Wenn man als Hochzeitsfotograf John McLane genannt wird…

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… dann kann es entweder am komplett durchgeschwitzen und „abgeranzten längsgeripptem“ Unterhemd liegen oder am Kameragurt. Ich bin froh Euch mitteilen zu können, dass es zweiteres bei mir war diese Saison – der Kameragurt. 🙂

Neben der Fototasche sind Fotografen ja auch bei Kameragurten irgendwie immer auf der Suche nach „dem heiligen Grahl“ bzw. nach eben DER Lösung.

Wenn es um Gurte für eine Kamera geht, also ein Gurt für eine Kamera, so bin ich ja schon seit langem bei den Elchleder-Gurten von Eddycam und ebenso bei wunderbar weichen und leichten Stoffgurten von Artist&Artisan angekommen und suche in der Tat nicht mehr weiter nach Alternativen (nach vielen Jahren der unermüdlichen Suche….).

Zu Beginn der Hochzeits-Saison 2014 habe ich aber einen Gurt gesucht der folgendes „können“ sollte:

  • zwei Kameras am Mann
  • Leder
  • Schick & dennoch Praktisch & Alltagstauglich
  • groß genug für einen XXXL-Mann
  • Leise (ich kann keinen klappernden Gurt in einer Kirche gebrauchen)
  • bezahlbar (was ein sehr dehnbarer Suchbegriff sein kann….)

Gefunden habe ich dann den Money Maker von der Firma Holdfast Model Chestnut in Large und besorgt habe ich mir den bei der äußerst netten und zuverlässigen PhotoQueen unter folgendem Link: Holdfast-Money-Maker-Chestnut-Large-Brown

Ja, und was soll ich Euch sagen? Er erfüllt alle oben genannten Anforderungen. Na gut, zum Thema „bezahlbar“ kann man sich bei ca. 200 Euro für einen bzw. zwei Kameragurte getrennter Meinung sein. Die Saison, welche ja dieses Jahr im Nachhinein bei mir persönlich leider etwas un-geplant verlieft, sollte also zeigen ob der Gurt das hält was er verspricht. Nach nun zwei Händen voll Hochzeiten und guten 4 Händen voll anderer Shootings kann ich Euch sagen, ich würde diesen Gurt genau so wieder kaufen!

Der Gurt ist aus feinstem, aber sehr stabilem Leder gefertigt. Die Verschlüsse und Elemente an denen ich etwas justieren oder dranhängen kann sind sehr stabil und auch scheinbar Rostfrei, denn der Gurt wurde ein paar mal dieses Jahr bei mir mächtig nass. Der Gurt wird in einem schicken kleinen Stoffbeutelchen geliefert in dem er auch bei mir immer im „Foto-Auto“ liegt.

Wie Ihr auf den Bildern sehen könnt, ist der Gurt auch für „große breite Kerle“ gut geeignet. Am Anfang kommt man sich wirklich etwas wie John McLane vor der gleich mit seinen beiden Kameras den Flughafen in Ney York City retten möchte, aber an dieses Gefühl gewöhnt man sich sehr schnell durch die extrem – und ich meine das mit dem extrem echt ernst -. bequeme Arbeitsweise. Eine Kamera vor dem Auge und fallen lassen bzw. im Gurtsystem nach unten gleiten lassen und zeitgleich mit der anderen Hand die zweite Kamera zum Auge führen. Hinter dem Rücken ist der Gurt über Kreuz so das dieser auf keinen Fall von der Schulter rutschen kann.

Im nachfolgenden Hersteller-Video zum MoneyMaker-Gurt kann man die Benutzung des Gurtes, auch mit schwereren Kameras, recht gut sehen.

Wir Ihr im Herstellervideo sehen konntet kann man an die entsprechenden Ösen an den Schultern auch noch zwei Ledergurte einhängen und somit vor dem Bauch eine dritte Kamera mit sich herumtragen. Ich selbst nutze das bislang nicht, finde das aber eine schicke Lösung.

Wenn ich von einer Location zur nächsten fahre, hänge ich die beiden Kameras aus und lagere diese in der Tasche oder im Koffer im Kofferraum oder auf dem Rücksitz. Den MoneyMaker kann man während der Autofahrt bequem anlassen und muss diesen nicht ablegen.

Das der MoneyMaker in der Farbe „Chestnut“ perfekt zu unseren Compagnon LedertaschenThe Weekender“ und „The Messenger“ und „The Unique“ passt, ist in meinem Fall eher Zufall, aber ein durchaus netter Zufall.

An den Kameras nutze ich mittlerweile die Befestigungsschrauben von BlackRapid, die ich noch von anderen „Gurt-Test-Szenarien“ sozusagen auf Lager hatte (was ne Formulierung…), da ich diesen mehr traue als den deutlich kleineren von Holdfast. Diese werden ganz sicher auch die Kameras „tragen“ und halten, aber ich mag die etwas „dickeren“ und dadurch stabiler wirkenden BlackRapid-Halterungen einfach persönlich mehr. Auf dem nachfolgenden Bild habe ich Euch mal die von mir benutzten und getesteten Halterungen und Ösen nebeneinander aufgenommen.

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So Ihr Lieben, so viel nun zu meinem „John McLane“-Gurt. Anfangs wusste ich nicht was ich eigentlich viel über einen Gurt schreiben soll, und nun ist es doch soviel Text geworden. Auf jeden Fall hoffe ich, dass der eine oder andere von Euch der vielleicht auf der Suche nach einer solchen Lösung ist, mit diesem Beitrag etwas Hilfestellung bekommen hat. Es gibt auch diverse Nachbauten und sogenannte Weiterentwicklungen, auch aus Deutschland, diese kenne ich persönlich aber nicht und kann deswegen keine sinnvollen Vergleichsaussagen dazu machen. Das war aber auch nicht das Ziel dieses Postings, in dem ich Euch den  MoneyMaker von HoldFast vorstellen wollte.

Schöne Grüße – Euer Gurtfreak – äh Fotofuzzy – Jörg Langer

5 Kommentare

  1. Cooler Beitrag Jörg aka John 🙂
    Ich suche immer Hochzeitsfotograf auch noch nach dem „heiligen Gral“ bzgl Kameragurt für Hochzeiten habe ihn aber noch nicht gefunden. Der Gurt ist sehr dünn, wie sind deine bisherigen Erfahrungen bzgl. Haltbarkeit? Vor allem bei 2 Vollformatbodies mit schweren Linsen. Meinst du das Lede hält das Gewicht über mehrere Jahre für Hochzeitsreportagen?

    Grüße vom Kollegen aus Berlin,
    Alex

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