LEICA M9 REVIEW NACH ÜBER EINEM HALBEN JAHR

Veröffentlicht von

Nachdem ich meinen ersten Review etwa drei 3 Wochen nach dem Kauf der M9, meiner „Emmy“ (KLICK) veröffentlichte, möchte ich nun nach mehr  als sieben Monaten nicht versäumen einen erneuten Review zu verfassen zu dieser Kamera. Mein erster Review wurde in meinem Blog über 30.000 geöffnet. Das zeigt mir, dass die Neugierde bzw. das Interesse an dieser durchaus polarisierenden Kamera sehr hoch ist.

Poloarisierend ist ein gutes Stichwort. Wie oft ich mir anhören musste „so viel Geld für sowenig Kamera“, oder „die kann ja nix“, oder „das ist ja nur der Name der so viel kostet“, oder „da kann meine Canon/Nikon aber viel mehr fürs Geld“ oder auch „da bekommt man ja fast ein Auto dafür….“. Von diesen und anderen Kommentaren könnte ich Euch hier seitenweise lustige posten, die man zu hören bekommt von den „echten Kennern“ der Szene… (*zwinker*).

Es stimmt, die Cam kann, wie schon im ersten Review oft und ausführlich geschrieben, eigentlich „nix“. Aber gerade das ist auch nach sieben Monaten intensiver Nutzung genau das was die Cam so für mich persönlich wertvoll macht.

Ich nutze die Leica M9 in diesen Monaten bei einigen Hochzeiten, Peopleshootings, Engagement Shooting in Hamburg, Reportage eines Wochenendes in Paris, auf Städtetour in Berlin, Nachtaufnahmen in Frankfurt und jetzt gerade intensiv zwei Wochen in Norwegen um Land und Leute und die wundervolle Natur auf den Sensor zu bannen.

Die Konzentration auf das Motiv ist wesentlich höher als bei vielen anderen Cams die ich kenne. Wirklich erklären kann ich es nicht. Vielleicht liegt es auch daran, das ich die Emmy nur dann einsetze wenn ich genügend Zeit oder Muse habe und wirklich in Ruhe Fotografieren „möchte“ und nicht „muss“…, vielleicht ist es aber auch die fehlende Ablenkung durch 1000e Funktionen die für das eigentliche erstellen von Fotos nicht wirklich gebraucht werden.

Gerade in den letzten beiden Wochen war ich mit der Emmy und meiner Tochter und meinen Eltern in Norwegen unterwegs. Ich hatte auch andere Kameras im Gepäck, aber die meisten Bilder sind mit der M9 entstanden. Warum? Weil die kleine M9 wirklich angenehm leicht und klein ist und dadurch wirklich immer dabei war. Die meisten Aufnahmen, ich möchte fast sagen 95%, sind mit dem 35mm Summicron 2.0 entstanden, welches eine ausgezeichnete Optik ist. Die anderen 5% sind mit dem 21er Zeiss entstanden und nur 2 Bilder mit dem 50er. Das 90er habe ich fleißig durchs Land getragen und nicht eingesetzt. 35mm sind meines Erachtens die beste Reportage-Brennweite und so setze ich die Leica M9 auch am liebsten ein. Einfach umgehängt und wenn einem ein Augenblick oder ein Ausblick gefällt, wird er mit 35mm in Szene gesetzt.

Was ist denn mit Mankos aus dem letzten Review geworden?!

Nun ja, das möchte ich nicht verschweigen, die Mankos die ich im ersten Review nannte, sind alle immer noch da! Das waren zum einen das „miese“ Display auf der Rückseite und auch die Akkulaufzeit die ich bemängelte.

