„WANN MACHT IHR DAS EIGENTLICH ALLES?“ (341)

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„Sagt mal, wann macht Ihr das alles? – Ihr habt doch auch noch einen „normalen“ Job – oder?“

Das sind wir gestern wieder mal gefragt worden bei einem sehr schönen Fotospaziergang mit einer zabuberhaften Person vor der Kamera. Wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich ie Frage so richtig auch nicht beantworten und habe gestern Abend noch sehr lange darüber nachgedacht. Die Frage,

„Warum macht Ihr das eigentlich nicht Hauptberuflich?“,

kommt auch immer wieder und diese beiden Fragen möchte ich Euch mal in diesem Blogbeitrag beantworten.

Nun, andere gehen jede Woche zig Stunden ins Fitness Studio, auf den Golfplatz, auf den Tennisplatz, basteln an Ihrer Modelleisenbahn, lesen Unmengen an Büchern oder schrauben jeden Abend bis in die Nacht an Ihrem Oldtimer. All das mache ich null und gar nicht. Das letzte Buch das ich gelesen habe war ein Fotobuch mit vielen Bildern und das letzte Buch ohne Bilder habe ich zwangsweise in der Schule gelesen. Einen Oldtimer habe ich nicht, Fitness Studio brauche ich nicht, habe ja eine schwere Nikon zu stemmen und den Golfsport habe ich direkt nach der Platzreife wieder abgelegt, da dieser für mcih persönlich nicht in Einklang mit der Familie zu bringen ist/war, was bei der Fotografie ganz anders ist. Da mein Frauchen die Leidenschaft der People Fotografie mit mir teilt und die Kinder uns sogar unterstützen ist das wirklich unsere Leidenschaft die wir gerne und ständig im Kopf haben.

„Ist das nicht stressig nach der Firma Abends Termine wahrnehmen zu müssen? Hochzeitsvorbesprechungen, Familienbildershooting, Paarshootings und ganz sicher unzählige Stunden am Rechner für die Korrespondenz und die Blogs und Bilderbearbeitungen? Dein Job nimmt doch sicher auch 40h bis 50h in Anspruch jede Woche…“

Das stimmt, mein Job „bindet“ mich jede Woche zwischen 40h und manchmal sogar bis zu 60h. Aber genau die obigen Themen Fototermine, Blogs, Social Media, Bildbearbeitung, Aquise, Abstimmung und Hochzeiten sind der 100%ige Ausgleich zu meinem Job als Marketer in der IT Branche, den ich übrigens auch sehr mag und nicht aufgeben möchte und werde! Genau dieser Ausgleich sorgt in mir selbst zu einer fast 100%igen Ausgewogenheit, so wie bei den Oldtimerschraubern die nach der Firma Rost und Öl brauchen um Abzuschalten und Ihre „Waage“ der Persönlichkeit wieder in die gerade zu bekommen.

„Warum macht Ihr das nicht Hauptberuflich?“

Ganz einfach weil ich meinen Marketingjob in der IT liebe und die Fotografie machen möchte wann und wie ich bzw. wir es wollen und nicht weil wir es müssen um davon zu leben! Ganz einfach aber zutreffend! Wir kennen etliche Berufsfotografen die dem Burn Out noch näher sind wie ich es jemals war, weil sie genau so unter Termindruck und Stress leiden wie ich es im Hauptjob tue. Und genau das möchte ich, stand heute, nicht in meiner Leidenschaft der Fotografie durchmachen.

„Aber Ihr seid so erfolgreich damit….“

Nun, das ist immer eine Frage der „Erfolgsmessung“ und woran man das festmacht. Wir sind nicht unzufrieden mit der unglaublich großen Nachfrage nach unseren Fotodienstleistungen und das erfreut uns sogar so sehr, dass wir teilweise gar nicht mehr aufhören können zu grinsen, aber uns geht es immer noch um den Spaß und die Menschen vor der Kamera und nicht um das schreiben von Rechnungen oder volle Auftragsbücher. Genau deswegen sind wir genau so unterwegs wir wir es jetzt sind, mit einem Hauptjob der Spaß und Erfolg mit sich bringt und zum Ausgleich der Peoplefotografie und den Hochzeitsemotionen die mich/uns zum „Brennen“ bringen und unseren Spaß im Leben bedeuten!

So, jetzt wisst Ihr bescheid – oder?

Achso, ich wünsche Euch einen schönen Samstag und ein schönes Wochenende

Euer Jörg

p.s.: Ein Tipp an alle die mit Ihren Fotos Geld verdienen möchten: Geht es entspannt an, bleibt Euch selbst treu und macht nur das was Euch Spaß macht in Eurem Style, dann werdet Ihr mit einer offenen und ansprechenden Art ganz automatisch Kunden und nette Menschen vor die Kamera bekommen die sich gerne von Euch fotografieren lassen. Verbiegt Euch nicht und bleibt Euch selbst Treu!

Fotofuzzynachtrag:
Aufgenommen mit Nikon D700 und Sigma EX 70-200 2.8 EXII auf Gitzo-Einbein

3 Kommentare

  1. Guter Beitrag. Man merkt euch wohl genau den Unterschied an – „ihr wollt“ und nicht „ihr müsst“. Allerdings sehe ich die Gefahr, dabei eben nur noch zwei Dinge zu tun – Job und Foto. Das Schöne ist ja, dass das alles von jedem individuell dosiert werden kann. Ich möchte z.B. auf meinen Oldtimer und die Chance auf kreatives freies Fotografieren nicht verzichten – das „kostet“ dann eben auch ein paar kommerzielle Fotos. Auch meine Familie teilt meine Leidenschaft nicht, noch ein paar Fotos weg. Die Wege sind vielfältig, aber warum sollte ich bei anderen Parametern darin nachzueifern, es so zu machen wie ihr? Jeder kann es ja so gestalten und so viel Gas geben, wie es passt. Das ist ja das Schöne 🙂 – macht weiter so!

  2. Warum nur eine tolle Sache machen, wenn man mehrere machen kann?

    Vor allem habt ihr so die Wahl: wenn irgendeine Sache sich mal doch verändert, anstregend wird, nervt, … dann lasst ihr sie halt.
    Wer sich dagegen krampfhaft auf ein Ding konzentriert, muss sich dann weiterquälen, egal, ob es noch Spaß macht oder nicht.

    Also viel Spaß weiterhin beim Hans-Dampfen!

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