Sechs Monate nach dem Wechsel von Nikon DSLR zu Fuji Systemkamera

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Ob es nun genau sechs Monate her ist kann ich Euch gar nicht sagen, es war auf jeden Fall Anfang 2014, dass ich den schon lange angepeilten Wechsel umgesetzt habe. Mir wurden meine bisherigen Kameras zu schwer und ich wollte leichter werden. (… wer jetzt blöd grinst ist dran!)

Was war also passiert zu Beginn des Jahres? Nun, ich nahm meine schweren Nikons, die D800, die D3 und die D3s und habe sie zum Teil verkauft, getauscht oder in den Schrank gelegt und angefangen alle Jobs mit den spiegellosen Systemkameras aus dem Hause Sony und Fuji umzusetzen.

Ich wollte es jetzt endlich wissen!

Die Sony A7R kam schon im Herbst letzten Jahres zu mir und ich liebte diese Kamera. Ich war allerdings nicht wirklich sicher, ob ich Hochzeiten und andere People-Shootings gewerblich mit der recht lauten Sony A7R und den riesen Datenmengen dank Ihrer 36 Megapixel machen wollte. Dieses hin und her ging recht lange und ich kam zu keinem Ergebnis für mich selbst und verwendete für kommerzielle Aufträge weiterhin die Nikons. Bis mich eines Tages mein Lieblingsfotoverkäufer von ISARFOTO anrief und mir von seinen ersten Eindrücken mit der Fuji X-T1 vorschwärmte.

Seufz, bei Fuji war ich doch schon und habe die wegen des zu langsamen AF wieder zur Seite gepackt?!?

Tja, genau das sollte Vergangenheit sein und der AF sollte schnell und zuverlässig sein. Meine bisherigen Erfahrungen in 2013 mit der X-Pro 1 und der X-E1 waren sehr gut in Sachen Bildqualität, Schärfe und Rauschverhalten aber der Autofokus war für mich einfach nicht schnell und leider erst recht nicht zuverlässig genug. In einer Kirche oder einem Standesamt wollte ich mich darauf nicht verlassen und habe deswegen weiterhin meine Nikons eingesetzt und mit mir herumgeschleppt. Das alles sollte nun mit der X-T1 aus dem Hause Fujifilm also verändert sein und auch die X-E2 sollte durch ein Firmware-Update schneller und besser geworden sein, hörte ich von allen Seiten. Also gut, wie oben schon steht, ich wollte es jetzt wissen! Tschakka…

Also gut, Axel schick her den Kram…

…war die eine Nacht überlegte Aussage und ich bestellte mir die X-T1 mit dem 56 1.2, dem 23 1.4 und dem 10-24 4.0 sowie einen Blitz zum ausprobieren. Das ich zwei Wochen später direkt die zweite X-T1 bestellt habe, sagt wahrscheinlich alles, oder? Ich schien tatsächlich „angekommen“ zu sein. Bis dahin war es aber noch Theorie und private Testversuche die mir dieses gute Gefühl gaben.

Nach über 25 People-Shootings und fünf Hochzeiten weiß ich nun heute, dass es der richtige Schritt war! Die spiegellosen Systemkameras können in meinem Job, in meinem Umfeld die DSLRs tatsächlich ablösen!

Am Anfang war es tatsächlich ungewohnt mit einer solchen kleinen Kamera vor dem Kunden zu stehen und noch dazu eine Kamera dessen „Klick“ man quasi gar nicht mehr hört im Vergleich zu den bisherigen „Kalaschnikow-Nikons“. Es ist eine Umgewöhnung und eine Frage der inneren Überzeugung. Als ich selbst anfing von meinen eigenen Bildern aus der Systemkamera wirklich überzeugt zu sein, war auch Onkel Bob und Tante Erna auf den Hochzeiten die mit Ihrer schweren Nikon oder Canon neben mir stehen kein Problem mehr.

Es ist das Ergebnis was der Kunde bezahlt und nicht das Werkzeug!

Ich will mal mit einen paar Pro und Cons versuchen Euch zu erklären was mir den letzten Monaten so aufgefallen ist:

Pro Fuji X-T1 (im Vergleich zu einer Nikon DSLR):

