Ein „Ja, aber-Beitrag“ zur neuen Fujifilm GFX50s und dem Launch-Event bei ISARFOTO (Kuhjahr #67)

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Ich hatte viel Zeit auf der Fahrt von München nach Hause um über das gestrige Event von ISARFOTO und die dort vorgestellte Kamera aus dem Hause Fujifilm nach zu denken und Revue passieren zu lassen. 

FUJIFILM GFX 50s

ISARFOTO hatte seine Kunden eingeladen und sich sehr viel Mühe gegeben. Das ist in meinen Augen herausragend in der Fotohändler-Szene. Eine nette Runde hat sich in einem kleinen schicken Hotel südlich von München getroffen und durfte echtes Hands On mit der neuen „Mittelformat-Fuji“ machen. ISARFOTO hatte nicht nur für die Räumlichkeit gesorgt und den Kaffee bereitgestellt, sondern auch ein sehr nettes und gut aussehendes Model gebucht und auch die nötige Blitztechnik von ProFoto bereitgestellt. Der Herausgeber des Magazins FINEART Printer war auch mit einem Printer und Papier zugegen und supportete das Team ISARFOTO. Ebenso waren zwei Herren von Fujifilm anwesend.

Super Organisiert. Vielen Dank ISARFOTO!

Der Vortrag des jungen Fujifilm „Präsentators“ (und da kommen wir jetzt zum „Ja, aber…) erzeugte bei mir eher eine Abneigung zu Fujifilm und dem Hauptobjekt des Events – der FUJIFILM GFX 50s. Der Herr spickte die Präsentation mit vielen „Phrasen“ und „Klugheiten“ die leider oftmals einfach falsch waren. Nachdem er fest behauptete die DSLRs seien Tot und hätten keine Daseinsberechtigung mehr, erwiderte er (nur eins von vielen fragwürdigen Aussagen von ihm…. ) einem fragenden Fotografen das auch DSLR Akkus nur maximal 800 Bilder schaffen. Also ich schaffe mit der Nikon D700 satte 1700 Bilder, mit der Nikon D800 1550 Bilder und mit der Nikon D3s satte 3.700 Aufnahmen mit einem Akku. Dann folgte die wagemutige Aussage, und er wusste das einige Sony A7R II Fotografen im Raum saßen, das Fujifilm mit seinen APS-C Kameras schon lange deutlich weniger rauscht als die „Vollformatkameras“ am Markt. Ach ja und FullFrame-Kameras sind eh viel weniger gefragt als APS-C Kameras….
Kennt er die Wettbewerbskameras, mit denen er sich (zu Recht!!!) messen lassen muss?
Und dies sind nur zwei von den Themen die er frech und fröhlich raus haute. Ich weiß nicht wie es den anderen Teilnehmern des mühsam organisierten Events gegangen ist, aber ein stilles Blättern im druckfrischen Prospekt der GFX 50s hat mehr Charme und mehr sachdienliche Informationen bereitgestellt als die lieblos präsentierte Powerpoint mit seiner Tonspur. Sorry für die Offenheit.

Aber nun zur Kamera selbst.

Die Fujifilm GFX 50s ist ein Brecher und Knaller! Aber Hallo…

PRO – Was mir wirklich imponiert hat:

  • Die HighISO Fähigkeit ist brachial – da fällt mir echt kein Superlativ dazu verbal ein – Knaller! ISO 12.800 ist sowas von Nutzbar – sensationell. Bildbeispiele folgen weiter unten.
  • Die Kamera liegt extrem gut in der Hand.
  • Der Auto Fokus ist auch im dunklen sehr treffsicher und brauchbar schnell – da tun sich andere Systemkameras schon schwerer.
  • Das Klapp, und Schwenk-Display – das auch Touch kann – ist phänomenal!
  • Die Verarbeitung ist erste Sahne und auf Leica Niveau! – Wirklich! Auch bei den Objektiven.
  • Der Sucher ist sehr gut und auf dem Niveau anderer hochwertiger Systemkameras. Macht Spaß.
  • Der Image Stabilizer des 120mm Objektives leistet großartiges. 
  • Die Kamera hat alle notwendigen Einstellungen auf eigenen Rädern oder Buttons. Der Weg ins Menü ist selten nötig,
  • Das Menü ist wie bei den anderen Fujifilm Kameras (bspw. XT-2) strukturiert.
  • Der Preis von etwas über 6.000 Euro ist angemessen für die Leistung der Kamera!

