Das Mettbrötchen August 2026: Kameragefühle, mein Auftragsbuch und das Leben dazwischen

Veröffentlicht von

Hallo zusammen, hier ist euer Jörg!

Das Mettbrötchen für August kommt diesmal vom Rastplatz. Ganz standesgemäß zwischen startenden Dieselmotoren, einer Pause auf dem Weg an die Nordsee und meiner Chili unter dem Tisch. Wir haben schon die zweite Septemberwoche, und diese Gelegenheit musste ich jetzt einfach nutzen.

Der August war voll. Voll mit Arbeit, spannenden Begegnungen, ein bisschen neuer Technik und ziemlich vielen Dingen, die ich eigentlich auch noch machen wollte.

Und ja: Das Mettbrötchen bleibt ein bisschen Gequatsche aus dem Leben eines Fotofuzzis. Einmal im Monat darf es hier um mehr gehen als technische Daten und knackige Testergebnisse. Nämlich darum, was mich beschäftigt, womit ich arbeite und was neben der Fotografie noch so passiert.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Warum fotografiere ich eigentlich?

Zum Welttag der Fotografie am 19. August habe ich mir eine Frage vorgenommen, die zwischen Aufträgen, Objektivwechseln und Bildbearbeitung schnell untergeht: Warum fotografiere ich?

Eine Frage, die sich auch nach vielen Jahren noch lohnt. Vielleicht gerade dann, wenn die Kamera längst zum Alltag gehört.

Meine Gedanken dazu findet ihr im Video:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

👉 Warum fotografiere ich?

Eine Kamera muss ich fühlen können

Die Ricoh GR IV ist wieder ausgezogen.

Ich weiß, wie viele Menschen diese Kameras lieben. Und die Idee dahinter gefällt mir ebenfalls: eine kleine Kamera, die wirklich immer dabei sein kann und eine hervorragende Bildqualität liefert.

Trotzdem sind wir nicht miteinander warm geworden. Das war bei mir schon mit der GR III und der GR IIIx so. Bei der GR IV haben mich unter anderem die Menüs und die Akkulaufzeit bei aktivierter Konnektivität gestört.

Am Ende bleibt eine ziemlich persönliche Erkenntnis: Ich muss eine Kamera fühlen, um Spaß bei der Arbeit mit ihr zu haben. Ein gutes Datenblatt reicht dafür bei mir nicht aus.

Aktuell teste ich die Panasonic Lumix L10. Eine andere Kamera mit einer anderen Philosophie, die mir gerade richtig viel Spaß macht. Menüs, Einstellungen, Haptik, Sucher und Schwenkdisplay passen für mich bisher sehr gut. Dafür ist sie natürlich größer und verschwindet nicht mehr einfach in der Hemdentasche.

Sie ist mit an der Nordsee. Mal schauen, welche Bilder zwischen Arbeit und Gassirunden entstehen. Habt ihr Interesse an einem ausführlicheren Update?

Mehr „Reichweite“ für die Nikon

Auch bei den Objektiven hat sich etwas getan: Mein Nikon Z 24–200 VR ist gegangen, dafür ist das Nikon Z 28–400 VR eingezogen.

Der Wunsch nach mehr Brennweite ist vor allem auf unserer Norwegen-Kreuzfahrt entstanden. Ob der Wechsel für mich insgesamt ein Upgrade ist, muss sich im Alltag zeigen. Die zusätzliche Reichweite bringt schließlich auch Kompromisse mit – unter anderem weniger Weitwinkel.

Ich werde berichten, wie sich das neue Allround-Objektiv bei mir schlägt.

Fujinon GF 500: Habenwollen trifft Vernunft

Außerdem liegt gerade das Fujinon GF 500 zum Testen bei mir. Danke an Martin und Ringfoto für die Möglichkeit!

Was für ein Gerät.

In meinen Notizen steht dazu: „Wie ich das meiner Frau erkläre …“ Wobei ich es vermutlich erst einmal mir selbst erklären müsste. Ich hätte dieses Objektiv unfassbar gerne. Beruflich gibt es durchaus Anwendungsfälle, aber die sind bei mir selten genug, dass Mieten oder Leihen ebenfalls eine vernünftige Lösung wäre.

Ihr kennt das vermutlich: Der Kopf rechnet noch, während der Rest schon einen Platz in der Fototasche freiräumt.

Das 500er ist ebenfalls mit an der Nordsee. Jetzt brauche ich nur noch Zeit, es ausgiebiger zu nutzen.

Taschenfreak: schön, praktisch und manchmal beides

Im August war ich viel mit der Compagnon Medium Messenger unterwegs. Im Business kam außerdem häufig der Compagnon Backpack Generation III zum Einsatz.

Für mich ist das der schönste Rucksack der Welt. Vielleicht auch der unpraktischste. Ich liebe diesen klassischen Vintage-Look trotzdem. Aktuell steckt meine Fuji-Ausrüstung darin – inklusive des großen Teleobjektivs.