  • Kleiner als eine DSLR
  • Leichter als eine DSLR
  • Wasserfest und Wetterfest – waren bei mir nur die ganz großen D3 und D3s
  • Klapp-Display – endlich nicht mehr überall auf dem Boden liegen müssen für Aufnahmen von unten
  • der elektronische Sucher ist enorm groß
  • der elektronische Sucher zeigt mir Live direkt alle Belichtungskorrekturen und Flares an – vereinfacht vieles
  • Die Bedienung mit der Blende am Ring, der Verschlusszeit am Rad, der Belichtungskorrektur am Rad und er ISO am eigene Rad kommen mir und meiner Arbeitsweise sehr entgegen
  • Sehr leise! Kein Pfarrer oder Standesbeamter erschrickt mehr beim Auslösen 🙂
  • Sehr unauffällig. Man kann damit fast überall fotografieren wo man mit der großen DSLR schon angeschaut oder gar angesprochen wurde
  • die Fototaschen wurden alle kleiner und leichter
  • mit dem Fujinon 27 2.8 Pancake ist die X-T1 fast noch Jackentaschentauglich und äußerst Smart – wie eine kompakte! Tolle Street-Photography Kombination!
  • Das Fujinon XF 56 1.2 braucht sich hinter einem Nikon AF-S 85 1.4 G nicht verstecken! Es ist nur günstiger und viel leichter – aber optisch auf „Augenhöhe“!

Gleichstand zwischen X-T1 und Nikon DSLRs:

  • Das Rauschen möchte ich hier erwähnen. Ich nutze meine X-T1 bis ISO 6.400 und habe auch schon die 12.000er ISO genutzt. Das geht gut bis ISO 6.400 und mindestens so gut wie bei der D800. Ich behaupte sogar, ohne wissenschaftliche Vergleichsstest gemacht zu haben, das die Fuji X-T1 das etwas weniger störende Rauschen hat als die D800 von Nikon. Die Nikon D3s war bei ISO 6.400 in etwa so wie die Fuji X-T1 bei ISO 4.000. Also egal wie, die Fujis haben auf den vergangenen Hochzeiten in echt dunklen Standesämtern einen sehr guten Job gemacht.

Contra Fuji X-T1 (im Vergleich zu einer Nikon DSLR):

  • Continuos AF – wird im Sucher nicht anständig angezeigt – der AF sitzt aber bei 8 von 19 Aufnahmen
  • Kein HSS Blitzen – also Blitzen mit einer schnelleren Verschlusszeit als 1/250stel ist nicht drinne – das echt Schade, aber zur Not mit Graufiltern zu behelfen. Da ist aber Canon und Nikon bei den DSLRs echt weiter! Würde mich freuen in einer X-T2 oder X-T3 hier „Besserung“ zu erleben.
  • Akkulaufzeit. 300 Bilder pro Akku – maximal 400 Bilder sind machbar. Mit dem Batteriegriff sind es dann maximal 800 Bilder aber immer noch weit weg von 1.500 mit einem Akku bei der D800 oder gar 4.000 mit einem Akku bei der D3s
  • Was mir noch fehlt ist ein gescheites 70-200 2.8. Das Fujinon XF 55-200 3.5-4.8 ist zwar OK und scharf aber es ist nicht so schnell und auch bei weitem nicht so „freistellend“ wie eine echtes 70-200 2.8. Aber da soll ja noch was kommen…

Ich glaube vieles aus meinen obigen Worten könnte man auch auf die Olympus mFT Serie anwenden und sinngemäß übertragen. Ich habe mich aber für Fujifilm mit seinem größeren Sensor entschieden und mich damit gegen das mFt System entschieden, dass mit seinen noch kleineren Objektiven, die noch dazu auch größtenteils günstiger sind. Dennoch hat Olympus in seinem OM-D mFT Portfolio auch wundervolle Objektive und tolle Kameras am Start.

Oft werde ich gefragt, ob und wenn ja, warum ich meine Vollformat Sony A7R noch habe. Das hat zweierlei Gründe, zum einen liebe ich diese Kamera vom Handling her und mag seine beiden Festbrennweiten von Zeiss (35 2.8 und 55 1.8) extrem und zum anderen habe ich Kunden (zwar wenige) die mehr Auflösung als 16 Megapixel wünschen für Messedrucke und so weiter. Da ist die A7R mit Ihrer „Killer-Auflösung“ genau das richtige. Außerdem mag ich das manuelle Fokussieren mit den genialen Fokus-Peaking an der Sony so sehr, das ich auch gerne mal ein altes Leica oder Olympus Objektiv an die A7R adaptiere. Das geht zwar auch an der Fuji, aber da ist trotz Nachbesserungs arbeiten per Firmware noch nicht das geniale Niveau der Sony erreicht in Sachen Fokus-Peaking. Na ja, und außerdem passt die Sony A7R so schön zu unserer Ausflugskamera, der Sony RX10, denn diese beiden haben die selben Akkus.

Ja, so viel zu meinem Wechsel von Nikon DSLRs zu den Fujifilm Kameras. Ich hatte echte Bedenken im gewerblichen Einsatz, bin aber eines besseren belehrt worden und habe den Schritt nicht bereut.

