Warum eine Sony NEX 7 und keine „dicke-Hose-Leica-M9“ mehr? (Systemkameravergleich)

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Nex 7 Ausrüstung - das Urlaubsset

Ich wurde in den letzten Wochen öfter gefragt, warum ich eine Nex 7 nutze und so gerne erwähne in den Social Medias und warum man von meiner Leica M9 nichts mehr liest. Nun, das eine etwas längere Geschichte. Aber wir haben ja Zeit…

Wo fange ich am besten an? … Ihr wisst ja das ich schon seit geraumer Zeit gerne verschiedene Systemkameras einsetze, weil mir die schweren Nikons (D700/D3/D3s) einfach oft zu groß, zu schwer und vor allem zu auffällig und protzig sind. Meines Erachtens muss es auch nicht immer dieser Speed, diese Robustheit und diese Materialschlacht der großen DSLRs sein um gute Builder zu machen. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, das mich persönlich, die Unbeschwertheit von Systemkameras zu anderen Bildern führt. Aber das war ja nicht das Thema, es soll ja darum gehen, warum die Nex 7 meine verwendete Systemkamera ist.

Ich hatte bisher an Systemkameras schon im Einsatz in den letzten Jahren:

  • Olympus E-P1
  • Olympus E-P2
  • Olympus E-PL1
  • Nikon V1
  • Sony Nex 5n
  • Sony Nex 7
  • Leica X1 (ist das eine Systemkamera?)
  • Leica M9

Welche haben es „überlebt“ bei mir und sind noch in meinem „Fuhrpark“?
Nur noch die Nikon V1 und die Sony Nex 7!

Warum die anderen nicht?
Nun das ist eigentlich egal. Ich möchte die Frage umdrehen und lieber die Frage beantworten warum die V1 und die Nex 7 noch bei mir sind. OK?

Also die Nikon V1 ist eine extrem kleine und extrem schnelle Kamera. Der große Vorteil der V1 ist der Speed und die absolute Lautlosigkeit. Die habe ich sehr lieben gelernt in der Woche in Abu Dhabi im April 2012 und dort Ihren Speed bei JetSki Races zu schätzen gelernt und die Lautlosigkeit bei Hochzeiten in Kirchen wo Fotografieren untersagt ist. Da man die Kamera null, also gar nicht hört und noch dazu durch ihre geringe Baugröße gar nicht auffällt, kann man damit noch Bilder machen wo es mit anderen Kameras eben nicht geht, weil untersagt. Die Bildqualität ist, trotz des sehr kleinen Senors wirklich beachtlich gut.

So nun zur Nex 7. Die 7er Nex löste bei mir zwei Kameras ab, nämlich die begehrte und geliebte Leica M9 und zugleich die Sony Nex 5n.