Welche Ausrüstung auf unserer Norwegen-Kreuzfahrt dabei war, habe ich euch in einem eigenen Video gezeigt:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

👉 Mein Equipment für die Norwegen-Reise

Die Think Tank TurnStyle 11 in „Urban Rust“ wurde mir von Think Tank Photo Germany beziehungsweise Transcontinenta zugeschickt. Ich nutze sie bereits fleißig und habe sie auch jetzt dabei. Mit eingepackt ist diesmal sogar wieder eine analoge Pentax Spotmatic samt drei Filmen.

Ob ich tatsächlich zum analogen Fotografieren komme? Wir werden sehen. Eingepackt ist jedenfalls alles.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

👉 Mein Video zur Think Tank TurnStyle 11

Gebraucht aus dem DSLR-Forum kam außerdem eine Crumpler Track Shot Camera Sling 8000 dazu. Ihren ersten Ausflug hatte sie mit mir in Fulda. Meine Frau findet sie fürchterlich und meint, sie würde mir nicht stehen. Ich finde sie eigentlich ziemlich cool.

Auch in einer sehr harmonischen Beziehung darf man bei Fototaschen offensichtlich unterschiedlicher Meinung sein. Ob sie dauerhaft bleibt, entscheide ich nach etwas mehr Praxis.

Stativfreak: vom Arbeitstier zum kleinen Immer-dabei

Das Benro Tortoise TTOR24CLV mit Nivellierbasis habe ich im August viel genutzt, auch für Videoaufnahmen. Das angekündigte Video ist inzwischen fertig, ebenso der Bericht auf Stativfreak.de.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

👉 Welches Stativ brauche ich wirklich? Benro Tortoise TTOR24CLV + S4Pro im Praxistest

Am anderen Ende der Größenskala hängt neuerdings der Joby HandyPod Clip außen an meiner Tasche. Ein kleines Dreibeinstativ, das dank Karabiner ständig mitkommt.

Genau das macht solche kleinen Helfer interessant: Sie sind zur Stelle, wenn man sie braucht. Ich teste noch weiter, ein Video dazu soll folgen.

👉 Joby HandyPod Clip Rot auf Amazon ansehen

Adobe: Ich mag die Werkzeuge. Die Rechnung weniger.

Meine Adobe Cloud hat mehr Speicher bekommen. Mit zwei Terabyte wurde es mir zu eng, jetzt sind es drei. Das zusätzliche Terabyte kostet mich neun Euro im Monat.

Das Platzproblem ist damit erst einmal gelöst. Die grundsätzliche Frage bleibt: Wie lange möchte ich diese laufenden Kosten noch tragen?

Wenn ich grob mit 80 Euro monatlich über fünf Jahre rechne, lande ich bei rund 4.800 Euro. Das ist eine ordentliche Summe.

Gleichzeitig nutze ich Lightroom und Photoshop täglich. Dazu kommen InDesign, Adobe Express und weitere Werkzeuge. Ich kenne die Programme, ihre Macken und meine Abläufe. Eigentlich arbeite ich sehr gerne damit.

Deshalb fällt mir die Entscheidung auch nicht leicht. Ein Wechsel betrifft schließlich meinen Arbeitsalltag.

Mich würde interessieren, wie ihr damit umgeht: Seid ihr bei Adobe geblieben? Habt ihr gewechselt? Und falls ja, wie fühlt sich das nach einigen Monaten in der Praxis an?

Wetzlar: Zeit mit einem alten Freund

Mit meinem Freund Carsten habe ich mich in Wetzlar getroffen. Er kam von Norden, ich von Süden, und dort konnten wir uns gut in der Mitte treffen.

Wir haben Kaffee getrunken, geredet und sind auch ein bisschen durch die Ausstellungen geschlendert. Ehrlich gesagt weiß ich nicht einmal mehr, welche Ausstellung gerade zu sehen war.

Was hängen geblieben ist, war die gemeinsame Zeit. Zwei alte Freunde, die sich endlich mal wieder gesehen haben. Das war schön.

Beruflich war der August ein Knallermonat

Bei den Aufträgen läuft es gerade wirklich gut. Darüber freue ich mich sehr – auch wenn dadurch weniger Zeit für neue Videos bleibt.

Im August war unter anderem das hier dabei:

  • Eine standesamtliche Hochzeit.
  • Content für meinen Freizeitpark-Kunden.
  • Businessbilder für eine rheumatologische Praxis.
  • Team- und Mitarbeiterporträts sowie Bilder der neuen Räume eines Sanitätshauses.
  • Contenterstellung bei Baustellenbesuchen für einen Heizungsbauer.
  • Ein 50. Geburtstag in der Keltenwelt am Glauberg.
  • Über 200 Porträts für einen Handballverein.
  • Ein neuer Kunde aus dem Bereich Lymphtherapie, den ich mit Foto, Video und Social-Media-Content unterstütze.