Nun, das Display taugt tatsächlich immer noch „nix“, aber genau das hat dazu geführt das ich es viel weniger nutze. Und das ist gut. Ich mache meine Bilder bewusster und muss nicht mehr zwingend auf dem Display kontrollieren. Am Anfang dachte ich immer beim Anblick dieser Ledertaschen (HalfCases) die hinten eine Abdeckung über dem Display haben, das sei völliger Quatsch, denn das Display braucht man doch bei jedem Bild?! Heute nach mehr als sechs Monaten könnte ich mein Display auch zuklappen mit einem Lederschutzdeckel, denn ich benutze es nur noch für die Menüeinstellungen. Die echte Bildbeurteilung erfolgt erst zu Hause am Rechner. Während ich am Anfang immer noch kontrollieren wollte, ob ich das Bild mit dem manuellen Fokus auch wirklich scharf bekommen habe, bin ich mir heute sicher das es scharf ist. Bitte lacht nicht über den folgenden Satz, aber ich habe mit dem MF an der M9 weniger unscharfe Bilder als mit dem AF an der Nikon D3 oder D700! Häää? Wie bitte? Ja, das ist wirklich so. Bei den über 1.000 Bildern aus der M9 aus den zwei Wochen Norwegen ist nicht ein einziges unscharfes dabei. Der Fokus mit dem Mess-Sucher ist derart exakt und immer treffend. Ich fokussiere sehr oft vor über die Entfernung vom Objekt mit der Entfernungsscala am Objektiv, und dann justiere ich nur noch wenig im Sucher und das geht jetzt mit etwas Übung so schnell und fehlerfrei wie ich es als Jahrzenterlanger AF Freak niemals vermutet hätte.

So, jetzt bin ich etwas weit vom Thema abgekommen… wo waren wir? Ach ja, beim schlechten Display. Das ist ganz einfach im Vergleich zu anderen Displays auf anderen Kameras schlechter und das bleibt mir unerklärlich.

Dann war da noch die Akkulaufzeit. Die ist für mich mittlerweile uninteressant, da ich mit der Emmy einfach nie bisher über 200 Bilder am Tag gemacht habe. Eine Akkuladung hält schon um die 500 Bilder und das ist für diese Kamera bei mir absolut ausreichend. Mit einem zweiten Akku in der Tasche, den ich noch nie tagsüber wechseln musste, bin ich da immer in Sicherheit gewogen. Während ich bei heftigen Hochzeiten mit meiner Nikon D3 schon mal an die 4.000 Bilder am Tag komme mit einem Akku, sind es mit der Leica nie über 200 bisher gewesen. Es ist einfach eine andere Art der Nutzung und Fotografie, zumindest in meinem Fall. Warum allerdings die Akkus dennoch in der heutigen Entwicklungsstufe von Akkus bei Leica so schwach sind, wissen wahrscheinlich nur die „Götter aus Solms“, wahrscheinlich dieselben, die auch für das miese Display in dieser Cam verantwortlich sind (*lästermodus-ein*).

Hatte ich sonst noch andere Mankos dieser Cam erwähnt im ersten Review? Ich bin mir nicht sicher…

Über den Preis der Cam und der Objektive wollten wir ja nicht sprechen, immerhin kann mein Frauchen ja auch diesen Review im Netz lesen… (*grinsmodus*).

Linsensuppe nach sechs Monaten?!

Nun zu Anfang nutze ich Voigtländerlinsen an der M9, die auch durchaus Ihre Berechtigung haben und auch gute Bilder produzieren. Ich wollte auch Anfangs wirklich nicht so viel Geld investieren auf einen Schlag und war deswegen mit dem Nokton 50mm 1.1 gestartet. Eine tolle Linse, die aber nach einigen Wochen zur Hassliebe wurde. Die Linse war nicht berechenbar für mich. Mal traf der Fokus, mal nicht. Mal stimmten die Farben mal nicht. Dasselbe trifft auf das Color Skopar 21 4.0 und auch auf das Nokton Classic 35 1.4 zu. Alle drei Linsen sind bzw. waren für das Investment sehr gut, aber kein Vergleich in Sachen Schärfe, Farbwiedergabe und Detailauflösung wie die Originalen Linsen aus Solms oder auch die wirklich sehr hochwertigen Zeiss ZM Linsen, die wohlwissend auch wie die Voigtländer in Japan produziert werden.

