Eine Woche – Ein Objektiv – Einhundert Bilder aus dem Alltag – Fujinon XC16-50

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Das Ziel war klar: Ich wollte das „billige“ Kit-Zoom Fujinon XC 16-50 f3.5-5.6 OIS testen. Eigentlich bin ich an den Systemkameras, besonders an meinen beiden Fuji X-Serie Kameras, ein absoluter Festbrennweitenliebhaber und zoome lieber mit den Füßen als mit dem Zoomring. Aber gerade im Alltag oder bei Ausflügen/Urlauben ist ein Zoom schon praktischer wenn man vorher so gar nicht weiß was man aufnehmen will/muss/soll.

Mit der neuen Fujifilm X-M1 hat Fuji das Fujinon XC 16-50 auf den Markt gebracht zusätzlich zum schon vorhandenen Fujijon XF 18-55 f2.8-4.0 OIS welches es schon viel länger gibt. Das 18-55 ist schon bekannt für seine extrem hochwertige optische Bildqualität. Diesen Brennweitenbereich, den auch die 50 Euro Kitzooms von Nikon und Canon haben, kennen wir von den meisten Crop DSLR Kameras, dort sind die Kitzooms aber komplett aus „Plaste“ und haben alle Lichtstärke 3.5 bis 5.6 und genießen oftmals nicht den allerbesten Ruf. Bei dem XF 18-55 wissen viele Fuji User das dieses nicht auf Ihr Objektiv zutrifft. Es ist lichtstärker und extrem Scharf für ein Zoom.

Ich wollte nun wissen wie sich das billigere XC 16-50 schlägt. Da ich, wie Ihr wisst keine Testcharts und Sternengrafiken abfotografiere, sondern Objektive gerne im Alltag teste, habe ich mir eine Woche lang meine kleine Fuji X-E1 mit dem besagten XC 16-50 immer in die Tasche gesteckt und habe diese Kombination wirklich immer dabei gehabt (außer gestern bei einer Hochzeitsreportage – da wollte ich ja nix testen, sondern gute Ergebnisse abliefern…).

Nachfolgend seht Ihr 100 Fotos die mit diesem leichten und bezahlbaren Objektiv gemacht wurden.

Nun, was soll ich Euch sagen, ich finde es sehr gut! Es ist lichtschwächer als das 18-55, es ist aus mehr Kunststoff, zum Beispiel am Bajonett, es hat keinen Blendenring wie das 18-55 und dennoch finde ich es absolut Alltagstauglich. Die Schärfe ist gut und brauchbar. Die Verzeichnung und Vignttierung sind vorhanden aber deutlich geringer wie man es eventuell von den Nikon, Canon oder Sony Kits her kennt. Gerade das Sony NEX 16-50 PZ ist da ja enorm „schlecht“ und verzeichnet fast wie ein FishEye. Da steht das Fujinon XC 16-50 deutlich „drüber“ und liefert wesentlich bessere Bildqualität.

Alle Bilder oben sind durch meinen Lightroom Workflow gelaufen und sind nicht Out of the Cam. Alle haben eine Kontrast- und Schärfeanpassung erhalten und sind beim Export mit den EXIF Daten im Bild versehen worden und auch beim Verkleinern nachgeschärft worden.

Teilweise musste ich diese Woche selbst über mich lachen, was um Himmels willen ich für einen „Kram“ aufgenommen habe. Leider sind diese Woche in meinem Alltag zwei Termine ausgefallen, einer davon in Köln, was sehr schade ist da ich gerne noch etwas mehr Abwechslung in den Alltags-Fotobericht gebracht hätte aber so ist es eben im Leben, es kommt immer anders als geplant. Ich hoffe dennoch das Euch dieser Bericht und diese Fotos etwas helfen Euch einen Eindruck von diesem Objektiv (und meinem Alltag) zu verschaffen.

Schöne Grüße – Euer Fujifreak und Fotofuzzy – Jörg Langer

8 Kommentare

  1. Schöne Serie. Und wieder einmal ein Beweis dafür, dass eine Linse, nur weil „Kit“ drauf steht, nicht gleich in die Tonne gehört. Natürlich ist es schön wenn man ein Objektiv vorn drauf hat, das von Haus aus schon scharf ist, nicht verzeichnet oder vignettiert. Letztlich aber kommt es doch darauf an, was man aus dem Material machen kann, ob je nach Verwendungszweck genügend Reserven hat um korrigiert zu werden. Und das sieht doch echt gut aus.

    Ich bin ja durchaus selbst erstaunt, was mein „schlechtes“ 1650PZ am Schluss hervorbringt. Ergo: das Ergebnis zählt.

    1. Bin ich zu 100% bei Dir. Deswegen zeige ich ja auch Bilder die bereits durch den Workflow „durch“ sind. Dennoch muss ich sagen das es mich damals beim Sony 16-50 PZ schon arg gestört hat das es so extrem verzeichnet. Damit war in 90% der Bilderfällen eine schnelle „OnTour“ Bilderweitergabe und Bearbeitung via iPad unmöglich. Nur deswegen finde ich ein Objektiv das von Haus aus weniger Verzeichnet „besser“ und „effektiver“ da man die Bilder auch mal zur Not ohne richtigen Rechner weiterverarbeiten kann. Der Vorteil des PZ ist natürlich die extrem flache Bauform die m.W. nach immer noch seinesgleichen bei anderen Herstellern sucht.

  2. Da hast Du wieder recht. Mal eben weiter geben ist mit dem Ding nicht. Für meinen Anwendungsfall ist das aber bislang nicht tragisch gewesen. Wobei ich mir noch mal anschauen werde, was die Kamera selbst an JPGs erzeugt, ich sehe ja immer nur die RAWs 😉

  3. Bei meinem XC 16-50 ist beim Herunterfallen das Gewinde abgebrochen,aber alles funktioniert. Nun könnte ich ein XF18-55 gebraucht bekommen, ABER wie schon beim Neukauf des Kits XM1 plus Zoom stelle ich fest,daß das teurere XF eindeutig weniger scharf ist ,nur „farbkräftiger und ein wenig verzeichnungsstabiler.
    Es scheint,daß das nirgends auf Foren so klar gesagt wird. Es gibt angeblich eine Japan u.Chinavariante,aber mir sind alle XC Bilder schärfer als XF Bilder. Sioehe die Blätter eines Baumes.
    Will das keiner wahrhaben ??

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