CONTRA – oder warum ich mir diese Kamera nicht kaufen werde:

  • Der zig mal in der Präsentation erwähnte 3D-Look fehlt den Bildern. Die sagenhaften Freistellungspotentiale, die man der Kamera mit Marketingsprüchen attestieren möchte, erreicht man mit den drei heute schon verfügbaren Optiken nicht. Selbst mit dem 120mm Objektiv schafft man auch bei weit entferntem Hintergrund keine sagenhafte weiche Bokehs oder Freistellung vom Hintergrund. 
    Physikalisch ist das einfach zu erklären. Der Sensor der GFX 50s ist mit 33 x 44 mm zwar deutlich größer als der bekannte 24 x 36mm „FullFrame“ Sensor einer KB-Kamera, aber immer noch weit weg vom kleinsten Mittelformat aus der analogen Zeit das eben mal mindestens bei 45 x 60 mm lag. Blende 4 bleibt Blende 4. Wer an seiner Sony A7R II ein Sony G Master 85 1.4 nutzt wird von den Fuji GFX 50s-Bildern und dessen Freistellung erst mal etwas enttäuscht sein. Wenn Fujifilm „demnächst“ das 110mm Blende 2.0 Objektiv auf den Markt bringt, welches man im Prospekt schon in der Liste der angekündigten Objektive findet, dann kann das schon ganz anders aussehen, aber mit Offenblende 4 bei einem nur gering größeren Sensor ist bei mir kein Blumentopf zu holen. Bei Landschaftsfotografen oder Foodfotografen im Studio sieht diese Thematik sicher ganz anders aus. Ich spreche da nur mit meinem begrenzten Einsatzgebiet People- und Hochzeitsfotografie zu dieser Sachlage und brauch eben oft einen „Bläser“ der den Hintergrund „weg macht“ und das geht mit dem 85 1.4 sehr gut am „kleinen FullFrame“.
  • Mir ist die Kamera und die Objektive deutlich zu wuchtig. Die Kamera liegt sagenhaft in der Hand – und das ist wirklich genial – aber sie ist mindestens so schwer und wuchtig wie eine „fette“ Nikon D800 und die Objektive ebenso.
  • Die Fuji Bilddaten ziehen den Rechner brutal in die Knie. Die RAW Files haben bei 51 Megapixel satte 116 Megabyte. Ein RAW aus der Sony A7R II mit 42 Megapixel hat um die 43 Megabyte? 20 Prozent mehr Megapixel aber 250 Prozent mehr Dateivolumen? Das habe ich schon bei den schmalbrüstigen APS-C Daten von Fujifilm nie verstanden deren Bilddaten bei etwa 20 Megapixel so groß waren wie die doppelt so hoch auflösenden Sony oder Nikon RAW Files. „Speicherkarten kosten ja fast nichts mehr“ ist hierzu übrigens kein hilfreicher belehrender Satz Herr Fujifilm, denn Rechenleistung und Grafikkartenleistung die man zur Bearbeitung in LR braucht kostet leider in diesen Dimensionen extrem viel wenn diese überhaupt verfügbar ist. Seit dem 07. März kann die neuste Lightroom CC Version die RAW Files der GFX 50s händeln. Leider braucht man zur Bearbeitung runde 3x mal so lange in Lightroom wie bei einem 42 Megapixel RAW aus der Sony. Drei mal so lange für 20% Mehr Bildinformationen. Ob das in einem sinnvollen Verhältnis liegt überlasse ich dem Leser dieses Artikels.
  • Der Sensor ist ein 4×3 Sensor. Ist nicht mein Format. Ich werde mit 4×3 nicht warm. Wenn ich die auf 3×2 beschneide, dann bin ich wieder „fast“ bei meinen 42 Megapixel und habe fast nichts gewonnen (außer der brutalen Rauscharmut!)
  • Die GFX 50s filmt auch – aber nur in Full HD mit max 30 fps. „Aber wer filmt schon mit einer Mittelformat-Kamera“, ist zwar ein sicher lustiger Kommentar aber dennoch ist FullHD nicht mehr State of the Art. Dann lasst es lieber ganz raus. 

Was ist eigentlich Mittelformat?

So Ihr lieben, natürlich habe ich auch noch bissi was an Bildmaterial mitgebracht und konnte die Speicherkarte aus meiner Leicakuh, auch mal in eine der drei vor Ort anwesenden Fujifilm GFX 50s Kameras stecken. 