Die Haptik der deutschen Linsen von Leica, und ebenso der Zeiss Objektivserie ist unvergleichbar hoch. Die Schärfe die das Summicron in Verbindung mit der M9 produziert geradezu überragend. Also bin ich doch wieder von den Voigtländer Linsen weggekommen und doch bei den anderen, leider auch wesentlich teureren Objektiven gelandet. Es lohnt sich aber auch den Gebrauchtmarkt im Netz oder auf Fotobörsen zu scannen. So habe ich zwei sehr alte Linsen in Benutzung, die für das Geld und für das immense Alter wirklich sehr gute Ergebnisse abliefern. Das sind zum einen das zusammenschiebbare Elmar 50mm 2.8 aus dem Jahr 1958 und das 135mm 4.0 das aus dem Jahre 1961. Beide liefern sehr gute Bilder ab und sind zum Wühltischpreis zu bekommen. Es müssen also nicht nur die 2.500 und 4.000 Euro Linsen aus Solms sein.

Welche Linsen ich empfehlen kann, werde ich ab und an per Mail gefragt, oft bezugnehmend auf den ersten Review.
Nun, das muss irgendwie jeder für sich und seine Motive entscheiden.

Ich bin jetzt im Moment angekommen bei:

  • Zeiss ZM 21mm 2.8
  • Leica Summicron ASPH. 35mm 2.0
  • Leica/Leitz Elmar 50mm 2.8
  • Leica/Leitz Elmar-C 90mm 4.0
  • Leica/Leitz Elmar 135 4.0

Das 50er ist eigentlich von der Brennweite zu nah am 35er. Das 90er ist mir persönlich oft ein par mm zu viel Tele und das 135er ist für mich nur eine „experimentier-Linse“.

Das 50er habe ich gerne weil es zusammenschiebbar ist und die Kamera-Objektiv-Kombination dadurch sehr smart und klein wird.

Das 90er werde ich in den nächsten Tagen durch ein Summarit 75mm 2.5 austauschen bzw. ergänzen, so das meine „Reise und Reportagetasche in Zukunft nur noch so aussehen wird:

  • Zeiss ZM 21mm 2.8
  • Leica Summicron ASPH. 35mm 2.0
  • Leica Summarit-M 75mm 2.5

Aber das muss jeder für sich selbst ermitteln was er braucht und was ihm vielleicht fehlt oder gar zu viel ist.

Sensor und Auflösung?!

Die Auflösung der M9 ist ausgezeichnet. Ich bin mittlerweile, vielleicht auch erst wirklich seit dem Summicron und dem ZM, hoch zufrieden mit der Bildqualität. Der Sensor liefert eine sehr feine Detailauflösung und Detailschärfe die keinesfalls aufdringlich ist, aber der Bearbeitung alles offen hält. Selbst feinste Haare oder Äste sind sehr fein aufgelöst, wie ich es aus den Nikons und Canons nicht kenne. Das im ersten Review angesprochene starke Bildrauschen bei höheren ISO´s ist in der Tat immer noch vorhanden, wen wundert’s, aber ich habe gelernt das entsprechend einzusetzen, denn das Leica-Rauschen der Emmy ist dem Filmkorn ähnlicher als das Rauschen meiner Digitalen SLRs aus dem Hause Nikon. Gerade bei SW Bildern ist es so gut wie nicht störend. Ich erwische mich immer mehr dabei das ich sogar noch Körnung/Struktur in Lightroom/Photoshop oder Silver Efex Pro hinzufüge, weil es mir bei dem einen oder anderen Bild einfach fehlt.

Unauffälligkeit oder die Auffälligkeit des Altmodischen?!

