Capture One Pro 10 – Das Buch von Jürgen Wolf zu einem sehr gefragten Werkzeug

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Adobe Lightroom wurde in den vergangenen Jahren zum Platzhirsch der Bilderverwaltungs- und RAW-Konverter. Leider wurde es auch durch die immer höher werdende Komplexität immer behäbiger in der Performance der Software. Auch schnelle (und damit sehr teure…) Rechner halfen dabei nur bedingt. Das meines Erachtens in den Schatten geratene Software-Tool und Werkzeug Capture One geriet bei vielen Anwendern etwas in Vergessenheit. Des einen Schmerz kann des anderen Glück sein und so sind viele Anwender bei Capture One gelandet. Wenn ich meine Social Media Kontakte so anschaue, da sind viele gewechselt oder überdenken einen Wechsel ihres bevorzugten RAW-Konverters und verwaltungstoll im Moment. 

Capture One Pro 10 – ist es der Heilbringer?

In diesem Beitrag – in dieser Rezension – werde ich Euch diese Frage nicht beantworten können, da ich selbst bei Capture One damals bei V3.4 ausgestiegen bin. Ich gehöre aber zu denen die die Augen gerne offen halten und auch „offen für neues“ sind. Zu diesem „neuen“ gehört für mich auch Capture One Pro 10, zu dem ich mir dieses Buch hier angeschafft habe. Ich bin neugierig – wenn auch noch nicht wechselwillig. Aber nun zum Buch „Capture One Pro 10 – Schritt für Schritt zu perfekten Fotos“ von Jürgen Wolf welches in meinem bevorzugten Verlag, dem Rheinwerk Verlag erschienen ist. Das Buch ist seit dem Sommer 2017 mit seinen 362 Seiten im Hardcover Style für 39 Euro erhältlich.

„Doch gerade für Ein- und Umsteiger ist der immense Funktionsumfang des Softwaregiganten nicht leicht zu überschauen.“

schreibt die Lektorin des Rheinwerk-Verlags im Vorwort und das deckt sich mit allen Erfahrungsberichten die ich in meinen Social Media Timelines meiner Fotokollegen wieder finde.

Ich glaube ich hatte noch nie ein Buch in der Hand das so viele Screenshots in sich hat, wie dieses Werk zu Capture One 10. Der Autor lässt gefühlt keine einzige Funktion ohne ScreenShot oder Beweis seiner textlichen Erklärungen. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Er is nicht ausschweifend oder umwerfend ausführlich aber genau auf den Punkt kommend. Ich mag das sehr. Sonst wäre dieses Werk wahrscheinlich auch eher 700 bis 800 Seiten stark anstelle der „nur“ 362 Seiten.

Das Buch ist in die folgenden Kapitel unterteilt:

  • Einführung und Grundlagen und Bedienoberfläche
  • Kataloge, Sitzungen und der Bilderimport
  • Bilder in Katalogen und Sitzungen organisieren
  • Bilder sortieren und verwalten
  • Grundlagen zur Entwicklung von Bildern
  • Bildaufbau anpassen und korrigieren
  • Details verbessern und Objektivfehler beheben
  • Lokale Anpassungen vornehmen
  • Farbanpassungen und Looks kreieren
  • Voreinstellungen und Anpassungen
  • Katalog sichern und verwalten
  • Bilder weitergeben und drucken
  • Capture Pilot, Tangent-Panels und externe Software
  • Kostenlose Bildstile
  • Tastenkürzel, Verzeichnisse und Softwareupdates

Die in diesem Buch enthaltenen Workshops sind mit Schwierigkeitsgraden versehen und man wird wirklich Schritt für Schritt durch die Aufgaben geführt. Das macht das Buch nicht nur zu einem Buch zum Lesen oder Nachschlagen, sondern vielmehr zu einem guten Grundkurs der einen durch die wesentlichen Funktionen „schult“ um das Program nach diesen Workshops zu beherrschen. 

Auch der Import des Lightroom Katalogs wird in einem Workshop „geschult“ und erklärt. (Seite 54)

Ich gebe zu das Buch hat mich deutlich näher an Wechselabsichten gebracht als mir das persönlich recht ist. Eigentlich will ich Adobe noch einen Moment Zeit geben das Performance Problem von Lightroom in den Griff zu bekommen, zumal ich mit dem Zusammenspiel von LR Mobile auf dem iPad und dem „Hauptrechner“ sehr viel Spaß habe, aber nun, genau dieses Buch hat mich näher an den Gedanken gebracht meine eingefahrenen Wege eventuell doch zu überdenken und Capture One Pro 10 mal noch näher anzusehen. Das Buch hilft mir sehr dabei den Dschungel der „anders genannten“ Funktionen zu durchschauen und den Überblick nicht zu verlieren.

Jürgen Wolf – das Buch gefällt mir sehr gut – gerade weil die sehr vielen und sehr aussagekräftigen Screenshots und Beispielbilder einem genau zeigen was passiert wenn man die eine oder andere Funktion nutzen möchte. Danke dafür!

Links:

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

2 Kommentare

  1. Ich überlege ja auch gerade, aber noch überfordert mich Capture One ein bißchen. Habe momentan auch „nur“ ein 12″ Macbook und darauf ist Lightroom eine Qual, Photoshop geht durchaus und Capture One ist flink zu benutzen und auch durchaus bedienbar auf dem kleinen Display.
    Lightroom Mobil ist unterwegs schon toll, aber in einem WLAN ist Capture Pilot zum zeigen, bewerten, echt genial. Nicht erst stundenlang über die Cloud synchronisieren.
    Und dann noch das Lightroom „Problem“ mit den Fuji X-Trans RAWs. Da ist Adobe nicht optimal und das wird sich wohl auch nie wirklich ändern, ist ja nicht neu 😉
    Werde mir das Buch mal anschauen, danke für den Tipp (y) Danach vielleicht noch die Videos von Paddy und dann eventuell erst mal zweigleisig fahren. Ist ja so viel neues in der Bedienung …

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