JPGs out of the Cam – verkleinert auf 1200x1200px:

JPGs aus dem RAW entwickelt und etwas bearbeitet und verkleinert auf 1200x1200px:

Ich habe Euch drei RAW-Files aus der Fujifilm GFX 50s in ein ZIP-File gelegt mit 222 Megabyte unter dem folgenden Link für diejenigen, die sich die Dateien mal selbst in LR ansehen möchten. LINK ZUM ZIP-FILE.
(ABER BITTE – keine Veröffentlichung im Netz – dazu benötigt Ihr eine Freigabe des Models – die Euch nicht vorliegt! Bitte haltet Euch daran. Danke.)

Vielen Dank an die liebe Sandra, das bezaubernde Modell, das es wahnsinnig geduldig über sich ergehen lies das jeder nur auf die Kamera fixiert war. Danke liebe Sandra, auch für die Freigabe ein paar Bilder veröffentlichen zu können.

Summary – mein persönliches Fazit zur Fujifilm GFX 50s

  • Ich habe den weltbesten Händler der sich wahnsinnig intensiv um seine Kunden kümmert! Grandios.
  • Die Fujifilm GFX 50s ist eine Hammer-Kamera mit dem besten Rauschverhalten das ich je gesehen habe. Faszinierend.
  • Mittelformat ist nicht gleich Mittelformat
  • Der Fotomarkt entwickelt sich immer noch rasant und geht in eine wundervolle Richtung!
  • HighEnd wird bezahlbarer!

Ich sage Danke an Axel Hoffmann und seine supernetten Kolleginnen und Kollegen von ISARFOTO und ebenso an Fujifilm für die Möglichkeit des intensiven HandsOn mit diesem Wunderwerk an Kameratechnik.

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer


Mehr Bilder aus meinem Alltag findet Ihr wie immer in Instagram unter
www.instagram.com/langeronline.

Sehen wir uns dort?

62 Kommentare

  1. Danke lieber Axel Hoffmann für die Einladung und die viele Mühe die Du und Deine netten Kolleginnen/Kollegen Ihr Euch mit viel Herz und Engagement für Eure Kunden macht. Danke! 🙏🏼

  2. Exzellenter Artikel. Besten Dank. (Und wahrhaft ein überaus attraktives Modell!)
    Ich kann deine Zweifel und deine Kritik absolut nachvollziehen.
    Wenn mich etwas wirklich nerven kann, dann ist das ein „Presenter“ der entweder unprofessionell, ignorant bzw. arrogant auftritt oder schlimmstenfalls all dies in sich vereinigt. 😉

    1. Er war nicht aggressiv und im persönlichen Gespräch auch total Ok. Seine Phrasen in der Präsentation vor „wissendem“ Publikum aber für meinen persönlichen Geschmack völlig ungeeignet. Aber: die Kamera ist der Hammer!

  3. Der Fehler ist einfach speziell im APS-C-Bereich die Übertreibung bei der angeblichen Leistung des X-Trans-Sensors. Ich habe mich gestern im Fuji-Forum unbeliebt gemacht, weil ich die Aussage getätigt habe, dass ich bei zwei ansonsten gleich gut bedienbaren Bodies (und die X-T2 ist wirklich ein Traum in dieser Hinsicht) immer die mit Bayer-Sensor vorziehen würde.
    Und wenn sie dann einen Promoter dort hinstellen, der die ganzen Marketing-Claims auswendig gelernt hat, kommt eben sowas dabei heraus. Ob das geschickt ist, wenn man eine Kamera vom Kaliber der GFX vorstellt, sei mal dahingestellt…

    1. Ganz im Ernst, wenn ein Sensor sehr gut ist, ist es mir eigentlich egal, ob es ein CCD, ein CMOS oder ein X-Trans ist. 😉
      Neue APS-Sensoren in einer Nikon stehen dem X-Trans in nichts nach (genau wie andersherum). Das sind dann Unterschiede auf einem derart hohen Niveau, dass ich sie als User nicht mehr wahrnehmen kann.

    2. Stimmt, Carsten. Das Problem ist aber, dass der X-Trans-Sensor in manchen Bereichen einfach unnötig Probleme in der Nachbearbeitung der Raw-Dateien macht. Klappt letztlich alles, aber mit (teilweise) deutlich mehr Aufwand als beim Bayer-Sensormuster

    3. Der x-Trans Sensor war für mich auch der einzige, aber leider ausschlaggebende Grund von Fuji weg zu gehn. Hätten sie nen normalen Bayer Sensor hätte sich die Frage nie gestellt. Von handling finde ich die X-T1(2) immer noch eine der besten cams überhaupt.

