Landschaftsfotografie – ein Genre das mich sehr reizt. Eine Schule die Spaß macht.

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2016_01_04_Buch_Landschaftsfotografie_01

„Die Fotoschule“  klingt schon bissi Streng und nach viel Lernen und wenig Spaß, oder? Ich kann Euch beruhigen, es macht Spaß „Die Fotoschule in Bildern – Landschaftsfotografie“ von Hans-Peter Schaub aus dem Rheinwerk-Verlag zu lesen und darin zu blättern und dennoch lernt man auch einiges.

Schon im ersten Vorwort oder Kommentar der Lektorin Julia Ehinger erkennt man das Thema des Buches schnell. Sie beschreibt darin, dass sie gerne mit der Kamera an eine Stelle fuhr, aber nie die Stimmung, welche sie dort erlebte und wahrgenommen hat, auf Ihren Bildern rüber bringen konnte und genau das versucht der Autor dieses Buches, Hans-Peter Schaub, uns in dieser Fotoschule näher zu bringen.

Einen der wichtigsten Grundsätze vermittelt der Autor direkt im dritten Absatz, indem er den Lesrn erklärt:

Überzeugende Landschaftsbilder entstehen nicht nebenbei.

Er erklärt schon im Vorwort was Landschaftsfotografie alles sein kann. Ein Transporteur für starke Emotionen, Romantik, Stille, Malerei, Harmonie, Spannung, Bedrohung oder gar Leichtigkeit.

Auch mit dem Vorurteil das nur sensationelle und teure Kameras gute Bider machen können in der Landschaftsfotografie räumt Hans-Peter Schaub schnell auf. Es geht vielmehr ums Licht, die Stimmung und das Motiv zur richtigen Zeit.

Schon direkt im ersten Kapitel beschäftigt sich der Autor mit den Facetten des Lichts, denn das Licht, so sagt er, ist das für die Bildwirkung wichtigste Gestaltungsmittel. An den Buchrändern findet man immer die Angaben mit welchen Einstellungen die Bilder gemacht wurden, aber dieses ohne Nennung der Kameramarke. Das finde ich besonders gut und unterstreicht den Ansatz, den der Autor schon im Vorwort erläutert hat, das es eben nicht zwingend auf die Kamera und deren Wert ankommt, ob ein Bild eine Aussage hat oder eben nicht. Er schreibt dort viel mehr nur bspw.:

Technik: Kleinbildsensor, 56mm, f13, 1/3s, ISO 100, -LW, Stativ.
Bearbeitung; Tonwerte, Gradiationskurven
Ort: Bönen, Nordrhein-Westfalen

Top, da hat man wirklich alles man zur Beurteilung und zum Lernen braucht. Auch wenn ich ein Markenfan bin und da so meine persönlichen Favoriten habe, für das beurteilen „wie ein Bild gemacht wurde“ braucht man keine Markennamen.

In den 17 Kapiteln beschreibt der Autor die 17 Themen des Buches mit jeweils fünf bis 10 kleinen und kurzen Unterkapiteln oder besser gesagt Abschnitten. Das macht ein schnelles un effizientes Lesen des Buches möglich und man kann es dadurch auch mal eben schneller aufnehmen. So ein kleiner Abschnitt aus zwei bis drei Seiten ist auch schnell mal gelesen und betrachtet während sich die Kaffeemaschine aufwärmt für den nächsten „Working-Coffee“. Ich möchte das Buch nicht als „Pausenclown-Lektüre“ abstempeln, aber ich habe es wirklich ein paar Tage neben der Kaffeemaschine liegen lassen und kam so sehr schnell durch. Man könnte natürlich auch Kaffeemaschine ersetzen durch WC, aber wir wollen hier ja „modern“ und „sauber“ bleiben. Grins.

Das Buch ist ein broschiertes Buch mit 311 Seiten im Format 21 x 24 cm und mit einer sehr schönen Schrift, die man auch als Gleitsichtbrillen-Anwender sehr gut lesen kann. Die Bilder im Buch sind sehr hochwertig, sowohl „hochwertig fotografiert“ als auch „hochwertig gedruckt“.

Nach dem Lesen des Buches dachte ich mir:

Eigentlich waren das jetzt 311 Seiten reine Tipp-Sammlung wie man die Bilder die man eh macht oder machen wollte, einen Ticken besser machen kann.

Das ganze Buch ist in der Tat eine große Ansammlung an ipps zu den wahnsinnig vielen Facetten der Landschaftsfotografie und viele der Tipps sind sehr einfach umzusetzen. Das Buch enthält für einen Frischling in der Fotografie eine riesen Postion Inspiration mal etwas auszuprobieren und für die „Old-Rabbits“ in der Fotografie mal ein paar Aspekte über die man „so“ noch nicht nachgedacht hat.

Lesenswert ist es auf jeden Fall für jeden der Spaß an der Fotografie draußen hat und seine Landschaftsbilder in Bilder mit Aussage und Emotionen verwandeln möchte. Ich für meinen Teil bin froh es gelesen zu haben und habe auch einige Aspekte lernen können und dürfen. Lernen ist für mich etwas immens wichtiges. Ich saue gerne Stoff auf der mich interessiert und mich inspiriert und genau das hat Hans-Peter Schaub mit seinem Buch bei mir geschafft. Danke dafür.

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

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4 Kommentare

  1. hab ich den Trend zum Drittbuch verpasst?
    Oh man, ich bin so „off fashion“ 🙁
    unabhängig davon, dass es bestimmt ein tolles und lesenswertes Buch ist, murmelt mir der Schalk im Nacken mit der
    Stimme von Reich-Ranitzki ins Ohr: “ Dieses Buch ist ein schlechtes Buch!
    Der Schreiber ist zu großen Teilen unfähig der Sprache einige grade Sätze ab zu ringen und hat deshalb Bilder bemühen müssen, um seine Lehrthesen zu postulieren.
    Wo Gelegenheit war sprachblümerantvielwortig, Landschaft in ihrer Besonderheit blickweitschweifend zu beschreiben … ein Bild … äntsäähtzlich!
    Ein Bild sage mehr als tausend Worte! Grober Unfug, tausend Worte sind umgerechnet nicht mal ein ernst zu nehmender Roman und zwei Bilder somit schon gar kein Buch! … und …“
    naja … so geht es stundenlang weiter in meine, ok, …
    ach wo Du grad sagst Kaffemaschine … Mokkapulver kann man doch auf zwei gehäufte Esslöffel pro Tasse nehmen … das andere Scharzbrühpulver war grad alle.
    ciao & Grüße – Mad

  2. Danke für den Tipp Jörg,

    Hans-Peter Schaub – den kenne ich glaube ich von Videos unter FotoTV? Er hat oft tolle, kreative Ideen vorgestellt.

    Mit dem was ich kenne und deiner positiven Beschreibung des Buchs sicherlich eines der Fotobücher, die man sich auf die „Wünsch mir was“-Liste setzen kann. Danke!

    LG
    Birgit

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