REVIEW NACH DREI WOCHEN – LEICA M9 (194)

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Nun sind etwas mehr als drei Wochen der frischen und neuen Liebe zur neuen Freundin ins Land gegangen und ich habe viele Mails und Bitten von Euch bekommen meine Erfahrungen mal ausführlich zu posten zur Freundin selbst und ebenso zum Umgang mit Ihr…

Achso es geht um die Leica M9! (denkt immer dran, mein Frauchen liest mit… :-))

Ich bin in der reelen Welt – also World 1.0 – in den letzten Wochen mehrfach gefragt worden, warum um Himmels Willen man so verdammt viel Geld für eine so kleine Kamera ausgibt, die ja augenscheinlich nichts kann was andere nicht auch, oder sogar noch besser oder komfortabler können. Nun, das stimmt zu 100% und eine direkte Antwort auf diese Frage ist wirklich schwer bzw. mir bislang nicht gelungen. Ich will es mal mit einem (sicherlich komplett hinkenden...) Vergleich und zugleich einer Gegenfrage versuchen.

Warum zahlt jemand für eine Reise in die Arktis zigtausende Euros obwohl er für 499 Euro in Malle am Strand liegen kann und nach dem Urlaub richtig braun gebrannt und erholt aussieht? Derjenige der in der Arktis im Eishotel auf Fellen liegen muss und mit der Daunenjacke schlafen muss zahlt das zigfache für eine Nacht als der vier Sterne Hotelgast auf Malle.

Versteht Ihr was ich meine? Nicht immer ist es das selbe Ziel und das reine Ergebniss was zählt.

Derjenige der in der Arktis seinen Urlaub verbringen wollte, wusste vorher das Ihn das ein kleines Vermögen kosten wird und das er Strapazen auf sich nehmen muss und nicht braun gebrannt mit Mallesandkörnern in den Haaren nach Hause kommt und von den Nachbarn bestaunt wird, aber dennoch wollte er das – und das aus gutem Grund! Der Grund war seine innere Überzeugung das er das Will und er genau diese Herausforderung sucht!

Genau so sehe ich den Kauf einer so teuren Leica M9. Diese Kamera kann nichts, was nicht andere Kameras für 499,– Euro auch können, im Gegenteil sie bietet wesentlich weniger Leistungsumfang!

Die kann ja nix!

Die M9 kann keine Videos aufzeichnen, hat keine Motivprogramme, hat keinen Autofokus, hat keine Programmautomatiken, kein hochauflösendes Display, keine schnelle Bildfolge und es gibt nicht mal Zoomobjektive dafür. Der Sucher zeigt immer das selbe an, egal welche Brennweite vor der Kamera montiert ist. Man schaut durch einen Sucher und nicht durch das Objektiv. Bei ISO 2500 ist nach oben hin Schluss und die ISO2000 rauschen schon sichtbar. Die Naheinstellgrenze ist mit 70cm nicht wirklich nah und nach etwa 400 Bildern ist der Akku schon leer – alles zusammen eigentlich „Katastrophen“ für den Leser von Mediamarktprospekten und den (Voll-) Theoretiker aus den Fotoforen.

Warum trotzdem?

Dennoch, dieses alles wissend, habe ich mir vor etwa drei Wochen endlich diesen langjährigen Wunsch erfüllt und mich von vielen großen schweren und teuren Nikon Teilen getrennt um mir diese „Emmy“ zu kaufen.

Ich war schon vor 20 Jahren dem Reiz der M Serie verfallen, die M5, die M6 und auch die M7 hatten schon immer einen großen Reiz auf mich ausgeübt, diesem ich aber nie erlegen bin. Die erste Digitale M, die M8, hatte diesen Reiz nicht auf mich, da die Bildergebnisse und dessen Rauschen mich persönlich nicht überzeugten. Das mag aber auch daran liegen das ich gerade zu dieser Zeit tief in die Nikon Welten abgetaucht bin und es neben meiner Nikon D3 echt jede andere Kamera schwer hatte. Nun, zurück zur Leica M9…

Ich entschied mich im ersten Step für die Kombination aus stahlgrauer M9, die es auch in komplett schwarz auf dem Markt gibt, und einem 50mm Objektiv, dem Voigtländer Nokton 1.1, welches ein wirklich großes und schweres Objektiv ist, in der Relation zu den sonstigen M Linsen von Leica oder Voigtländer. Gesagt, getan, bestellt und abgeholt und innerlich tierisch gefreut (…wie ein kleiner Schulbub…)!