Ich würde diesen Schritt – „weg vom Spiegel“ – wieder gehen! Weniger ist mehr! Weniger Equipment-Gewicht ist für mich mehr Flexibilität beim Shooting!

Meine Frau ist immer noch mit Ihrer geliebten Nikon D700 als „Second-Shooter“ bei unseren Hochzeits-Emotionen-Reportagen unterwegs und ist noch nicht so weit für einen Wechsel. Unsere Photobooth-Lösung basiert auch noch auf Nikon DSLR Technik und auch da gibt es noch keinen sinnvollen und wirtschaftlich vertretbaren Grund das zu ändern. Das ist aber schön, denn so haben wir in der eigenen Familie nach wie vor die beiden Systeme im Zugriff und können je nach Anwendung entscheiden was wir nehmen möchten. Unsere Jobs machen beide „Welten“ sehr gut, egal ob mit oder ohne Spiegel!

Zum Service kann ich noch keinen Vergleich ziehen zwischen Fujifilm und Nikon, bin aber gerade aus aktuellem Anlass (Sturzschaden einer meiner beiden X-T1 und einem XF 56 1.2) mit Fujifilm daran meine ersten Serviceerfahrungen zu sammeln. Da war ich bei Nikon und seinen Service Points immer extrem zufrieden. Das ging schnell, unkompliziert und sehr professionell. Mal sehen wie sich Fuji im Service anstellt. Dazu werde ich später berichten wenn ich weiß wie dieser Servicefall dann abschließend gelaufen ist. Dieser aktuelle Fall erklärt auch, warum ich im Text von zwei X-T1 spreche, auf dem obigen Bild aber eine X-T1 und eine X-E2 zu sehen ist. Dazu hatte ich ja HIER schon mal etwas geschrieben.

Schöne Grüße – Euer Fujifreak – äääh Fotofuzzy – Jörg Langer

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44 Comments

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  3. Schöner Artikel, Jörg! Gerade spiele ich auch mit den Gedanken mir eine X-T1 anzuschaffen und sie neben meinen zwei Canon 5D Mark IIIs bzw. im Austausch für die bereits vorhandene Fuji X100s zu verwenden…

  4. Ich stehe auch gerade vor diesem Schritt und finde solche Erfahrungsberichte daher immer sehr interessant.

    Was mir allerdings bei Fuji auch noch fehlt, ist die Möglichkeit, Remote-Blitze mit TTL anzusteuern, wie es beispielsweise bei Nikon und Canon möglich war. Gelegentlich habe ich Aufnahmesituationen, in denen ich gerne ein Blitzesetup rund um das Motiv machen möchte. Hoffentlich legt Fuji hier auch noch mal nach.

    Sonst fehlt auch mit noch ein schnelles und lichtstarkes Tele (ist aber auf der Roadmap) und HSS-Blitzen … :). In den Urlaub nehme ich aber doch die X-E1 mit 18-55 und 35 mit und lasse die Nikon-Ausrüstung daheim 😉

  5. Zustimmung!
    Solch einen Schritt, nur von Canon zu Fuji (über Sony NEX) habe ich ja auch gemacht – und nicht bereut. Für mich als jemand, der kein Geld mit Fotos verdient und weder Sport noch Wildlife fotografiert, spricht kaum noch etwas für eine DSLR. (Obgleich ich zugeben muss, dass ich auch noch DSLRs hier habe, sie aber kaum mehr nutze.)
    Und „Vollformat“ brauche ich nicht. Und wenn ich dennoch Lust darauf verspüre, fotografiere ich eben auf Film. 😉

    • Ich hatte es ja gerade auf Facebook kommentiert und ich denke das passt auch hier gut als Kommentar:

      Yep, es gibt nicht DAS eine System. Beide Welten haben Ihre Vorteile und Ihre Daseinsberechtigung. Das schöne an der jetzt aktuell verfügbaren Technik ist doch,das für jeden Geschmack und jede Anforderungen etwas brauchbares dabei ist und jeder das machen kann was er für sich selbst und für seine (Kunden-)anforderung meint zu brauchen. (…auch wenn einige Flachpfeiffen sich über solche Berichte lächerlich machen…. und in der Langweiligkeit Ihres eigenen Daseins vergehen…)

      Ich für meinen ganz persönlichen Anwendungsfall bin auf jeden Fall sehr froh das unsere Brautleute keine Fluchttiere und Hochleistungssportler sind… 🙂 und wenn doch wird die alte D3 entstaubt!

