Man kann sich auch zu viele Gedanken machen – von der Sensorgröße und dem Leben

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Einige Tage oder gar schon Wochen sind vergangen seit meinem letzten Blogposting auf diesem Kanal. Viel ist passiert. Nachdem ich meinen tödlichen Männerschnupen überstanden hatte und diesen abgelegt hatte, bevor er jetzt ja wohl ziemlich Mainstream geworden ist, nahm mich meine Tochter mit zu Ihrem Freund an die belgische Küste. Danach war ich im Job tierisch eingebunden und zog mir kurzerhand – mal zur Abwechslung – einen Hexenschuss vor. Einen „Schuß“ habe ich ja schon länger, behauptet mein näheres Umfeld, aber diese Nummer mit dem Rücken, die mag ich echt nicht. Diesen versuchte ich, mir selbst treu bleibend, einfach weg zu ignorieren. Die Hexe gewann. Die Spritzen in meinem Rücken müssten nun so langsam ein detailreiches Bild in Form eines Tattoos ergeben und ich sehne mich morgens schon fast nach dem Piks im Heck.

Ansonsten war es auch nicht langweilig und es gab viel zu tun, unter anderem die Abwicklung eines Totalschadens, da ein netter Verkehrsteilnehmer auf der A5 bei Karlsruhe spontanes Kontaktinteresse an meiner Frau und Tochter hegte, als er ungebremst in meine beiden lieben und mein Auto fuhr. Ergebnis – zwei Patienten mit massiven HWS- und LWS-Problemen zu Hause und zwei Autos Totalschaden. Erstaunlich was es da alles zu regeln gibt. Erstaunlich wie viel Spaß das alles nicht macht. Erstaunlich wie gut sich das alles mit einem Hexenschuss regeln lässt. Erstaunlich wie lange… egal – hier wieder ein Lebenszeichen von Eurem Jörg.

Man kann sich über alles viel zu viel Gedanken machen!

Diesen Satz lerne ich gerade aktiv und passiv. Ich glaube, wir müssen einfach mehr Toleranz mit uns selbst an den Tag legen wenn wir gesünder leben wollen. Wie ich das meine? Nun, vielleicht weiß ich es gar nicht. Dennoch geht mir dieser Satz nicht mehr aus dem Kopf. Vielleicht sind es die vielen Online Artikel, die ich während meiner Grippe und Hexenschuß-Phase gelesen habe, die unzähligen Social Media Diskussionen, die ich mir reingezogen habe oder auch nur die vielen Versicherungsformulare, die ich in den vergangenen Tagen ausfüllen durfte, welche mich dazu anregen alles mal etwas gelassener und zielorientierter zu betrachten, als immer nur alles zu „theoretisieren“.

Das Thema Sensorfotografie in der Fotografie ist auch sowas – was gut in diesen obige These hinein passt. Ja, dazu existiert Physik und diese kann man nicht umschiffen, aber auch dieses Thema kann man Tot reiten. Mit nahezu jedem Sensor und nahezu jeder Kamera kann man Bilder machen, die einem, oder gar seinen Kunden, gefallen. Dieses Dogma, das nur „große“ Sensoren brauchbare Bilder abliefern halte ich persönlich für völlig überholt ich und muss mir hier auch selbst vehement widersprechen, denn auch ich gehörte zu diesen Predigern der Vollformat-Apostel. Seit ein paar Wochen habe ich in meinem Kamerafundus ein paar Micro Four Thirds Objektive und zwei Kameras dazu in Verwendung und ich muss Euch sagen, die machen wirklich viel Spaß. Aus der Voll-Theorie heraus her kann das gar nicht sein, denn diese Systeme „können nicht freistellen“ und „rauschen wie die Hölle„. Aus der Theorie….

… und eben darum geht es mir. Ich höre auf, auf Theorien und Meinungen zu hören. Das was mir Spaß macht und mir gefällt, genau das tue ich und wenn das mit einem großen Sensor geht dann eben so und wenn das mit einem kleinen Sensor geht, der mir mehr Spaß macht, dann eben damit.

