Ich habe mich echt lange gegen eine Drohne gewehrt…

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Lange Zeit waren Drohnen oder Copter – wie auch immer Ihr die Dinger mit den mehreren Propellern drauf und der Kamera drunter nennen wollt – reine Spielzeuge und ein Hype für mich und ich habe sogar in Diskussionen im Fotografenkollegenkreis diese Meinung oft und deutlich vertreten. Seit nun etwa sechs Wochen ist so ein Teil bei uns „eingezogen“ und meine Meinung dazu deutlich verändert, also quasi „abgehoben“.

Leider hatte ich in den Wochen vor dem Urlaub alles andere als viel Zeit mich mit dem „Hype-Spielzeug“ zu beschäftigen, so das dies zu meiner einzigen „ToDo“ auf meiner Urlaubs-Taskliste wurde:

  • Fliegen lernen
  • Landen lernen
  • Videos testen
  • Bilder von Oben machen

Wie jetzt, übers Wasser? Das nicht Euer Ernst…

… war einer der Gedanken den ich an unseren Urlaubsort – einen kleinen Yachthafen an der dänischen Südküste der Insel Langeland – hatte und dennoch wusste ich, ich will ein spezielles Bild „von da oben“ schießen – für mich als Hintergrundbild auf meinem Rechner. Das Ziel war gesetzt!

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Wer dieses Bild als Hintergundbild haben möchte findet es hier in voller Auflösung: KLICK
(Schenke ich Euch zur reinen privaten Verwendung!!!)

Das Bild hatte ich vor ein paar Tagen gemacht und war Stolz wie ein kleiner Junge gewesen als das echt gut geklappt hat. Jetzt stand noch das Thema Video und 4k für mich an. Nachfolgend seht Ihr einen ersten „Schnittversuch“ und ein 4K-Film mit etwas unter 10 Minuten über Langeland und unsere kleine Hafenstadt Bagenkop.

Geschnitten habe ich dieses Video auf meinem iPad Pro 9,7″ mit der Software iMovie die mir sehr gut gefällt für so schnelle und private Sachen.

„Welche Drohne wurde es denn Jörg? Und warum genau diese? Biste zufrieden?“

Da die Frage in den Social Media jetzt schon oft gekommen ist will ich hier mal kurz aufklären welche Drohne es wurde und warum genau diese und auch auf die Frage, ob diese Drohne noch mal kaufen würde, möchte ich Euch hier eine Antwort liefern.

Es war einmal ein Amazon Prime Day… ne ich muss anders anfangen. In der Zeit, als ich noch Drohnen-Gegner war, waren wir als Hochzeitsfotografen in Peine (nähe Hannover) gebucht. An diesem Tag änderte sich meine Meinung, als der Bräutigam selbst meinte:

„Das Gruppenbild machen wir aber mit der Drohne, oder?“

Ich war in diesem Moment irgendwie peinlich berührt das der Kunde das Equipment hatte, was in diesem Falle jetzt den Kundenwunsch erfüllen konnte und zugleich war ich hellauf begeistert, denn irgendwie hat mir ja der Beweis gefehlt mit welchem ich mich selbst überzeugen konnte, dass eine Drohne vielleicht doch mehr als ein Hype-Spielzeug ist. Ab diesem Tag war mein Amazon-Wunschzettel mit Drohnen-Artikeln gefüllt. Irgendwie wollte ich eine der Mainstream-Drohnen, also eine DJI, aber die waren mir einfach zu teuer, denn ich war jo noch im Glauben gefangen „alles ein Hype-Spielzeug“. Es kristallisierten sich zwei Drohnen heraus die in die näher Auswahl gekommen sind, aber beide, die DJI Phantom 4 und ebenso die Yuneec Q500 4k, waren mit deutlich über 1.000 Euro mir einfach zu teuer. Das Thema Drohne wurde als „auf längere Zeit vertagt in meinem Kopf. Drei Tage später war „Prime Day“ bei Amazon und schwupps, die Yuneec Q500 4k rutschte von 1.199 Euro auf 799 Euro an diesem Tag. Das Set für 799 Euro hatte gleich zwei Akkus, die Fernbedienung, einen Hand-Gimbal und einen schicken Alukoffer im Lieferumfang. Klick  bestellt – das Hirn war ausgeschaltet. Das Pribzip „PrimeDay“ funktionierte also einwandfrei und der Marketer war überlistet und übers Ohr gehauen worden von seinem eigenen schnellen „Klick-Finger“ über dem Bestellen-Button. Es wurde also die Yuneec Q500 4K. Ein Monster!

