Was ist eigentlich diese „Immerdabei-Kamera“? (Fragste Scheiße bekommste Scheiße!)

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„Was ist denn Eure „Immerdabei-Kamera“?“

oder auch

„Welche Immerdabei könnt ihr mir empfehlen?“

Diese beiden Sätze kennt jeder von den Fotofuzzys, die sich im Internet rund um die Fotografie bewegen. Oder?

Mir rollen sich da bissi die Fußzehen meiner fotografischen Gehirnwindungen. Diese Frage so zu stellen ist genau so sinnvoll wie

„Könnt Ihr mir mal Eure besten Einstellungen nennen…?“.

Ihr lieben Fragenden, dass Ihr solche Fragen habt und gerne einen Rat von Menschen hättet, die sich eventuell besser mit der Materie auskennen, dass ist mehr als Legitim. Aber macht es nicht auch Sinn die Frage und dessen Zielsetzung erst mal zu überdenken und diese dann auch entsprechend zu kommunizieren?

Da könnten hinter der obigen Frage durchaus die folgenden Szenarien stecken, die wir aber alle im Netz gar nicht wissen können, da wir den Hintergrund Deiner Frage gar nicht wirklich kennen können aus dieser flachen Fragestellung. Vielleicht steckt ja sowas dahinter:

  • „Ich bin Marketer und viel unterwegs und suche eine kleine Kamera die ich immer in meiner Bürotasche dabei haben kann, damit ich auf meinen Dienstreisen die vielen Motive tagsüber und am Abend nach meinen Meetings für mich und meinen Blog festhalten kann. Welche Kamera könnt Ihr mir dafür empfehlen?“ 
  • „Als Förster bin ich den ganzen Tag im Wald mit meinem Jeep unterwegs und habe reichlich Platz auf dem Beifahrersitz und suche eine Kamera die ich zur Wild- und Vogelbeobachtung immer dabei haben kann? Was könnt Ihr mir empfehlen?“ 
  • „Als Skilehrer sehe ich jeden Tag so viele Hasen und will die unbeobachtet aufnehmen für mein „Sammel-Album“ – welche Kamera soll ich mir kaufen?“ 
  • „Ich gehe gerne Tauchen und möchte immer eine Kamera dabei haben? Welche Immerdabei-Kamera empfehlt Ihr mir?“ 
  • „Ich bin abends immer im Rotlichtviertel unterwegs und will dort bei den schlechten Lichtbedingungen Aufnahmen machen aber ein zu großes Rohr stört da. Was könnt Ihr mir empfehlen?“

Merkt Ihr was? Natürlich sind die obigen Beispiele gar nicht überzeugen und durchaus realistisch. Aber ich denke trotzdem versteht Ihr auf was ich hinaus will. Die wenigsten von uns haben die selben „Umgebungsvariablen“ auf die man eine generische Antwort programmieren könnte. 

Also wenn Ihr schon fragt, dann fragt doch so, dass man Euch auch wirklich helfen und sinnvoll sowie zielgerichtet Antworten kann. Und ja, es gibt noch sehr viele Fotofuzzys, zu denen ich ich auch gehöre, die Startern in diesem Metier gerne helfen. 

Fragste Scheiße bekommste Scheiße!

Damit ich aber nicht nur auf „dämlichen Fragen“ mit diesem Beitrag herumreite, will ich Euch mal meine persönlichen Empfehlungen geben.

Meine Umfeldvariablen:

      • 45 Jahre „jung“
      • Marketer – Vollzeit
      • viel Unterwegs
      • Fotograf nebenberuflich Hochzeiten und People
      • Viel mit dem Auto in DE unterwegs
      • Reise gerne mit der Frau und den beiden Hunden
      • Umfangreiche Fotoausrüstung für den Job als Peoplefotograf vorhanden

Was nehme ich gerne und „immer“ (ersetze „Immer“ durch „oft“!) mit:

      • Im Moment – also im Jahr 2017 – durch mein Kuhjahr-Projekt die Leica Q
      • Ansonsten:
        • eine kleine Kamera mit guter Bildqualität wie die Leica D-Lux 109 (oder die nahezu baugleiche Panasonic LX100)
        • eine (relativ) kleine Sofortbildkamera – in meinem Fall die Instax SQUARE SQ10
        • auf Reisen die absolut AllRound-Taugliche Sony RX10 III mit Ihrem genialen 24-600mm
        • mein iPhone 6sPlus – das extrem gute Aufnahmen für ein Smartphone macht (die ich immer mehr mit LRMobile als RAW/DNG aufnehme um sie dort zu optimieren und mit dem großen Rechner zu syncen.

Nein ich nehme nicht „immer“ alle diese Kameras mit – aber wenn ich als Marketer oder Privat unterwegs bin ist eine dieser Kameras eigentlich „immer“ dabei. Und warum? Weil die zu mir und meinen Anforderungen passen.

Zur „Immerdabei-Kamera“ gehört für mich auch ein „Immerdabei-Rechner“ dazu. Da ist im minimalistichsten Ausbau das iPhone, auf dem LRMobile auch sehr gut läuft oder vermehrt das Werkzeug – das iPad 12.9 mit reichlich Speicher und Power. Das Notebook geht auf Reisen und Dienstreisen immer weniger mit.

Hilft Euch das etwas? Ich hoffe ich konnte Euch etwas „in den Schuh helfen“ mit dem obigen Text. Es gibt wirklich viele die Euch helfen wollen – helft Ihnen aber bitte auch in dem Ihr Eure Fragen so stellt, das man Euch gescheite Antworten liefern kann.

In diesem Sinne – frohes fragen!

Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

p.s.: Zu Lightroom Mobile werde ich die Tage mal einen eigenen Beitrag verfassen… 

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