    4. Och, mir hat die Leistung des Sensors in der X-E2 / X-T1 immer sehr gut gefallen. Der Grund, warum ich meine X-T1 verkauft habe, waren die teuren Objektive, die ich hätte kaufen müssen, wenn ich sie hätte intensiver nutzen wollen. 😉
      Die X-E2 (und das 18-5 sowie das 1.4/35) behalte ich aber, denn an der E2 machen sich auch die Leica M Objektive sehr gut. 😉

    5. Christian Ohlig stimmt, Bodies und Objektive sind super. Deshalb kann man die Sensorproblematik verkraften. Würde aber z.B. Nikon mit einem vernünftigen spiegellosen System kommen und einen „normalen“ Sensor verbauen, würde ich sicherlich ins Grübeln kommen.

    6. Ich nicht. Für mich ist das Thema Vollformat endgültig vom Tisch. APS C reicht mir völlig aus. Aber für mich ist das ja auch mittlerweile alles nur noch Hobby. Aber eigentlich interessiert mich sowieso nur noch Reise und Landschaft.

    1. Ganz im Gegenteil. Du könntest doch die Vorteile des Systems exzellent vertreten. Du würdest halt nur die Nachteile nicht abstreiten. Das ist doch ein hervorragendes Produkt, was es überhaupt nicht nötig hat, mit falschen Versprechungen zu werden.

  4. Ich warte noch darauf, die GFX selbst mal zu testen und dann zu schauen, ob sie für mich und mein nächstes Fotoprojekt etwas sein könnte. Bis auf ein paar Minuten auf der photokina hatte ich sie bislang noch nicht in Händen …

    1. Wahrscheinlich, da sie relative Kompaktheit mit sehr hoher Bildqualität vereint. Und als „Ergänzung“ zum X System wäre für mich da Mittelformat auch sinnvoller als Vollformat. APS-C reicht für mich für Magazine usw. vollkommen aus, aber wenn ich in Richtung großformatiger Prints denke, wäre das GFX System sicherlich schick. Aber ich muss es erst selbst ausprobieren, um mir ein Urteil bilden zu können …

    1. Jeder diskutiert über Kameratechnik, hab mich seit sicherlich 3 Jahren damit mich nicht befasst was man heutzutage kaufen muss etc, mit der Sony komme ich gar nicht klar…und andere elektronische Sucher… Sorry dass du es jetzt falsch aufnimmst

    2. Die Diskussion ist auch quatsch, hat nix
      Mit dir zu tun, ob die oben genannte Kamera oder lieber doch die M10 gekauft wird wenn man sich entscheiden kann. Ich würde fragen, was soll ich Fotografien. Reisen, Reportagen, handelbare Raws und mittlere Megapixel? Dann Leica, hab ich eine Production wo Pixel eine Rolle spielen, dann leihe ich mir doch Phase one für 400€ am Tag…die richtig MF ist und Kauf mir keine richtige MF Kamera….

  5. Lieber Jörg, so sehr ich Dich schätze und deine Beiträge auch alle
    lese und aufsauge bin ich mit dem Resueme nicht ganz einverstanden. Ok ja die Präsentation hat
    einer aus dem Marketing geschrieben der keine Ahnung von MF hat und diese wird einfach abgelesen. Passt. Aber wer mit Mittelformat gross geworden ist wie ich und sich immer nach einem großen Sensor wieder sehnt und darin auch viele Vorteile sieht hat dazu leider eine andere Meinung. Ja die MF hat einen anderen Look als KB. Die Schärfentiefe der MF Objektive durch den wesentlich größeren Sensor ist anders trotz „geringerer“ Lichtstärke, Die Detail Auflösung ist wesentlich feiner. Vor allem ist das arbeiten mit einer solchen Kamera von der Heransgehenweise eine ganz andere. Der Vergleich sollte vielleicht ehr zur einer Phase1 oder Leaf gezogen werden. MF Kameras haben einen anderen Look. MF Kameras MF Objektive lösen wirklich die Linien Pro Milimeter auf. KB ist nur ziemlich Nah dran schafft aber nicht die Endqualität eines MF Sensors. Ich kann einen Fiat 500 kaufen komme ans Ziehl oder ich fahre eine E-Klasse. Zusätzlich mal ganz anders gesehen, mit einer MF Kamera beim Kunden zu stehen habe ich jegliche Diskussionen vom Tisch, ja diese Kamera hat mein Schwager auch… Wenn ich das kleingeld hätte würde ich für meine Studio, Architektur Fotografie sofort umsteigen.

