Jörg, was nimmst Du mit in den Urlaub?

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Jetzt bin ich gerade mal 24 Stunden in Dänemark und habe in genau diesen 24 Stunden 13 mal von Freunden und Bekannten und Followern die Frage gestellt bekommen:

„Jörg, was nimmst Du mit in den Urlaub?“

Seltsam, warum ist diese Frage so wichtig scheinbar für Einige von Euch?

Die ehrlichste Antwort wäre ganz sicher:

„Kommt drauf an…“

oder auch:

„Das worauf ich Bock habe!“

Natürlich sollte ich auch zum reinen „Selbst-Erhalt“ sagen:

„Im Urlaub brauche ich nichts außer meiner Frau…. Hachundso….“

Aber dennoch scheint es ja, für Euch, einen legitimen Grund zu dieser Frage zu geben.

Wie Ihr aus meinen vergangenen Blogpostings (ja ich weiß – es ist sehr dünn geworden hier in diesem Blog…) wisst, reise ich mittlerweile sehr gerne mit schmalem Gepäck dem Anlass entsprechend. Da ich mittlerweile gerne auf IT-Kram im Urlaub verzichte und alles unterwegs mit dem iPad mache, brauche ich eigentlich nur noch ganz wenig an „Krams“ bei mir auf Reisen.

An dieser Stelle, an der wir jetzt nun zum fünften mal sind, im Süden von Dänemark, habe ich in den vergangenen drei Jahren und in den vergangenen vier Urlauben an diesem Ort schon so ziemlich alles aufgenommen, so dass ich dieses Jahr wahrscheinlich nur mit meinem iPhone X und meiner Drohne (der DJI Mavic Pro) losgezogen wäre. Mit den zwei Brennweiten im iPhone (quasi 28 und 55mm Bildwinkel) kann ich sehr gut leben und mit der daraus kommenden Bildqualität (wenn man im RAW Format mit Lightroom CC aufnimmt) auch auf jeden Fall.

Im vergangenen Urlaub, bei dem 8.500 km Roadtrip durch den Norden Norwegens hatte ich natürlich deutlich mehr Fotokram dabei, da ich an diesen Stellen noch nie war und viel Fotomaterial und Video-Footage mitbringen wollte.

Wie Ihr seht gibt es keine „Eindeutige“ Antwort auf die obige Frage. Ich entscheide das vor jedem Urlaub, jeder Reise, wirklich immer sehr situativ und auch je nach persönlicher Laune.

Da die letzten Wochen sehr stark gefüllt waren mit Terminen im Marketing-Job und einigen Hochzeiten wäre meine Interessenlage für die kommenden drei Wochen eher bei Kaffee, Bücher auf dem Kindle, meiner Frau und meinen beiden Hunden als bei der Fotografie.

Wie Ihr schon festgestellt habt, habe ich Wörter wie „eigentlich“ und „wäre“ im obigen Text eingebaut. Leider stehen ein paar lange aufgeschobene Hausaufgaben an, u.a. eine große Menge an Papierkram, Buchhaltung, Steuerkram, Website-Updates und auch ein paar überfällige Taschentests, die ich den Herstellern versprochen hatte, so dass ich dieses mal leider auch das Macbook Pro, das Filmzeugs und jede Menge Fotoqupment dabei habe.

Also „eigentlich“ „wäre“ ich mit sehr wenig Foto- und IT-Gepäck verreist. „Eigentlich“ „wäre“ es auch ein reiner Chill-Urlaub…

Wenn Eure Frage aber impliziert, dass Ihr von mir gerne eine Empfehlung für eine Reise-Fotoausrüstung haben möchtet, dann kann ich diesem Wunsch sehr gerne nachkommen.

Variante 1 – das etwas vielseitigere und flexiblere Set:

  • Panasonic G9
  • Pansonic Leica 12-60 (also 24-120 mm äqivalent zu KB)
  • Pansonic Leica 100-400 (also 200-800 mm äqivalent zu KB)
  • Pansonic Leica 8-18 (also 16-38 mm äqivalent zu KB)
  • Go Pro 6 mit Handgriff/Mini-Stativ
  • Filter (Verlauf 100×150 und ND/Grau 100×100)
  • Stativ (NOVOFLEX Triopod Pro 75 und NOVOFLEX Magic Ball)
  • IPad Pro 10.5 mit 512 GB mit SmartKeyboard und Lightroom CC

Variante 2 – das kleinere Setup:

  • Panasonic FZ2000 – die Bridge mit dem 1″ Sensor und dem 24-480 mm Objektiv
  • Go Pro 6 mit Handgriff/Mini-Stativ
  • Stativ (Novoflex Triopd mit den kleinen Carbonbeinen und dem MagicBall Free)
  • Pad Pro 10.5 mit 512 GB mit SmartKeyboard und Lightroom CC

Mit beiden Sets habe ich exzelente Erfahrungen gemacht und kann beide zu 100% empfehlen. Beide Sets liefern ausgezeichnetge Bildergebnisse ab und beide sind ausgezeichnet geeignet um beeindruckende 4k-Videoaufnahmen damit zu erstellen. Und dank meinem Kumpel der seit neuestem bei Panasonic ist, habe ich erfahren das die FZ2000 eine der ganz wenigen Kameras im deutschen Markt sind, die mehr als 30 Minuten Videoaufnahmen am Stück erzeugen kann, was bei den meisten Kameras aus Zoll-Technischen Gründen gesperrt ist.