Verarbeitung

Das Set liegt gut in der Hand und die Verarbeitung ist grandios – sowohl bei der Voigtländer Linse als natürlich auch beim Body der Leica M9 selbst. Die Haptik bekam damit direkt in allen Belangen eine klare Note 1.

Erste Gehversuche

Direkt nach dem Kauf und den ersten Gehversuchen mit der Emmy kam zwei Tage später der erste „wichtige“ Fototermin. Die letzte Hochzeit 2010 wollte von uns begleitet werden. Natürlich war da auch direkt die Emmy mit am Start neben meiner Nikon D3 und der Nikon meiner Frau. Immer wenn die wichtigen Bilder im Kasten waren griff ich zur M9 um damit auch Bilder zu schießen und siehe da, es sind erstaunlich viele Bilder in die Auslieferung an das Brautpaar mit der M9 gegangen, denn der Charme der Bilder ist schon was feines. Irgendwie analog anmutend, diese Bildergebnisse der kleinen grauen Lady. Die erste Reifeprüfung hatte die kleine Lady also direkt bestanden. Bei den nächsten Fotosessions, sowohl Portraitshootings als auch familiären Ausflügen über die Feiertage war die M9 immer in greifbarer Nähe von mir und hat etliche Bilder machen dürfen.

Die Aufnahmen wurden von Bild zu Bild besser und der Umgang mit dem Messsucher (schreibt man das wirklich mit drei „S“???) wird mit zunehmender Übung einfacher und sicherer. Die Offenblende 1.1 am Nokton will auch beherrscht werden, da der Schärfebereich schon arg „dünn“ ist.

Die Art wie man Bilder macht ändert sich!

Ich möchte behaupten, dass die Art wie man Bilder macht, bzw. die Herangehensweise ans Motiv eine andere ist mit einer solchen nahezu komplett manuellen Kamera und das erst Recht mit dem Messucher. Ich stelle fest, dass ich Bilder bzw. Motive mit der M9 anders „sehe“ und wahrnehme als das mit den SLRs der letzten Jahre der Fall war. Man ist langsamer und bedachter und das sieht man an den Bildern, denke ich! Diese Kamera verändert etwas die Vorgehensweise in der Art wie ich etwas fotografiere.

Diese veränderte „Sichtweise“ aufs Motiv gepaart mit der Unauffälligkeit der M9 macht viele Situationen deutlich einfacher als das mit der Nikon D3 um den Hals möglich ist bzw. war. In Ausstellungen, auf der Straße in Restaurants und sogar bei der eigenen Familie macht es einen enormen Unterschied ob man sich eine große schwarze Spiegelreflex mit einem enorm großen 24-70mm 2.8 vor das Auge hält oder eine derart kleine und altmodisch aussehende Cam. Zumal man vom Fotografen wesentlich mehr Gesicht sieht wenn er mit dem rechten Auge durch den Sucher der M schaut, da dieser Sucher an der ganz linken Kameraseite ist.

Der Sucher

Sucher ist ein gutes Stichwort: Da der Sucher nicht direkt über dem Objektiv ist, sondern daneben, hat man einen Paralaxenunterschied den man bedenken sollte. So war z.B. bei diesem Bild (Link zu Flickr) beide Augen der goldenen Figur im Sucher zu sehen, das Objektiv und damit der Sensor sahen aber nur eins… auch das gehört zur Lernkurve dazu.

In den Sucher, der ja wie oben erwähnt immer das selbe Bild bzw. die selbe Brennweite anzeigt, werden verschiedenen Leuchtrahmen eingespiegelt. Diese sind in drei Kombinationen verfügbar. 28 und 90mm, 50 und 75mm sowie 35 und 135mm. Je nach angesetztem Objektiv werden diese Rahmen eingeblendet. Dies geschieht durch unterschiedliche Bajonette (schreibt man das so?). Das klappt auch mit meinen Voigtländer Linsen und sogar mit der 25 Euro Russenlinse M39 und dem dazu passenden M39/LM Adapter sehr gut.

In der Mitte des Suchers ist ein kleines Rechteck mit dessen Hilfe man Scharfstellen kann. Man dreht so lange am Fokusring des Objektives bis in der Mitte die beiden übereinanderliegenden Bilder deckungsgleich sind. Das geht mit etwas Übung sehr gut. Am Anfang sucht man sich immer ein paar Linien im Bild, später geht das auch bei anderen Motivteilen sehr gut und zuverlässig. Hier gilt: Üben, Üben und nochmals Üben!

