Erster Eindruck – Surface Pro 3 – meine Gedanken

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Das ich ein IT Freak bin ist meinen lieben Lesern meines kleinen Blogs sicher kein Geheimnis mehr. Das ich zudem ziemlich anspruchsvoll in Sachen IT und Workflow bin, ist ebenso sicher Euch allen nicht neu. Das ich mein Geld in der IT Branche und nebenberuflich mit der Fotografie verdiene wisst Ihr auch. Soviel zur Einleitung.

Seit Donnerstag letzter Woche, dem 28.08. ist das neue Surface Pro 3 von Microsoft zur Lieferung freigegeben und wird nun auch in DE endlich ausgeliefert. Meines wurde gestern geliefert.

Eigentlich wollte ich gar keinen „Bericht“ zum Microsoft Surface Pro 3 schreiben, da ich selbst gar nicht wirklich weiß ob ich es dauerhaft behalte und einsetzen werde. Da mir aber so viele in Facebook und per Mail geschrieben haben das sie unbedingt einen Bericht von mir dazu lesen möchten, habe ich das gute Stück eben mal von allen Seiten fotografiert und werde Euch ein paar Eindrücke in Stichworten zum Gerät und dem Handling damit schildern.

Zu erst zu den (wenigen) Kritikpunkten:

  • LTE oder wenigstens 3G fehlt dem Gerät. Lässt sich auch nicht nachrüsten. Man muss also leider über die Hotspot Funktion seines Smartphones unterwegs online gehen, dort wo es eben kein WiFi gibt. Das kann mein Fujitsu STYLISTIC Q702 besser, denn dort ist LTE im Gerät verbaut.
  • Das Gerät hat einen Micro-SD-Card Slot. Leider keinen echten SD-Card-Slot, was gerade uns „Fotofuzzys“ leider dazu bringt immer einen kleinen zusätzlichen Card Reader dabei haben zu müssen. Das kann mein Fujitsu STYLISTIC Q702 besser.
  • Nur ein USB 3 Port ist definitiv mindestens einer zu wenig.
  • Das Gerät ist für den Einsatz auf dem Bein m.E. unbrauchbar. Entweder als Tablet only oder als Tischgerät mit dem Type Cover. Mal eben aufs Knie, wie das bei einem Notebook geht, geht mit dem Surface Pro 3 quasi nicht.

Nun zu den positiven ersten Eindrücken:

  • Das Gerät ist sehr flach und handlich
  • Das Type Cover hat beleuchtete Tasten die sich sehr gut anfühlen und auf denen man auch lange Texte gut schrieben kann (so wie diesen „nicht ganz freiwilligen Bericht“ 🙂 )
  • Das Touchpad im Type Cover ist sehr gut und kann auch mit zwei fingern Scrollen – etwas was ich an keinem Notebook mehr missen möchte.
  • Das Type Cover kann in zwei verschiedenen Positionen genutzt werden. Flach liegend, was ich selbst bevorzuge, oder leicht angekippt, in dem man es per Magnet weiter oben am Surface Pro anklemmt. Dann klappert allerdings etwas die Tastatur beim Tippen, zumindest mit meinen „dicken Fingern“.
  • Das Gerät startet sehr schnell, sowohl aus dem kompletten Start nach dem echten herunterfahren, als auch aus dem StandBy.
  • Das Display ist sehr farbecht. Die Unterschieden zwischen vorher/nachher nach dem Kalibrieren mit dem Spyder Studio waren äußerst gering.
  • Das Netzteil ist sehr klein und handlich. Das Kabel am Surface Pro 3 ist magnetisch und kann in beide Richtungen genutzt werden. Am sehr kleinen und flachen Netzteil ist eine weitere USB Buchse vorhanden, so das man sein Smartphone zeitgleich gut laden kann und somit auch nur eine Steckdose benötigt um das Surface Pro 3 und sein Smartphone zu laden. Das gefällt mir extrem gut!
  • Der Stift kann an der Ladebuchse per Magnet gehalten werden. Klappt nur bedingt brauchbar und auch nur wenn das Surface nicht geladen wird. Es soll eine Stiftschlaufe für den Stift geben den man an der Seite des Type Covers befestigen soll. Dieser fehlte in meinem Lieferumfang leider.
  • Das Display bzw. das Surface kann in sehr vielfältigen Positionen aufgestellt werden durch die stufenlose Halterung und den Aufsteller am Rücken des Surface.
  • Der Intel i5 ist flott genug für meine Anwendungen. Ich nutze auf dem Surface Office 2013, Photoshop CC 2014, InDesign CC 2014 und Lightroom 5. Selbst mit den anspruchsvollen RAW Files der Sony A7R mit 36MP kann das kleine Surface Pro 3 sehr gut umgehen.
  • Der Lüfter ist wenn er mal angeht, was selten passiert, sehr leise und keinesfalls störend.
  • Lautsprecher und Microphone und Frontkamera sind sehr gut, habe extra mit meiner Tochter geskyped für Euch um das zu testen. Danke Jessica. 🙂
  • Die Auflösung ist mit 2160×1440 Pixel sehr hochauflösend aber noch groß genug um alles gut erkennen zu können, und das auch mit Gleitsichtbrille.