  6. Ich bin inzwischen auch bei 2 von 5 Aufträgen bei Fuji. Alle Interviewshootings und Porträts mache ich inzwischen mit den Fujis- ich bin total begeistert. Habe x1pro, xt1, xe2. Fürs Blitzen hab ich noch ne putzige Lösung: Ich nutze die x100s mit dem TCL100, der die Brennweite auf 50mm analog KB verlängert. Diese Kamera hat Zentralverschluss und blitzt deshalb bis zur 1000stel. Ich glaube, ich kauf davon noch eine und nutze für Reportagen dann 28/5o mit den beiden Konvertern…. geräuschlos….

  7. Hallo, ich nutze seit 1 Jahr eine XE1 und bin bis heute nicht überzeugt. Das Fuji – Konzept ohne AA- Filter punktet zwar gut. Ich vermisse jedoch die plastische , „3D“- artige Plastik des Bildes. Es ist als reportage-artige, spontane & ausreichend unauffällige Anwendung sehr gut und ausreichend, jedoch nicht mehr als das.

    Gruss.

  8. @ Joergen Langer : man kann das Wort „Plastik“ sicherlich als Gummi /leblos etc. verstehen, entspricht jedoch nicht dem Sinn meines Textes. Für mich wirken die Fuji-Bilder viel flacher /planer als Nikon FX und grausam platt im Vergleich zu Sony A 7R + 1.8/55 mm (alles unter gleichen Bedingungen aufgenommen).

    Salut.

    • Alex, ich kann das nicht in dieser Art nachvollziehen. Ich habe etliche Vergleiche mit der X-T1 und dem 23 1.4 vs. A7R mit 35 2.8 gemacht. Ebenso der damalige Test zwischen Fuji 35 1.4 vs. A7R und 55 1.8. alle Bilder wirkten „normal“ und keines davon war „Flach“. Natürlich stellt Vollformat „etwas“ mehr Frei, aber selbst das ist in der Praxis geringer als viele Volltheoretiker immer wieder meinen.

      • Der ultimative vergleich ist gleichgroße Prints aus beiden zu machen und nebeneinander zu legen. Wenn der Unterschied wirklich so groß wäre, müsste man ja sogar bei unterschiedlichen Motiven sehen aus was für einer Kamera das kommt.
        In der Praxis loben die Leute allerdings sogar Fotos aus meinem Handy und können den Unterschied zur DSLR kaum sehen, daher scheinen mir solche Unterschiede meist eher Placebos zu sein, weil derjenige weiß, aus welcher Kamera das kommt findet er es besser.

  9. Ein Fotograf, der von Spiegelreflex auf Systemkamera wechselt. Respekt!
    Nur tote Fische schwimmen gegen den Strom. Nehmt der DSLR die Krone weg. 😉

    Ich war auch lange Zeit mit DSLR unterwegs und bin dann aus rein praktischen Gründen wieder auf Systemkameras gewechselt.

    Beste Grüße
    Bennet

  10. Hallo.
    Noch sehe ich die Fuji nicht vor meinen DSLRs. Meine Frau und ich nutzen Nikon (D810, D610) und Spiegellos (EM1 und XT1). Geringe Tiefenschärfe ist für uns sehr wichtig, sowie kontinuierlicher Autofokus. Beide Spiegellose können hier nicht mithalten (insbesondere bei der RAW-Konvertierung zeigt sich der Vorteil der großen Dynamik (5.5 Blendenstufen in der D810, kein HDR mehr nötig. Die A7x-Serie kann hier mit Ausnahme der Objektverfolgung in einigen Dingen natürlich mithalten). Ausserdem gibt es viele sehr gute und günstige Objektive (Fuji’s sind alle sehr gut, aber auch sehr teuer.). Äquivalente Objektive (für selbe Tiefenschärfe und selbe totale Lichtmenge) sind ausserdem ähnlich groß und schwer, so dass der Unterschied hauptsächlich im kleineren Body und deren Vorteilen (z.B. eletronischer Sucher) liegt. Ist die geringe Tiefenschärfe nicht so wichtig, reichen die meisten Objektive natürlich aus (Bem.: auch die geplanten Fuji-2.8-Zooms liefern nur eine Tiefenschärfe von F4.2 an Vollformat, ein Nikon 70-200/F4 ist wahrscheinlich günstiger, ähnlich schwer und auch nachgewiesenermaßen optisch exzellent). Meine XT1 kann ich natürlich auch bei hohen ISOs nutzen. Runterskaliert auf 16MP sind die D810 Bilder aber deutlich schärfer und rauschärmer. Die Frage ist nur, ob einem diese Unterschiede wichtig sind, oder ob eine XT1 für die meisten Anwendungen ausreichend ist. Das ist sicherlich für den Großteil der Fälle so, weswegen ich kein Problem habe diese als Zweitbody zu nutzen oder auf allen Reisen mitzunehmen. Mir ist nur der Abgesang an die DSLR zu früh. Ich mag die Größe die perfekt in meiner Hand liegt, und die ich deutlich komfortabler und schneller bedienen kann. Mein Wunsch wäre ein Body in Größe der Nikon DF, die meisten spiegellosen sind mir zu klein.