Vorteile der Kamera

Nach den obenstehenden Argumenten, was die digitale M alles nicht kann, hier ein paar Vorteile aus meiner subjektiven Wahrnehmung nach den vergangenen drei Wochen:

  • Unauffälligkeit – sieht alt und analog aus und man wird nicht direkt ins „Presselager“ geschoben
  • sehr leise – da kein Spiegel „rattert“ beim Auslösen
  • Diskretmodus, d.h. man hört nur das leise Klick und erst wenn man den Finger vom Auslöser nimmt, wird der Verschluss wieder aufgezogen. In Kirchen und Ausstellungen eine wirklich sehr schöne Funktion.
  • Verschlusszeiten – da die Kamera keinen Spiegel in Bewegung hat, kann man gute 1/10 Sekunde bei einem 35mm Objektiv aus der Hand halten, auch 1/25stel Sekunde sind bei einem 90mm Objektiv zuverlässig „haltbar“ ohne Verwacklung.
  • Objektive sind sehr klein und leicht, passen in Jackentasche ohne zu stören
  • Die ganze Ausrüstung ist sehr handlich und stört selbst nach vielen Stunden nicht in der Tasche auf der Schulter
  • Verarbeitung – ich bin wirklich schon durch die D3 von Nikon in Sachen Verarbeitung verwöhnt aber das Anfassgefühl der M9 ist eine andere Klasse!
  • 18 Mio Pixel – enorme Reserven zum Beschneiden der Bilddateien (mir hätten aber auch 12 Mio Pixel wirklich völligst ausgereicht!)
  • Kamera speichert direkt im DNG Format (RAW)
  • Kompatibilität zu alten Linsen ist erstaunlich gut – habe eine 15-20 Jahre alte 90mm Linse gerne an der M9, die ich gebraucht in Ebay „geschossen“ habe und die Qualität ist erstaunlich gut. Ebenso kann man sehr viele Fremdfabrikate nutzen. Ich habe eine 25 Euro Linse – ein russisches 53mm Objektiv – an der M9 getestet, auch das geht gut und macht Spaß. Auch die wirklich bezahlbaren Voigtländer Linsen machen erstaunlich gute Bilder – es muss also da nicht zwingend immer nur Leica sein. Dennoch muss ich zugeben das die Leica Linsen noch mal einen Ticken „schicker“ sind in Sachen optische Leistung und auch in Sachen Haptik!

Beschränkungen

Sportaufnahmen ist nicht die klare Stärke der digitalen M durch die Langsamkeit der Kamera und den begrenzenden Faktor des manuellen Fokus. Makroaufnahmen sind ebenso nicht das erste Ziel der M Serie. Durch die baubedingte Naheinstellgrenze von 70cm kommt man nicht sehr nah ran ans Motiv. Es gibt zwar ein Makro 90mm Objektiv von Leica mit einem speziellen Sucheraufsatz aber auch das ist nicht vergleichbar mit einem echten 1:1 Makro an einer Nikon oder Canon.

Rauschen

Ja das leidige Thema Rauschen. Da scheiden sich die Geister – insbesondere wenn man an einen alteingesessenen Leicajaner kommt. Die ISO 1600 der M9 ist besser als es jemals ein ISO 1600 Film war. Auch die ISO400 rauscht weniger als ein vergleichbarer ISO400 Film „gekörnt“ hat. Das steht mal fest.

Dennoch, und ich versuche mich wirklich diesem millitanten Leica-Wahn fernzuhalten, dem leider sehr viele Leica User völligst verfallen sind, rauscht die M9 deutlich stärker als es zum Beispiel eine Nikon D3 tut. Ich würde subjektiv das Rauschverhalten der M9 auf das Niveau einer Nikon D300s einstufen. Also sehr hochwertig aber nicht überragend. Interessant ist, dass das Rauschen der M9 eher einem Filmkorn gleicht, denn die Schärfe und die Details bleiben erhalten und es wird nichts matschig im Bild wie bei anderen DSLRs die schon in der Firmware das Rauschen ausbügeln und dadurch die Bilder weniger Rauschen, dafür aber auch matschiger sind.