„Argh, Du hast die M9 abgegeben???“

Ja, habe ich! Jetzt isses raus… Ich habe lange mit mir gerungen und mich dazu entschlossen die M9 nicht als Statussymbol zu halten obwohl ich sie immer weniger genutzt habe. Ich brauche eine Kamera nicht als Ersatzbefriedigung oder Verlängerung des Egos, sondern es sind nach wie vor für mich Werkzeuge! Die Art zu fotografieren mit einer M ist was ganz anderes und diese Art habe ich schätzen gelernt. Leise, Unauffällig und bedacht zu fotografieren und das gepaart mit tollen Objektiven und der Manuellen Fokussierung – einfach was besonderes! Aber geht das nur mit der M9? NEIN! Das geht mit der Sony Nex7 – ich möchte sagen genauso gut, wenn nicht gar noch besser! Das Klappdisplay der Nex 7, die Kontrastanzeige und die Kantendarstellung bei der manuellen Fokussierung mit den tollen Leicalinsen an der M7 und die sehr hohe Bildqualität, auch bei höreren ISOs machen die Nex 7 für mich zu einem echten Leica M9 Killer. Nun, es macht nicht mehr so eine „dicke Hose“ eine digitale Sony Knipse aus Japan um den Hals hängen zu haben wie eine teure Leica M9 aus DE, aber die Ergebnisse sind nun mal nicht schlechter. Auch hier möchte ich behaupten sogar noch besser. Die Nex 7 hat zwar einen Crop Sensor (Faktor 1.5) und keinen FullFrame wie die M9 aber dafür andere schicke Möglichkeiten, wie Video, Panoramafunktionen und eben das extrem gute Klappdisplay. Wer von Euch meine Reviews zur M9 verfolgt hat weiß wie sehr mich das Display der M9 immer gestört hat. Das ist eine absolute Frechheit die Leica da abgeliefert hat mit diesem miesen Display, mit dem man weder die Farbe, die Kontraste und schon gar nicht die Schärfe einer aufgenommen Aufnahme beurteilen kann, weil die Display Auflösung so miserabel und die Farbdarstellung so daneben ist wie man es sich kaum vorstellen kann. Ich gehöre allerdings, zum Glück noch nie, zu den Leica-Jüngern die sich das so schön reden in dem sie sagen „an den Analogen hatte man auch kein Displays und brauche es nicht um gute Fotos zu machen….“. Das liebe Leute ist Quatsch! An der Nex 7 ist das Display eine wahre Wonne. Hochauflösend und ich möchte behaupten sogar nahezu farbecht und auch in der prallen Sonne noch zu benutzen. Durch das nach unten und nach oben Kippen ist die Kamera dadurch in vielen ungewohnten Positionen sehr gut zu nutzen. Der Sucher der Kamera ist einer der besten „Video-LCD-Sucher“ die ich je gesehen habe. Er ist sehr hell und sehr hochauflösend, so das man sogar manuelle Fokussierung mit dem Sucher, auch als Brillenträger, sehr gut beurteilen kann, ob die Schärfe da sitzt wo sie sitzen soll.

Der Akku der Kamera hält so geschätzte 250 bis 300 Bilder und ist damit für einen ausgedehnten Tagesausflug gut zu gebrauchen. Die Nex 7 nutzt SD Cards als Speicher und ich nutze darin eine 32GB SD von Transcend.

Das Gehäuse der NEx 7 ist aus Metall und extrem wertig verarbeitet. Die beiden obigen Räder kann man einstellen und für, wie z.B. bei mir Blendeneinstellung und Belichtungskorrektur konfigurieren.

Die Nex 7 hat einen ausklappbaren Blitz, der sehr weit nach oben ausklappt um Abschattungen von den Objektiven zu vermeiden. Einen vollwertigen Blitzschuh hat die Nex 7 auch. Manko daran: Es ist ein Sony-Minolta Blitzschuh die nicht dem Standard ISO Blitzschuh entsprechen, aber da gibt es 10 Euro günstige Adapter im Netz zu bestellen.

Die Nex 7 nimmt, wie die anderen Systemkameras auch, auch im RAW Format auf und kann auch RAW und JPG gleichzeitig aufzeichen. Die JPG Engine der Nex 7 ist wirklich brauchbar und die JPGs „Out of the Cam“ sind schon sehr gut und brauchbar. Dennoch gehöre ich zu den „Ich shoote RAW“-Knipsern und bearbeite alle meine RAWs in Lightroom. Lightroom 4 kommt mit den 24MP Files die alle so um die 23,5 bis 24,5 MB groß sind, sehr gut zurecht und das auch auf meinen mit nur 4GB bestückten Ultrabook U772.

Oft wird die Frage nach den Objektiven des Nex System gestellt und bemängelt es gäbe nicht genug. Nun, das kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen, denn mir fehlt wirklich nichts! Rein gar nichts.