Die Unauffälligkeit dieser Kamera, oder besser gesagt dieses Systems, ist ein wirklicher Vorteil den ich gerne an dieser Stelle noch mal erwähnen möchte. Während oft schon Passanten neben mir mit Ihrer DSLR angesprochen wurden keine „Pressefotos“ bitte zu machen konnte ich mit der „alten und kleinen“ Kamera noch ein paar private Bilder machen. Die Kamera kommt durch Ihr „altbackenes“ Aussehen nie in eine offizielle und ernstgenommene Schublade und das ist gerade der Reiz der sie ausmacht. Ob in Paris, Berlin, Frankfurt, Hamburg, in Norwegen – überall stelle ich das immer wieder auf das Neue fest. Man ist mit dieser Art Kamera viel unauffälliger und kann viel näher ran ans Motiv als man das mit einer schweren und auffälligeren Kamera tun könnte.

Esotherik oder was ist es, was so entschleunigt?

Ich kann es Euch nicht wirklich in Worte fassen, aber eigentlich gehört diese Kamera auf Krankenschein verordnet. In der heutigen hektischen Zeit, in der wir zwei Jobs nachgehen, zig Themen gleichzeitig Händeln und immer schneller und effizienter (versuchen zu) werden, ist die Fotografie mit der M9 für mich der Ruhepol und der Inbegriff der „Entschleunigung“ geworden. Wenn ich diese Kamera aus dem Schrank nehme und mit Ihr zusammen die Welt da draußen auf mich wirken lasse ist die Hektik um mich herum vergessen und einfach „weg“! Das kann ich Euch nicht in Worte fasen und sicher auch nicht ganz „Esoterikfrei“ erklären, ist aber so!

Verbesserungen?!

Was ich mir noch wünschen würde für eine M10 oder Nachfolger der M9/M9P:

  • eine funktionierende Sensorreinigung (der Sensor der M9 ist superschnell voll mit „Flecken am Himmel“ und echt nur schwer sauber zu bekommen, auch nach sehr viel Übung mit Sensorreinigungen….)
  • etwas mehr ISO Nutzung bzw. etwas weniger Rauschen ab und über ISO 1600
  • ein Display auf dem Niveau der Nikon D700 oder Canon 5D MKII
  • auf keinen Fall mehr Auflösung, denn die 18MP sind perfekt! Nicht zu wenig und nicht zu viel – genau richtig und noch gut in der Bearbeitung vom Datenvolumen händelbar.
  • Bessere eingebundene JPGs in den RAWs, so das man auch mit dem iPad die RAWs besser anschauen kann, denn da sind heute in den RAWs/DNGs der M9 nur die ganz kleinen Vorschaubilder eingebunden die zur Anzeige auf dem Display (dem schlechten aus der M9) genutzt werden und die sind einfach viel zu klein und viel zu gering aufgelöst um sie auf dem iPad sichten oder bearbeiten zu können. Das haben die anderen Hersteller leider wesentlich besser im Griff mit Ihren RAW´s und deren eingebundenen Vorschaubildern.

Sonst wünsche ich mir nur, das dass System so wenig wie möglich Änderungen erfährt denn ist für diesen Einsatz einfach genau richtig und sollte meines Erachtens auf keinen Fall geändert werden.

ROI? Lohnt die Investition?

Auf die Frage was die so wert ist, die mir auch gerade mein Vater gerade erst im gemeinsamen Urlaub in Norwegen stellte, antworte ich  gerne mit „mehr als eine normale japanische Kamera“ denn ich glaube das man wirklich ganz schön einen an der Waffel haben muss um so viel Geld in eine Kamera zu investieren, das man das nur schwer anderen erklären kann die nicht so Fotoverrückt sind wie ich. Dennoch ist sie für mich jeden Cent wert und ich würde jetzt nach über einem halben Jahr zurück betrachtet sie wieder kaufen!

Schlusswort?!

