Rollierende Speicherkarten

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Rollierende Speicherkarten

Rollierende Speicherkarten – was ein dämlicher Blogtitel. Stimmt. Irgendwie.

Mich würde interessieren wie Ihr, die Ihr auch viel bis sehr viel fotografiert und das regelmäßig, das mit Euren Speicherkarten handhabt. Das CF- und SD-Speicherkarten eine begrenzte Anzahl Schreibvorgänge (man liest Zahlen zwischen 10.000 und 2 Millionen) haben wissen wir alle. Wie umgehen wir also das Risko eines Bildverlustes durch eine Speicherkarte die nun eben selbst entscheidet wann sie den Schreibkanal schließt für uns?

Nun, ganz klar, wir setzen bei wichtigen Aufträgen nur Kameras ein die zwei Speicherkartenslots haben und eine parallele Sicherung auf zwei Speichermedien durchführen. Ist das aber alles?

Wie lange hebt Ihr Eure Speicherkarten auf, bzw. wie lange nutzt Ihr Eure Speicherkarten?

Mir selbst ist aufgefallen das bei zweien meiner in 2010 erstmals genutzten Speicherkarten jetzt erstmals die Fehlermeldung CHA meiner Nikon angezeigt wird und auf dem rückseitigen Display der Kamera zu lesen ist „Möglicherweise ist die Speicherkarte defekt….“. Das Handbuch der Kamera sagt dazu:

Handbuch_D3s_Fehler_CHA

 

So etwas in hektischen Situationen, zum Beispiel auf Hochzeiten ist nicht wirklich witzig. Zum Glück zeigt die Kamera an welche der beiden Karten gemeint ist und man kann direkt weitermachen wenn man die „angemeckerte“ Karte entfernt.

Das bringt mich erneut zur obigen Frage: Wie lange setzt Ihr Eure Speicherkarten ein? Tauscht Ihr, wie ich es von einigen gehört habe, Eure Karten jährlich aus oder nach einem anderen Prinzip oder wartet Ihr auf den Moment wo die Karte Euch sagt „Jetzt nicht mehr….“?

Ich hatte mir, seit 2010, angewöhnt auf meine Speicherkarten hinten mit dem Dymo ein kleines Label aufzukleben, auf dem der Erst-Einsatz mit den Zahlen (bspw.) 2013-08 vermerkt ist. So weiß ich jetzt das die beiden Karten die die obigen CHA Fehler erzeugt haben, aus 2010 sind und zu meinen ältesten 32GB Karten gehören. Diese fliegen jetzt raus… Es wird also jetzt, und jetzt kommt der Bezug zum schwachsinnigen Blogtitel, Zeit für ein rollierendes System, zumindest für mich, damit keine „alten“ und „millionenfach“ beschriebenen Karten mehr im Einsatz sind. Ich werde die alten und „ausrollierten“ Karten durchbohren und auffädeln. Mal sehen wie viele Jahre ich brauche bis ich eine schöne Kette habe. Wenn es bei mir für ein Bauchkettchen reicht, dann fange ich an zu malen und lege die Fotografie ab. 🙂

Das „Speicher ja nix mehr kostet…“ hören wir oft, aber wer viele Karten für seine Jobs braucht und dann auch noch immer doppelt, der weiß wie wenig zutreffend es genau in dem Moment an der „Kasse“ ist wenn man mal wieder drei oder vier neue Karten ordern durfte…

In diesem Sinne – frohes Speichern! Bin gespannt wie Ihr das handhabt?!

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

p.s.: Ich denke Diskussionen, wie „mit SanDisk wäre das nicht passiert…“ oder „deswegen nutze ich nur Lexar…“ brauchen wir nicht führen, denn wir wissen alle das auch bei den beiden Hochpreisigen mit dem starken Namen die Anzahl Schreibvorgänge technisch begrenzt ist…

8 Kommentare

  1. Moin Jörg, was sagt den Heises H2testw zu den Karten? Kann mir nicht vorstellen das die so schnell doch schon Defekt sind. 10.000 Schreibvorgänge sind ja doch ne Menge und die Nikons sind bei CF Karten doch manchmal ein bischen komisch und bringen den Fehler einmal bei der jeweligen Karte und dann nie wieder.