    1. Mit welchem Resume bist Du nicht einverstanden?

      Ich kenne Mittelformat nur zu gut und auch den Effekt den Mittelformat – auch bei Lichtschwächeren Objektiven erzeugen kann, aber genau dieser fällt bei der GFX minimal aus, was ja physikalisch bedingt ist durch den eben nur „etwas“ größeren Sensor der noch weit weg von „echtem Mittelformat“ ist.

      Die Herangehensweise ist mit dieser Kamera in keinster weise eine andere. Denn sie wird ja auch so positioniert das sie sich wie eine DSLR oder kleine Systemkamera bedienen lässt. Das Argument ist leider keins lieber Axel. Das hebelt ja Fuji selbst aus, in dem sie eine „Mittelformat-Kamera“ gebaut haben die sich wie eine stinknormale Systemkamera bedienen lässt. Das genau ist ja das Ziel des Produktmanagements von Fujifilm mit der Positionierung dieser Kamera. Sie positionieren sie ja ganz bewusst vom Design und Preis bei den Hochpreisigen KB Vollformatern und etwas darüber und eben nicht bei den Phase Ones und Leafs und Co, denn bei denen ist die Arbeitsweise noch eine andere so wie Du es beschreibst.

      Ansonsten war mein Resume:

      Summary – mein persönliches Fazit zur Fujifilm GFX 50s

      Ich habe den weltbesten Händler der sich wahnsinnig intensiv um seine Kunden kümmert! Grandios.
      Die Fujifilm GFX 50s ist eine Hammer-Kamera mit dem besten Rauschverhalten das ich je gesehen habe. Faszinierend.
      Mittelformat ist nicht gleich Mittelformat
      Der Fotomarkt entwickelt sich immer noch rasant und geht in eine wundervolle Richtung!
      HighEnd wird bezahlbarer!

      Zur Detailauflösung kommt es drauf an mit was man vergleicht. Vergleicht man die GFX mit einer XT2, stimmt es, ist die Detailauflösung brachial „anders“. Vergleichst Du die Auflösung mit einer Nikon D810, Canon 5Dsr oder Sony A7R II ist der Unterschied (je nach Objektiv) aber nicht mehr sooo deutlich wie Du ihn bezeichnest. Sorry, da hinkt der Vergleich zwischen Fiat und E-Klasse. Da reden wir nur noch über den Unterschied von C zu E-Klasse oder von 3er zu 5er BMW um mal in der Autowelt der Argumentationen zu bleiben.

      Dennoch, die Kamera, die GFX ist ein Brecher und ein Knaller was an Kameratechnik da geliefert wird zu einem wirklich vertretbaren Preis. Da stinkt eine Leica S2 beispielsweise massiv ab. Ich gehe fest davon aus, das sich die GFX bei Euch wie geschnitten Brot verkauft.Und das zurecht.

      Danke nochmal! War echt klasse bei Euch!

  6. Moin Jörg,

    erstmal Danke für den Beitrag und ich möchte auch mal meinen „Klugscheiss“-Beitrag leisten.

    Also das kleine analoge Mittelformat hat effektiv 42x56mm, wie das 6×6 eben 56x56mm hat. Bisher haben nur Phaseone und Hasselblad mit ihren „etwas“ teureren Boliden was mit 53,7×40,4mm an die analoge Welt rankommt. Es gibt aber auch bei denen das „kleine“ digitale Mittelformat, wie die Fuji hat haben., nur auch deutlich teurer (abgesehen von der spiegellosen Hassi). Viele mögen auch den größeren Dynamikumfang vom Mittelformat, aber da denke ich, war nicht die Zeit mal einen Vergleich zur Sony zu machen?

    Das Mittelformat hat eben diese 4:3 bzw. auch 6×7 aus den Zeiten der Zeitschriften übernommen…

    Nur mal so Liebe Grüße Mark

    1. Nein, ich hatte die Sony auch nicht dabei. Es geht mir auch in keinster weise darum die Sony A7R II zu rechtfertigen und/oder zu loben. Das Ding ist ein Krampf und eine Seuche in der Bedienung. Nur der Sensor und die Optiken sind erstklassig.
      In der Bedienung ist die GFX (und auch die X-Serien von Fujifilm) um Welten voraus!