Ich habe mich für die Variante mit i5, 8 GB RAM und 256 GB SSD entschieden, da diese vom Preis-Leistungsverhältnis mir am sinnvollsten erschien. Den Speicher habe ich mit einer 128GB Micro SD Card erweitert. Ich hätte gerne eine Variante mit 512 GB SSD genommen aber die Preisdifferenz ist leider unterirdisch böse von Microsoft, so das dies für mich keinen Sinn macht. Ich habe nach allen Programmen und meinen ca. 30GB Daten die ich immer dabei habe noch gute 170 GB frei auf der 256er SSD. Das reicht selbst für größere Shootings oder Urlaube.

Soviel zu meinen ersten Eindrücken. Wenn ich das Surface Pro 3 behalte, dann kommt mein STYLISTIC Q702 in den Photobooth und dann habe ich da endlich ein richtig gutes Teil mit Touchscreen und gescheitem Display im Photobooth.

Die Frage ob man mit dem Surface Pro 3 ein „echtes Notebook“ oder einen gar einen „echten Rechner“ ersetzen kann, kann und werde ich Euch nicht beantworten, da ich Eure „echten Notebooks“ und „echten Rechner“ und genau so wenig Eure Anforderungen kenne. Meine CELSIUS Workstation mit Dual Intel XEON und mit 2x 27″ TFTs wird das Surface und auch ein echter Notebook jedenfalls nicht ersetzen.

Ob man mit dem Surface Pro 3 ein Tablet ersetzen will und kann, sollte auch jeder selbst entscheiden. Ein 7″ oder 9/10″ Tablet, egal ob Android oder iOS kann es ersetzen da es die meisten (nützlichen) Apps auch für Windows 8 / Windows RT gibt, aber ob man ein 12″ Tablet wie das Surface im Bett oder auf der Couch im liegen benutzen will, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Die meines Erachtens völlig schwachsinnigen Diskussionen im Internet, ob das Surface Pro 3 ein Macbook Air „Killer“ ist, kann ich ehrlicherweise nicht verstehen, denn die Geräte sind mehr entfernt voneinander als Äpfel von Birnen. Das Surface hat einen Touchscreen, auf dem man perfekt mit dem Stift schreiben und skizzieren kann, eine abnehmbare Tastatur und ein sehr gutes hoch auflösendes Display. Das alles fehlt dem Macbook Air. Aber egal wie, es sind unterschiedliche Betriebssysteme und für einen Mac OS X Anwender gibt es natürlich keine flachen und leichten Alternativen zu den Air Modellen. Da haben es die Windows User, die sich mittlerweile mit Windows 8.1 angefreundet haben, etwas leichter mit der großen Auswahl an sehr guten und flexible einsetzbaren Geräten. Und ja ich bin sehr happy mit Windows und sehe keine Nachteile dem OS X gegenüber. Meine Windows Systeme starten schnell, haben keinen Update-Stress und laufen ohne jeglichen Störungen. Ich verändere allerdings auch an den HW- und SW-Konfigurationen äußerst wenig und nutze auf allen Systemen nur die wirklich benötigte Software und mülle meine Systeme nicht mit jedem „Schrott“ voll.

So Ihr lieben, ich hoffe das reicht Euch als Bericht zum Surface Pro 3. Da ich eh gerade in einer Bloggerpause stecke, wie Ihr sicher schon gemerkt habt, wird es erst mal nicht mehr geben zu diesem Gerät.

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

p.s.: Das hellblaue/cyan-farbene Type Cover ist echte Geschmackssache – ich weiß – aber ich finde es „saustark“!

8 Kommentare

  1. Hmpf, ich hatte mir schon einen soooo schönen Kommentar zur Farbe des Covers ausgedacht und dann sägst Du den im letzten Satz präventiv ab 🙂

    Klingt gut, werde ich mir auch kaufen – als Belohnung wenn ich mein nächstes Buch fertiggeschrieben habe…

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