Niemand braucht das MacBook Neo… ich schon

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Content Creator Jörg Langer erzählt über sein Macbook Neo

Es gibt Videos, die wollte ich eigentlich nie machen.

Nicht, weil ich nichts zu sagen hätte. Sondern weil ich genau wusste, wie schnell so ein Thema nach „nachgequatscht“ aussieht. Das Apple MacBook Neo wurde im Internet bereits von gefühlt jedem bekannten und unbekannten Tech-YouTuber besprochen, getestet, gemessen und bewertet.

Benchmarks hier. Renderzeiten da. Akkulaufzeit dort.
Alles wichtig, alles legitim – aber nicht mein Ansatz.

Ich bin nicht der Typ, der mit der Stoppuhr vor dem Rechner sitzt und misst, ob ein Export nun 48 Sekunden oder 1 Minute und 12 Sekunden dauert. Für mich zählt etwas anderes: Passt ein Gerät in meinen Alltag? Passt es in meinen Workflow? Macht es mein Leben einfacher?

Und genau deshalb gibt es dieses Video jetzt doch.

Das Video zum Blogpost

In diesem Video beantworte ich die Fragen, die mir in den letzten Wochen immer wieder gestellt wurden:

Warum das MacBook Neo?
Warum nicht ein MacBook Air?
Warum überhaupt noch ein Notebook, wenn schon ein MacBook Pro 16 Zoll und ein iPad Pro vorhanden sind?
Und kann man mit so einem Gerät wirklich arbeiten?

Hier kannst du das Video ansehen:

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Warum überhaupt das MacBook Neo?

Die häufigste Frage war vermutlich:

„Jörg, warum hast du dir das MacBook Neo gekauft?“

Und ganz ehrlich: Auf den ersten Blick ist diese Frage absolut berechtigt.

Ich habe ein MacBook Pro 16 Zoll mit M4 Max. Das ist meine eigentliche Arbeitsmaschine. Ein echtes Arbeitspferd. Leistungsstark, zuverlässig, groß, teuer und für meinen Hauptarbeitsplatz genau richtig.

Dazu habe ich ein iPad Pro mit M-Prozessor. Ebenfalls schnell, hochwertig und für viele Dinge ein tolles Gerät.

Warum also noch ein weiteres Gerät?

Die Antwort ist einfach:

Weil das Apple MacBook Neo keines meiner Geräte ersetzen soll.
Es füllt eine Lücke.

Und diese Lücke ist in meinem Alltag größer, als man vielleicht denkt.

Meine Arbeitsmaschine bleibt meine Arbeitsmaschine

Das MacBook Pro 16 Zoll ist und bleibt mein Hauptgerät.

Daran hängen meine Monitore. Darauf laufen die großen Projekte. Damit mache ich anspruchsvolle Bildbearbeitung, Videoschnitt, komplexere Kundenarbeiten und alles, was wirklich Leistung braucht.

Aber genau deshalb möchte ich dieses Gerät nicht ständig überall mit hinnehmen.

Es ist groß. Es ist schwer. Es ist teuer. Und wenn damit unterwegs etwas passiert, ist das nicht einfach nur ärgerlich, sondern ein echtes Problem.

Das MacBook Neo spielt in einer völlig anderen Rolle.

Es ist nicht mein Hauptgerät.
Es ist nicht mein Ersatz für den M4 Max.
Es ist meine mobile Zwischendurchmaschine.

Mein Gerät für unterwegs, Sofa, Bahn und Wartezeiten

Ich bin viel unterwegs. Bei Kunden. Auf Fototouren. In der Bahn. In Wartebereichen. Zwischen Terminen. Manchmal nur für zehn Minuten, manchmal für eine Stunde.

Und genau dort brauche ich kein Monster-Notebook.

Ich brauche ein Gerät, mit dem ich schnell:

  • E-Mails beantworten kann
  • im Internet recherchieren kann
  • YouTube-Kommentare beantworten kann
  • Kundenthemen bearbeiten kann
  • KI-Anwendungen wie ChatGPT oder Gemini nutzen kann
  • Texte schreiben kann
  • einfache Office-Aufgaben erledigen kann
  • Fotos sichern kann
  • im Notfall ein Bild entwickeln kann
  • kleine Videosequenzen bearbeiten kann
  • Inhalte in der Business Suite ausspielen kann

Genau dafür ist das MacBook Neo bei mir im Einsatz.

Nicht als großes Produktionsstudio.
Nicht als Benchmark-Sieger.
Sondern als Gerät, das einfach dabei ist.

