Lightroom 6 / Lightroom CC – was kaum erwähnt wird – der „Worschtfingermodus“

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Seit zwei Tagen ist die neue Version von Adobes Lightroom erhältlich und nahezu jeder der etwas mit der Fotografie und den Medien zu tun hat berichtet darüber. Ich hatte mir nach dieser Flut an Videos, Screencasts und Newspostings fest vorgenommen mich dieser Welle nicht anzuschließen.

Nachdem ich die neue Version am Dienstag Abend über die Cloud Version auf einen meiner Rechner gezogen und gestartet hatte, war ich recht enttäucht, denn ich sah auf Anhieb so gar keinen Unterschied zur Version davor, der fünfer Lightroom Version. Ich tat also das, was wahrscheinlich sehr viele getan haben, ich zog mir einige der News und Videos zu Lightroom 6 rein und fand dann auch die oft und überall gefeierten Neuigkeiten wie HDR-Funktion, Panorama-Funktion, der Verlaufsfilter-Pinsel (eine sehr coole Sache!) und auch die Unterstützung der Grafikkarte (GPU Support). Alle diese Features gefallen mir sehr gut und sind m.E. auch brauchbar und sinnvoll umgesetzt worden von Adobe. Alles wirkt sinnvoll und logisch als eine Weiterentwicklung der bisherigen Versionen.

Am besten gefallen hat mir Gunthers Beitrag und sein dortiges Video mit seinen etwas über 30 Minuten, der die neuen Funktionen, an seinen immer wieder faszinierenden Reiseaufnahmen vorführt und auch nicht nur „prosa“, sondern auch berechtigte Kritik an der Software anbringt. Ich binde sein Video hier mal ein, für diejenigen die noch auf Materialsuche / Newssuche sind zur neuen Lightroom Version:

In einem Nebensatz recht weit hinten, wo ich eigentlich schon ausschalten wollte, erwähnte Gunther diesen Touchmodus und genau auf diesen wartete ich schon sehr lange als zufriedener Surface Pro 3 Anwender. Leider hat Lightroom bisher zu den Softwarelösungen gehört die wirklich unmöglich mit den Fingern auf dem Windows Tablet zu bedienen waren. Sicher ist das Bearbeiten von ganzen Shootings mit dem Touchscreen nicht sinnvoll, aber gelegentlich wäre es schon schön gewesen, „mal eben“ ein Bild zu bearbeiten ohne eine Maus oder die Tastatur mit dem Trackpad „anzuschnallen an das Tablet. Ihr kennt das, man hängt im Strandkorb oder auf der Couch und quatscht digital mit einem Fotokumpel über das eine oder andere und hat die Tastatur und/oder die Maus irgendwo im Büro liegen.

Jetzt mal eben Lightroom starten und mit dem Finger…

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Das ist von Adobe Schnörkellos und schick und sehr einfach gelöst worden.

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Man wählt unten das aus was man verändern möchte und schiebt dann den Regler da hin wo man diesen braucht und geht dann zum nächsten Schritt den man verändern möchte.

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Auch das nutzen von Presets, den mitgelieferten oder seinen eigenen, geht wunderbar mit den Fingern.

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Das oft genutzte Beschneiden/Croppen ist auch mit den Fingern gut erreichbar.

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An Exportmöglichkeiten fehlt es m.E. noch etwas, Da fehlen mir noch Exportmöglichkeiten, wie zum Beispiel ein klassisches „auf Facebook teilen“ oder ein einfaches „auf Desktop speichern“.

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Ich finde es schade das diese Neuerung, nennen wir sie mal „Worschtfingermodus„, nahezu nirgends in den vielen unzähligen Newspostings zu Lightroom 6 bzw. Lightroom CC, wie es ja jetzt richtig heißt, erwähnt wird. Für mich ist diese Funktion nahezu genau so „groß“ und „gut“ wie die HDR- und Panorma-Funktion.

Und somit habe ich doch – entgegen meinem eigenen Entschluss – einen Posting zur neuen Software von Adobe verfasst, was ich eigentlich gar nicht wollte.

Und liebe Adobe-Mitarbeiter, was ich mir für Lightroom 7 oder Lightroom CC 2016 wünsche, ist eine saubere Synchronisationsmöglichkeit von Shootings, Sammlungen, Alben, Katalogen zwischen zwei oder drei Rechnern und damit meine ich nicht die Spielerei mit den iPads oder Android Tablets, sondern vielmehr echte „Rechner“ wie z.B. das mobile Notebook und die heimische Workstation. Und jetzt los, macht hinne, wir warten. 🙂

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

5 Kommentare

  1. Den Touch-Modus hab ich auch als erstes probiert – mir scheint die anderen LR-Anwender haben schlicht kein Gerät, auf dem sie sich diesen Modus anschauen könnten und sagen deswegen nichts dazu.

    Allerdings scheint der Modus mir eher für Handydiplays als für das Pro3 erfunden worden zu sein, etwas besser könnte er den Platz durchaus nutzen.

  2. Für mich hat sich Adobe mit Lightroom 6 aus meinem Workflow verabschiedet… HDR, Panorama und Gesichtserkennung sind aus meiner Sicht nichts essentielles für einen RAW-Converter. Ich vermisse eine Aktualisierung der RAW-Engine, vernünftige Shortcuts, verfeinerte Farbjustierung und viele weitere Dinge, die die Konkurrenz neben einer zeitgemäßen Performance bietet. Adé Lightroom, hallo CaptureOne!

  3. Ach guck, das mit dem Worschtfingermodus war mich noch garnicht aufgefallen. Wenn die tatsächlich mal eine echte, geräteübergreifende Synchronisation hinbekommen würden, dann wäre das ein echtes Pro-Argument für ein Windows-Tablet. Wacom baut da so schöne Sachen in der Companion-Serie……

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