Ich nutze:

  • Sony Zeiss SEL 24 1.8: eine geniale Linse, schnell, scharf und handlich und lichtstark! Nachteil: Preis!
  • Sony SEL 16 2.8: Das Pancake Weitwinkel. Brauchbar,nicht rattenscharf aber gut nutzbar und sehr klein und handlich. Vorteil: Via Aufsatz VCL-ECU1 zum Ultraweitwinkel zu machen und via Aufsatz VCL-ECF1 zum FishEye umzuwandeln mit immer noch brauchbarer Qualität, trotz 24MP Auflösung an der Nex 7.
  • Sony SEL 18-200 OSS 3.5-6.3: Das AllRound Urlaubs-Super Zoom. Nicht handlich, nicht billig, nicht lecht, aber dennoch genial universell. Bildqualität für ein „Superzoom“ sehr gut. Optisch ist es dem sehr guten Nikon 28-300 VR am FullFrame in nichts nachstehend und wirklich sehr gut auf Reisen einsetzbar.
  • Sony SEL 30 Makro 3.5: Quasi, das Universal Makro – das auch schon bei Offenblende sehr scharf ist.
  • Sony SEL 50 OSS 1.8: Die Portraitlinse die wunderbar scharf ist und schön freistellt. Manko: Keins!
  • Sony SEL 18-55 3.5-5.6 – die Kitlinse: die war im Kit dabei uns ist in Sachen Verarbeitung allen Canon und Nikon Kit Objektiven deutlich überlegen und auch optisch wirklich brauchbar.

Also wirklich, was fehlt da? Noch dazu gibt es mittlerweile einige Fremdanbieter wie Sigma, Tamron und auch Walimex die neue Linsen für das E-Bajonett von Sony für die Nex anbieten.

Ich adaptiere meine beiden Lieblingslinsen von Leica gerne via dem Novoflex Adapter an die Nex und bin damit mit dem 35er Summicron ASPH und dem 75er Summarit auch hochgradig zufrieden. Der Novoflex Adapter ist genau so hochwertig verarbeitet wie die Leica Linsen und macht sehr viel Spaß an der Nex 7. Auch eine absolute Kaufempfehlung. Diese Adapter von Novoflex, auch für andere Linsen kauft man am besten bei ISARFOTO, meinem Händler des Vertrauens!

Alternativen zur Nex 7?

Nun, der Markt der Systemkameras boomt ja ohne Ende im Moment und das finde ich sehr gut, denn Wettbewerb ist für uns als Anwender nur von Vorteil in Sachen Preis und technischem Fortschritt.

Fuji?
Da wäre zum Beispiel die Fuji X-Pro1. Gefällt mir sehr gut was ich von dieser Kamera bisher gesehen habe an Bildqualität. Aber da fehlen mir im Moment noch die Objektive, insbesondere ein „Urlaubs-Zoom“. Dann der AF der nicht wirklich schnell und leider auch nicht so zuverlässig ist – im Vergleich zur Nex 7 – der mich noch vondieser Kamera abgehalten hat. Das Design dieser Kamera hingegen finde ich großartig!

Olympus?
Dann hätten wir da noch die neue Olympus OM-D. Die Kamera im Retro Look der alten OM Serie von Olympus. Tolle Kamera – und sehr viele Objektive die man mittlerweile für das mFT System bekommt. Was mich davon abhält ist der Crop Faktor 2.0, der meine Leica Linsen zu Linsen macht die mir von der Brennweite keinen Sinn mehr machen. Ansonsten bin ich nach wie vor ein Olympus Fan und halte das mFT System von Oly für ein sehr gutes und ausgereiftes.

Nikon?
Die Nikon V1 und J1 sind auch noch im Reigen der Systemkameras wieder zu finden aber m.E. nicht vergleichbar und eher in der Lücke zwischen Kompaktkameras und Systemkameras angesiedelt. Durch den Cropfakor von 2.7 auch zum Adaptieren von alten manuellen Linsen nicht wirklich geeignet. Noch dazu fehlt den beiden Nikons die Belichtungsmessung beim adaptieren von manuellen Leicalinsen.