  2. Hallo Jörg,
    ein interessanter Artikel und ich muss zugeben, mit diesem Thema habe ich mich noch nie beschäftigt… Vielleicht aber auch weil ich bisher nie auf diese Problematik gestossen bin, obwohl ich noch immer Karten im Einsatz habe die mindestens 6-7 Jahre alt sind. Selbst die Strapazen der vielfachen Nutzung im Unterwassergehäuse haben Ihnen nichts angetan. Gut, mitlerweile nutze ich sie nur wenn die neuen voll sind oder als Back up, da aufgrund des Alters der Speicherplatz klein und die Geschwindigkeit eher mäßig ist, aber sie laufen einwandfrei. Vor jeder Benutzung formatiere ich meine Karten in der Kamera, vielleicht hilft das?
    Aber nach Deinem Artikel überlege ich nun doch sie besser zu ersetzen, denn einen Ausfall im falschen Moment braucht keiner…. Vielen Dank für Deinen Artikel
    Gruß Ingo

  3. Ja dann, aber bei so einem heiklen Thema wie Hochzeitsfotografie würde ich natürlich auch auf Nummer Sicher gehen und die Kartn nach x Jahren tauschen. Wobei x bei mir eher 4 als 3 Jahre wäre.
    Stellt sich die Frage ob man die alten Karten wirklich wegwerfen sollte. Meiner Meinung nach nein, die sind noch lange nicht Defekt. Nur was macht man dann damit?

    1. Das mit dem Kettchen und erst Recht mit dem Bauchkettchen war natürlich ein Scherz. Sie in den Mülleimer zu werfen bringe ich auch noch nicht übers Herz. Mal sehen wie Hoch der Stapel im Laufe der nächsten Jahre wird. Auf Hochzeiten werde ich sie auf keinen Fall mehr einsetzen.

  4. Soll ja vorkommen. Nun denn meine ältesten Karten aus 2007 (ups. Coolpix von 2004) zeigen diesen Fehler bislang nicht. Die Karten wurden halt zu klein oder es wurden größere gekauft. Eine sogar verbummelt. Mist das.

    Im Endeffekt oder beruflich gesehen „spätestens wenn abgeschrieben“ ersetzen. Da geht man kein Risiko ein. Reservekarten hat man meist zur Hand, ein dummes Gefühl bleibt.

    Es gab / gibt einen Trend die volle Karte nach dem Auslesen zu archivieren. So wie digitale Negative halt. Macht Sinn bei Otto Normalverbraucher. Eine Karte alle zwei Jahre 😉

  5. Hi Jörg,

    ist leider so wer professionell mit solchen Sachen hantiert das dann je nach Anzahl der Schreibvorgänge gegen neue Karten getauscht werden muss.Spätestens wenn du es mal persönlich erfahren hast wie es ist wenn wichtiges gewerbliches Bildmaterial auf einmal weg war wird auch keine Schmerzen mehr haben die einfach in den Mülleimer dann zu schmeißen… bzw. diese vielleicht in nicht professionell genutzte Kameras umzulagern….
    Gemessen an dem was man aber früher für analoge Filme und dessen Entwicklung ausgegeben hat, sind die Kosten durch einen Speicherkartentausch eher zu vernachlässigen. Das muss man sich auch immer mal dabei vor Augen halten…

  6. Hallo Jörg,

    mit den Karten ist es wie mit Festplatten, regelmäßig umspeichern und pflegen schütz vor Datenverlust durch Ausfall. Was bei Platten etwas einfacher ist, da die nach 3 Jahren eh durch größere ersetzt werden müssen und so nie eine zu lange Laufzeit entsteht.
    Bei den Speicherkarten habe ich mir auch angewöhnt das Datum des Ersteinsatzes mit nem Edding draufzuschreiben. Zusätzlich versuche ich derzeit nur 16GB statt 32GB einzusetzen, hälfte der Bilder auch nur halber Verlust im Ernstfall.
    Achja und dann noch Gürtel+Hosenträger äh RAW+JPG und gespiegelt, meist sind ja nur einzelne Dateien betroffen und evtl. hat man wenigstens noch das JPG.
    Bei Shootings heisst das dann halt etwas öfter Medientausch, dass kommt aber gut hin und gibt mir etwas mehr Ruhe beim fotografieren.

    Ausgesondert werden die Karten dann tatsächlich erst im Fehlerfall, da ich aber ab und an neue (meist schnellere Karten nachkaufe), werden die „alten“ dann ganz natürlich kaum noch benutzt, es sei denn es wird mal deutlich mehr Speicher gebraucht als geplant.

    Viele Gruesse
    Thomas

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