Man kann sich über alles viel zu viel Gedanken machen!
Man kann aber auch einfach mal „machen“…

So haben meine Tochter und ich in an der belgischen Küste ein paar spontane Portraits gemacht – und das einfach nur aus Spaß – und genau den hatten wir – schon beim Fotografieren, als auch beim Betrachten der fertigen Bilder.

Diese Bilder sind alle mit einer Olympus PEN F und dem 25 1.8 oder 75 1.8 entstanden. Ob ich einen Beitrag zur Olympus PEN F oder der Panasonoc G9 verfasse, weiß ich noch nicht. Bin müde ob der Technikdiskussionen.

So – und was war jetzt der Sinn dieses Postings?

Ihr Lieben – besonders Ihr die Ihr gerne alles bis aufs letzte Komma ausdiskutiert und gerne mal Dogmen verfallt – habt doch einfach mal Spaß und macht einfach mal.

Ich glaube es wird Zeit für mehr Vitamin D und mehr Sonne und Frühling und überhaupt…. Oder?

Was ist sonst noch so passiert?

Ansonsten verlose ich gerade meine gebrauchte hellbraune Compganon Medium Messenger. Schaut hier:

Das dazu passende Video und den dazu passenden Blogpost findet Ihr hier:

Whats in my Bag – Compagnon Medium Messenger (Schwarz) – und – ich verschenke meinen Hellbraunen!

Eine weitere Tasche habe ich auf Taschenfreak und meinem YouTube Kanal auch vorgestellt – die Filson Original Briefcase:

Filson Original Briefcase – eine geniale Notebook-(Office-)Tasche die auch als Fototasche taugt

Und ein Stativ-Bericht gab es in den letzten Wochen auch noch – das Modell Albert von 3 legged Things.

So Ihr lieben – soviel zum Lebenszeichen, den viel zu vielen theoretischen Gedanken und unzähligen Diskussionen und dem Machen – einfach mal Leben lassen!

Vielleicht konnte ich Euch etwas anregen zum Machen und Denken.

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

6 Kommentare

  1. Moin Jörg,

    Schön, dass es Dir wieder besser geht. Bzgl. der Sensorgröße kann ich Dir sagen, dass meine schönsten Erinnerungen bei z.B. Städtereisen u.a. mit einer Olympus E-M10 bzw. E-M5II entstanden sind. Hier habe ich das Kompakte zu schätzen gelernt. Leider geht Panasonsic gefühlt einen anderen Weg, was aber sicher dem Einen oder Anderen auch entgegen kommt.

    Ich bin auf die Verlosung gespannt.

    Liebe Grüße Mark

  2. Hallo Joerg und Familie,
    gute gute Besserung Euch allen!
    Hexe und LWS/HWS, Ihr seit wirklich nicht zu beneiden.
    Porträts Deiner Tochter: Sehr sehr schön, wirklich gelungen – weiter so. Und die Diskussion über die Sensorgröße: Genau die richtige Entscheidung, einfach ignorieren – nur die Ergebnisse zählen!
    Beste Grüße
    Rudolf

  3. Meinen Senor-Downgrade“ von Canon 6D zu Fuji X-T2 habe ich bislang nicht bereut. Ganz im Gegenteil. Die Bildqualität konnte gesteigert werden. Und wer mit den 1.4 Offenblenden der Primes an APS-C nicht freistellen kann, hat wohl ein ganz anderes Problem, zumal Freistellung unter 2.0 doch oft gar nicht mehr schön ist beim Porträtieren und wenn es um die Verschlusszeit bei Nacht geht, habe ich doch bei APS-C dann eher noch den Vorteil der größerem Schärfentiefe. Rauschen bis 3.200 ist auch kein Thema – oftmals gefällt es sogar bei Fuji als Stilmittel (im Gegensatz zu Canon). Wird bei Olympus ähnlich sein. Demnach: das Thema Vollformat ist durch und sollte auch eher Kleinbildformat genannt werden. Denn der Logik des „Vollformat“ folgend, müsste ich doch dann eher zum Mittelformat wechseln, um die ultimative Qualität zu erhalten. ;-)

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