Was ist mit Leica?
Nun die Leica X2 hat keinen Sucher. Die Leica M9 kein brauchbares Display und die Leica Monochrom kann eh nur ein Scherz sein mit dem Leica m.E. seine Kunden schick und nett übers Ohr haut. Wenn Leica eine M10 herausbringt, die ein brauchbares Display im Gehäuse hat, das noch schwenkbar oder klappbar sein wird, LiveView kann und eine Videofunktion hat und das ganze für unter 6k Euro anbietet, dann komme ich als Leicafreak wieder zurück. Bis dahin beschränke ich mich bei Leica auf meine geliebte Leica M6 und die Leicalinsen an der Sony Nex 7.

Andere?
Panasonic wäre da noch zu erwähnen. Die haben ja gerade aktuell Ihre G3 durch die G5 aktualisiert. Auch tolle Kameras mit schicken Features, aber die selben Crop Faktor Argumente wie bei der Olympus OM-D.
Pentax hat auch noch Systemkameras und Samsung ebenso,aber die beiden habe ich irgendwie gar nicht auf dem Radar. Da kann ich tatsächlich zu beiden Systemen rein gar nichts sagen.

Sony hat doch noch andere Nex´e im Programm. Was ist mit denen?
Die Nex 5n hatte ich ja zuvor, vor der Nex 7 im Einsatz. Eine tolle Kamera, die vom Gehäuse her noch ein kleines bisserl handlicher und kleiner ist, der aber der eingebaute Blitz und der Sucher fehlen und das Gehäuse nicht diese hochwertige Metallausführung ist wie bei der Nex 7. Ansonsten ist die 5n von der Bildqualität der Nex 7 nichts nachstehend und die 16MP der 5n sind m.E. genauso ausreichend und es müssen nicht zwingend die vollen 24MP der Nex 7 sein. Wer also auf den Blitz und den Sucher verzichten kann und will, macht mit der 5n auch nichts verkehrt.

Also – nun zusammenfassend – warum also die Nex 7?

  • Ausgezeichnete Bildqualität
  • „Nur“ Crop Faktor 1.5 und nicht 2.0 wie bei den mFT Systemen
  • Klapp- und Kipp Display
  • genialer Sucher
  • Kantenanhebungsdarstellung im Sucher und auf dem Display bei MF Linsen
  • extrem hochwertiges Gehäuse
  • Display und Sucher
  • alle benötigten Objektive im Portfolio
  • gute Videofunktion
  • Starke Auflösung mit 24MP
  • Rauschverhalten bis ISO1600 sehr gut und bis 3200 noch gut nutzbar

Was nehme ich in den Urlaub oder zum „ungeplanten“ Shooting alles mit? 
Nun, das sind eigentlich immer folgende Teile:

Demnächst, nach dem Urlaub werde ich mal ein ganzes Portraitshooting mit der Nex 7 und dem 50 1.8 machen und Euch darüber dann berichten.

Nun, das war jetzt doch eine Menge mehr an Text als ich vorhatte zu tippen, aber im Urlaub hat man eben mehr Zeit zum schreiben und erzählen… in diesem Sinne –

liebe Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

p.s.: Das Teil unter der Nex 7 ist ein L-Winkel von Really Right Stuff aus USA, mit dem ich die Kamera hochkannt und quer sehr schnell auf meine Stative adaptieren kann und die das ganze Kamerasystem auch noch zusätzlich schützt bei „Remplern“.

p.s.: Ich vermisse die M9 nicht! Das Leica M System halte ich nach wie vor für ein ganz besonderes System das ich auch nach wie vor schätze und analog nutzen werde!

20 Kommentare

  1. Fetzt, keine Nostalgie nur purer Pragmatismus.
    Weiter so Jörg!
    Geniesse den Urlaub mit der NEX, wird ja sehr wahrscheinlich ihr letzter sein. 😉

    Bin gespannt, was die Nächste dann bietet.