Zum Thema Rauschen bin ich sicher durch den intensiven Einsatz der Nikon D3 in den letzten Jahren auch extrem verwöhnt und bin deswegen nicht so „euphorig“ wie es andere M9 User sind, die eben von einer wirklich stark rauschenden M8 oder M8.2 auf eine wesentlich weniger rauschende M9 umgestiegen sind. Es kommt da, denke ich, auch darauf an, von welchem Niveau man kommt oder ausgeht bei der Beurteilung eines solchen Faktors.

Fazit: Es rauscht bei der M9 sichtbar aber noch völlig OK und man kommt durch den Einsatz der 1.1er und 1.4er Linsen auch wesentlich weniger in den Bereich der extremen ISOs wie das bei einem 2.8er oder gar einen 4.0er Zoom an einer DSLR der Fall ist.

Bildqualität

Meine subjektive Meinung zur Bildqualität mal als Schulnoten zusammengefasst sehen so aus:

  • Auflösung = Note 1
  • Detailwiedergabe = Note 2+
  • Rauschen = Note 3
  • Farbwiedergabe im OOC JPG = Note 3-/4
  • SW Wiedergabe im OOC JPG = Note 1

Objektive

Nun, da bin ich noch nicht final fertig mit „Meinung bilden“ – deswegen fällt dieses Kapitel nur kurz aus.

Ich selbst nutze im Moment:

  • Voigtländer Nokton 35 1.4 MC
  • Gesamteindruck = Sehr gut!
  • Schärfe mitte = Sehr gut!
  • Schärfe rand = noch OK
  • Vignettierung = bei Offenblende recht hoch (aber ich mag das!)
  • sehr klein und sehr handlich
  • Verzeichnung = relativ hoch (in LR ein Klick! und es ist weg)
  • Voigtländer Nokton 50 1.1
  • Gesamteindruck = Sehr gut!
  • Schärfe mitte = Sehr gut!
  • Schärfe rand = ab Blende 2.0 sehr gut
  • Vignettierung = bei Offenblende 1.1 recht hoch (aber ich mag das!),
    ab 2.8 nicht mehr sichtbar
  • Verzeichnung = keine für mich erkennbar
  • für ein M Objektiv sehr groß und schwer und ragt weit in das Sucherbild rein
  • Leica / Leitz Elmar-C 90 4.0
  • Gesamteindruck = Sehr gut!
  • Schärfe mitte = Sehr gut!
  • Schärfe rand = Sehr gut!
  • Vignettierung = keine für mich erkennbar
  • Verzeichnung = keine für mich erkennbar
  • In Ebay sehr günstig zu bekommen
  • leider mit 4.0 recht lichtschwach
  • sehr klein und sehr handlich
  • wird demnächst gegen ein gebrauchtes Leica Summicron 90 2.0 getauscht

Getestet habe ich zudem

  • Leica Summilux 50 1.4
  • Gesamteindruck = Sehr gut!
  • Schärfe mitte = Sehr gut!
  • Schärfe rand = Sehr gut ab Blende 2.0!
  • Vignettierung = Offenblende sichtbar, ab 2.0 weg
  • Verzeichnung = keine für mich erkennbar
  • Sauteuer – aber sehr edel! „Musst have“ Faktor ist sehr hoch!
  • klein und handlich
  • steht auf der Wunschliste
  • Voigtländer Ultron 28 2.0
  • Gesamteindruck = Sehr gut!
  • Schärfe mitte = Sehr gut!
  • Schärfe rand = Sehr gut ab Blende 3.2!
  • Vignettierung = Offenblende sichtbar, ab 5.6 weg
  • Verzeichnung = sehr gering
  • neigt zu Cyan Ecken (ein bekanntes Leica Problem)
  • klein und handlich

Auf die Lieferung des Voigtländer Color Skopar 21mm 4.0 warte ich noch – werde dann aktualisieren wenn ich dazu was sagen kann. Ansonsten hatte ich viele Linsen – auch bei Händlern – an der Cam und getestet. Für mich sind die Brennweiten 21 – 35 – 50 – 90 ideal für den Einsatz an der M mit Vollformat.

Lieferumfang

Nun , da ist bei der M9 alles dabei was man braucht.

