Wo sind meine, ähm Stephanies Fotos? #Buchrezension

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Eigentlich wollte ich ja keine Rezension für Sam´s neues Buch „Wo sind meine Fotos? Lightroom 4“ schreiben, da ich ja „muggschich“ war, da er das Buch meinem Frauchen und nicht mir selbst geschickt hat… 🙂

Aber nun gut, zum einen verpflichtet Freundschaft ja irgendwie 🙂 und zum anderen drängte mich meine Neugierde das Buch zu lesen, da ich mich selbst als „absolut Fit“ in Lightroom bezeichne und wirklich seit der ersten Version ein sehr intensiver Nutzer dieser genialen Software bin. Ich kenne auch andere Bücher zu Lightroom, zum Beispiel das von Patrick Ludolph, der den meisten unter Neunzehn72 bekannt ist und auch das von Maike Jarsetz, die ich auch schon bei einem Lightroom Vortrag in Köln erleben durfte und Ihr Fachwissen in Sachen Adobe sehr schätze. Aber nun zurück zum Buch von Sam Jost, einem echt guten Freund den ich menschlich sehr mag, fachlich sehr schätze und dessen Buch „Manuell Belichten mit der Digitalkamera“ wir gerne als Grundlage für persönliche Foto Coachings verwenden.

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Sams Zielgruppe sind nicht Anwender wie ich, die Lightroom in und auswendig zu kennen (meinen), sondern eher die Anfänger und Beginner die Ordnung in Ihre Bilder bringen wollen. Er schreibt so schön direkt am Anfang dazu:

Gewidmet den Menschen,
die gerne fotografieren
aber
nicht so gern
am Computer sitzen.

Ich persönlich mag den Schreibstil von Sam sehr, da ich an seinem Schreibstil merke wie authentisch er in seinen Ausführungen ist, da ich ihn persönlich kenne und er auch am gemeinsamen Tisch genau so spricht wie er schreibt: Persönlich. Ohne Umschweife. Auf den Punkt genau. Gut erklärend. Nett.

Er hat sein Buch in zehn Kapitel untergliedert. In diesen zehn Kapiteln geht er auf die folgenden Schwerpunkte ein:

  1. Brauche ich Lightroom?
  2. Der erste Start
  3. Fotos in den Katalog aufnehmen
  4. Überblick der Oberfläche
  5. Das Bibliotheks-Modul
  6. Ein typischer Arbeitsablauf
  7. Das Entwickeln-Modul
  8. Beispel für eine Bearbeitung
  9. Bearbeitung auf mehrere Fotos anwenden
  10. Wie bekomme ich meine Fotos aus Lightroom

Ihr seht alleine an den Kapitelüberschriften schon, das es kein trockener Lese- oder Nachschlagestoff ist, sondern sehr praxisbezogen formuliert ist. Sam erklärt jeden Schritt nicht nur in einfachen verständlichen Worten, sondern untermauert nahezu jede Erklärung mit entsprechenden Bildbeispielen oder Screenshots aus der Software. So kann sich der Leser das Buch wirklich neben die Tastatur legen und jeden einzelnen Schritt direkt im Lightroom nachvollziehen. Sam verwendet Windows als Betriebsystem aber das ist bei Lightroom ja kein Hinderungsgrund für Mac User, da Lightroom zu 100% identisch funktioniert, egal ob Ihr Mac OS X oder Windows als Betriebsystem darunter habt.

Auf dem Cover steht als Subtitle „Bilder leicht bearbeiten und verwalten. Eine Einführung in Lightroom 4.“. Ich persönlich finde es ist mehr. Ich würde diesen Untertitel eher wie folgt wählen:

„Der rote Faden durch die Bilderwelt mit Lightroom und der Weg zu besseren Bildern die man nach diesem Buch auch schneller wieder findet!“

Sam hat es geschafft auch mir als „alten Lightroom-Hasen“ den einen oder anderen Kniff noch zu zeigen, und das in einem „Einsteiger-Buch“. Er geht nicht auf alle Funktionen von Lightroom ein, sondern konzentriert sich meines Erachtens eher auf die Praxis und den Workflow vieler Fotografen und Einsteiger. Damit sind die 264 Seiten nicht unnötig mit Ballast versehen den die wenigsten wirklich brauchen.

Fazit: Für Menschen die noch nicht angefangen haben Ihre Bilder in Lightroom zu ordnen und zu entwickeln oder diejenigen User die schon angefangen haben mit Lightroom aber nicht warm geworden sind mit der Software, dennoch von anderen ständig hören wie zufrieden diese mit Lightroom sind, genau diese Anwender sind die Zielgruppe für dieses Buch. Genau diese werden meines Erachtens kein besseres Buch zu Lightroom finden. Wer den Workflow, die Grundidee und die Philosophie von Lightroom nach dem Buch von Sam nicht verstanden hat, der hat es nicht gelesen! Der Preis von 27,90 Euro ist absolut angemessen meines Erachtens.

Wer einen Kindle eBook Reader sein eigen nennt oder die Kindle App auf seinem Android oder iOS Tablet gerne nutzt kann Sams Lightroom Buch auch in der eBook Variante für 9,49 Euro kaufen. Es ist auch auf einem SW Kindle gut zu lesen und macht Spaß. Ich selbst stehe aber mehr auf Papierbücher bei solchen Nachschlagewerken und „Handbüchern“ und die Haptik des Buches ist 1A. Das Papier, zu dem sich Sam entschieden hat ist ein Seidenmattes Papier mit einer angenehmen Oberfläche.

Noch ein Satz an Sam: Die persönlichen Anmerkungen für Stephanie treiben mir jedes mal wieder, wenn ich das Buch in die Hand nehme ein Grinsen ins Gesicht! Superklasse gemacht! Die beiden Josts sind einfach unglaublich „cool“ und „nett“!

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

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Ein Kommentar

  1. Ach ja, das Papier – da hat die gute Beratung der Frau Melchau von der Druckerei echt geholfen! Sie hat mir sogar noch per Express Papiermuster geschickt…

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