Der wichtigste Punkt: Es ist mir fast egal

Das klingt jetzt vielleicht dekadent, ist aber rein unternehmerisch gemeint:

Beim MacBook Neo ist es mir deutlich egaler, wenn etwas passiert.

Wenn es runterfällt, nass wird, kaputtgeht oder im schlimmsten Fall geklaut wird, ist das natürlich ärgerlich. Aber es ist nicht vergleichbar mit dem Verlust meines großen MacBook Pro.

Das MacBook Neo liegt auch mal auf dem Sofa. Es verschwindet in der Sofaritze. Es kommt in Fototaschen mit. Es fährt mit in die Bahn. Es ist einfach ein Gerät, das ich benutze, ohne es wie ein rohes Ei zu behandeln.

Und genau das macht für mich einen riesigen Unterschied.

Warum nicht das MacBook Air?

Auch diese Frage kam ständig:

„Warum nicht einfach ein MacBook Air?“

Technisch gesehen wäre das MacBook Air natürlich das bessere Gerät. Mehr Leistung, bessere Ausstattung, beleuchtete Tastatur, M-Prozessor, je nach Modell mehr Reserven.

Aber für mich ist die Antwort klar:

Das MacBook Neo ist für mein Unternehmen ein geringwertiges Wirtschaftsgut. Es kommt in die Bücher rein und direkt wieder raus. Keine langfristige Abschreibung. Keine große Investition. Keine Dauerbelastung.

Das MacBook Air wäre teurer und müsste wieder anders behandelt werden. Nicht nur steuerlich, sondern auch mental.

Und genau darum geht es:
Das MacBook Air wäre objektiv besser.
Das MacBook Neo ist für meinen konkreten Fall sinnvoller.

Das ist ein Unterschied.

Warum nicht einfach das iPad Pro?

Ich liebe das iPad. Wirklich.

Ich bin seit Jahren iPad-Fan. Gleichzeitig fluche ich regelmäßig darüber.

Denn das iPad ist ein faszinierendes Gerät: Es fühlt sich oft an wie ein Desktop-Ersatz, ist aber in vielen Momenten eben doch keiner.

Für Medienkonsum ist es fantastisch. YouTube, Instagram, Lesen, Notizen, Couch, Reisen – alles super.

Aber sobald es um bestimmte echte Desktop-Workflows geht, wird es kompliziert.

Ein Beispiel aus meinem Alltag: Lightroom.

Auf dem Mac kann ich schnell virtuelle Kopien von Bildern erstellen. Ein Bild in Farbe, ein Bild in Schwarzweiß, verschiedene Varianten, sauber nebeneinander, alles im Workflow.

Auf dem iPad geht das so nicht in derselben Form. Dann entstehen Workarounds: exportieren, zurücksetzen, neu bearbeiten, wieder importieren. Das funktioniert irgendwie, aber es nervt.

Und genau an solchen Stellen gewinnt das MacBook Neo.

Es ist vielleicht langsamer als das iPad Pro.
Aber es ist ein echter Mac.
Mit echtem Desktop-System.
Mit echten Desktop-Programmen.
Mit echten Desktop-Workflows.

Und das ist für mich wichtiger als reine Leistung.

Was kann das MacBook Neo wirklich?

Für meinen Alltag: erstaunlich viel.

Office? Problemlos.
Internet? Problemlos.
Mails? Problemlos.
Pages, Numbers, Word, Excel? Problemlos.
Spotify, YouTube, Recherche? Problemlos.
ChatGPT, Gemini und andere KI-Tools? Problemlos.
Lightroom Classic? Läuft.
Final Cut oder CapCut? Läuft.
Adobe Creative Cloud? Läuft.

Natürlich ist es langsamer als mein MacBook Pro 16 Zoll. Das muss niemand schönreden.

Aber die entscheidende Frage ist nicht:

Ist es das schnellste Gerät?

Sondern:

Reicht es für das, was ich unterwegs wirklich mache?

Und darauf lautet meine Antwort ganz klar: Ja.

Die Nachteile des MacBook Neo

Es ist kein Werbevideo und auch kein Werbeartikel. Deshalb müssen die Nachteile klar genannt werden.

Der erste Punkt: die Tastaturbeleuchtung.

Die fehlt mir wirklich. Gerade abends auf dem Sofa, wenn der Fernseher läuft, das Licht gedimmt ist und ich nebenbei noch ein paar Dinge erledige, merke ich das sofort.

Das wäre mir sogar noch einen Hunderter wert gewesen. Aber dann wäre das Gerät für meinen konkreten geschäftlichen Fall vermutlich wieder aus der gewünschten Preisklasse gefallen.

