Nie hat mich ein Fotograf so fasziniert wie dieser

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In den letzten Jahren habe ich mich wirklich intensiv mit anderen Forografen beschäftigt, habe Bücher über Sie gelesen, habe mir Bildbände von ihnen angeschaut und habe sogar angefangen mir Ausstellungen anzusehen. So auch an einem vergangenen Wochenende als ich mir die Ausstellung von Sebastiao Salgado in Berlin angesehen habe die sein neuestes Projekt Genesis zeigt.

Auf Sebastiao, den brasilianischen Fotograf und Fotoreporter, bin ich Aufmerksam geworden über den Film, „Das Salz der Erde„, bei dem Wim Wenders Salgado als den sozial engagierten Fotografen in der Tradition der sozialdokumentarischen Fotografie vorstellt mit seinem Lebenswerk. Ein Film den ich mir seit ich die Blue Ray habe schon drei mal angesehen habe und immer noch gefesselt bin.

In der ARD Mediathek ist ein Trailer des Filmes mit ca. 7 Minuten anzusehen, in dem anschaulich gemacht wird welche Arbeiten Salgado in seinem Leben gemacht hat. Schaut es Euch mal an.

>>> ARD Mediathek: „Das Salz der Erde“ – Wim Wenders Hommage an Sebastião Salgado

Über die Ausstellung Genesis im Berliner Amerika Haus nähe des Bahnhof Zoo konnte ich auf der CO-Berlin Seite lesen:

Der Fotograf Sebastião Salgado dokumentiert in opulenten Schwarz-Weiß-Fotografien die überwältigende Schönheit und die Artenvielfalt unberührter Flora und Fauna sowie indigener Völker. Sein ästhetisch beeindruckender, großformatiger Bilderzyklus ist das Ergebnis einer langjährigen Expedition mit dem Ziel, über das Medium Fotografie das Bewusstsein für die Kostbarkeit der letzten unberührten Winkel der Erde zu schärfen. Das Genesis-Projekt ist Sebastião Salgados Appell an die Zivilisation, einen Teil des Planeten in seiner Ursprünglichkeit und faszinierenden Diversität zu bewahren.

Quelle: http://www.co-berlin.org/sebastiao-salgado

Einige rein private Eindrücke habe ich mit dem Smartphone gemacht als Erinnerung an diese fesselnde Ausstellung.

Noch nie, und das ist keine Floskel an dieser Stelle, hat mich ein Fotograf bzw. seine Bilder so fasziniert wie die Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Sebastiao Salgado. Er reduziert die Aussage in seinen Fotos derart stark auf die Emotionen und Stimmungen der Situation, und das sowohl bei Menschenfotos wie auch bei reinen Tier- oder Landschaftsaufnahmen wie kein anderer mir bekannter Fotograf.

Nach der Ausstellung ist mir aufgefallen das ich das allererste Mal in einer Ausstellung nicht überlegt habe mit welcher Kamera, welchem Objektiv oder welchen EXIF-Daten die Bilder aufgenommen wurden, weil mich die Bildaussage so sehr fesselte, das ich gar keinen Gedanken an Technik und Co verschwendet habe.

Auf YouTube habe ich ein Video gefunden, ein Interview mit dem Herausgeber des zur Ausstellung passenden Buches Genesis mit den Fotos der Ausstellung.

Wenn Ihr mich fragt ob ich Vorbilder in der Fotografie habe, dann gibt es da einige, auch gute Deutsche Fotografen die mich faszinieren und inspirieren, aber Sebastiao Salgado steht, seit ich seine Werke (und sein sozial engagiertes Leben) im Film, in Büchern und in der Berliner Ausstellung erleben durfte, ganz oben auf meiner persönlichen „Faszinations- und Inspirationsliste“.

Das Buch Genesis kann man übrigens sowohl in der Ausstellung in Berlin, als auch bei Amazon für 49 Euro kaufen. Meine Frau und ich haben uns das Buch zum 23sten Hochzeitstag geschenkt und es liegt seit dem auf unserem Esszimmertisch und ich blättere täglich darin und bleibe immer wieder viele Minuten an einzelnen Aufnahmen hängen – voller Emotionen und Gedanken.

Genau das soll Fotografie – für mich persönlich sein – Faszination und das Bewahren von Augenblicken für die Ewigkeit.

Danke Sebastiao!

Der frisch gepresste Orangensaft im Cafe des Amerika Hauses der C/O Berlin ist übrigens extrem lecker 🙂

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Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

4 Kommentare

  1. Bei mir war es ähnlich, nach dem Film das Salz der Erde musste ich mir das Buch Genesis kaufen. Ich war von dem Film fasziniert und das Buch ist wirklich eine gute Anschaffung ( nicht nur wegen des Gewichtes 😎).
    Ich stimme dir auch zu, man überlegt nicht, wie das Bild technisch gemacht wurde (Einstellungen), man lässt viel mehr das Bild auf sich wirken.

  2. Hallo Jörg,

    vielen Dank für den Beitrag. Von dem Film bin ich auch sehr begeistert und die Ausstellung interessiert mich auch. Im Film sind sie ja auch auf das Projekt eingegangen.

    Wie lange läuft die Ausstellung noch?

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