Müssen Streetfotos eigentlich immer Schwarz-Weiß sein?

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War ja klar… Normalerweise brauche ich im Berufsverkehr eine gute Stunde mit dem Auto morgens in die Stadt nach Frankfurt. Da ich heute eine schon lange vereinbarte Untersuchung bei einem Arzt in der Stadt hatte, in der nähe vom Hauptbahnhof, plante ich mal lieber eine Stunde und 20 Minuten ein. War ja klar, das ich dann heute nach genau 25 Minuten schon in der Stadt war. Super! Da hätte ich noch so schön schlafen können…

Aber positiv denken, ich habe endlich mal Zeit, mich ohne Ziel und Auftrag mit der Kamera rund um den Bahnhof mich rum zu treiben. Die Sony A7S und das 35er um den Hals schweife ich so umher und mache ein paar Fotos.

Beim kopieren und entwickeln der wenigen Aufnahmen fragte ich mich die folgenden beiden Fragen:

A. Sind das überhaupt „echte Street-Fotos“?

B. Müssen Street-Fotos nicht immer Schwarz-Weiß sein?

Nun, die erste Frage kann ich tatsächlich nicht beantworten und ich denke, dass ist eine echte Geschmackssache und bei dieser Frage ist reichlich Platz für persönliche Interpretation des Begriffs „Streetphotography“.

Bei der zweiten Frage, gefallen mir die Schwarz-Weißen Aufnahmen viel besser und für mich – ganz persönlich – ist Schwarz-Weiß Bunt genug!

Wie seht Ihr das? Wie seht ihr das im generellen und speziell in diesem Falle bei den nachfolgenden Bildern?

Die Exif-Daten in den Bildern sollen keine Wasserzeichen sein, diese sollen Euch Technik verliebten Fotofuzzys nur zeigen, mit welchen Einstellungen ich fotografiert habe. Für viele ist das ja immer noch immens wichtig. Gerade die ISO sind bei den Sony A7S Bildern ja gerne gesehen. 🙂

Als ich dann so bei der Untersuchung beim Arzt saß, nach diesem Spaziergang mit der Kamera fragte ich mich wieder mal:

Warum macht man (also ICH) das nicht öfter mal – einfach früh – vor dem Job – die Kamera schnappen und bissi „treiben lassen“???

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

p.s.: Wisst Ihr eigentlich wie viele Stellen es in einem solchen Bahnhof gibt, an denen es nach herrlichem Kaffee und frischen Obstsäften riecht, wenn man seit 12 Stunden Nüchtern sein muss? Ich dachte zwischendurch, dass sei gar kein Bahnhof, sondern eine Markthalle mit Zug-Anschluss! Was eine Quälerei ohne Coffein in der Blutbahn…

4 Kommentare

  1. Also ich finde diese Bilder ganz wunderbar. Und nein, „Street“ muss nicht immer S/W sein, aber hier passt es – wie meist – besser. Wie du schon schreibst, Jörg, es gibt sicher so viele Definitionen von „Streetphotography“ wie es „Street-Fotografen“ gibt. 😉
    Für mich ist z.B. ein wesentlicher Bestandteil von „Streetphotography“, dass Menschen oder deren unmittelbare „Auswirkungen“ gezeigt werden, wobei ich Gebäude da nur entfernt dazuzählen würde.
    Aber wie gesagt, das ist was ganz Persönliches.

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