    Viele Grüsse und schönen Urlaub.
    Thomas

    1. Ich empfange Schwingungen Sir! 🙂

      Für Nostalgie habe ich die Leica M6 und die Hasselblad 6×6 – das mehr als genug „Romantik“ in der Fotografie 🙂

    2. Für Angie aus Facebook, hier noch ein Screenshot in der 1 zu 1 Ansicht eines heute gemachten Bildes mit der Nex 7 und dem Sony SEL 18-200 OSS bei Offenblende.

      >>> KLICK <<< Ich hoffe das hilft Dir?!?

      1. Der Daniel aus Facebook fragte mich:

        Wie ist die sony denn von der geschwindigkeit im vergleich zu einer D700? Natürlich soweit man dies vergleichen kann.

        Nun, lieber Daniel, da tue ich mir schwer obwohl ich beide Kameras ja selbst habe und reichlich nutze. Irgendwie kann man das schon vergleichen miteinander. Ich sags mal so, gefühlt und keine „Laborergebnisse“: Wenn man an der Nikon D700 das 28-300 VR dran macht, was wir sehr gerne nutzen in dieser Kombination ist der AF auch keine „Sportskanone“ mehr und ist mit dem AF des Sony SEL 18-200 OSS an der Nex 7 gefühlt identisch schnell/Langsam. Wenn man das 50 1.8 an der Nex 7 mit dem 85er Nikon 1.8 AFS vergleicht würde ich gefühlt behaupten ist die Nikon Kombination bei gutem Licht 10% schneller, bei schlechtem Licht bestimmt 40% schneller. Das 24-70 2.8 an der D700 ist wesentlich schneller als das 18-55er an der Nex 7.

        Hilft Dir das so in etwa?

        1. Alexander aus Facebook fragt:

          Geiler Bericht Jörg!! Sag mal könnte so eine SystemSony eine 5D ablösen, oder ist dass Wunschdenken von mir?

          Tja Alexander, diese Frage kann ich mit einem entschiedenen VIELLEICHT beantworten. Die Bildqualität ist sicher an der Nex 7 in allen Belangen besser als an der Canon 5D – wenn wir von der MK I(1) sprechen. In Sachen Geschwindigkeit kommt es wirklich drauf an was Du damit machen willst. Wobei die Seriengeschwindgkeit der Nex 7 sicher auch nicht langsamer ist, als an der 5D 1. Die hat auch „nur“ 3 Bilder pro Sek. gemacht, oder?

          Also kurzum: Ich denke das könnte man auf einen Test ankommen lassen!

          Ich frage aber mal andersrum: Was versprichst Du Dir von dem Wechsel?

  2. merci fuer das foto. ist schon genial was die nex so leistet.
    hoffe du hast meinen kommentar nicht missverstanden von wegen der objektivitaet .. viele meinen dann „nur“ noch hinter den produkten stehen zu muessen..nicht das einer denken koennte der kauf war eine fehlentscheidung. ist mir bei einem sehr guten freund passiert .. ich stieg mit dem iphone aus und er hat es mir richtig uebel genommen.. vonwegen millionen von usern koennen sich nicht irren. das war krank!
    wenn meine haende wieder richtig funktionieren (sehnenop) dann schaue ich mir die 7 auf jedenfall mal an.
    dickes danke noch mal. und noch viel spass on holiday.

  3. Schöner Bericht. Obwohl mir die eigene Erfahrung mit der Leica fehlt (etwas rumspielen mit der Kamera kann das tatsächliche Nutzen über wenigstens ein paar intensive Tage nicht ersetzen) kann ich deine Schlussfolgerungen und Präferenzen sehr gut nachvollziehen.

    Ich sehe es genau so.