  11. Danke für den enthusiastischen Bericht,

    da die Sensoren ja fast gleich sind zu denen aus der x-e1/pro1 würde mich interessieren, wie dein Eindruck bei Details ist..

    Zwar mache ich keine übergroßen Abzüge, es würde mich aber schon interessieren, ob ich im Vergleich zu meiner 5D Mark II das Nachsehen hätte, was Details angeht..

    bisher habe ich einiges gelesen zum Thema „Farben/weniger Details“ wenn es um Fuji x geht..

    Kannst Du das bestätigen?

    Danke und Gruß

    Ars

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  14. Seit dreizig Jahren fotografiere ich mit Nikon DSLR-Kameras. Meine größte Liebe war die analoge FA, später die D300. Begeistert war ich vom Nikkor 2.8 80-200 Objektiv und dem 10-24 Sigma für Nikon. Die Schlepperei war mir immer zu lästig, sodass mein Tele-Objektiv in den letzten Jahren kaum mehr zum Einsatz kam. Seit Mitte des Jahres fotografiere ich mit der XT-1. Das war ein sehr kluger Entschluss. Fasziniert bin ich davon, dass jede Einstellungsänderung in Echtzeit auf dem Monitor und im Sucher angezeigt wird. Das 18-55 Objektiv aus dem Kit ist bescheiden. Da fehlt mir nach unten und nach oben etwas, sodass ich noch das 10-24 angeschafft habe. Das reicht nicht an das Sigma heran und ist mit 1000 € etwas zu teuer. Teleoptiken brauch ich eh nicht so oft. In der Regel kann ich mich auch auf das Objekt zu bewegen. Aber bis Brennweite 105 wäre schon schön. Da muss wohl noch das eine oder andere Festbrennweiten-Objektiv her. Aber dann beginnt auch wieder die Schlepperei. Aber alles in allem bin ich sehr zufrieden und bereue den Wechsel nicht. Zur Sicherheit habe ich die Nikon und alle Objektive aber mal behalten. 🙂

  15. Ich kann den Wechsel gut nachvollziehen, war ich selbst seit Anfang 2014 auf der Suche nach einer „leichten“ Lösung für die Reisefotografie und dem Wanderrucksack. Ich fotografiere mit Nikon D4 und D7000 Hochzeiten und sonstige Peoplefotografie, nebenbei habe ich noch eine D5100 für längere Wanderungen und leichter Ausrüstung für den Rucksack.
    Die Produktpolitik von Nikon, APS-C nicht wirklich weiter zu entwickeln, Billig-Optiken für dieses System (bis auf das 35/1,8) anzubieten und final das V System auf den Markt zu bringen, ließ mich über den Tellerrand hinausgucken und hat mich zu den Mitbewerbern geführt.

    Nun, seit Oktober 2014 dann, krame ich mit dem Fuji System herum, angetan u.a. auch von der Haptik und dem Blendenring, wie ich es von der analogen F3 und FM-2 kannte.

    Die XE-1, die Festbrennweiten 23/58, die Zooms 10/24, 18/55 und 55/200 sind qualitativ erste Wahl. Die XT-1 kommt in Punkto Geschwindigkeit und Handling einer DSLR sehr nahe.

    Was mich stört, ist der nicht treffsichere Autofokus bei geringem Kontrast, ISO ab 200 und das fehlende zusätzliche Speicherkartenfach gegenüber den Nikons. In der Auftragsfotografie wäre mir etwas bange, ohne zusätzliche Sicherung zu fotografieren. Ich meine auch, dass die D4 trotzdem noch die bessere Bildqualität durch den FX Sensor abbildet. Allerdings ist das zum einen Ansichtssache, zum anderen eher Gewohnheit…

    Fazit: Ich werde wahrscheinlich Hochzeiten und andere Aufträge zunächst weiter mit dem Nikon System fotografieren, auch eine D800/810 wird für bestimmte Zwecke folgen. Einige Objektive wie das ausgezeichnete 14-24mm und ggf. auch das 70-200mm werde ich zugunsten des Fuji Systems verkaufen.

    Das Fuji System wird immer die erste Wahl für die Reisefotografie sein und auch bei verschiedenen anderen fotografischen Themen die Nikons verdrängen. Die Vorteile des geringen Gewichts, der kleineren Abmaße und der genialen Bildqualität überwiegen und lassen final keine andere Entscheidung zu.

