TUTANCHAMUN (193)

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Tutanchamun – Wer oder was isn das?

Die Wissensmama Wikipedia sagt dazu auszugsweise:

Tutanchamun (auch Tutenchamun; ursprünglich Tutanchaton) war ein altägyptischer König (Pharao) der 18. Dynastie (Neues Reich), der etwa von 1332 bis 1323 v. Chr. regierte. Bekannt wurde er, als Howard Carter 1922 sein nahezu ungeplündertes Grab (KV 62) im Tal der Könige entdeckte.

Aufmerksam auf die Ausstellung in Köln, die wir heute besuchten wurden wir durch den Fotografen Herbert Piel in Facebook. Vielen Dank für den Tipp Herbert! In der Kölner Ausstellung bekommt man einen wahren „Goldflash“, denn alles glänzt golden und ist nett anzuschauen. Fotografieren ist erlaubt zu privaten Zwecken. Erwähnen sollte man aber das man HighISO Fan sein muss oder hochlichtstarke Linsen nutzen sollte, denn es geht um Grabkammerfundstücke und genau so ist es auch beleuchtet…

Also für mich genau das richtige um mit Blende 1.1 oder „stark abgeblendet“ auf Blende 1.4 mit dem 50mm Objektiv rumzuspielen. 50mm am Vollformat sind eine perfekte Brennweite für diese Ausstellung da man relativ nah an die Exponate heran kommt. Logistisch zeigen die Kölner genau wie man es besser nicht machen sollte. Unglaublich wie verbohrt die Veranstalter das ganze aufgezogen haben. Man kann im Internet Karten vorab kaufen und dabei fällt schon auf das man ich vorab für einen Zeitslot der max 30 min lang ist entscheiden muss. Wir mussten also zwischen 12.00 und 12:30 am Eingang sein, was wir auch genau um 12:25 schafften. Zum Glück war da kein Stau. Diejenigen die die Karten dort kaufen wollen erleben eine bittere Überraschung, so war heute 3-4h Warten angesagt auf die nächsten „freien“ Zeitslots.

Warum diese Zeitslots?

Man bekommt Funkgeräte mit Kopfhörer – den sogenannten Audio-Guide und wird damit durch die Ausstellung geführt, die mit zwei quasi „Kinobereichen“ beginnt wo einem zwei Filme gezeigt werden und dort ist genau so viel Platz wie Personen in einen Zeitslot gezwängt werden. Das klingt ja alles auch noch logisch. Nach den beiden Kurzfilmen, die jeweils um die 10 min. dauern geht es in den nächste Raum, wo man Vorkammer, Schatzkammer und Grabkammer originalgetreu nachempfunden (sind eh alles nur Replikas und Kopien in der ganzen Ausstellung – nicht ein einziges „Originalteil“!) aufgebaut waren um dem Ausstellungsbesucher den selben Blick in Maßstab 1:1 zu bieten den auch damals, also 1922 n.Ch., die Entdecker des Grabes von Tutanchamuns vorgefunden haben.

Jetzt kommt die Liebe zum Detail der Aussteller (könnte echt kotzen über deren Intelligenz… sorry für die Ausdrucksweise….), denn man bekommt über den Audioguide die drei Kammern erklärt, bei denen man nicht alleine steht. Man hat also im schlechtesten Fall ca. 60 Köpfe zwischen sich und der jeweiligen gerade im Audio erklärten Kammer. Nachdem die Audiostimme fertig mit Kammer eins ist und zu Kammer zwei geht kommt der Moment wo man mal in Ruhe nach der Meute ein Bild machen könnte und genau dann wird das Licht auf 5% Rest der „fertig“ besprochenen Kammer runtergefahren so das man wirklich „nichts“ mehr sieht in Kammer eins, weil ja Kammer zwei jetzt erklärt wird, wo dann wieder 60 Köpfe vor einem stehen.

Meine echt freundliche Ansprache eines Servicemitarbeiters auf diesen Sachverhalt brachte die gnadenlose Antwort zu Tage:

„Die anderen Kopien werden ja noch einzeln weiter hinten ausgestellt. Sind ja eh alles nur Kopien… stellen sie sich doch nicht so an!“

Ja Danke auch! Wenn ich für diese Antwort drei oder vier Stunden im Regen vor der Ausstellungshalle gestanden hätte, wäre dieser Servicemitarbeiter wirklich in akuter – quasi auswegloser – Lebensgefahr gewesen! So konnte ich nur über seine Frechheit und die unglaubliche Unsinnigkeit der Aussteller lachen. Ansonsten ist die Ausstellung sehenswert und gut gemacht. Der Audioguide ist mit guten Texten und sehr netter Stimme (kennt man von National Geographic Dokus) besprochen.

Da es sich ausschließlich um Kopien und Replikate handelt finde ich persönlich ist der Preis der Familienkarte mit 39 Euro zu hoch, 25 bis 29 Euro wäre sie m.E. Wert gewesen! In den nächsten Tagen werde ich noch ein paar Bilder auf dem Langeronline.de Blog veröffentlichen.

Liebe Grüße

Euer Jörg

Fotofuzzynachsatz:

Bild ist Out of the Cam – Leica M9 mit Nokton 50mm f1.1 @ 1.1 bei ISO 200 und 1/30 sek.

Nachtrag 08.01.2010

Link zu mehr Bildern auf Langeronline.de –> KLICK

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