OK, nennen wir es einen schnellen Infrarot High Iso Test…

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Da ich zwischen den vielen für uns „typischen“ Fototerminen wie Hochzeiten, Taufe, Babybauch, Babybilder und Portraits mal wieder nach einem neuen Ziel in Sachen Fotografie suche, bin ich (wieder) angeregt durch Stefan Groenveld auf die IR Fotografie gestoßen. Ich habe schon viele Jahre immer wieder mal bei Bekannten aus den Foren und den Social Medias die Infrarot Bilder fasziniert betrachtet aber das Thema nie wirklich selbst verfolgt. Bis zu Stefans Blogpost….

Also bei Amazon den „billigen“ Hoya R72 Filter bestellt und heute Abend nach einer Hochzeitsreportage beim „Gassi-gehen“ mit den Hunden und der Tochter mal den Filter vor das 18-55 und die Fuji X-Pro 1 geschraubt und losgezogen. Voller Begeisterung über den kompletten Rotstich und die „anderen Farben“, wie es meine Tochter nennt, habe ich natürlich komplett übersehen das ich die ISO Automatik noch an hatte und deswegen auch noch gut mit 1/30stel bei Blende 2.8 die Bilder machen konnte, obwohl der rabenschwarze IR720 Filter vor der Linse war.

Ich  könnte Euch jetzt versuchen zu erlkären das das alles Absicht war und ich die IR Empfindlichkeit bei den hohen ISOs von 3.200 bis 6.400 testen wollte, aber ganz ehrlich, es war einfach „Dusseligkeit“ eines Fotofuzzys der einen anstrengenden Tag hinter sich hat.

Hier ein paar Bilder vom Spaziergang heute Abend:

Beim nächsten Test, verspreche ich Euch, nehme ich kleine und magere ISOs und dafür ein Stativ mit. 🙂

So richtig machen mich die Bilder noch nicht an, aber es ist ein Anfang. Neugierig macht mich das Thema auf jeden Fall jetzt schon und die wenige ungeplante freie Zeit werde ich im Sommer sicher ab und an mit IR Fotos füllen.

Das obige Bild kommt übrigens genau so aus der Camera:

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Ich habe die Bilder in Lightroom in SW umgewandelt und etwas nachgeschärft und dann in Websize exportiert um Sie Euch zu zeigen.

Macht Ihr auch IR Bilder? Wenn ja, postet doch mal als Kommentar unten Eure Links zu Euren IR Bildern. Bin auch für jeden Ratschlag und Tipp dankbar, da ich mich bislang weder eingelesen noch tiefer mit dem Thema IR beschäftigt habe.

Bin auf Eure Kommentare gespannt.

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

p.s.: Lesenswert –> Wikipedia Infrarotfotografie

7 Kommentare

  1. … und mir juckte es schon in den Fingern, ob das nun ‚rein zufällig‘ ein neuer Trend wird, mit dem IR-Kram 😉 Ist irgendwie ganz hübsch anzusehen, aber meinen einen haut es ehrlich gesagt nicht aus dem Ohrensessel. Mag sein, dass ich das noch nie für mich ‚reizvoll‘ fand … Hmmm. Vielleicht mach ich ja irgendwann auch mal eines. Irgendwann. Irgendwann geh ich bestimmt auch mal in den Louvre … 😎

    Gruss aus der plus belle ville du monde,
    Hauke

  2. Ich hab auch noch nicht so richtig rausgefunden, was an der IR-Fotografie so begeistert.
    Aber wie Jörg sagt: Es ist mal was anderes. Ich hatte auch schon überlegt mal eine Woche lang einen fetten Graufilter vor die Linse zu schnallen und zu gucken wie das meine Fotos verändert 🙂

  3. Sam, wobei IR ja noch was anderes ist, als Kamera quslösen und in aller Ruhe drei Bier trinken zu gehen 😉
    Fette Graufilter sind übrigens kalter Kaffe gegen Schweissglas … gleich die sw Kurve einstellen (HP5 kommt kuhl dabei wegen der ultimativ tiefen Tiefen ) und Grünfilter simulieren. Damit kannst die Förde leerlaufen lassen. Nur noch grauweisse Pampe statt Wasser 😉 Auf solchen Kram hätt ich in der Tat mal wieder Lust. Hast was angezettelt … 😯

  4. Na ja, stimmt nicht so ganz oder besser nicht immer, das mit dem Kaffeetrinken. 😉

    Zunächst einmal Danke, Jörg, für die tollen Fotos! Das sieht richtig klasse aus.
    ISO hoch ist natürlich eine Maßnahme, vor allem bei der Fuji, die mit hohen ISOs ja richtig gut umgeht.

