MPortable II – der ganz heiße Scheiß in Sachen Mobiles Backup (Kuhjahr #41)

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Das Ding scheint ja der ganz heiße Scheiß zu sein – muss ich haben!

… ja ich gebe zu, mein „Weniger ist mehr-Ritual“ setzt manchmal aus. Und zwar meistens dann, wenn ich vermute etwas noch besseres gefunden zu haben als das, was ich vielleicht schon „zufriedenstellend“ nutze. So auch bei der mobilen Datensicherungslösung MPortable II über die sehr viele Fotografen im Moment äußerst positiv berichten. Als mein vertrauensvoller Fotowaren-Dealer Axel Hoffmann von ISARFOTO mir auch nich dieses Teil empfahl und mein Facebook Freund Herbert Piel in seinem Blog dieses Teil auch noch lobend erwähnte, waren die 349,– quasi schon weg. Klick. Angebot angefordert und auf dem Rastplatz auf der A7 in der Mailpause geordert. nun habe ich das gute Stück auf den ersten Einsätzen genutzt, unter anderem auch auf dem Tripp am letzten Wochenende nach Holland. 

Was ist das für ein Ding?

Kurz: Es ist eine tragbare SSD (schnelle Festplattenähnlicher Speicher) mit einem Akku drinne und drei Speicherkartenslots (SD/TF/CF) mit dem man unterwegs seine Speicherkarten sichern kann. Zudem hat das kleine leichte Teil einen Wifi Zugang und kann via App gesteuert werden. 

Vergleich MPortable II 240 GB vs. WD Wireless Pro 2TB

  • Gewicht:
    • MPortable II 240GB: 234 Gramm
    • WD Wireless Pro 2TB: 450 Gramm
  • Kopier-Performance-Test mit 68 RAW Files aus der Leica Q = 3,02 GB:
    • Einstecken SD Card in WD Wireless PRO bis fertig kopiert:   03:54,68 (WD Wireless war schon an!)
    • Einstecken SD Card in MPortable II bis fertig kopiert:   05:23,87 (MPortable II war schon an!)
  • Powerbank-Funktionalität:
    • MPortableII: int. Akku 5.000 mAh
    • WD Wireless Pro: int. Akku 6.400 mAh
  • Abmessungen:
    • MPortable II: 129 x 88 x 22 mm
    • WD Wireless Pro: 126 x 126 x 24 mm
Vorteile MPortable II (und die überwiegen):
  • Deutlich leichter!
  • Etwas kleiner in den Abmessungen
  • Stoßresistent da SSD anstelle der empfindlichen HDD verbaut
  • Bessere App und schnellere WiFi Connection (rein gefühlt!)

Mein persönliches Fazit

Muss man haben! Spaß beiseite. Es ist keine Revolution aber eine schicke Evolution. Die SSD macht das Gerät leichter und stoßresistent. Schneller wird es leider, wie Ihr an obigen Testmessungen von mir sehen könnt leider nicht. Es ist mit 349 Euro „noch bezahlbar“ und vertretbar vom Preis her. Die etwa 40% langsamere Kopierleistung ist schade, aber kein Beinbruch da das Gerät immer noch in vertretbarer Zeit die Daten rüber schaufelt auf die interne SSD im MPortable II. Das Laden am Micro USB Kabel macht das Gerät wirklich sinnvoll für Reisen und lange ausgedehnte Fotoshootings. Auch mit einer großen Powerbank lässt sich hier gut aushelfen.

Wer Kameras mit nur einem Speicherslot nutzt, sollte meines Erachtens so ein Teil einsetzen um ruhiger schlafen zu können und die Angst vor defekten Speicherkarten etwas zu reduzieren.

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

 

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22 Kommentare

  1. Hallo Herr Langer,

    vielen Dank für die überwiegend positive Bewertung unseres Produktes

    Erlauben Sie mir bitte noch einen Punkt anzumerken, der bei vielen Tests der MPortable oft etwas untergeht, insbesondere im Vergleich zu den Produkten des Wettbewerbs.
    Die MPortable wird häufig nur auf die Funktion eines Image-Tank reduziert, obwohl sie sich doch grundlegend von den Mitbewerber-Produkten unterscheidet.