  16. Hallo,
    Also ich kann zum Thema Service bei Fuji nur sagen: der ist eigentlich nicht existent.
    Klar Bildqualität, Haptik, Gewicht alles super (habe mittlerweile (leider) schon einen ganzen Fuhrpark an Objektiven: 60, 10-24, 14, 35, 55-200, 18-55).
    Leider hatte ich damals eine der allerersten X-T1 Modelle gekauft und dann direkt Probleme mit dem Lichtleck. Also ab zum Service. Dummerweise gibt es in Deutschland keine Werkstatt sondern Fuji lässt in England reparieren. Das sind dann mal schnell mehr als drei Wochen (!!!!!) ohne Kamera….
    Danach war dann das versunkene Steuerkreuz an der Reihe, das wirklich ein Riesen Problem ist. Vor allem bei kalten Fingern oder bei Benutzung des Batteriegriffs findet man die Knöpfe schlicht und einfach kaum bzw. oft nicht rechtzeitig.
    Und hier begann wirklich ein Service-Drama: dreimaliges Einschicken nach England, ohne, dass das Problem auch nur ansatzweise behoben wurde. Jedesmal bekam ich die X-T1 so zurück, wie ich sie reklamiert hatte…! Nach dem zweiten erfolglosen Reparaturveruch habe ich dann von Fuji Deutschland in Kleve überhaupt keine Antworten mehr gekriegt. Zwei emails an eine Frau Behrends von Fuji blieben komplett unbeantwortet, so dass ich wieder den Weg über meinen Fotohändlern gehen musste. Dieser hatte mir zwischenzeitlich geraten, persönlich bei Fuji vorstellig zu werden, um die Chancen auf eine kulante Lösung bzw. eine schnellere Bearbeitung zu erhöhen. Er als Fachhändler würde mit Sonderbitten von Fuji eigentlich gar nicht wahrgenommen….!?!?!?!?
    Nachdem also auch die dritte „Reparatur“ ohne Erfolg blieb bestand ich auf einem Austausch des Gerätes und was dann folgte, ließ mich wirklich sprachlos zurück: auch das Austauschgerät wies den selben Defekt auf. Unfassbar!
    Ich muss dazu sagen: ich habe X-T1 Kameras in der Hand gehabt, bei denen das Steuerkreuz satt und vernehmlich klickt und die Knöpfe deutlich erhaben sind – also keine Einbildung oder überpenibles Erbsenpicken meinerseits!

    Das Riesenproblem für mich, war/ist die Tatsache, dass ich mir die X-T1 extra für mein Sabbatjahr geholt hatte, um eine leichte Immer-Dabei-Kamera für ausgedehnte Outdoor Einsätze (Fahrradreisen und Trekking) zu haben. Die oben erwähnten wochenlangen Ausfälle des Gerätes und die permanente Fahrerei nach Kleve bzw. zu meinem Fotohändler waren schon super nervig. Richtig schlimm wurde es allerdings als ich bei meinem ersten mehrmonatigem Trip nach Indien montags abends noch nach Kleve musste, um mal wieder meine Kamera abzuholen obwohl am nächsten Tag morgens mein Flug ging….

    Die nunmehr vierte Reklamation wegen des Steuerkreuzes zieht sich jetzt bereits wieder seit über zwei Wochen hin, obwohl ich wegen eines erneut kurz bevorstehenden Abfluges um unmittelbare Bearbeitung bzw. erneuten Austausch gebeten hatte. Leider ist bei Fuji aber weder Frau Behrends noch der andere zuständige „Service“-Mitarbeiter seit über einer Woche erreichbar. Nur eine Frau geht aus Telefon, die aber in kleinster Weise entscheidungsbefugt ist („Wir sind hier momentan nur zu zweit…!“)
    Ich bin nun nach über einem Jahr von meinem Kauf zurückgetreten und schaue mich bei Olympus um. Mein Fotohändler riet mir dringend davon ab, wieder eine Fuji zu kaufen – ich sei bei Leibe nicht der einzige mit enormen Serviceproblemen bei Fuji.
    Wirklich nervig das ganze und auch ein Riesen batzen Geld, der verloren geht, weil hiermit natürlich der verlustbehaftete Verkauf von teilweise gerade einmal ein paar monate alten Linsen einhergeht.

    Was mich auch genervt hat bei Fuji ist die unterirdische Akku Laufzeit von teilweise lediglich 80!!!!!! Bildern im RAW Format (laut Fuji Service bezieht sich die Zahl von 300 Fotos pro Akku nur auf JPEGs). Zwischenzeitlich war ich mit 6! Akkus (300g), einem Solarpanel (200g) und einer Powerbank (300g) unterwegs. Da hätte ich auch dast bei meiner D700 bleiben können und die hat wenigstens einen nennenswerten AF. Fernab der Steckdose wird die X-T1 also schnell zum Strom-Ärgernis und zeigt sich doch mehr als Spielzeug für Großstadtkinder mit Hotelzimmer denn als ernsthafte Alternative für Outdoor….

