Kuhjahr #12 – Wie konnte ich bloß ohne? #iCloud?

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Heute gibt es mal ein Indoorbild, da ich es tatsächlich heute nicht zur Tageszeit geschafft habe an die frische Luft zu kommen und am Abend bei einem Brautpaar für eine Hochzeit in diesem Sommer zu einem Vorgespräch saß. Es gibt Tage, die echt mehr als 24h vertragen könnten. Ihr kennt das…

Das Thema meines heutigen Bildes ist aber ein sehr spannendes. Ich habe in der Vergangenheit meine Bilder, die ich auf meinem iPhone oder iPad „Always on“ haben möchte, via Kabel über iTunes manuell synchronisiert. Da das bescheuerte iTunes von Version zu Version schlechter wird – zumindest ist das mein Eindruck – und die Zuverlässigkeit dieser Synchronisation immer mehr zu wünschen übrig lies, war ich recht unzufrieden und erwischte mich immer öfter mit Wechselgedanken zu einem Android Tablet. Meine liebe Frau nimmt einfach Ihren Bilderordner und kopiert den auf Ihr Tablet via Explorer/Finder und fertig. Diese Einfachheit, die man ja gerade Apple Geräten immer nachsagte, fehlte mir im Alltag sehr. Zudem macht iTunes vor jedem Sync erst mal ein Backup, was bei einem iPad mit 256 GB wovon etwa 150 GB belegt sind – schon gerne mal ne Dreiviertel Stunde dauert. Das geht so nicht. Ich machte vor ein paar Tagen meinem „Unmut“ (wollte jetzt nicht Zorn schreiben) in Twitter Platz. Prompt bekam ich von meinem Twitter Follower und Facebook Freund Mark einen wertvollen Hinweis. Der Hinweis war kurz gefasst:

Selbst schuld, nimm die iCoud!

Hä was? Was muss ich machen? ICloud? Warum das denn? Die Apple Cloud mag ich nicht….

…und viele andere Ausreden vielen mir ein, bis ich über meinen Schatten gesprungen bin und die zu syncenden Alben (bisher bei mir Finder-Folder mit iPad optimierten Bildern) in die Foto-App geschoben habe. In der Foto-App (auf dem Mac unter Mac OSX) habe ich dann den Sync mit der iCloud aktiviert und dann dieses auch am iPhone und am iPad und schwubbs hatte ich wenige Sekunden später alle Alben auf den beiden mobile Geräten. Wenn ich jetzt ein Album umbenenne, oder die Reihenfolge der Alben oder auch das „Titelbild (Schlüsselfoto) der Alben“ umstellen möchte dann ist das innerhalb weniger Sekunden auf allen Geräten gleichermaßen geändert. Genial! Sollte mir mal der Platz auf den mobilen Geräten ausgehen, was ich nicht glaube, dann kann ich in den jeweiligen Einstellungen zur iCloud auch eine Speicherplatzoptimierung aktivieren, so das die mobile Geräte nur das lokal sichern auf dem Device selbst was auch öfter gebraucht wird. Alles andere bleibt dann in der Cloud. Da ich aber als „führendes“ System immer noch meine Finderstruktur behalte und nur das was ich syncen möchte in die Foto-App übernehme habe ich das selbst in der Hand wie viele Bilder zu allen Devices gesynct werden. Nützlicher Nebeneffekt, alle meine iPhone Fotos sind auch ohne mein dazutun jetzt auf dem iPad und auf dem Macbook, sowie diese im WLAN sind. 

So muss ein Sync ohne dazu tun im Hintergrund funktionieren. Ich bin begeistert.

Kostet das was? Nun das kommt drauf an wie viele Gigabytes Ihr braucht. Ich habe mit 200 GB Volumen  jetzt 2,99 Euro Kosten an der Backe im Monat. Wer mit 5 GB hinkommt hat das for free. Wer mehr braucht ist bei 1 TB mit 9,99 Euro dabei im Monat.

Probiert es mal aus – es macht viel Spaß und ist mehr als Easy! Warum ich das nicht früher genutzt habe, fragt Ihr Euch? Ich frage mich das auch. Ich habe wertvolle Lebenszeit mit Kabelsyncs verballert…

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

4 Kommentare

  1. Aber das heißt doch, du hast die Bilder in Lightroom (auf der Platte) und nochmal in dem großen Fotos File, oder? Und auf dem iPad ist es doch das gleiche (Lightroom und Foto Datenbank). Gibt das nicht ein großes Durcheinander?

    Ich suche immer noch nach einer guten mobilen Lösung für mich. Lightroom ist es für mich auf jeden Fall nicht.

    In welcher Größe synct der denn die Bilder?

    1. Eine gute und berechtigte Frage!

      Also ich versuche das mal kurz textlich „aufzuklären“.

