Ein Abend im Leitz-Park – The New SL – die neue Leica SL – ich war dabei!

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Erstaunlich wie viele Onliner und selbsternannte Markt-Kenner sich das Maul über eine Kamera zerreisen die wahrscheinlich alle die Kamera noch gar nicht in der Hand hatten und wissen über was sie da hetzen oder schreiben….

Aber nun erst mal von vorne. Gestern, am 20.10.2015, hat Leica in seinen beeindrucken Räumlichkeiten am Leitz-Park in Wetzlar einem geladenen Publikum seine neue Kamera, die LEICA SL, vorgestellt. Geladen waren (welt-) Bekannte Fotografen aus allen Nationen, Fachhandels-Größen, Marketing-Fachleute, Online-Größen, Leica Forenbeitreiber, Leica-Manager, Presseleute (die Papierkritzler), ein Scheich, der Ripke und ich. 🙂

Nun, was ist die Leica SL eigentlich?

Ich habe mir auf dem Heimweg viele Gedanken gemacht und erst nach über 30 Kilometer gemerkt das ich gar kein Radio anhabe, so war ich gedanklich mit der Kamera und seine Markt und der Zielgruppe beschäftigt.

Ich bin zu dem Ergebnis gekommen das die Leica SL eine neue Evotionsstufe ist. Eine Evolution aus dem Brei der entsteht wenn man eine Nikon D4s, eine Canon 1Dx, eine Sony A7II und eine Leica M in den Mixer steckt. Versteht Ihr was ich meine.

Schon bevor ich in Wetzlar ankam las ich in meinen Sozialen Netzwerken:

Brauchste nicht hingehen, ist ne Sony, haste schon….

oder

11.000 Euro für eine Kamera – die spinnen ja, Die Sony gibts für 4.000….

und vielerlei mehr Quatsch dieser Art.

Nun, wenn man im Netz die reinen Features und Specs liest, könnte man schnell auf solche Gedanken kommen:

  • Systemkamera ohne Spiegel
  • 24 Megapixel Sensor
  • Vollformat – Kleinbild-Sensor
  • Elektronischer Viewfinder (Sucher)

Das die Kamera mit 11 Bildern pro Sekunde bei voller Auflösung und nativer ISO von 50 bis 50.000 arbeitet und Wetterfest ist dank zig Dichtungen und aus einem Vollmetallgehäuse besteht mit dem man sich einem anrasenden Büffel zur Wehr setzen kann, das überlesen die meisten scheinbar.

In einem sehr langen und sehr angenehmen Gespräch mit dem Leica Produktverantwortlichen-Manager konnte ich viele mir offene Fragen stellen und bekam sehr ehrliche und offene Antworten.

Die Zielgruppe ist ganz klar nicht der Leica M Fotograf und auch nicht der Fuji X, Olympus OMD und auch nicht der Sony A7-User, die eine vermeintlich kleine und leichte Kamera suchen. Die Zielgruppe ist ganz klar der Reportage-Profi, der vollstens robustes Material braucht das nahezu unverwüstlich ist, der zuverlässige Geschwindigkeit in Sachen Bildfolge und AF braucht und dennoch nicht auf den Komfort einer Systemkamera (geringere Geräuche, genialer EFV mit sofortiger fertiger Bildkontrolle im Sucher) verzichten wollen. Wir reden hier von Nikon D4/D4s und Canon 1Dx-Anwendern die die Komfortmerkmale einer Systemkamera nutzen möchten aber dennoch den Speed und die Robustheit brauchen. Natürlich gehören bei Leica auch immer – per Definition – der betugte Zahnarzt mit seiner Sammelvitrine zur beabsichtigen Käuferschicht, aber generell schießt man aus Wetzlar mit dieser Kamera in das Profi-Reportage-Segment das heute nicht mit Leica, und damit auch nicht mit Made in Germany-Produkten arbeitet.