Besonders schön fand ich auch ein Shooting in einem Handwerksbetrieb: Diesmal standen die Mitarbeiterinnen vor der Kamera, die sich im Hintergrund um Buchhaltung, Angebote, Telefon und Organisation kümmern. Menschen, ohne die der Laden nicht laufen würde und die trotzdem oft wenig sichtbar sind.

Diese Einblicke in ganz unterschiedliche Berufe und Branchen mag ich an meiner Arbeit sehr.

Zum Alltag gehören allerdings auch Dinge, die mit einer Kamera wenig zu tun haben. Zum Beispiel 15.000 nachgedruckte Freizeitpark-Faltpläne und eine Lieferung, die laut Spedition schon angekommen sein sollte, auf die wir aber noch warteten.

Selbstständigkeit hat viele Facetten. Manche davon stehen auf Paletten.

Über 10.000 Erinnerungen warten auf der SSD

Unsere AIDA-Reise nach Norwegen war im Juli. Auf der SSD liegen davon noch immer über 10.000 Fotos und Videoclips, die gesichtet und sortiert werden wollen.

Und dann fiel mir auf: Die Bilder und Videos von den Malediven aus dem vergangenen Oktober (letzten Jahres!!!) warten größtenteils ebenfalls noch auf Bearbeitung.

Immerhin haben es etwa 40 Fotos als kleine Ausdrucke an unsere Wand geschafft. Darüber freue ich mich jeden Tag. Aber da sind noch so viele schöne Aufnahmen und persönliche Erinnerungen, denen ich gerne Zeit widmen möchte.

Die Arbeit nimmt gerade viel Raum ein. Gleichzeitig möchte ich Zeit mit meiner Frau, meiner Familie und meinem Enkelchen verbringen. Und das tue ich sehr gerne.

Die privaten Bilder warten also weiter. Vergessen sind sie deshalb nicht.

Gelesen, geschaut und gehört

Ein bisschen Input gab es natürlich auch – beim Bilderbearbeiten, auf Gassirunden mit Chili oder abends gemeinsam auf dem Sofa.

Ein Buch und zwei Serien

„Hör auf, alles an dich ranzulassen – Wie du dich von Overthinking, Stress und emotionalem Chaos befreist“ habe ich inzwischen gelesen. Ein kleines Buch, das ich euch empfehlen kann.

Mit Antje schaue ich gerade „Person of Interest“ und „Diplomatische Beziehungen“. Wir schauen gerne zwei Serien parallel, damit zwischendurch etwas Abwechslung dabei ist.

Meine YouTube-Empfehlungen

Podcasts für unterwegs

Auf den Runden mit Chili waren diese Podcasts dabei:

PIXEL & PUNCHLINES gehört zu meinen absoluten Lieblingen. Von den beiden dürfte es für meinen Geschmack gerne häufiger etwas geben. Und die Frage nach den Gründen fürs Fotografieren passt natürlich wunderbar zum Einstieg in dieses Mettbrötchen.

Mit Chili durch den Sommer, im Kopf durch Grönland

Als Hörbuch war „Die Eisbrecherin – Von meiner Expedition durch Grönland und dem Mut, seinem Traum zu folgen“ dabei.

Inhaltlich eine spannende Geschichte. So war ich beim sommerlichen Gassigehen gedanklich zwischendurch im ewigen Eis unterwegs.

👉 Das Hörbuch „Die Eisbrecherin“ ansehen

Für Musik blieb ansonsten wenig Zeit. Diesen Monat lief vor allem Radio.

Machen ist viel geiler als nur drüber reden

Zum Schluss mein Appell – ausdrücklich auch an mich selbst:

Machen ist viel geiler als nur drüber reden.

„Wir müssten mal essen gehen.“
„Ich sollte mich mehr bewegen.“
„Eigentlich wollte ich schon längst …“

Ihr kennt diese Sätze. Ich auch.

Nehmt eure Lieblingsmenschen in den Arm. Verabredet euch. Geht gemeinsam essen. Setzt euch aufs Fahrrad oder macht eine große Runde mit dem Hund. Zeigt den Menschen, dass sie euch wichtig sind.

Bei mir geht es jetzt weiter an die Nordsee. Chili ist dabei, die Kameras ebenfalls, sogar drei analoge Filme und das große 500er. Leider auch Buchhaltung, Steuerunterlagen und zwei Shootings, die noch bearbeitet werden wollen.

Für alles, was ich mir vorgenommen habe, wären 48-Stunden-Tage hilfreich. Aber gut: Schluss mit Mimimi. Jetzt wird gemacht.

Was hat euch im August beschäftigt? Und welche Sache wollt ihr endlich vom „Müsste ich mal“ ins Machen bringen?

Ich freue mich auf eure Kommentare.

Bis bald, ihr Lieben!
Euer Jörg

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert