Mettbrötchen Oktober 2026 – Analoge Liebe – KI und 3D-Druck

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Ihr Lieben, 55. Ich bin im Oktober tatsächlich 55 geworden. Wie konnte das denn so schnell passieren? Mein Opa hat immer gesagt: Alt werden ist nichts für Feiglinge. Mit meiner lädierten Schulter verstehe ich inzwischen ziemlich gut, was er damit meinte. Die Neugier auf Fotografie, Technik und neue Ideen ist zum Glück ungebrochen.

Im Mettbrötchen Oktober 2026 nehme ich euch mit durch meinen Monat als selbstständiger Fotograf, Videograf und Content Creator. Von einer 29-Euro-Kamera über analoge Pentax-Liebe bis zum neuen 3D-Drucker ist diesmal einiges dabei. Holt euch einen Kaffee, macht es euch gemütlich und gönnt euch eine Runde Gelaber!

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Werbung / Transparenz: Den gezeigten Schutzkoffer und den variablen ND-/CPL-Filter hat mir K&F Concept kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Erfahrungen und Einschätzungen dazu hört ihr im Video.

Von der Aldi-Kamera zurück zur analogen Fotografie

Mein vielleicht kuriosester Kauf im Oktober: eine digitale Vintage-Kamera von Aldi für 29 Euro.

Die Bildqualität? Sagen wir mal: sehr speziell. Trotzdem macht dieses kleine Ding Spaß, gerade weil ich damit einfach drauflosknipse. Der Bilderimport auf mein iPhone wollte bei mir allerdings nicht funktionieren; am MacBook konnte ich die Speicherkarte auslesen.

Ganz anders meine Fujifilm GFX100RF: Die hatte ich wieder häufiger dabei und liebe sie einfach. Zusammen mit der Nikon Zf gehört sie für mich zu den fotografischen Lieblingen dieses Jahres.

Und dann ist da noch das Thema, von dem ich eigentlich dachte, dass es für mich erledigt sei: analoge Fotografie. Nach dem Schwarz-Weiß-Film mit meiner Pentax Spotmatic an der Nordsee hat mich die Lust wieder gepackt. Bei der Spotmatic hat der interne Belichtungsmesser leider nicht zuverlässig gearbeitet. Mit einer Belichtungsmesser-App auf dem iPhone wurden die Ergebnisse besser. Jetzt ist mir eine gut erhaltene Pentax ME mit 35-, 50- und 135-mm-Objektiven in die Hände gefallen. Der erste Film damit steht noch aus. Analog ist inzwischen ein teurer Spaß – aber eben auch ein schöner.

Fotozubehör, Instax und ein schmerzhaftes Speicher-Upgrade

Eine schwächelnde 20-TB-Festplatte hat meine Anschaffungspläne ordentlich durcheinandergebracht. Zum Glück konnte ich die Daten rechtzeitig sichern. Für den Ersatz durch zwei werksüberprüfte 26-TB-Festplatten gingen rund 1.400 Euro vom Firmenkonto. Das schmerzt, auch wenn es eine betriebliche Investition ist. Der gewünschte A2-Fotodrucker muss deshalb weiter warten.

Für Hochzeiten habe ich mir außerdem einen kompakten Instax-Wide-Drucker angeschafft. Ein paar Sofortbilder für das Brautpaar sind einfach eine schöne Sache. Dazu kommen meine ersten Tests mit der Kopfsteuerung für meine Insta360-Kamera sowie der K&F-Schutzkoffer und der variable ND-Filter mit Polfilterfunktion. Warum mich gerade dieser Filter im Videoalltag begeistert, erzähle ich euch ausführlich im Mettbrötchen.

3D-Druck: Jetzt druckt die ganze Familie mit

Der 3D-Drucker stand schon lange auf unserer Wunschliste. Nachdem mein Schwager mir unter anderem Kartenhalter, Akkuboxen und kleine Boxen für Instax-Bilder gedruckt hatte, war es dann so weit: Ein Bambu Lab P2S Combo ist bei uns eingezogen.

Seitdem entstehen im Keller Fotozubehör, kleine Haushaltshelfer und endlich auch mein Firmenschild für die Tür. Die Familie sitzt zeitweise lieber vor dem Drucker als vor dem Fernseher. Besonders faszinierend finde ich, dass Claude mir beim Anpassen und Erstellen von Druckdateien geholfen hat. Mit klassischer 3D-Konstruktion stehe ich eher auf Kriegsfuß – umso größer ist gerade meine Begeisterung für die neuen Möglichkeiten.

Taschenfreak: Domke und ein lang ersehnter Filson-Rucksack

Die Domke F3 war gleich zweimal Thema auf meinem Kanal: als Klassiker und als meine Tasche für eine Hochzeitsreportage. So klein und knautschig sie aussieht, für meine Arbeitsweise funktioniert sie hervorragend. Eine gebraucht gekaufte Domke F7 AF ist ebenfalls auf dem Weg zu mir.

Außerdem habe ich mir nach langem Liebäugeln einen Filson-Rucksack gegönnt. Mit einem Kamera-Insert wird daraus mein Alltagsrucksack für die GFX100RF, etwas Zubehör und bei Bedarf auch MacBook und iPad. Kein günstiger Kauf, aber einer, auf den ich mich lange gefreut habe. Bei den Stativen gab es diesen Monat dagegen nichts Neues zu berichten.

Imagen AI: Tausende Fotos und die Frage nach dem Vertrauen

Ich habe Imagen AI bei zwei Hochzeiten und einem Sportevent ausprobiert. Bei mehreren Tausend Aufnahmen kann die Auswahl und Bearbeitung schnell mehrere Arbeitstage verschlingen. Die Software hat mir dabei viel Arbeit abgenommen: Bilder auswählen, bewerten und anschließend passend zu unserem Bildstil bearbeiten.

Die entscheidende Frage bleibt für mich das Vertrauen. Steckt unter den aussortierten Bildern vielleicht doch noch ein Lieblingsbild? Ich schaue mir die Auswahl und die Bearbeitung deshalb weiterhin selbst an. Die Ergebnisse haben mich trotzdem beeindruckt. Ob ich das Abo dauerhaft nutze oder vor allem in Monaten mit großen Reportagen, werde ich sehen.

Auch außerhalb der Bildbearbeitung hilft mir KI inzwischen im Alltag, etwa beim 3D-Druck und bei einem hartnäckigen Fehler auf meiner Webseite. Was das langfristig für meinen Beruf bedeutet, beschäftigt mich natürlich. Im Moment ist die Faszination größer als die Angst – und neugierig und beweglich bleiben gehört für mich ohnehin zur Selbstständigkeit.

Ausstellungen, Kundenprojekte und ein bisschen Familienzeit

Eine Woche mit dem Wohnwagen bei der Familie in der Nähe von Magdeburg war ebenfalls dabei. Während die Familie Urlaub hatte, saß ich allerdings oft am Rechner für meine Kunden. Mein Versuch, die Ausstellung „Joachim Brohm. Farbe und Gebiet“ im Kunstmuseum Magdeburg zu besuchen, scheiterte am Wochentag: Ich stand ausgerechnet montags vor verschlossener Tür.

Dafür habe ich mir mit meinem Freund Carsten den Leica Oskar Barnack Award in Wetzlar angeschaut. Ein schöner Nachmittag mit Bildern, die Gesprächsstoff geliefert haben. Manchmal fragt man sich vor einem groß gedruckten Ausstellungsbild ja schon, ob man es selbst überhaupt behalten hätte. Vielleicht sollte man den eigenen Bildern gelegentlich etwas mehr zutrauen.

Beruflich war der Oktober gut gefüllt: eine Hochzeitsreportage mit meiner Frau, Foto- und Videoprojekte, Printanzeigen, ein Sportevent, der Saisonabschluss eines Freizeitparks und weitere Unternehmensaufträge. Es läuft, und ich kann davon leben. Für freie Fotoprojekte blieb entsprechend wenig Zeit. Mein Weekly-Pic-Jahresprojekt lief weiter – und der entwickelte Film aus der Spotmatic hat wieder Lust auf mehr gemacht.

Meine Empfehlungen zum Lesen, Schauen und Hören

Hier findet ihr die Links aus meinen Notizen zum Oktober. Besonders ans Herz legen möchte ich euch „Jeff Bridges’ analoges Abenteuer“. Die Begeisterung für analoge Fotografie springt in dieser Doku wunderbar über.

Lesetipps

Filme, Serien und Videos

Außerdem auf meiner Film- und Serienliste: Murder in a Small Town, Diplomatische Beziehungen, Animals und die klassische erste Staffel von Miami Vice. Letztere lag zum Glück als Download auf dem iPad, als die Glasfaserleitung mal wieder ausgefallen ist.

Podcasts

Musik: Country und wieder mehr Vinyl

Beim Arbeiten und Autofahren habe ich Country wieder für mich entdeckt. Zu Hause kamen außerdem die alten Platten auf den Teller: Peter Gabriel, Michael Jackson und Dire Straits. Auch eine schöne Beschäftigung, wenn das Internet gerade streikt.

Habt Spaß – egal wie alt ihr seid

55 geworden, analog fotografiert, Vinyl gehört und gleichzeitig mit KI und 3D-Druck gespielt: So sah mein Oktober aus. Mein Appell an euch ist deshalb ganz einfach: Macht, was euch Freude bereitet. Probiert etwas aus, kramt die alte Kamera hervor oder legt eine Platte auf.

Was hat euch im Oktober fotografisch beschäftigt? Seid ihr auch wieder analog unterwegs? Und nutzt ihr KI oder einen 3D-Drucker für eure Fotografie? Erzählt es mir gerne in den Kommentaren. Danke, dass ihr dabei seid!

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