    Schlussendlich bin ich mehr als enttäuscht von Fuji und gleichzeitig auch traurig, wieder gehen zu müssen, da das System eigentlich ein cooles ist und durchaus Potential hat………..
    Gruß
    Oli

    • Mal ganz ehrlich: ich fotografiere seit über einem Jahr mit dem X System und Akkulaufzeiten von 80 Bildern sind mir völlig unbekannt. Je nach Burstmode (bei vielen Bildern in kurzer Zeit hält der Akku eine Ewigkeit) und Nutzungszeit (bei viel Replay, Rumgespiele im Menü oder Ähnlichem gehen natürlich weniger Bilder wegen der hohen Downtime) habe ich zwischen 250 und 1800 Bilder pro Akku. Vielleicht ist da der Fehler nicht unbedingt an der Technik zu suchen, denn ich habe 8 Akkus im Einsatz und kein einziger davon bietet so eine schwache Leistung.

  17. Jetzt kann ich, nach drei weiteren Monaten meine Erfahrungen mit der XT-1 soweit ergänzen:

    Plus: Bildqualität, Vielseitigkeit, Schärfe

    Negativ: Autofokus ist viel zu langsam, Einschaltzeit aus dem Sleep-Modus ist deutlich zu lang, ständig verstellt sich die Blende, da ich immer wieder an den Blendring komme, Akkulaufzeit ist nahezu eine Unverschämtheit

  18. Ich habe den Praxisbericht mit großem Interesse gelesen. Ich fotografiere seit Jahren mit DSLRs der Marke NIKON und bin damit sehr zufrieden. Aber jedes Jahr – ein paar Wochen vor dem Sommerurlaub – stehe ich vor dem gleichen Problem: ich will die schwere DSLR nicht im Urlaub herumschleppen und auch nicht dauernd aufpassen, ob sie jemand klauen will.

    Vor 2 Jahren legte ich mir dann als Urlaubs-Ergänzungskamera eine FUJI X-E1 mit dem 18-55er Objektiv zu. Ich machte damit ganz gute Fotos, aber letztendlich verkaufte ich sie nach einigen Monaten enttäuscht und mit hohem Wertverlust. Mir war die Kamera einfach „zu langsam“ im Vergleich zur DSLR.

    Nun stehe ich wieder mal vor dieser Fragestellung und bin in den letzten Wochen immer wieder auf die X-T1 gestoßen. Die Ergebnisse aus den Testberichten sind vielversprechend. Die Alpha 7 II ist mir als Ergänzungskamera zu teuer und die X-T1 scheint die richtige Alternative zu sein. Ich habe nur Sorge, wieder – wie vor 2 Jahren – enttäuscht zu werden.

    • Die Frage ist hal: was willst Du? Beruflich bin ich auch mit Nikons unterwegs – wobei auch das nicht mehr ausschliesslich. Ich habe mir Ende 2012 eine Sony NEX-6 gekauft. Als Freizeitkamera. Jedenfalls war das der Plan. Ich wollte eine Kamera die mir zumindest soviel Spaß macht, dass ich sie in meiner Freizeit meinen DSLRs vorziehe. Der Plan hat nicht funktioniert. Denn immer wenn es geht setze ich lieber die Sony ein als die Nikons. Die Sony ist eine doofe Kamera, weil sie mir fieser Weise einfach mehr Spaß macht als die schweren DSLR-Boliden. Klar: es gibt Momente in denen ich Highspeed benötige was den AF angeht. Es gibt Momente, da nehme ich lieber die Nikons mit in den Regen, weil sie da besser abkönnen als die kleine Sony. Für meine Art der Fotografie komme ich mit der Sony in der Freizeit ganz locker über die Runden und selbst für professionelle Einsätze wird sie inzwischen eingepackt.

      Die Frage ist halt: kann eine spiegellose Systemkamera Deine Art des Fotografierens umsetzen? Brauchst Du wirklich immer einen ultraschnellen AF? Was sind Deine Urlaubsmotive? Bei meiner Neuengland-Rundreise 2013 habe ich nur die Sony dabei gehabt und ich habe es nicht bereut. Im Gegenteil.

      Um Dir ein Gefühl dafür zu geben, wie ich meine „Kleine“ einsetze, schau mal:

      http://blog.rohweder.org/2013/10/20/nex-6-als-reisekamera/

      Und ersetze „NEX-6“ jetzt einfach mal durch die aktuellen Systemkameras, egal ob da nun Sony, Fuji oder sonst etwas drauf steht. Und auch in diesem Segment bekommst Du Vollformat wenn Du das brauchst. Was will man also mehr?