  • Body
  • Akku
  • Gurt – ein sehr langer und sehr bequemer – die erste Cam wo ich nicht direkt das Gefühl habe mich unbedingt nach Alternativen umzuschauen (und das hat bei mir echt was zu heißen!!! – gelle Schatz???)
  • Akkuladegerät für 220 Volt und ebenso für 12 Volt KFZ – das ist mal mitgedacht!!!
  • Lizenz für Adobe Photoshop Lightroom 3.0 zum Download

Fazit (Zwischenfazit) nach drei Wochen

Also gut, nun zum persönlichen Fazit meines Reviews… nach drei Wochen.

Lassen wir den Faktor Preis/Leistung mal außen vor (denkt dran meine Frau liest mit :-)) ist die Leica M9 eine kleine handliche, sehr hochwertig verabeitete, unauffällige, alt und konservativ wirkende Kamera mit hoher Bildqualität die zwar Rauschen zeigen aber dennoch sehr gut sind und das Verhalten meiner Art der Fotografie irgendwie – sehr postiv – verändert. Für Reise und Streetfotografie ist sie ein besonders gut geeignetes Werkzeug das sehr viel Spaß macht und die Herrausforderung der puren Fotografie in mir lockt!

Bildvergleiche zwischen Leica M9 und Nikon D3 oder anderen Kameras wird es von mir keine geben, da es immer ein Apfel/Birne Vergleich sein würde!

Ich bin sehr sehr froh beide Systeme nutzen zu können und damit meine und die Wünsche meiner Bilderkunden erfüllen zu können. Ein Pro Leica und Contra Nikon oder umgekehrt wird es von mir nicht geben, da beide Systeme eindeutige Pros und Cons haben!

Zwei Zitate von dieser Woche haben mich wiklich zum Schmunzeln gebracht die ich hörte während ich durch den Sucher schaute:

Das erste:

„Mit dieser Kamera hast Du für mich schon gewonnen, bei den fehlenden Automatiken!“

und das zweite:

„Du fotografierst wirklich noch analog?“

Es ist einfach wunderschön diese Unauffälligkeit der „alt“ und „konservativ“ anmutenden M9 zu genießen und damit Bilder zu machen!

Ich hoffe der Review beantwortet die eine oder andere Frage von Euch und hilft Euch. Bei weiteren Fragen einfach hier im Blog posten oder mich anmailen oder auch gerne via Facebook kontaktieren. Ich freue mich auf Euer Feedback.

Euer Jörg

Eine Bitte in eigener Sache: Wenn ich mal so verbohrt und Betriebsblind werde wie viele User in den Leica Foren dann sagt mir das bitte offen und ehrlich… ich versuche wirklich objektiv hier Meinungen und Erfahrungen zu teilen ohne einem Markenkult zu verfallen der scheinbar viele langjährige Leica User völligst die Sinne geraubt hat. Das ist bei den Preisen sicher naheliegend aber auch bei Leica ist nicht alles Gold was glänzt.

.

Nachtrag am 09-01-2011:

Da ich die M9 auch gerne mal Outdoor mit entfesselten Remoteblitzen nutzen möchte habe ich heute mal kurz meine Youngnuo 602 Blitzauslöser für meine Nikon Speedlites mal getestet und das Ergebnis ist einwandfrei. Die Blitze werden alle zuverlässig ausgelöst und die Belichtung – natürlich komplett Manuell – funktioniert sehr gut! Wieder ein *PRO* für die M9 in Ko-Existenz mit dem Nikon „Geraffel“ im Hause Langer.

Nachtrag am 10-01-2011:

Kleiner „Fun-Blog-Beitrag“ zu diesem Review – zwei Tage nach dem Review 🙂

>>> KLICK <<<

14 Kommentare

  1. Danke für diesen schönen Bericht. Jörg, sei beruhigt, zumindest ich kann dich verstehen, dass du soviel Geld für eine Kamera ausgibst, aber ich bin vielleicht auch nicht der vernünftigste Maßstab. 😉
    Übrigens, „langsam“ ist nicht die M9, sondern höchstens die Art zu fotografieren, die du damit bevorzugst. Gerade bei Streeshots kann die M9 schneller sein als jeder DSLR:
    28mm Linse, Blende f8 und die Entfernung eingestellt auf 3m – dann ist alles in einer Entfernung zwischen 1.50m und 30m scharf. Das Ganze dann bei ISO800 und S/W. Und du musst nur noch ans Komponieren denken. 😉

    1. Lach – OK, auch das will ich testen! Aber Blende 8 ??? Das doch dann wie Schweißerglas – oder? Ich finde „abblenden“ auf Blende 2.0 schon heftig…. LACH!