    Persönlich nutze ich seit längerem die Sony NEX 5n und lasse immer mehr die EOS 7D daheim. Bin allerdings sehr gespannt, ob (oder besser wann – in 5 Tagen vielleicht bereits schon?) und in welcher Ausprägung Canon das Feld der kompakten Systemkameras betritt. Denn so gut die 5n und 7 sind, in Punkto Menüsteuerung und Systemausbau kann sich Sony doch noch die eine oder andere Scheibe von Canon oder Nikon abschneiden. Ist in vielen Dingen diesen arrivierten Firmen mit ihrer Sorge um Kannibalisierung der eigenen DSLR-Linien aber auch um Längen vorraus.

    Die Fuji ist meines Erachtens keine wirkliche Alternative: Sie vergibt ohne Not den Vorteil der möglichen Kompaktheit und hat doch das eine oder andere „Problem“ bzgl. AF und Co.

  4. Hallo Jörg,
    stimme mit Deiner Einschätzung Nex-7 bis auf Weitwinkelfotografie überein.
    Suche hierfür eine Lösung. Möglichkeiten Zeiss 2,8/15mm ZM, 3500,- Euro
    unförmig, aber wahrscheinlich beste Bildqualität. Voigtländer 5,x/12mm
    für analog gerechnet, verliert 2 Blenden zu den Bildrändern. Sony 16mm
    gut für immer dabei und Knipsbilder, aber für anspruchsvolle Architekturfotos,
    die mit dem in der Nex-7 verbautem Sensor möglich sind, nicht so geeignet.
    Das ist was der sony Nex-7 fehlt. Ein hochwertiges dem Rest der Kamera und für digitale Fotografie gerechnetes Weitwinkelobjektiv, als Ergänzung für z.B. vorhandene Leica Objektive welche dem Cropfaktor zum Opfer gefallen sind.
    Wäre, falls ich etwas übersehen habe, für jeden Hinweis dankbar.
    Mal sehen was Fotokina bringt.

  5. Tja, ganz so wie wir es schon besprochen hatten. Ich finde es gut, dass du nun auch zur NEX-7 gefunden hast. Ich nutze sie ja schon seit der ersten Stunde und habe mich im Herbst 2011 gegen eine M entschieden – aus genau den Gründen, die du hier aufzählst. Ich empfehle dazu auch meinen Artikel in der VIDOM 103, den du sicher inzwischen auch kennst.

    Zum Thema 5D oder NEX-7?: Ich nutze beide Kameras und gerade die Kombination scheint mir perfekt.

  6. Gerd: Walimex 14mm, Tamron 17mm, Tokina 17mm… Hauptsache SLR-Objektiv. Da gibt es auch keinen colour-shirt.
    Ich stimme aber Jörg zu: das 16er Sony mit WW-Konverter ist doch klasse!

  7. Hallo Jörg,
    interessanter Bericht.
    Vielem kann ich folgen. Aber eine M9 hätte ich glaube ich nicht geopfert…
    Meine M8.2 behalte ich auf alle Fälle nebst Objektiven.
    2 Dinge, die mich bei der Nex7 „narrisch“machen. Wenn Sonnenlicht schräg von hinten kommt funktioniert bei mir als Brillenträger die automatische Display/Sucher Umschaltung sehr schlecht. Das heißt, ich schau durch den Sucher und schwups ist es dunkel…
    Das 2. das in meinen Augen chaotisch, unlogische Menü( vielleicht fotografiere ich schon zu lange mit Leica und Canon und besitze auf Grund meines „extrem hohen Alters“ von Ü50 nicht mehr die nötige geistige Flexibilität.)

    Aber ansonsten muss ich dir in den meisten Belangen Recht geben.
    Ist eine tolle Kamera mit viel Potential.

    Bin gespannt, was du in einem Jahr zur Nex schreibst.

    1. Mit der Sucherumschaltung (bin auch Brillenträger) musste ich auch erst richtig üben. Das geht jetzt wunderbar wenn ich die Nex wesentlich näher an die Brille und damit ans Auge drücke.

