Keine Wendemöglichkeit

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Immer wenn ich zu lange mit anderen Kamerasystemen beschäftigt bin, oder gar keine Zeit zum privaten Fotografieren habe oder gar zu viel mit befreundeten Fotografen am schwätzen bin über deren neue Systeme, kommt in mir, so ganz leise und heimlich, der Gedanke auf mich von meiner Leica zu trennen und mir auch das eine oder andere System zu zu legen.

So zum Beispiel auch jetzt erst wieder geschehen bei dem langen Gedankenaustausch mit einem sehr netten Fotografen aus dem Norden, der sich gerade die Fuji zugelegt hat und mir mit seinen Bildern einen netten und tiefgehenden Eindruck in die Leistungsfähigkeit seines neuen Systems gegeben hat. Und schon war es wieder soweit… in der Nacht habe ich wach gelegen und „gegrübelt“…

Mein Frauchen sagt bei solchen Sorgen immer zu mir:

„Lieber Jörg, Deine echten Sorgen hätten andere auch sicher gerne….“

So etwas will ich in dem Moment (natürlich) überhaupt nicht hören, aber es „erdet“ mich schon reichlich. Also bin ich heute vormittag mit meiner lieben Tochter (die nach dem Tanz in den Mai noch unter deutlichem Schlafmangel litt :-)) und dem kleinen Familienhund durch eigene Dorf (oha, wir sind seit 2 Jahren eine echte „Stadt“…) gezogen und habe meine „Emmy“, die Leica M9, mitgenommen und ein bisserl fotografiert. Meine Tochter ist immer schockiert was ich da so fotografiere, aber ich brauche das zum nachdenken, zum testen und zum denken. Irgendwie ist das Klick einer Kamera für mich ein notwendiges „Lebensantriebsteilchen“ das ich regelmäßig in ausreichender Dosis brauche. Und siehe da, schon beim rausholen aus der Tasche fing dieses „Ich-hab-Dich-doch-so-lieb-Feeling“ wieder an zwischen mir und meiner Emmy.

Hier ein paar Eindrücke von diesem Spaziergang:

Schon beim Spazieren und ebenso beim sichten der Bilder ist mir aufgefallen, wie „Multikulti“ eine so kleine Taunus-Stadt sein kann. Türkische Monde auf dem Haus, US-Amerikanische Briefkästen, italienische Eisdielen, mediterane putzabfallende Häuser und ein Bayerischer Biergarten…

Aber nun zurück zum Kern des echten Problems. 🙂

Um es kurz zu machen: Ich liebe Sie! Und Treue ist mir wichtig… sehr wichtig! Also wird keine Fuji X-Pro 1 hier einziehen und auch meine „Vielweiberei“, ähhhh vielen Systemkameras und deren Tests werden wieder runtergefahren. Die M9 und ich gehören zusammen wie alte und störrische Eheleute, die besser zusammenpassen, als sie es selbst oft glauben! Basta! Keine Wendemöglichkeit!

So viel dazu – sicher für Euch was zum schmunzeln, und genau so wars auch gedacht!

Habt Spaß, bei allem was Ihr tut – ich machs auch!

Schöne Mai-Grüße mit viel Sonne an Euch alle

Euer Fotofuzzy Jörg Langer

9 Kommentare

  1. „…fing dieses “Ich-hab-Dich-doch-so-lieb-Feeling” wieder an zwischen mir und meiner Emmy.“

    Na, Gott sei Dank!!!
    (Du weißt, warum ich das schreibe. ;))

  2. Nochmal ich…

    Jörg, vergiss die Fuji oder die NEX.
    Wer das Original (=M) hat, braucht sich keine Gedanken mehr zu machen.
    Isso.

  3. „Also wird keine Fuji X-Pro 1 hier einziehen „

    Prima. Dann warte ich doch einfach, bis du sie gekauft hast. Wird ja nicht lange dauern. 😀

  4. Freut mich, dass du meiner Einschätzung folgst. Die Fuji ist toll, wenn du etwas ergänzend oder alternativ von SLR kommend suchst. Ich bin wirklich angetan, auch wenn ein paar Features noch eher beta Status haben. In meinem Blog zu lesen. Für mich eine tolle Kamera, aber als Leicafuzzi … bleib dabei. 🙂
    http://www.scoop.it/t/fuji-x-pro1 hat übrigens die besten Infos zur X-Pro1.

    Ich werde nun konsequent die SLR weglegen und den Fingern und Augen das Denken in Canon abgewöhnen.

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