      A – Von der Speicherkarte auf die verschiedenen Rechner ins LR (oder bald wahrscheinlich in Capture One)
      Wir nutzen in Summe drei Rechner zum bearbeiten. Jeder von uns hat einen Notebook und wir nutzen eine große Workstation zusammen. Je nach Lust, Laune und Auftrag kommen die Rohen Bilder von den Speicherkarten auf einen der Rechner via Lightroom Import. Diese werde in Ordnerstrukturen abgelegt wie:
      …/Bilder/2017-01-07 Braut im Schnee/
      Die Originalen (die RAWs) landen dabei im Unterordner:
      …/Bilder/2017-01-07 Braut im Schnee/ORIG/

      B – Sichern der Bilder auf NAS
      Die in A genanten Folder werden VOR dem Sortieren und Bearbeiten aufs fette NAS gespielt so das die Bilder mindestens 2x bei uns existieren

      C – Bearbeiten und sortieren der Bilder

      Das passiert an einem der drei genannten Rechnern. Stand heute erfolght das alles in Lightroom: Sortieren, Löschen, Bewerten und Bearbeiten.

      D – Entwickeln – aus RAW wird JPG:
      Die fertigen Ergebnisse werden aus den RAWs zu JPGs exportiert und in der folgenden Struktur einsortiert:
      …/Bilder/2017-01-07 Braut im Schnee/EXPORTE/COLOR_GROSS
      …/Bilder/2017-01-07 Braut im Schnee/EXPORTE/COLOR_MITTEL
      …/Bilder/2017-01-07 Braut im Schnee/EXPORTE/COLOR_KLEIN
      …/Bilder/2017-01-07 Braut im Schnee/EXPORTE/SW_GROSS
      …/Bilder/2017-01-07 Braut im Schnee/EXPORTE/SW_MITTEL
      …/Bilder/2017-01-07 Braut im Schnee/EXPORTE/SW_KLEIN
      Das sind die Bilder die dann via ZIP File an den Kunden online transferiert werden oder in der genannten Struktur via USB Stick an den Kunden geschickt werden.

      Die Bilder die uns besonders gefallen haben (also die 5 Sterne Bilder) werden in die folgende Ordner-Struktur exportiert:
      …/Bilder/2017-01-07 Braut im Schnee/EXPORTE/BESTOF_ARCHIV (Volle Auflösung / 100% / Geschärft)
      …/Bilder/2017-01-07 Braut im Schnee/EXPORTE/BESTOF_IPAD (max. Kantenlänge 2.000px / 75% / Geschärft)
      …/Bilder/2017-01-07 Braut im Schnee/EXPORTE/BESTOF_WEB (max. Kantenlänge 1.000 px / max 299 KB pro Datei / Geschärft)

      E – Einsortieren
      Die Kundenbilder COLOR_GROSS… etcpp. werden mit dem ganzen Folder EXPORTE ebenso aufs NAS kopiert und zugleich auf eine weitere externe HDD.
      Die BEST OF Bilder werden im NAS einstortiert in unsere Best OF Folder die wie folgt aussehen:
      …/Bilder/ARCHIV/PEOPLE/2017-01-07 Braut im Schnee
      …/Bilder/IPAD-SYNC/PEOPLE 2017-01-07 Braut im Schnee
      …/Bilder/WEB/PEOPLE/2017-01-07 Braut im Schnee

      Die ARCHIV Ordner landen dann noch auf einer kleinen schnellen 4TB Thunderbolt Platte die ich extern am Mac nutze.
      Die BESTOF-IPAD und BESTOF_WEB Folder landen ebenso auf der externen TB Platte aber auch auf der internen SSD im Macbook und genau so auch auf der Workstation, so das ich egal ob ich an der fetten Workstation sitze oder am monilen Notebook immer die ARVIV, IPAD und WEB optimierten Bilder im Zugriff habe. Einschränkung am Macbook die ARCHIV Versionen also die fetten Files nur wenn ich die externe HDD dabei habe.

      F – der Sync wie ganz oben im Artikel beschrieben mit der FOTO App unter OSX mit den Devices iPhone und iPad.
      Ich nehme nur die Folder aus dem IPAD-SYNC Folder
      (bspw: …/Bilder/IPAD-SYNC/PEOPLE 2017-01-07 Braut im Schnee) in die Foto-App auf die ich via iCloud auf meine mobile Geräte syncen möchte. Wenn ich jetzt Alben da nicht mehr haben möchte dann lösche ich die in der Foto App einfach. Die Bilder sind dann in der Foto-Mediathek weg, was mich nicht stört da ich sie ja auf dem Macbook oder der fetten Workstation noch im Folder IPAD SYNC liegen habe. Dubletten auf meinem Notebook sind also nur die Bilder die ich mit der iCloud synce und das sind bei mir etwa 13 GB an Bildern.