Würde ich nochmal? Nein! Die Bildqualität ist einwandfrei. Das Teil zeichnet ausgezeichnet 4K Videos auf und nimmt Photos sogar im RAW Format (DNG) auf. Ich bin begeistert und dennoch würde ich diese Drohne nicht mehr kaufen, denn sie ist schlicht und ergreifend zu groß im Packmaß. Die DJI Phantom 4 ist gefühlt halb so groß und hat in Sachen Bildqualität keine Nachteile, eher sogar leichte Vorteile. Was mich an der DJI 4 bislang gestört hat, war die Tatsache das die Fernbedinung kein Display eingebaut hat, und man als Steuer-Display sein iPhone oder iPad verwenden muss. Also koppeln, App starten und so – genau das wollte ich nicht. Aber alle DJI4 Anwender, die ich kenne, bestätigten mir das dies schnell, sicher und einfach funktionierte. Das ist sogar eher ein Vorteil, denn auf dem iPad sieht man auch bei hellem Sonnenschein noch etwas, was bei der Yuneec Fernbedienung ohne matte Sonnenschutzfolie auf dem Display nahezu unmöglich ist. Aber nun, jetzt habe ich die Yuneec und sie tut – sehr gut – das was sie soll. Wenn ich mal „abstürze“…. ihr versteht schon…

Mache ich das gewerblich? Setze ich die Drohne für Aufträge ein? Nein, klares und eindeutiges Nein. Wenn ich mal ein Bild bei einer Hochzeit mache, dann schenke ich das meinen Brautpaaren und es ist kein Bestandteil meiner Angebote und Vereinbarungen. Ich fliege rein privat und aus Spaß – nicht aus kommerziellen Gründen. Meine Drohnen-Versicherung (ja sowas braucht man…) deckt zwar auch gewerbliche Nutzung mit ab, aber man benötigt für jeden gewerblichen Einsatz für diese Teile  auch für Drohnen unter 5 Kilo Startgewicht – pro Bundesland separat eine sogenannte Aufstiegserlaubnis. Auf diesen Formellen Kram mit den Behörden habe ich keine Lust. Aus diesen Gründen fliege ich ein privat und verschenke ab und an mal ein Bild oder Video aus der Drohne oder dem Copter? Wie nennt man die Dinger denn nun wirklich?

Aber ich habe ein echte Bitte an Euch – meine treuen Leser und Follower!

Ich suche Vertonungsmusik, die auch mal 10 Minuten lang sein darf. Woher bekomme ich das inkl. dem Recht dieses auch auf YouTube Videos verwenden zu dürfen. Habt Ihr da was für mich? MP3s? Links? Tipps? Helft mir bitte in diesem Punkt mal!

Danke Euch und liebe Grüße aus dem sonnigen Süden Dänemarks – Euer Fliegerfuzzy – Jörg Langer

12 Kommentare

  1. Wegen der Music: bei Casey Neistat findest Du unter jedem seiner Videos auf Youtube einen Link zum jeweiligen Künstler der der Soundtrack gemacht hat. Ich habe mir auf diesem Wege schon einige Songs gekauft. Wenn ich das Video extern verteile frage ich den Künstler per Mail und bis jetzt habe ich jedesmal ein o.k. bekommen.

  2. oh oh… hätte ich es doch bloß nicht gelesen…. 😉

    Na ja, vielleicht später mal. Erstmal als Erinnerung auf die Amazon-Liste gesetzt :-))

  3. schreib einfach „kleinere“ Musiker, bei Youtube und / oder Soundcloud an 😉
    Vorteil :
    Ihr habt beide was davon, er wird erwähnt und Du hast die Musik meistens Gratis ( musst halt unter dem Video seinen Namen erwähnen …

  4. Hallo Jörg,

    ich muss mal einen alten Post von dir ausgraben, weil das Thema gerade (mal wieder und nun doch) bei mir akut wird…

    Wo hattest du die Haftpflichtversicherung abgeschlossen? Nach Recherche im Netz, kommt für mich momentan nur R+V für 95,20 Euro pro Jahr oder die Mitgliedschaft im DMFV infrage. Oder hast du eine Alternative?

    Schon mal danke im Voraus und LG, Oliver

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