Das was ich nach einem 10 minütigen Hands On im Leica Store und dem gut 60 minütigen Gespräch mit dem Produktverantwortlichen Leica Manager sagen kann ist, das mit der Leica SL der Firma Leica ein Stück Ingenieurskunst gelungen ist das es so in dieser „Mischung“ auf dem Markt noch nicht gibt: Eine schnelle und ultra robuste Profi-Systemkamera – ich bin mir sicher das sich viele User genau das gewünscht haben.

Ihr Lieben Leica M User, ihr müsst Eure Leica M nicht in den Online Foren versenken oder in der Vitrine in die hintere Reihe schieben, diese hat keine Berührungspunkte mit der Leica SL und ist ein ganz anderer „Schnack“. Das Ihr Eure Leica M Linsen mit einem Adapter auch an der neuen Leica SL nutzen könnt, ist selbstredend. Leica bietet für alle seine eigenen Objektive ab Verkaufsstart Adapter an so das „alle“ Leica und Leitz Objektive genutzt werden können. Die neue SL hat ein Leica T-Bajonett, dass mit den drei neuen Leica SL (T-) Vollformat-Objektiven (50 1.4; 24-90 2.8-4.0; 90-280 2.8-4.0) genutzt werden kann. Alle bisherigen Leica Objektive mit den T Bajonett die für die Leica T mit dem Crop-Sensor gebaut wurden, können in voller Funktion an der Leica SL genutzt werden. Die Kamera erkennt die Crop Objektive und schaltet auf dem Display und auf dem Sensor dann einen „Rahmen“ ein. Es bleiben etwa 10 Mio Pixel für die Aufnahme mit den Crop Leica T-Linsen auf dem Sensor der Leica SL. Das Prinzip kennen wir von den Sonys schon bei denen ich die E-Mount Objektive aus der Crop Serie auch auf der Vollformat A7-Serie mit dem FE-Bajonett nutzen kann. Auch da wird dann gecroppet aber alles an Funktionen bleibt erhalten. Bei den Leica M-Objektiven wird am Adapter auch die Codierung erkannt und ausgelesen, so das die Kamera direkt entsprechende notwendige Korrekturen in der Firmware der Kamera direkt erledigen kann. Die Leica M- Linsen werden an der Leica SL dann dementsprechend deutlich bessere Ergebnisse erzielen als bei einer Adaption an einer Nikon, Canon oder Sony A7R… so sagte es mir der kompetente Leica Kollege der mir beim Hands On alle meine Fragen erstklassig beantworten konnte.

Zum Größenvergleich mit der Sony A7R II habe ich das nachfolgende Bild gemacht und schaut Euch bitte auch den Link darunter mal an, dort sind noch mehr Vergleichsbilder zu finden.

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Auf Photographyblog.com sieht man noch mehr Größenvergleiche.

Die Leica SL wiegt im Vergleich zu meiner A7R II mit dem echt schweren 35 1.4er Zeiss Distagon gefühlt das doppelte. Wenn man die Kamera in die Hand nimmt ist man erstaut über den „Klopper“ im positiven Sinne, den man da in die Hand nimmt. Spätestens beim Anfassen merkt man das man eher eine Nikon D4s in die Hand nimmt als eine uns bis heute bekannte Systemkamera.

Das die Kamera mit dem 24-90mm 2.8-4.0 satte 11.000 Euro kostet hat viele in meiner Timeline dazu verführt zu hetzen und Leica als „Marktblind“ zu betrachten. Das sehe ich in diesem Falle nicht ganz so. Eine Nikon D4s kostet auch mit einem 24-70 nahezu 8.000 Euro. Das sind „nur 3.000“ Euro mehr für den Komfort der Systemkamera, den wirklich keine Grenzenden Service und echtes Made In Germany. Ob diese 3.000 Euro einen Profi der seine Kamera für 5 Jahre abschriebt abschrecken wage ich zu bezweifeln. Das Gehäuse einzeln betrachtet ist mit 6.900 Euro gerade mal 1.000 Euro teurer als eine Nikon D4s und nur 900 Euro teurer als eine Canon 1Dx. Das Leica Gläser deutlich teurer sind ist kein Geheimnis und nichts neues.