      Das klingt irrsinnig kompliziert, ist es aber nicht. Ich muss damit halt zwei „Unternehmen“ und zwei Fotografen und drei verschiedene Rechner irgendwie unter einen Hut bekommen und das geht so sehr einfach und eingespielt und ich bin losgelöst von Software und kann so auch relativ leicht wechseln von LR auf Capture One was ich wirklich sehr stark vorhabe.

      Bilderverwaltung mache ich demnach nur mit Folderstrukturen und nicht via LR. Lightroom ist für mich nur eine Entwicklungs-Engine. AUs LR fliegen die Bilder nach ein paar Wochen nach Kundenübergabe wieder raus.

      Ich hoffe ich konnte Deine/eure Fragen hiermit beantworten.

      LG Euer Fotofuzzy

      Meine Frau kopiert sich diese Folder dann via Explorer einfach auf Ihr Samsung Tab via Kabel an Ihrem Windows Notebook oder an der fetten Workstation)

  2. Klingt tatsächlich verdammt kompliziert… 😉

    Bleiben noch ein paar Fragen…

    Das heißt, du benutzt Lightroom auf dem iPad gar nicht?!

    Wie kann man bei Lightroom auf dem Rechner die RAWs und die JPGs beim Import in verschiedene Verzeichnisse sortieren lassen?

    Und wozu die JPGs überhaupt importieren, wenn ihr doch sowieso alles mit RAWs macht?

    Hier in Namibia wollte ich LR Mobile zum ersten bearbeiten nutzen. Aber das ganze Datei Handling ist auf dem iPad echt PITA. Daher Versuche ich es jetzt mal mit Snapseed.

    Danke für die super ausführliche Antwort und die Anregungen.

    Gruß
    Erik

    1. Der obige „Prozess“ ist echt einfacher als er jetzt in dieser Textform wirkt. Sollte vielleicht mal ein Video machen dazu.

      Den Sync mit der Foto App auf dem Mac nutze ich auch nur um „fertige“ Bilder in JPG Form auf die mobilen Devices zu syncen. Nicht um rohe Bilder zu handhaben!

      Das heißt, du benutzt Lightroom auf dem iPad gar nicht?!

      Doch natürlich, für eine schnelle Bearbeitung unterwegs wenn ich den Macbook (oder heist es das Macbook?) nicht dabei habe. Das ist zum Beispiel bei einem Wochenendausflug nach Brüssel oder Paris der Fall. Da nehme ich die SD Card mit den RAWs drauf über den Lighning-SD-Adapter ans iPad und impoirtiere die RAWs die unterwegs ansehen, bearbeiten oder teilen möchte. Die bleiben aber alle auf der SD Card für den obigen beschriebenen Vorgang. Ich nutze LR Mobile wirklich nur um unterwegs mal was zu justieren an den RAWs wenn ich die unterwegs schon „brauche“.

      Wie kann man bei Lightroom auf dem Rechner die RAWs und die JPGs beim Import in verschiedene Verzeichnisse sortieren lassen?

      Gar nicht! Leider…

      Und wozu die JPGs überhaupt importieren, wenn ihr doch sowieso alles mit RAWs macht?

      Die Frage ist ja eher, für was überhaupt JPG UND RAW aufnehmen. Wenn die JPGs reichen dann NUR JPG oder wenn ich mehr rausholen will (oder mehr Sicherheit haben möchte) dann NUR RAW. Just my 2ct.

      Hier in Namibia wollte ich LR Mobile zum ersten bearbeiten nutzen. Aber das ganze Datei Handling ist auf dem iPad echt PITA. Daher Versuche ich es jetzt mal mit Snapseed.

      Was auch immer PITA heißt?! Ja „Dateihandling“ in der alten gewohnte Form mit Dateinamen und Ordner und das iOS Gedöns passen nicht zusammen. Entweder auf den Weg von Apple einlassen oder ein Windows oder Android Tablet nehmen. LR Mobile hilft da aber enorm finde ich sich auf einen LR-Weg einzulassen wenn man mal unterwegs kurz was machen will. Der Sync mit dem echten LR funktioniert auch super. Zum „echten Arbeiten“ mit Kundendaten nehme ich es aber gar nicht, das machen nur die drei „echten“ Rechner. Das iPad ist eher Präsentationswerkzeug beim Kunden um Bilder zu zeigen oder für den Urlaub und Ausflug um mal eben was zu „sichten und schnell zu bearbeiten“. Snapseed ist da auch ein schickes Tool, das kann ich bestätigen. Und für Texte dann Adobe Spark Post. Aber Vorsicht bei Snapseed, das bearbeitet die Originalen JPGs – nicht wie LR! Da ist ein Bild schnell mal unwiderruflich „verbogen“.

      Wenn Ihr wollt, kann ich gerne mal meinen Workflow auf einem Fotofuzzytreffen vorstellen. Wenn das wirklich so interessant ist.

      Noch Fragen? Dann einfach melden! Liebe Grüße nach Namibia!

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