    Kommen wir jetzt mal zu IR:

    Es gibt mehrere Möglichkeiten, Infrarot-Fotografie zu betreiben. Infrarot ist ja zunächst nichts anderes als Licht, aber eben eines, dass wir nicht direkt sehen können und das Kameras auch nicht oder nur sehr begrenzt aufnehmen.

    Es müssen also neue Bedingungen geschaffen werden, um IR-Licht aufzeichnen zu können. Früher (in rein analogen Zeiten) war das ein IR-empfindlicher Film und ein Sperrfilter vor dem Objektiv, der (beinahe) alles sichtbare Licht sperrte und nur den IR-Anteil passieren lies. Das war nicht ganz leicht zu bewerkstelligen, da durch den beinahe „schwarzen“ Filter (er ist übrigens verständlicherweise nicht komplett schwarz, wenn man ihn gegen die Sonne hält, sieht man je nach Filter ein dunkles Rot) in einem SLR-Sucher so gut wie nichts zu sehen war. Man brauchte also einen separaten Sucher für die Komposition und musste die Entfernung gut schätzen, bzw. mit einem externen Messsucher messen. Da es allerdings zu einer Fokusverschiebung kommt, hatten einige Objektive eine zusätzliche IR-Markierung.

    Heute, mit digitalen Kameras, kann man noch ganz ähnlich verfahren und wie Jörg (oder ich bei meiner M8) einfach einen Filter vorschrauben. Dabei hängt die nötige Belichtungszeit von der IR-Empfindlichkeit des Sensors ab. Bei der Fuji X-Pro1 bzw. einer Leica Monochrom (z.B.) ist der Sensor nicht sehr IR-empfindlich, so dass man sehr lange belichten (oder die ISO-Einstellung hochstellen) muss. Die M8 hingegen hat ja die vielkritisierte IR-Empfindlichkeit, die man für die IR-Fotografie mit einem Filter sehr gut ausnutzen kann. Dann sind Belichtungen aus der Hand sehr gut möglich, auch bei niedrigen ISOs, und das Kaffeetrinken muss entfallen (oder auf anschließend verschoben werden ;)).
    Es gibt Fotografen, die den IR-Sperrfilter vor dem Sensor ausbauen und durch eine Klarglasscheibe ersetzen und so die IR-Empfindlichkeit stark erhöhen.

    Ganz ähnlich funktioniert eine zweite Methode: Wenn man, was z.B. bei den älteren Canon G-Kameras sehr gut möglich ist, den IR-Sperrfilter vor dem Sensor durch ein IR-Filterglas (das nur IR durchlässt) ersetzt, arbeitet man ebenfalls mit „handkompatiblen“ Belichtungszeiten. Dies wurde bei meiner Canon G3 gemacht. Das Fotografieren im IR-Bereich geht damit ebenso leicht von der Hand wie normale Fotografie und die Ergebnisse benötigen lediglich eine leichte Anpassung per Gradationskurve. Man kommt so sehr zügig zu solchen Fotos:

    Solch eine Kamera kann allerdings nur noch für IR und nicht mehr für die normale Fotografie genutzt werden.

    Es freut mich, Jörg, dass du dich mit dieser spannenden Nische auseinandersetzt. Die anfängliche Begeisterung ebbt relativ schnell zwar wieder ab, doch hin und wieder greift man gerne auf diese Möglichkeit zurück, um diese ganz „besonderen“ Fotos zu machen.
    Am besten wirken Bilder mit einem Wolkenhimmel (also blau mit einzelnen Wolken) und viel Pflanzengrün auf das direkt die Sonne scheint.

  5. Habe es auch ausprobiert mit der fuji Xe-1 und dem 18-55 Fujijon. Bekomme allerdings einen Hotspot in der Mitte des Bildes. Die besten Ergebnisse habe ich mit einer alten Olympus 2020Z gemacht; hat aber leider nur 2 MPix und kein Raw. Ergebnisse kannst du unter fotocommunity unter dem Suchnamen Lemnitzer anschauen. Auf alle Fälle noch viel Spaß mit IR

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