Wenn einem die Menschen zu viel werden dann müssen sie eliminiert werden!

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Mit diesem Titel des Beitrags komme ich bestimmt ganz weit in den Suchmaschinen der Regierungen und Schutzorganisationen. Aber das ist gar nicht mein Ziel. Ich hatte gestern, seit sehr langem mal wieder Zeit für mich und meine Experimente. Also etwas aus der Schublade „Was ich schon immer mal machen wollte….“.

Was war das Ziel?

Nun, ich wollte einen Platz, der immer von Menschen überlaufen ist, mal quasi Menschenleer aufnehmen. Da ich auf meine Tochter wartete, die ein Meeting in Berlin hatte, schnappte ich mir mein kleines Reisestativ und meine Leicakuh und einen 1.000 fach Graufilter dafür und positionierte mich am Pariser Platz am Rande mit dem Blick auf das Wahrzeichen der Mutterstadt Berlin. Übrigens, die Bank auf die ich mich setzte war danach dann auch trocken und meine Jeans sah stark aus von hinten, aber das ist eine andere Geschichte…

2015-12-25-Exif1Die Exif Daten des obigen Bildes verraten Euch, das es eine ganz normale Aufnahme ist ohne den oben erwähnten 1.000 fach Graufilter und mit einigen Menschen drauf. Ich war übrigens äußerst erstaunt, wie leer die Stadt am sogenannten Heiligen Abend ist. Selbst im Kaufhaus (KaDeWe) war es regelrecht leer. Ich hatte mit einem „Mörderandrang“ überall gerechnet.

Also eigentlich war es mir für mein Experiment viel zu ruhig und leer am Brandenburger Tor. Aber egal, jetzt war ich schon mal da und hatte Zeit – jetzt wollte ich endlich diesen Punkt von meiner „Willste mal machen Liste“ streichen und machte mein Bild mit dem Graufilter.

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Nun, hat es geklappt das Experiment? Ich würde sagen „Jain„.

2015-12-25-Exif2Generell ist der Platz fast leer. Durch den Graufilter wird so viel Licht geschluckt, so das der Verschluss so lange offen bleiben muss um die benötigte Lichtmenge auf den Sensor zu bringen, dass die Menschen durch Ihre eigene Bewegung unsichtbar werden. Um so schneller sie sich bewegen, um so unsichtbarer werden die Passanten.

Was hat nun gefehlt um den Platz ganz leer zu machen? Eine noch längere Verschlusszeit. Leider ist meine Leicakuh, wie viele andere Kameras auch auf maximal 30 sekunden Verschlusszeit beschränkt. Bei 60 oder mehr Sekunden Verschlusszeit wären dann auch die letzten Selfiemachenden Touristen verschwunden auf dem Bild. Dafür hätte ich dann aber auch einen zweiten oder noch stärkeren Graufilter benötigt. Da der Graufilter mit seinen 10 Blenden aber schon zu den stärksten gehört, hätte ich bei einer noch längeren Verschlusszeit also „Stacken“ müssen, sprich zwei Graufilter übereinader schrauben müssen. Bei diesem Motiv wäre übrigens auch ein Grauverlauffilter gut gewesen um den drastischen Helligkeitsunterschied vom hellen Himmel zum (von der US Botschaft) abgeschatteten unteren linken Eck auszugleichen. Dieser lag aber etwa 550 km weiter südwestlich von meinem Aufnahmeort gestern entfernt im heimischen Fotokeller. 🙂

Eine noch einfachere Variante, um die Menschen mehr in Bewegung zu halten, und damit auf meinem Bild unsichtbar zu machen, wäre natürlich auch ein Verbot dieser affigen Selfiesticks. 🙂

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Ich lasse den Graufilter mal weiterhin in meiner Leicakuh-Tasche und werde das weiter verfolgen. Vielleicht konnte ich Euch ja auch etwas zum Experimentieren anstecken?!

In diesem Sinne wünsche ich Euch weiterhin tolle, ruhige und Experimentierfreudige Feiertage.

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

3 Kommentare

  1. das bedeutet, wenn um einen nervige Leute rumflippen … lange drauf starren und Graufilter vor die Augen halten … und schon sind sie weg?
    wow – hätte ich das nur vorher gewusst!

    Im Ernst – cooles Experiment, den Effekt der Langeren Verschlusszeit kannte ich in der Tat nicht.

    merci und weihnachtliche Grüße – Mad

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