      • Vielen Dank für Dein/Euer Feedback. Ich bin ja schon überzeugt, dass ich für Urlaubsreisen, Bergtouren, Skireisen eine hochwertige Systemkamera als Ergänzung brauche.

        Jetzt stellt sich nur noch die Frage, welche es sein soll.

        – OLYMPUS OMD E-M1 oder E-M5 II
        – FUJIFILM X-T1
        – SONY Alpha 7 II (mir als Ergänzung zu teuer)
        – noch weitere Empfehlungen?

        … und dann natürlich noch, welche Objektive drauf müssen. Fragen über Fragen :).

        • Beziehe ruhig auch eine OMD EM5 der ersten Generation mit rein. Der Fokus ist schnell und die Objektive alle klein und leicht und im Vergleich zu Sony und Fuji „bezahlbarer“ als „Zweitsystem“.

  19. Hallo! Ich bin zwar kein Berufsfotograf, aber ein sehr passionierter Hobbyknipser. Fast überall nehme ich meine Nikon D7000 mit meinen aktuellen Lieblingsweitwinkel Sigma 10-20 mm mit. Dazu noch einen externen Blitz. Vor gut einem halben Jahr holte ich mir eine Zerrung im Handgelenk, die bis heute noch nicht verheilt ist. Da ich seit Sigma sehr gern weitwinklich fotografiere, überlege ich mir, für den Outdooreinsatz eine Fujifilm X100T anzuschaffen. Die Kamera ist sehr kompakt und optisch richtig sexy. Dazu soll sie eine bessere Abbildungsleistung als meine Nikon haben. Würdest du mir die Fuji empfehlen? Für Indooreinsätze und bestimmte Anlässe werde ich meine Nikon, zumindest vorerst, behalten. Die Fuji soll mir nur als täglicher Begleiter bzw. Reisekamera dienen.

    • Die X100T ist sicher eine extrem gute Reisekamera. Ich selbst kenne nur die X100s, aber auch die war extrem gut. Alternative wäre auh noch die sehr kompakte Ricoh GR II. Die hat dann aber eine 28mm Festbrennweite, während die X100s/X100t ja eine 35mm Optik haben.

  20. Hallo,
    nachdem ich schon einen Systemwechsel von Nikon zu Canon Vollformat vor 2 1/2 Jahren hinter mir habe und nach einem Jahr die 6 D wieder verkauft habe und nun mit der Olympus Pen EP 5 + 12-40 fotografiere und auch noch die X100s + WW-Adapter dabei habe, weiß ich so langsam nicht mehr, was ich letztendlich machen soll. Noch ein Systemwechsel auf die Fuji Xt1 + 18-55 – 2,8-4 und sowohl die Olympus Pen MFT und auch die Fuji X100s + Adapter verkaufen. Das einzige was mich von diesem Schritt abhält ist die 4K-Videotechnik von Pana, welche bei Fuji noch nicht Einzug gefunden hat, aber brauche ich das ? Bei meiner letzten Reise nach Venedig hatte ich sowohl die X 100s als auch die Oly dabei und ich kann Ihre Aussage voll bestätigen, die Bilder der Fuji sind einfach sehr schön und kommen dem Vollformat ziemlich nahe. Wenn auch bis Ende des heurigen Jahres noch einige gute Kamera auf den Markt kommen, wäre für einen Rat sehr dankbar.

    • Zur Sensor und Farbcharakteristik der X100s würde eine XT1 oder XT10 schon besser passen als eine OLy PEN. Oder zur PEN würde eine OMD besser passen. Diese beiden Systeme würde ich nicht mischen.

  21. Vielen Dank für diesen schönen Artikel, der mir auch als Amateur weiterhilft, da ich mir gerade eine spiegellose Systemkamera zulegen möchte und das X System sehr interessant finde. Du hast mir Infos geliefert, die ich anderweitig so nicht entdeckt habe.

  22. Hey, bin gerade auf der Suche nach einer Kamera, zur Zeit habe ich ein Nikon D80 mit 50mm 1,8 und 18-135mm Zoom wollte eigentlich auf die D7200 umsteigen nun habe ich die Info mit der Fuji XT-1 bekommen. Die Kommentare habe ich hier mit Spannung gelesen. Nun bin ich hin und her gerissen. Die Fotobereiche sind bei mir als hobbyfotograf sind weitreichend. Urlaub/ Familie/ Sport–> Volleyball/Fussball sowieLandschaft.

  23. Pingback: FUJI X-T1 Systemkamera “love this pretty toy” | Photo / Foto / kreativ sein- eines der schönsten Hobbys der Welt

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