Vier Länder und leider kein Fish & Chips (#78)

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Der Auftrag war einfach:

Hole Deine Tochter in Belgien ab mit Ihrem Gepäck.
Ihr Auslandsjahr ist beendet.

Die Umsetzung war, sagen wir mal, etwas spontan und „anders“. Es war Sonntag und der Wecker klingelte um 05:20 Uhr. Uffza, das war für einen Sonntag mal gerne satte vier Stunden zu früh. Aber wer einen schicken Sonntagsspaziergang am Meer machen will, muss eben raus aus den warmen Federn. So machte ich mir zwei Coffee to go in einem Alubecher und startete das Auto. Das Ziel war Oostende in Belgien. Die vier Stunden Fahrt vergingen dank anspruchsvoller Podcasts zu Psychologie, Urheberrecht und kommerzieller Fotografie wie im Flug um.Psychologie ist ein so geniales Thema was mich wirklich sehr intensiv fesselt im Moment. Vier volle Stunden Weiterbildung aus dem Lautsprecher sind zwar für einen Sonntag morgen recht heftig, aber die Stunde Spaziergang am Strand bei starkem Wind, sorgte für eine geschwinde Akkuladung und einen sanften Reset meiner vollen Birne. 

Nach einem leckeren Kaffee und einem Toast im kleinen Cafe an der Belgischen Küste ging es dann nach der Verabschiedung vom belgischen Freund der Tochter eine Stunde in den Süden, denn wir wollten uns den französischen Strand von Calais anschauen, wo wir doch schon „mal in der Nähe“ sind. So eine Stunde ohne „Programs“ weckt die Kreativität meiner Travellingsüchtigen Tochter und mir natürlich nahezu unbändig. So entwickelte sich in wenigen Minuten der Wunsch spontan „Fish & Chips“  in England zu futtern und dort ein paar Selfies zu schießen. Der Tunnel, so sagte es uns das mobile Internet, das sowohl in Frankreich, als auch in Belgien viel schneller und flächendeckender ist, als bei uns im digitalen Entwicklungsland Deutschland, sollte uns etwas über 290 Euro kosten. Uffza, das ist für so mal eben spontan zu heftig.

Und was kostet die Fähre?

Diese Frage lies sich so spontan beim fahren nicht in Erfahrung bringen. Also gingen wir ins Ferry Terminal und fragten mal eben. 195 Euro bekamen wir zur Antwort. Da wir uns 200 Euro für diesen spontanen Spaß als Obergrenze gesetzt hatten, war dies ja noch im Rahmen. Eigentlich. Leider war dieser genannte Preis nur für eine Fahrt. Damit war Fisch & Chips und der spontane England-Besuch am Sonntag nachmittag gestorben für uns. Also ab an den französischen Strand in Calais. Mächtig stürmig war es dort, aber auch sehr schön. 

Da das Gepäck der Tochter noch im Vorort von Brüssel in Ihrer Unterkunft lagerte und abgeholt werden sollte, war die Zielrichtung Brüssel für die nächste Ettape eingegeben ins Navigationsystem. Auf der Fahrt erzählte mir die Tochter, wie schön Antwerpen im Norden Brüssels ist…. ist klar was dann passierte, oder?

Antwerpen – eine geile Stadt – da muss ich noch mal mit der Frau hin!

Man kann es wirklich nicht anders sagen. Leider im Moment sehr von Baustellen im Straßenverkehr der Innenstadt geplagt, aber wahnsinnig viele schöne Gebäude. Insbesondere der Anterpener Centraal Bahnhof hatte es der Tochter angetan und das kann ich dem Besuch nur bestätigen. Dort sollte es auch die letzte Belgische Waffel für dieses Wochenende und diesen Belgien-Besuch geben.

Der nächste Belgien-Besuch kommt bestimmt bald. Ein Land das ich in den letzten neun Monaten wirklich kennenlernen durfte und die 44 Jahre zuvor irgendwie ausgeblendet hatte.

Nachdem wir dann am Abend die „Habe“ der Tochter verladen hatten und noch einen 50 Minuten Stau verdaut hatten, waren wir nach 1.260 km und etwas über 18 Stunden wieder in der „Homebase“. Vier Länder an einem Tag – was ein Spaß!

Für die, die sich fragen „Was will er uns sagen?“ hier wieder eine Zusammenfassung:

  • Reisen findet er geil.
  • Strand geht bei ihm scheinbar immer. Der Kerl ist strandsüchtig.
  • Er hört Podcasts zu schweren Themen und findet es toll.
  • Die Leicakuh war an einem Tag in vier Ländern.
  • Autofahren scheint ihm Spaß zu machen.
  • Er mag wohl Belgien.
  • Die Waffel war ganz sicher nicht „Low Carb“. 🙂
  • Er muss ne coole Tochter haben – vielleicht sogar zwei. 🙂

Wieder mal ein Tag für die Schublade „macht man viel zu selten“. 🙂

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer


Mehr Bilder aus meinem Alltag findet Ihr wie immer in Instagram unter
www.instagram.com/langeronline.

Sehen wir uns dort?

12 Kommentare

  1. „Er“ und „sie“ haben zwei coole Töchter. Nur um das mal klar zu stellen 🙂

    Und das Jahr ist schon zu Ende? Das hat doch gerade erst angefangen? *gefühltjedenfalls*

  2. Anscheinend ein toller Tag! Und das wichtigste – es hat allen gefallen – sogar mir als Leserin! Der Bahnhof sie wirklich klasse aus – die Waffeln übrigens auch – nur das mit dem goldenen Rahmen …. öhm … 😉

  3. Klingt absolut verrückt sowas. Ehrlich jetzt.
    Aber andererseits, was wäre das Leben, wenn man nicht ab und an mal verrückt sein dürfte?

    Bei den Waffeln dachte ich zuerst, dass da bunter Pfeffer drauf liegt. LOL

    Unglaublich, dass die Zeit in Belgien schon wieder vorbei ist. Das kann doch nicht sein.
    Jörg, wir werden alt! (Aber immerhin haben wir Spaß dabei.) 😉

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