Die ersten Gedanken zu Olympus OM-D E-M5 vs. Fujifilm X-E1

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Seit wenigen Tagen habe ich eine Olympus OM-D E-M5 hier und war jetzt ein bisserl damit unterwegs. Da ich unzählige Mails zu diesem Vergleich bekomme (warum um Himmels willen interessieren sich so viele was ich nutze und warum ich das nutze???) habe ich hier mal vorab ein paar Stichworte bzw. erste Eindrücke für Euch zusammen geschrieben:

Zur Olympus OM-D E-M5 vs. Fujifilm X-E1:

  • Buttons und Knöpfe sind trotz meiner Worschtfinger gut bedienbar. Da hatte ich von Freunden, die die OM-D schon haben oder hatten, etwas anderes vorhergesagt bekommen. Aber eins ist so, die Buttons und Knöpfe sind klein!
  • Display und Sucher sind schneller als bei der Fuji X-Pro 1 und Fuji X-E1 in der Reaktionszeit – rein gefühlt.
  • AF ist wesentlich schneller und trotzdem sehr zuverlässig
  • Serienbildgeschwindigkeit ist richtig flott. Ich habe meine beiden Töchter in Serie fotografiert. Alle scharf und kein Ausschuss. Das ist mit der Fuji X (leider) unmöglich.
  • die JPGs aus der Fuji waren irgendwie fertiger und besser als die aus der Oly. Bei RAW sind beide Kameras m.E. gleichauf und meine bestehenden Lightroom PreSets funktonieren bei beiden Systemen gut.
  • das Olympus die RAWs beschneidet wenn ich 16:9 auswähle finde ich doof, bei Fuji waren nur die JPGs beschnitten und bei den RAWs konnte man noch in LR den 16:9 Beschnitt ändern mit Veränderung der Maskierung. Vielleicht gibt es da noch einen Trick den ich noch nicht kenne.
  • die RAWs der Oly sind in LR wesentlich schneller zu exportieren als die X Raws. Die X-Raws haben bei meinen beiden Systemen immer länger gedauert als sogar die Monster RAWs der Nikon D800. Hat mich nicht wesentlich gestört aber bei den Oly RAWs ist wieder alles „normal“ schnell.
  • Das Klappdisplay mit dem Touch (Finger auf Stelle wo der Fokuspunkt sein soll legen und damit direkt auslösen ist bei Street ein Seegen! War am Montag über sechs Stunden mit meinen beiden Töchtern in Frankfurt unterwegs. Einfach Klasse!
  • im Rauschen war die X-E1 ab 1.000 besser als die OM-D E-M5, nicht sehr viel aber schon besser. Das werde ich noch mal genauer vergleichen, auch mit Bildern.
  • Das Kitobjektiv – Olympus 12-50 ist sehr flott im AF und mit dem Brennweitenbereich von 24 bis 100mm (umgerechnet auf KB) sehr vielseitig. Die Schärfe und Verzeichnung und Vignetierung liegt auf dem Niveau, wo auch das 16-50 von Fujifilm liegt. Das 12-50 hat aber zwei wesentliche Vorteile, denn es ist Wasser-Regen-Dicht und hat einen – für ein Zoom – sehr guten Makromodus. Zudem ist es per Manuel-Zoom, aber auch per e-Zoom bedienbar, was gerade Filmer sehr freuen wird. Die Zoomgeschwindigkeit ist in drei verschiedenen Stufen nutzbar, je nachdem wie weit man den Ring dreht. Leider ist das Objektiv recht lang und optisch nicht wirklich ein „Brüller“ an der sonst sehr schicken OM-D.
  • Die beiden ultrakleinen Festbrennweiten 17 1.8 und 45 1.8 sind der Hammer. Diese sind beide auf dem sehr hohen Niveau, wo auch die Fuji Festbrennweiten liegen. Leider hat Fuji die 35mm (das Fujinon 23mm F1.4) Festbrennweite ja schon wieder verschoben, aber das Olympus 17 1.8 braucht sich nicht zu verstecken und macht extrem viel Spaß und ist auch optisch ein Traum an der schicken OM-D. Das 45er (also quasi das 90er) ist sehr gut und auch von der Bauform sehr klein und handlich. Die Schärfe ist Top und die Linse macht sehr viel Spaß.
  • Das Olympus für die Gegenlichtblenden mal eben 40 Euro aufruft und diese nicht im Lieferumfang der Objektive sind, ist schon frech, dafür sind die mFT Objektive aus dem Hause Olympus aber auch günstiger als die Fujinons.
  • Was mir an der Olympus fehlt ist ein vergleichbares Objektiv wie das Zeiss Touit 12mm, also ein 18er oder wenigstens eins wie das Fujinon XF 14 2.8, also ein 21er. Bei Olympus gibt es zwar das sehr gute 12 2.0, aber das eben am mFT Cropfaktor mit 2x nur ein 24er Weitwinkel. Da würde ich viel dafür geben ein 10 2.8 zu bekommen. Mal sehen ob da meine „Gebete“ noch erhört werden?!

Ich habe gestern bei einem Fotoausflug mit meinem Freund Carsten Schouler ein paar seiner „Altgläser“ adaptiert an meine OM-D und auch das hat sehr gut funktioniert. Der wirklich sehr gute Sucher der Olympus ermöglicht stressfreies manuelles Fokussieren. Ich teste eine 50er Jupiter 3, ein Pentax 110 mit 70mm und ein Voigtländer Heliar 15mm.

Soviel zu meinen ersten Eindrücken nach wenigen Tagen. Ich werde weiter berichten.

Fazit: Also, beide Systeme haben klare Vor- sowie Nachteile. Es gibt, auch für mich persönlich, keinen klaren Sieger! Da es für mich nur Beiwerk neben der Nikon Ausrüstung ist und bleiben wird, macht es einfach Spaß und erspart einem oftmals das Schleppen der schweren Nikons, auch bei gewerblichen Aufträgen, denn die Bildqualität der Systemkameras ist enorm gut und wird immer besser, wie die heute vorgestellte Sony Alpha 7 und 7r mit Vollformat zeigen. Es bleibt also spannend… 🙂

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

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7 Kommentare

  1. Tja, ich muss wohl noch eine Generation warten, obwohl die Fuji mich schon reizen würde. Aber Mutti hat früher immer gesagt, Geduld ist eine Tugend. Das habe ich aber wohl nicht von Ihr geerbt 😉

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