Ja, Ihr lieben Blogleser, das war mein Wort zum Sonntag, bzw. mein Review zur Emmy, der Leica M9, nach mehr als einem halben Jahr intensiver Nutzung und nach gerade zwei Wochen Fototour in Norwegen. Die Schwächen sind nicht schwächer geworden aber durch die Stärken des Systems wirklich mehr in den Hintergrund gerutscht.

Wie Ihr seht sind die Emmy und ich schon wie ein altes Ehepaar geworden. Die Fehler des anderen sind zwar noch da, aber man lernt sie zu lieben und mit Ihr umzugehen (*brüllervergleich*), und da weiß ich nach fast zwanzig Jahren Eheleben wovon ich rede… (*jetztaberinDeckung*)!

Fazit: Ich liebe Sie! Die Emmy und auch meine Frau!

Taschenfreak-Nachtrag

Was wäre ein Review von mir ohne „Taschenfreak“-Hinweise? Taschen für die M9 und deren Ausrüstung sind sehr gute, und von mir persönlich eingesetzte:

  • Think Tank Photo – Retrospective 5
  • Billingham – Hadley Small
  • Koenig – LiteBag2 (die Wasserfeste und unverwüstliche die gerade beim Bootfahren in Norwegen meiner M9 das Leben gerettet hat!!!)

Dankesworte

Danken möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich meinem Frauchen,  die diesen Spleen mit der teuren Leica unterstützt hat und mich darin bestärkt hat, im Sinne der Entschleunigung diesen Schritt zu gehen. DANKE mein Schatz!

22 Kommentare

  1. Hi Jörg,

    danke für den tollen Bericht, den ich 1:1 auf mich übertragen könnte! Wenn Du das Summarit 75 Dein Eigen nennst, hast Du exakt meine Reiseausrüstung. Die hat sich gerade in einem Wanderurlaub auf der Seiser Alm und einer Städttour in Leipzig wieder mal bewährt.
    Ich überlege nur noch, ob ich ein 50er ergänzen will.

    lg
    Gerd

  2. Ja, passt!

    Ich kann alles unterschreiben, auch die wenig geglückten Erklärungsversuche für die Fraktion der Leica-Kritiker. 😉

    Ich bin einem neuen Summilux 1.4/35 unterwegs und kann nur bestätigen, dass 35mm fast immer passen.
    Ein 25 Jahre altes Summicron 2.0/90 liefert sehr schön freigestellte Porträts, bleibt aber zu oft unangetastet in der Tasche oder zu Hause.

    Über den Anteil an unscharfen Bildern der M9 habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Angeregt durch dich, komme ich auf ein ähnliches Ergebnis: Verschwindend gering! 🙂

    Das miese Display nutze ich ebenfalls nur um durch das Menü zu scrollen. Das kommt aber sehr selten vor.

    Die Akkukapazität bleibt ärgerlich, ich habe mich aber dran gewöhnt. Vielleicht auch gewöhnen müssen.

  3. Habe die M9 seit der ersten Stunde. Meine Favoriten Linsen sind das 35er Lux, das 50er Nocti und das 75er Lux, also zwei historische Linsen. Ein schöner Kit, der neben der D700 Freude macht. Dir und Emmy weiter viel Freude!

  4. Ich habe meine M9 seit einem Vierteljahr und vor kurzem auf der dreiwöchigen Italienreise dabei. Wow, klein, unaufällig und mit dem 35er Sumicron, als auch mit dem 90er Elmarit fotografiere ich sowas von gerne. Vorallem prägt mich Leica auf einer wunderschönen Art und Weise und versüßt mir das fotografieren.

  5. Hallo Jörg,
    toller Artikel! Ich fotografiere als Profi alles mit der M9, auch im Studio. Auf meiner Web-Seite findest du mannigfaltige Bildbeispiele dafür. Nur high-res Bedürfnisse für Riesenplakate oder gewisse PackShots bilden die Ausnahme, wenn der Kunde das will. Da kommt dann die Hassy 200MS zum Einsatz. Die M9 ist einfach perfekt.
    Lieber Gruss & gut Licht! Didi

    1. Hallo zusammen,

      vielen Dank für Eure Kommentare!