      An das Menü finde ich, gewöhnt man sich sehr schnell, bzw. braucht es eigentlich auch sehr selten. Ich nutze bei 99% meiner Aufnahmen den A Modus und alles andere wie ISO, Blende und Belichtungskorrektur habe ich auf den Rädern liegen.

      Nächstes Jahr? Bin ich auch gespannt :-).

    1. Das geht gut in die 5er Retrospective von Think Tank rein. Ich nutze aber (die im Beitrag verlinkte) Freitag F11 Lassie sehr gerne auf solchen Touren.

  8. Wenn Du so auf das adaptieren der Leica Linsen stehst solltest Du mal die Ricoh GXR ausprobieren. Die Lensoren sind für sich schon unglaublich gut und das Leica M-Modul steckt die Sony, dank spezieller Mikrolinsen und abwesendem Filteraufbau, locker in die Tasche.
    Rainer

  9. Sehr fairer Bericht. Ich hab ihn gut gelesen, ehe ich mir gestern die Sony NEX-7 geholt habe. Und heute habe ich meine diversen Leica-M-Objektive mal dran geschraubt an ausprobiert. Mit den Ergebnissen bin ich mehr als zufrieden (siehe hier: http://www.czyslansky.net/?p=7826). Insbesondere konnte ich keine Magentastiche bei Weitwinkelaufnahmen feststellen, wie dies verschiedentlich berichtet wird. Ich vermute, dass Sony inzwischen die Software nachgebessert hat. Aber niemals wird die Sony meine M8 ersetzen. Dazu ist mir die Funktionsvielfalt zu groß. Die M-acht erlaubt ein konzentrierteres Arbeiten, mehr Sehen statt Denken. Gerade weil sie so reduziert in ihren Funktionen ist. Aber es gibt einfach Einsatzzwecke, in denen die gute alte M versagt. Dass das ausgerechnet in Available Light-Situationen ist, war mir heute eine neue Erfahrung: dass die Sensoren resp. ihre Software heute so gut sind, hätte ich nicht erwartet.

  10. Hi Jörg, habe wieder einmal Deinen Bericht gelesen. Ich bin umgestiegen von der Canon 7D mit allerhand Objektiven (im Rucksack über 8.6 Kl.) auf die NEX-7 weil mir das ganze schon zu schwer wurde, bin über 70 Lenze. Zur NEX-7 habe ich das 18-200, f1.8 50mm, 30mm Macro, 16mm mit dem WW Vorsatz. Wo das 16mm nicht 100% Bildqualität ist, hilft mir das DxO Bildbearbeitungsprogramm weiter, übrigens ein TOP Programm. Den Umstieg habe ich nicht bereut. Bilder sind auf meiner Webseite zu sehen, – obwohl da auch immer wieder Bilder gemacht mit anderen Kameras auftauchen.
    Alles Gute und Gut Licht wünscht Ihnen Roland

  11. Hi Jörg, bin ganz Deiner Meinung! Die NEX-7 ist eine Top Kamera und ich bin wirklich sehr zufrieden. Verwende das Sel16 mit WW Konverter, das Sel 50 und das Sel 18-200. Zum Sel 16 wäre zu sagen das es bestimmt kein Objektiv für Architekten ist, aber es geht – speziell wenn man noch nachbearbeitet. Das Sel 30 Makro hatte ich, aber man muß zu nahe and das Objekt, – da würde ich mir ein längeres Makro wünschen. Ich hatte lange eine Canon mit allen möglichen Objektiven und Zubehör dass dann 5,5 kl im Rucksack machte und da ich auch nicht mehr der Jüngste bin, habe ich mich von dem „Gewicht“ gelöst und bin voll zu Frieden. Ein 4 teiliger NEX-7 Bericht ist auf meiner Webseite zu lesen, http://www.foto-roland.com.
    Gut Licht, Roland

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