Warum ich den M-Modus immer mehr nutze

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Der M-Modus, von vielen gemieden, von vielen verachtet, von vielen „M“issverstanden und von mir immer mehr geliebt!

Warum das?

Ich gebe zu, dass ich den M-(manuell)-Modus bisher auch nur in Ausnahmesituationen wie Studio und Blitz, genutzt habe. In meinen bisherigen Aufnahmesituationen nutzte ich zu 95% die Zeitautomatik (A-Modus) in Verbindung mit der ISO Automatik. Damit bin ich auch immer sehr gut gefahren, so lange man die ISO-Automatik mit den längsten Verschlusszeiten einstellen kann. Leider ist es nicht bei allen Kameras der Fall, dass man z.B. eine 1/160stel als langsamste Verschlusszeit einstellen kann bevor es einen weiteren ISO-Schritt nach oben geht in der ISO-Automatik. Da ich die Bildgestaltung sehr gerne mit der Blendensteuerung steuere, mich aber auf sichere Verschlusszeiten verlassen möchte, ist für mich der M-Modus die richtige Automatik. Klingt bissi schräg, einen vollmanuellen Modus als Automatik zu bezeichnen‘ ist aber so.

Ich stelle meine Kamera, in diesem Falle eine Sony A7R so ein:

ISO-Automatik: ISO 100 bis 6400
Blende: je nach Gestaltung, am liebsten gaaaaaanz weit auf
Verschlusszeit: je nach Licht und Objektive und Motiv, sehr gerne eine 1/160

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Im Elektronischen Viewfinder (EFV) sieht ja man direkt die fertige Belichtung, so dass man direkt sieht wenn die Verschlusszeit zu langsam ist weil zu viel Licht für die langsamste ISO (100) vorhanden ist und es dadurch eben „zu“ hell wird im Sucher.

Wichtig für mich ist bei der „M-Automatik“ das ich im Sucher die jeweils gewählten Einstellungen alle inklusive der verwendeten ISO direkt sehe und so den Überblick behalten kann. Nur so habe ich die komplette Kontrolle (da stehe ich total drauf!) und dennoch die Geschwindigkeit einer guten Automatik. Für Kameras mit elektronischem Sucher ist das für mich mittlerweile die liebste Einstellung.

Für meine „alten“ und „schweren“ Nikons mit „Klarglas-Sucher“ ist mir die Zeitautomatik immer noch lieber da ich im Sucher die „fertige“ Belichtung eben nicht sehe. Das ist aber nicht tragisch, da ich bei diesen Kameras die langsamste Verschlusszeit in der ISO-Automatik einstellen kann. Das bedeutet, für diejenigen die das noch nicht kennen oder nutzen, das die Kamera so lange die Verschlusszeit selbst wählt bis das Licht für eine 1/160stel nicht mehr reicht in der  (z.B.) ISO Stufe 200 und dann eben nicht unter den Wert 1/160stel geht (auf 1/125stel) sondern eben die ISO Stufe anhebt auf die nächst höhere, in dem Falle die ISO 320 und so weiter. Das ganze geht dann bis (in meinem Falle ISO 8.000). Wenn dann das Licht nicht mehr ausreicht, dann erst geht die Kamera mit der Verschlusszeit unter die gewählte 1/160stel Sekunde und übersteuert meine Einstellungen/Rahmenbedingungen. Aber diesen gesamten „Prozess“ sieht man (in guten Kameras) im Sucher in den angezeigten Einstellungen.

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Und wie macht ihr das? Was sind Eure bevorzugten Einstellungen, also die an den Kameras, nicht die zum allgemeinen Leben? 🙂

Bin gespannt auf Eure Kommentare!

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

7 Kommentare

  1. Ich mach das ähnlich mit meiner Canon 1D Mark IV.

    Wähle den Blendenmodus, ISO Automatik und über das Menü ist die Verschlusszeit festgelegt. So kann ich ich auch die Belichtungskorrektur nutzen. Andersherum geht das genauso wenn ich den Zeitmodus wähle wird über das Menü die Blende eingestellt. Grundsätzlich bewegt sich die ISO-Automatik natürlich in den von mir eingestellten Grenzen.

    Das ist schon eine feine Sache was die heutigen Kameras da können.

  2. Ich mag M, es zwingt zum Nachdenken. ISO-Automatik hab ich noch nicht, da ist meine Kamera zu alt… 😉 Meistens ändern sich Lichtverhältnisse gar nicht so schnell wie man immer denkt. Zeit/Blende einstellen und dann aufs Fotografieren konzentrieren geht da also ganz gut. Zwischendurch nen kurzen Blick aufs Histogramm in der automatischen Nachschau und ich sehe sofort ob was aus dem Ruder läuft und ich gegensteuern muss. Und die Lichtwaage im Sucher hat man ja auch immer noch.

    Ansonsten nutze ich mittlerweile relativ häufig wieder AV in Situationen wo die Lichtverhältnisse sehr schnell wechseln, wobei ich dann eben notfalls schnell mal die ISO hochdrehen muss.

    LG Uwe

    P.S.: Welches Plugin macht bei Dir im Seitenfooter die Flickr-Einbindung?

  3. Och eigentlich die Zeitautomatik. Hab mit der D7100 auch die Iso Automatik schätzen gelernt.

    Und dann gibts Momente da ist dann doch ein Histogramm zur Prüfung das Beste und von daher ist die M-Einstellung durchaus (Reportage und Blitzeinsatz als auch Stativgebundene Einstellung) eine logische Wahl

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