniert einfach.
Warum die Z8 für mich die perfekte Arbeitskamera ist
Als die Nikon Z8 vorgestellt wurde, war sie für mich genau die richtige Mischung aus allem.
Die Nikon Z9 war mir persönlich zu groß.
Andere Kameras waren entweder stärker auf Fotografie oder stärker auf Video spezialisiert.
Die Z8 dagegen vereint für meinen Arbeitsalltag genau die Eigenschaften, die ich brauche.
- 45 Megapixel.
- Hervorragender Autofokus.
- 8K Video.
- 4K50 für meine täglichen Produktionen.
- Zwei Speicherkarten-Slots.
- Robustes Gehäuse.
- Verlässliche Akkulaufzeit.
- … und vor allem eine Bedienung, die mittlerweile komplett in Fleisch und Blut übergegangen ist.
Ich kann diese Kamera praktisch blind bedienen. Jeder Knopf sitzt dort, wo ich ihn erwarte. Jede Funktion finde ich sofort. Genau daran erkennt man übrigens ein echtes Werkzeug. Nicht daran, wie spektakulär es aussieht. Sondern daran, dass man nicht mehr darüber nachdenken muss.
Das Objektiv, das fast immer drauf sitzt
Wenn die Nikon Z8 mein Ford Transit ist, dann ist das Nikon Z 24–120 mm f/4 S vermutlich mein Werkzeugkasten.
Es ist wahrscheinlich das Objektiv, das die meiste Zeit an dieser Kamera verbringt. Nicht weil es spektakulär wäre. Sondern weil es zuverlässig ist. 24 Millimeter sind weit genug für Reportagen, Architektur oder Innenräume. 120 Millimeter reichen für Portraits, Details und Veranstaltungen.
Dazu kommt eine hervorragende optische Leistung, ein leiser Autofokus und eine Bildqualität, die selbst heute noch keinerlei Wünsche offenlässt.
Wenn ich nur eine einzige Linse für meinen beruflichen Alltag behalten dürfte, wäre dieses Objektiv ein sehr heißer Kandidat.
Herzenskameras und Arbeitspferde
Natürlich liebe ich meine Fujifilm GFX100RF. Natürlich begeistert mich meine GFX100 II. Natürlich macht mir eine Ricoh GR unterwegs unglaublich viel Spaß.
Aber seien wir ehrlich (was ich wirklich immer bin!):
Die Nikon Z8 finanziert diese Kameras. Mit ihr entstehen die meisten Kundenprojekte. Mit ihr werden die Rechnungen geschrieben. Mit ihr entstehen die Videos, Fotos und Inhalte, die mein Unternehmen tragen. Das macht sie nicht spannender.
Aber vielleicht wichtiger.
Die Technik wird irgendwann nebensächlich
Je länger ich fotografiere, desto weniger interessiert mich die Frage, welche Kamera theoretisch irgendwo noch fünf Prozent besser sein könnte.
Natürlich gibt es Systeme, die bestimmte Dinge besser können.
Natürlich gibt es aktuell Kameras mit noch ausgefeilterem Autofokus oder moderneren Displays.
Aber irgendwann kommt man an einen Punkt, an dem Technik nicht mehr der begrenzende Faktor ist.
Vertrauen wird wichtiger. Verlässlichkeit wird wichtiger. Bedienung wird wichtiger. Und vor allem wird wichtig, dass man sich auf sein Werkzeug verlassen kann.
Die Nikon Z8 hat mir in den letzten Jahren keinen Grund gegeben, das nicht zu tun.
Würde ich sie heute wieder kaufen?
Die Antwort ist erstaunlich einfach:
Ja. Sofort. Vielleicht sogar noch eher als damals.
Tatsächlich habe ich mich in den letzten Monaten mehrfach dabei ertappt, über eine zweite Z8 nachzudenken. Nicht über das neueste Modell. Nicht über den nächsten Technologiesprung. Sondern über dieselbe Kamera noch einmal.
Weil ich weiß, was ich bekomme. Weil ich weiß, wie sie arbeitet. Und weil sie sich ihren Platz in meinem Alltag längst verdient hat.
Mein persönliches Fazit
Manchmal sprechen wir am meisten über die Dinge, die uns begeistern. Und am wenigsten über die Dinge, auf die wir uns verlassen. Die Nikon Z8 gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie. Sie ist nicht die Kamera, die mich emotional am meisten berührt. Sie ist nicht die Kamera, die ich am häufigsten auf YouTube zeige.
Aber sie ist die Kamera, die seit Jahren zuverlässig ihren Job macht.
Mein Ford Transit. Mein Fiat Ducato. Mein Arbeitspferd.
Und vielleicht war es wirklich an der Zeit, ihr endlich einmal einen eigenen Artikel zu widmen.
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Wie ist das bei euch?
Habt ihr auch ein Werkzeug, eine Kamera oder ein Gerät, über das ihr kaum sprecht, das aber seit Jahren zuverlässig seinen Dienst verrichtet?
Schreibt es gerne in die Kommentare oder diskutiert mit mir unter dem Video auf YouTube.
▶️ Video ansehen: https://youtu.be/MnLAJ6swWKU