Warum mFT und 1″ Sensoren und keine FullFrame?

Ich habe mit der mFT Welt vor Jahren abgeschlossen weil ich glaubte größere Sensoren zu brauchen die ein anderes Rauschverhalten und andere Auflösungen ermöglichsten. Mittlerweile sind die mFT Sensoren mit Ihren 20 Megapixeln in einer Bildqualität angelangt die sich nach meiner eigenen Erfahrung keineswegs hinter den Kleinbild Sensoren verstecken muss.

Warum Panasonic?

Pansonic nutze ich persönlich – und ich werde nicht gesposored und habe für jeden Artikel eine eigens gezahlte Rechnung zu Hause – weil die Linsen, die ich einsetze, in Zusammenarbeit mit Leica entstehen und eine enorme Detailschärfe mit sich bringen. Ich mag die Verarbeitung der Objektive sehr und auch die Kameras sind mit Ihren Menüs sehr intuitiv zu bedienen. Der Autofokus ist grandios schnell und äußerst zuverlässig und die Akkus halten viele hundert Aufnahmen. Der etwas kleinere Sensor bringt eine etwas größere Tiefenschärfe bauratbedingt von Haus aus mit, so dass man auch schon mit Blende 4 beispielsweise schöne Landschaftsaufnahmen machen kann, wo ich bei einem Kleinbild-Sensor schon die Blende 8 brauchen würde. Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Ich habe im mFT-System bei Panasonic die Vorteile für mich entdeckt und diese lieben gelernt.

Ob ich angekommen bin? Nun wer kann das schon von sich sagen? Smile. Aber im Ernst, „im Moment“ bin ich sehr angekommen und kann mit dieser Technik, genau das so machen wie ich es will und das auch im Businessbereich der People-Fotografie.

Ich bin gespannt ob ich Eure Fragen so etwas beantworten konnte.

Habt Ihr sonst noch fragen?

Dann immer her damit, ich freue mich darauf und wenn es die Zeit erlaubt, so wie jetzt in der Dämmerung am Hafen sitzend, dann beantworte ich diese auch wirklich sehr gerne.

Übrigens sind mir im Urlaub wesentlich wichtiger als die Kamera, meine Frau, meinen beiden kleinen Hunde, ein guter Kaffee und mein Kindle mit tollen Büchern aus der Kategorie Reisen und Abenteuer. Und deswegen beende ich jetzt hier das Bloggen und wende mich meinem Buch der Weltumseglung eines jungen Mannes zu und meiner Frau und meinen Hunden.

Schöne Grüße von der Dänischen Küste – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

10 Kommentare

  1. Finde die Kombi G9 + Leica Objektive hoch interessant. Bei mir bleibt die Canon 5D mittlerweile auch zuhause und verwende eine ähnliche mft Kombi wie du und es reicht in 99% der Fälle.
    Manchmal kommt noch die grosse DSLR mit wenn ich in einem Urlaub mal was neues mache: neue Stadt oder eine besondere Führung habe.

  2. Ich bin in beiden Welten unterwegs. Mft und Kleinbild. (Olympus e-m1 mk2 sowie Sony Alpha 7 R)
    In meinen Augen ist für Sony auf Grund ihres Linsen Angebotes der Zug abgefahren. Die Zeiss Batis und G master sind traumhaft aber vueles ist zu teuer im Vergleich zu anderen Systemen.

    Panasonic und Olympus haben zusammen ein Phänomenales Linsen Portfolio das für jeden Geldbeutel etwas passendes bereithält. Auch Standart Objektive besitzen bereits gute optische Eigenschaften was leider nicht bei jedem Hersteller so ist.

    Die Olympus Zukio Pro und Panasonic Leica sind optisch mit das beste was auf dem Markt ist. Auch ist die höhere Tiefenschärfe im Vergleich zu KB manchmal echt von nutzen

    Alles in allem ein rundes System.

  3. Hallo und guten Tag,

    was ist denn mit der PEN-F und den Festbrennweiten passiert? Sind die noch im Einsatz oder mussten die für die Panasonic G9 und Panasonic Zoom-Objektive wieder gehen?

    Viele Grüße aus dem sonnigen Baden,
    Frank

  4. Hallo,
    Unterwegs bin ich mit LUMIX G DMC-GX80, Festbrennweite 25 mm F1.7 und ein
    gebrauchtes Olympus Objektiv 40-150 mm F4.0 – F5.6. Ein gutes Bild entsteht nicht von Technik und Sensorgröße. Ich habe mit Smartphone und 1 Zollsensor gute Bilder hinbekommen. http://hornisgrinde.eu Güssle aus dem Badner Land Paul

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