Weiches Bokeh im Hintergrund mit dem Smartphone? Bokeh?

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Weiches Bokeh mit dem Smartphone – das geht doch gar nicht! Die Sensoren sind so klein das eine Freistellung vom Hintergrund gar nicht möglich ist.

Stimmt. Eigentlich…

Auf meinem Smartphone nutze ich gerne mal die App AfterFokus Pro für den einen oder anderen Effekt an den Bildern aus dem Handy. Generell ist es schon erstaunlich was die modernen Smartphones heute an Bildqualität liefern. Als mir einer meiner Fotofuzzy-Kumpels vor kurzem ganz Stolz von dieser App erzählte und ich ihm sagte „kenn ich schon“ war er etwas geknickt, aber mir fils dabei auf das ich noch gar nichts darüber geschrieben hatte.

Also hab ich am Wochenende mal meine beiden Töchter vor dem Berliner Brandenburger Tor mit dem Handy „geknipst“ und diese Aufnahme mal als Beispiel genommen um Euch diese App etwas näher zu zeigen. Was ein Glück waren wir letztes Wochenende in Berlin und nicht jetzt am Wochenende zum 25sten Jahrestag des Mauerfalles. Da wirds sicher „gut voll“ in der Hauptstadt. Aber nun zur App….

Erster Schritt: Bild aufnehmen!

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Zweiter Schritt: App starten 🙂

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Dritter Schritt: Hinweis und „Lern-Video“ wegklicken…

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Vierter Schritt: Den Bereich der Scharf bleiben soll mit dem weißen Stift (Fokus) markieren. Den weich zu machen Bereich, den Hintergrund (BG) mit dem schwarzen Stift markieren.

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Fünfter Schritt: Etwas Feinarbeit und Tuning der schon recht gut erkannten Bereiche. Um so homogener der Hintergrund ist um so besser funktioniert die Auto-Erkennung.

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und siehe da, die Smartphone Aufnahme sieht aus – von weitem Betrachtet 🙂 – wie aus einem 1,2er Festbrennweite Objektiv an der FullFrame Kamera. Aufwand bis hier hin etwa 1 minute!

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Die Bokeh-Effekte bzw. die Art der „Weichheit“ kann man noch mit einigen Effekten und Einstellungen anpassen nach seinen eigenen Vorlieben.

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Auch der „Grad der Weichheit“ – was für Begriffe… 🙂 – lässt sich variieren und einstellen.

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Effekte wie ColorKey oder andere Tönungen lassen sich auch anwenden, entweder auf das gesamte Bild, nur auf den Vordergrund oder auch nur auf den Hintergrund.

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Wenn man denkt man ist „fertig“ mit „anpassen“ einfach speichern. Man kann die Bilder im AfterFokus Pro als Projekte speichern und später wieder aufrufen und anpassen oder auch exportieren als „fertiges“ (oder verhunztes) JPG.

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Die Einstellungen sind Manigfaltig und man kann viel ein- und verstellen. Genau das richtige für mich, wenn die Tochter 500km Auto fährt und ich versuche mit aller Gewalt den mächtigen Akku meines Xperia Z2 leer zu bekommen auf dieser Fahrt. 🙂

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Und so sieht das im Auto recht gebastelte Bild dann aus.

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Ja, man hätte noch sauberer an den „Kanten“ arbeiten können, aber es ging mir nur eine kurze Demo einer wirkloich starken App. Man kann damit ein Bild bis zur Unkenntlichkeit ver-hässlichen 🙂 oder auch einfach nur herum experimentieren. Spaß kann es auf jeden Fall mächtig machen.

Vielleicht gefällt Euch die App ja?! Bin gespannt auf Eure Meinung dazu!

Schöne Grüße und ein schönes Wochenende Euch allen da draussen an den Empfangsgeräten

Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

p.s.: Vielen Dank an meine Freundinnen und Töchter für den netten Ausflug in die Hauptstadt und das angenehme „rumkutschieren“ – ich könnte mich wohl doch an den Beifahrersitz gewöhnen…

2 Kommentare

  1. Na komm, wirklich „geknickt“ war ich nicht. Mir wurde nur mal wieder bestätigt, dass man dir kaum was als „neu“ verkaufen kann, weil du es ohnehin schon kennst. 😉

    Aber zum Thema: Ich finde AfterFocusPro richtig gut und wenn man sauber arbeitet und den Effekt nicht übertreibt, kommt man zu tollen Ergebnissen. Wie gut das Freistellen da funktioniert ist erstaunlich.

    Für mich definitiv eine Pflicht-App auf dem Handy. 🙂

  2. Hallo Jörg,

    vielen Dank für diesen Beitrag. Es ist immer gut über den Tellerrand zu schauen und zu lesen, was man mit solchen Apps anstellen kann. Aufgrund deines Beitrages habe ich mal nach AfterFocus Pro in 500px und Flickr gesucht, um mir weitere Ergebnisse anzuschauen. Doch überzeugend empfand ich die Ergebnisse alle nicht. Enweder wirken die freigestellten Objekte ausgeschnitten und nachmontiert, oder ich sehe auf den ersten Blick, ab welcher Ebene die Unschärfe „eingefügt“ wurde.

    Mir ist bewusst, dass ich jetzt Äpfel mit Birnen vergleiche! Doch wenn ich mir dein Ausgangsbild anschaue, stellt sich mir die Frage: Was ist mir an solchen Bildern wichtiger? Ist mir meine Zeit nichtig genug, um Smartphonebildern mit diversen Apps und Nachjustierungen, einen (foto-)künstlerischen Anstrich zu geben? Oder sollte ich es einfach so speichern, wie es ist und mich mit anderen Leuten darüber freuen, wenn ich wieder darüber stolpere. Getreu dem Motto: „Hey! Da ist ja ein Foto vom damaligen Berlinausflug. Weißt du noch, wie wir dort….“ Und bei diesen Ergebnissen spare ich mir lieber das Geld, die Zeit und unterhalte mich dafür lieber über das Erlebte.

    Gruß
    Mario

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