Der zweite Punkt: die USB-C-Ports.

Ein schneller und ein langsamer Port sind einfach nicht ideal. Besonders wenn ich unterwegs große Bilddateien von der Kamera sichern möchte. Meine 102-Megapixel-RAWs sind riesig. Da macht es keinen Spaß, wenn der Workflow durch einen langsamen Port ausgebremst wird.

Mein aktueller Weg ist deshalb:

Erst von der Speicherkarte auf die interne SSD.
Dann von dort weiter auf die externe SSD.
Dann weiter in Lightroom.

Das funktioniert, aber zwei schnelle Ports wären deutlich besser gewesen.

Ein SD-Kartenleser wäre natürlich auch schön. Aber damit kann ich leben, weil ich ohnehin mit Adaptern oder direkter Kameraverbindung arbeiten kann.

Die Vorteile des MacBook Neo

Trotz dieser Kritikpunkte mag ich das Gerät sehr.

Es ist leicht.
Es ist klein.
Es ist robust.
Es passt in fast jede Fototasche.
Der Akku hält gefühlt ewig.
Es macht keine Geräusche.
Es ist angenehm unkompliziert.
Es sieht gut aus.
Und es kann für seinen Preis erstaunlich viel.

Ich hätte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass Apples günstiges Notebook sich so robust anfühlt. Ich gehe damit nicht übervorsichtig um, und bisher hat es weder Kratzer noch Macken.

Auch die Tastatur ist okay. Sie fühlt sich etwas anders an als beim MacBook Pro, aber man kommt sehr gut damit klar.

Das Display ist nicht auf dem Niveau der teureren Geräte, aber für normale Räume, unterwegs, im Café oder auf der Parkbank reicht es völlig aus. Für farbkritische Bildbearbeitung würde ich es nicht nutzen. Aber dafür ist es auch nicht gedacht.

Ersetzt es mein MacBook Pro?

Nein. Auf keinen Fall.

Mein MacBook Pro bleibt mein Hauptgerät. Punkt.

Wenn es um große Bildbearbeitung, Videoschnitt, lange Sessions, Kundenprojekte und maximale Leistung geht, sitze ich am großen Setup.

Das MacBook Neo ist dafür nicht gekauft worden.

Ersetzt es mein iPad?

Das ist die spannendere Frage.

Aktuell: fast ja.

Nicht, weil das MacBook Neo schneller wäre. Das ist es nicht. Mein iPad Pro ist leistungsstärker.

Aber das MacBook Neo passt im Moment besser zu dem, was ich unterwegs produktiv machen möchte. Ich kann damit konsumieren, aber eben auch richtig arbeiten.

Das iPad ist schöner für Medien.
Das MacBook Neo ist besser für meine echten Arbeitsabläufe.

Und wenn ich ehrlich bin, staubt das iPad gerade ein wenig ein.

Für wen ist das MacBook Neo sinnvoll?

Aus meiner Sicht ist das MacBook Neo spannend für Menschen, die kein High-End-Gerät brauchen, aber ein echtes Notebook wollen.

Für Schüler.
Für Studierende.
Für Selbstständige mit einfachen mobilen Aufgaben.
Für Menschen, die viel schreiben.
Für Leute, die recherchieren, mailen, organisieren, verwalten und unterwegs produktiv sein wollen.

Nicht jeder braucht ein MacBook Pro.
Nicht jeder braucht ein MacBook Air.
Nicht jeder braucht maximale Leistung.

Manchmal braucht man einfach ein Gerät, das zuverlässig dabei ist.

Mein Fazit

Das MacBook Neo ist kein perfektes Gerät.

Die fehlende Tastaturbeleuchtung nervt mich.
Der langsame zweite USB-C-Port ist schade.
Die Leistung ist natürlich nicht auf Pro-Niveau.
Das Display ist nicht so hell und hochwertig wie bei den teureren Modellen.

Aber trotzdem ergibt es für mich Sinn.

Weil es leicht ist.
Weil es robust ist.
Weil es bezahlbar ist.
Weil es steuerlich für mein Unternehmen passt.
Weil es echte Mac-Workflows ermöglicht.
Weil es unterwegs genau das tut, was ich brauche.

Und deshalb lautet meine Antwort auf die Frage, ob ich es wieder kaufen würde:

Ja. Würde ich.

Nicht, weil es das beste MacBook ist.
Sondern weil es für meinen Alltag genau das richtige MacBook ist.

Ich hoffe ich konnte Eure Fragen beantworten. Wenn ja, gern geschehen. Wenn nein, lasst es mich wissen.

Beste Grüße

Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

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