  7. APS-C
    24 Megapixel X Pro 2 RAW komprimiert ca. 24-29 MByte
    24 Megapixel X Pro 2 Jpeg Fine 11-14 Megabyte

    Fuji Mittelformat RAW komprimiert um 50 Megabyte.

    Klar ist auch das umso größer die Dateien werden die Verarbeitung auf dem Rechner sperriger werden….bzw. dann auch Rechner mit entsprechend ordentlich Rechenpower benötigen und SSD.
    Fotografen die extrem viele Bilder täglich verarbeiten/bearbeiten müssen „stehen“ dann auch mehr auf 20-24 Megapixel um den Workflow schneller machen zu können.
    Auch ist klar und bekannt das bei spiegellosen Kamera die Akkus nicht so viele Bilder durchhalten als bei klassischen DSLRs. Vollprofi-DSLR-Kameras wie eine Nikon D 4/ D 5 haben darüber hinaus auch einen besonders großen Akku auch von den Abmaßen.
    Auch die Sony A 7 Modelle hauen auch gut Akkus durch…
    Die Abmaße der Akkus ist bei Systemkameras aber auch sehr kompakt so das auch in der Hosentasche mal eben 2 bis 3 mitgeführt werden können.
    Bei der Fuji XT 2 kommt man mit Battery Zubehörpaket Grip auch nach 1000 Bilder hin….

    Fuji macht APS-C und halt „ihr“ neues Mittelformat. Sony bislang APS-C in den 6300/8500er Modellen und das KB Format in der A 7 Reihe.

    Das APS-C Format ist von der Bildqualität versus ISO heute derart leistungsfähig geworden das man schon sehr spezielle Anwendungsszenarien in der Praxis heraussuchen muß wo man wirklich noch KB Format am Ende bräuchte. Insbesondere sind die Objektive bei APS-C sind darüber hinaus auch sehr kompakt gegenüber KB.
    Fuji steht bei Mittelformat mit der GFX erst am Anfang also kurz nach der Lancierung. Das dann noch nicht alle Objektive die interessant wären gleich zur Verfügung stehen ist klar….
    Mittelformat hatte immer einen anderen Zuschnitt als KB…
    Schlecht ist natürlich immer wenn bei der Vorstellung von Profiware ein Vorführer am werke ist der nicht realisiert das ihm auch Profis gegenüber sitzen und irgendwelche Marketingparolen predigt…..

    Bei Fuji denkt man m.E. weniger dogmatisch in klassischen Analogfilmformaten….bedenkt man mal Abmaße und Gewichte des Fuji X Pro2/XT 2 Sortiments inklusive Objektive und das Objektivprogramm ist mittlerweile schon recht breit ausgebaut und auch das manche dpa Spezis natürlich auch mal schnell mehr als drei Kameragehäuse plus Objektive zu einem Event mitnehmen….dann sind Abmaße und Gewichte schon ein Thema….und auch hinter dem Hintergrund das man im Handgepäck bei Flügen bis ca. 20 kg ohne Probleme mitführen kann….
    Die Anwendungsbetrachtungen und Bedingungen sind also doch sehr vielschichtig was man als Hersteller und je nach anvisierter Zielgruppe alles in Erwägung ziehen muß/sollte…..

    Als man damals seitens Sony mit der A 7 KB Format kam und auch zu dem Zeitpunkt eher schmalen Objektivprogramm argumentierte man in der Szene gleich was man da nicht alles per Adapter an an Fremd-KB Formaten insbesondere MF-Objektive dranne verwenden könne…alte Leica R und Leica M oder Zeiss ZM Objektive etc. etc. und wer da noch über einen großen Fundus an hervorragenden Objektiven verfügt war und ist das auch interessant.

    …wir jammern da heute alle auf sehr hohem Niveau….

  8. Im Prinzip ist die „professionelle Denke/Herangehensweise“ welche Objektive benötige ich für meine fotografische Aufgabenstellung und welcher Hersteller hat diese Objektive im Sortiment und von dem Hersteller kauft man dann auch die Kameragehäuse noch und was kostet das Gesamtsystem dann….und welches Gewicht und Abmaße hat das Ganze dann….

    Man kommt über das Objektivprogramm zum Kameragehäuse dabei.
    Der reine Hobbyfotograf schaut welches Kameragehäuse ihm gefällt hat hat dann zwei Objektive bzw. schaut dann oft erst was es dafür an Objektiven überhaupt gibt oder adaptiert zur Not…

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