    1. Ja Sam, das ist vielleicht noch zu früh so richtig final zu beantworten – frag mich das bitte noch mal in 6 Monaten – dann wird die Antwort realistischer sein.
      Heute gilt: Auftrag = Primar Nikon um auf Nummer Sicher zu gehen weil ich die Blind mit verbundenen Händen kopfstehend bediene wie ein Schreiner seine Säge. Aber auch bei Aufträgen mache ich immer ein paar mit der Leica. Stadt bzw. neudeutsch Street nur noch mit der Leica. Ausstellung, so wie gestern die Tutanchamun in Köln, nur noch mit der Leica wegen Ihrer Kompaktheit und Unauffälligkeit. Reise und Ausflugsfotos nur noch mit der Leica. Sport (mache ich ja recht selten… *ggg*) nur mit der Nikon.
      Also so eine richtige klare Zuordnung gibt es nicht, noch nicht bei mir! Ich mag einfach beide Systeme sehr und bin froh beide einsetzen zu können.
      Hilft Dir die Antwort?

  2. Hallo Jörg,

    mir geht es mit meiner gebrauchten M8 und der 5D wie Dir mit der M9.

    Lieblingslinsen sind da:

    Das 40ger Summicron von der CL
    Das 90ger 4.0 M-Rokkor und
    das 28ger 2,0 CV Ultron.

    Mit dem 21ger Color Skopar spiele ich gerade herum.

    Gruss
    Thomas

    1. Hi und Hallo Thomas,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Haben uns ja ewig nicht mehr gesehen…

      Wie ist denn Deine bisherige Meinung zum Skopar 21mm?

      Liebe Grüße – Jörg

  3. Danke, hilft mir schon mal ein wenig.
    Mal sehen, vielleicht leiste ich mir die M9 als Belohnung wenn mein aktuelles Projekt so richtig gut zu Ende gebracht ist (was wohl eher 1012 sein wird *hüstel*)

  4. „… weil ich die Blind mit verbundenen Händen kopfstehend bediene …“

    Ok, Jörg, DAS wollen wir jetzt sehen, „din Fru“ kann uns davon ja mal ein Foto machen. 😀

    Zum Jahreswechsel hatte ich die Gelegenheit, mal eine M9 in den Händen zu halten und damit herum zuspielen. Ich kann Dich gut verstehen, dass Du Dir die Emmy „angelacht“ hast. Es ist völlig anderes Fotografieren. Sicher, meine D700 ist technisch auch deutlich leistungsfähiger. Aber beim Arbeiten mit einer M9 geht es nicht um die Technik. Sicher, das was hinten raus kommt soll schon vorzeigbar sein, keine Frage.

    Aber das Feeling ist ein ganz anderes. Ich weiß nicht, ist „bewußter“ vielleicht ein Ausdruck der paßt? Wie auch immer, eine Emmy könnte ich mir als Alternative zum Alltag durchaus vorstellen. Vielleicht nicht unbedingt für Auftragsshootings, aber erstens fotografiere ich in meiner Freizeit auch gerne und zweitens könnte es mir gehen wie Dir. Denn ich schätze mal, die Leica war ursprünglich nicht unbedingt als Einsatzkamera gedacht, oder?

    1. Hallo Christian,

      die M9 war durchaus als „Einsatzkamera“ gedacht, aber nie als „alleinige“ und Komplettersatz der Nikons… sondern eher als „Ergänzung“.

      Beantwortet das Deine Frage?

      Liebe Grüße – Jörg

  5. „Lach – OK, auch das will ich testen! Aber Blende 8 ??? Das doch dann wie Schweißerglas – oder? Ich finde “abblenden” auf Blende 2.0 schon heftig…. LACH!“

    Ja, ja, lach du nur. 😉
    Probiers mal aus, es klappt wirklich! Und für Streetshots brauchst du keine Freistellung. 😉

  6. Hallo und vielen Dank für den tollen Bericht den ich nun aus Istanbul lese 🙂
    Leica ist doch schon etwas anderes, eine ganz andere Art zu fotografieren. Ich hatte eine M8, doch vielleicht nur wegen dem MF wo ich schnell müde wurde, bin ich zur Contax G2 gewechselt. Ist ja das gleiche Prenzip nur mit AF.

    Ich wünsche Dir viel Spass mit der M9.

    Gruss
    Murat

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