      Bin jetzt seit 2 Tagen zu Hause aus Norwegen und das „Fotografierfeeling“ mit der M9 fehlt jetzt schon arg… muss wohl mit der Emmy wieder mal durch den Taunus spazieren gehen :-).

      Schöne Grüße und Danke für das Lesen und Kommentieren meines Postings.

      Euer Jörg

  6. Lieber Jörg

    Danke für den tollen Bericht. Auch ich konnte mal nicht verstehen, wie man soviel Geld für sowenig Kamera ausgeben kann! Seit letzten Herbst darf ich nun ebenfalls eine M9 mein eigen nennen und würde sie unter keinen Umständen mehr hergeben. Wie du richtig schreibst, man kann es gar nicht in Worte fassen, irgendwie packt es einem halt einfach. Die Entschleunigung spielt dabei sicher eine grosse Rolle. Auf jeden Fall macht die M9 viel Freude :-).

    Weiterhin viele ruhige Momente mit deiner M9 und hoffentlich auch mit deiner Frau 😉

    Liebe Grüsse, Isabelle

  7. Ein Bericht, der es auf den Punkt bringt. Man braucht eine gewisse Zeit um mit der neuen Art des M-fotografierens klarzukommen aber es macht immer mehr Spass!
    Das mit dem Anteil unscharfer Bilder ist mir ebenso aufgefallen, der Anteil ist im Vergleich zu den Autofokussystemen weitaus geringer. Wenn ich noch eine Empfehlung geben darf: Probiere das Summicron 28 ASPH, Du wirst es keine Minute bereuhen (ausser in der Haushaltskasse)

    1. Danke Andreas für Deinen Kommentar. Vom 28er ASPH habe ich schon oft gehört, aber das ist mir eigentlich zu nah dran am 35er.
      Jetzt muss erst mal das 75er „her“, dann mal gucken was die Fotokasse so sagt…. (muss gleich wieder meine Anti-Noctilux-Tropfen nehmen….)
      #Seufz #WunschzettelneueSeitendranklebe

  8. Hallo Jörg,

    danke für Deinen sehr detailreichen Bericht. Den kann ich in vielen Punkten unterschreiben. Gerade die andere, ruhige Art des Fotografierens mit der M9 ist ein Anacronismus in dieser schnellebigen Zeit. Aber das ist die Kamera ja auch. Und das macht sie ja so reizvoll.
    Zu Deiner Aussage zur Auflösung: Hast Du schon mal gesehen, was ne D3x mit dem 70/200 II so hergibt?
    Herzliche Grüße, Bernd

  9. Schöne Zusammenfassung! Merci.

    Gerne erlaube ich meinen Senf auch noch dazuzugeben. Nach nun eindreivierteljahre (seit Dezember 09) M9 benutzen, kann ich abschliessend kommentieren, dass meine M6 durch die M9 abgelöst wurde. In jedem Fall. Auch bei Kälte oder Nässe.

  10. Ich habe in Deinem M9-Bericht den immer noch bestehenden Magenta-Stich mit WW-Objektiven vermisst! In Deinem Fazit nennst Du die M9 sogar vor Deiner Frau! Da würde ich mich als Ehefrau aber ganz schön bedanken! So kurz vor der Photokina, kommt der Bericht vielleicht auch schon zu spät! Das Bessere ist immer des Guten Feind und die Karawane zieht weiter!

    1. Das mit dem Magentastich kam bei meinen Linsen, wie dem 21er Zeiss nicht vor. …
      Wenn die M10 brauchbar wird, bin ich vlt. wieder am Start. Bis dahin gehe ich meiner Leica M Leidenschaft mit der M6 nach!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.