    Für Anwender, die nur eine reine Backup-Speicherlösung benötigen, mag die MPortable nicht nur von der preislichen Seite her , „too much“ zu sein. In dieser Hinsicht gibt es, wie Sie auch in Ihrem Blog bemerkt haben, kostengünstigere Lösungen, wenn auch weniger elegant. Die MPortable wurde für den ambitionierten Fotografen entwickelt, der unterwegs nicht nur seine Daten sicher sichern will (SSD vs. mechanische Festplatte) sondern auch in der Lage sein möchte, diese unterwegs zu sichten, ohne gleich auf ein Notebook angewiesen zu sein, da ein Tablet oder ein Smartphone meist doch vorhanden ist. Dazu ist jedoch der RAW-Support unabdingbar, den unsere Mitbewerber allerdings so nicht anbieten.
    In der Kombination aus „Sichern und Sichten“ erleichtert es den Workflow für viele Fotografen ungemein und die gesparte Zeit bleibt für die endgültige Entwicklung am heimischen PC.
    Als mobiles akkubetriebenes Gerät, mit einer SSD, einem Kartenleser der auch CF-Karten unterstützt, einem WLAN-Modul, mit verschiedenen Schnittstellen wie USB, USB 3.0, die Möglichkeit der Einbindung der MPortable in ein PC-Netzwerk und einer guten App für iOS und Android ( ohne diese die MPortable ihre Stärken nicht ausspielen könnte) , ist die MPortable einzigartig.

    Und hier erklärt sich auch der Preisunterschied zum Mitbewerb, da es sich bei der MP nicht nur um ein Festplattenlaufwerk mit einem USB/WiFi-Interface handelt, sondern um einen leistungsfähigen Mini-PC, ohne diesen die RAW-Verarbeitung und die Einbindung in ein Netzwerk nicht möglich wäre. Hinzu kommen die nicht unerheblichen Mehrkosten für die SSD.
    Wer einmal mit der MPortable ein wenig gearbeitet hat, möchte eigentlich nicht mehr darauf verzichten (möglicherweise können Sie dies bereits nahvollziehen) und die Reaktionen die wir von unseren Kunden erhalten sind fast ausnahmslos positiv.

    Und bevor wir jetzt nun vollends in den Sales-Pitch abgleiten, hören wir doch lieber auf.

    Nochmals vielen Dank für Ihr positives Review.

    Mit freundlichen Grüßen

    Mirko Biscan
    MPortable Mobile Data Solutions e.K.

    Office: +49-33056-437210 / Fax: +49-33056-437209
    Hubertusallee 37 D-16548 Glienicke, Germany
    http://www.mportable.de

      1. Hallo Herr Naumann,
        bitte senden Sie uns unter email hidden; JavaScript is required Ihre e-mail Adresse – wir senden Ihnen dann das aktuelle Manual zu.

        Eine Bewertung kann derzeit nur über ein s.g. Pick-Flag erfolgen. Bilde, die „gepickt“ wurden, werden in ein separates Verzeichnis kopiert, welches dann explizit in LR importiert werden kann. Wir prüfen derzeit, eine LR-kompatible Stern-Bewertung zu implementieren. Dies würde jedoch bedeuten, dass wir direkt in die Bild-Datei (Exif header) schreiben würden und wir sind uns nicht sicher, ob wir dies auch wirklich wollen.

    1. Kann ich in jeder Hinsicht nur bestätigen, direkt ins kalte Wasser mit dem ersten versuch gesprungen, und mega top zufrieden !!! Nie mehr ohne aus dem Haus, besonders wenn man etwas abseits der zivilisierten Welt unterwegs ist 😉
      Tolles Teil, kann ich BLIND empfehlen !!!!!!

    1. Kann ich nicht beurteilen – habe ich auch nie versucht – sah auch keinen nennenswerten Grund darin. Was soll das bringen? Außer Stoßempfindlichkeit wüsste ich keinen nennenswerten Grund. Oder übersehe ich da was?

  2. Kann ich unterwegs meine D4 via USB Kabel an den MPortable II anschliessen und wird diese dann erkannt das ich die Karten aus der Kamera auslesen und übertragen kann?
    Liebe Grüße Tom

    1. Es sollte bei jeder Kamera funktionieren, die sich auch an einem Rechner als Speicherlaufwerk anmeldet, sobald via USB angeschloßen. Uns ist bisher keine Kamera bekannt, welche so nicht mit der MP funktioniert.

      Mit freundlichen Grüßen

      Mirko Biscan
      MPortable Mobile Data Solutions e.K.

  3. Moin Jörg,
    ich wollte mal hören wie Dein Langzeittest nach ca. 8 Monaten ausfällt.
    Bist Du mit Deiner MPortable II immer noch zufrieden?
    Fliege nach Costa Rica und wollte mir dafür eine MPortable II anschaffen.

    Grüße Tom

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