Ich bin extrem gespannt ob der Markt diese Kamera, bzw. dieses neue System annehmen wird. Bei den Sammlern der Leica Kameras mache ich mir keine Sorgen, aber ob die angepeilten Profis und Reportage-Spezialisten diese Kamera annehmen werden, das wird sich zeigen. Der Verkaufsstart ist für den 16.11. abgehend vom Handel an den Endverbraucher geplant und man liegt gut im Zeitplan sagte man mir gestern Abend in Wetzlar.

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Danke für den tollen Abend mit faszinierenden Menschen und einem faszinierenden Made in Germany Hersteller! Es war schön alte und neue Bekannte wieder zu sehen. Danke Herbert Piel für den angenehmen Schnack und ebenso vielen Dank an Heike Rost die ich gestern Abend endlich mal persönlich kennenlernen durfte. Wahnsinn wie viele bekannte Gesichter aus TV und Internet gestern Abend in dem beschaulichen Städtchen Wetzlar anzutreffen waren. Ich sagte ja oben schon: „Der Scheich, der Ripke und ich….“ 🙂

1.000 Dank an meinen treuen Händler und langjährigen Freund Klaus Bothe, der mich bei Leica als Blogger auf die Gästeliste brachte. Danke! Es war ein Erlebnis.

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

30 Kommentare

  1. Danke für diesen interessanten und nachvollziehbaren Bericht.

    Leica polarisiert mit der neuen SL, definitiv. Die einen finden sie umwerfend, viele finden sie klasse, werden aber vom Preis hart auf den Boden zurück geworfen und viele finden sie zudem potthässlich oder können das Konzept nicht nachvollziehen.
    Ich hatte sie ja bisher leider noch nicht in der Hand. Diejenigen, die sie gestern schon mal anfassen konnten, sagen, (wie du) dass sie sehr gut in der Hand liegt und dass sehr vieles richtig gemacht wurde von Leica.
    Mir gefällt sie von den Bildern her nicht, soviel kann ich sagen. Doch ich weiß nicht, was ich sagen würde, wenn ich sie mal ausprobieren könnte. Bin mal gespannt, wann der erste meiner Leica-Freunde eine anschleppt. 😉

    Ich aber ziemlich sicher, dass die SL sich verkaufen wird wie verrückt. Da sehe ich jetzt bereits lange Wartezeiten bei der Bestellung voraus.

    Die “SL” ist ganz klar angesiedelt zwischen der “M” und der “S”, sowohl in der Leistung als auch im Preis (verbunden mit exzellenten Möglichkeiten für Videofilmer) – und insofern auch schon wieder passgenau ins Gesamtbild eingefügt.

    Ich denke auch, dass Leica nicht mehr den “einfachen” Fotografen als Kunden sieht. Aber passt dieses “nicht mehr” tatsächlich? Ich glaube nämlich, das war noch nie so. Neue (echte) Leicas (und nicht die “Panasonic-Leicas”) lagen im Preis immer deutlich über einem “normalen” Monatsverdienst. Daran hat und wird sich nichts ändern.
    Was bleibt sind “treue” Leica-Enthusiasten, der berühmte Zahnarzt, denen das das Geld wirklich zweitrangig ist, solange sie eine Leica nutzen können. Ob sich Profis auf die neue SL einlassen, wird sich zeigen. Das hängt in erster Linie davon ab, welche SL-Objektive es gibt und wann sie kommen werden.
    Im Moment wird wohl keine Profi von Canon, Nikon oder auch Sony wechseln. Aber darüber nachdenken werden sie sicher.

    1. Nachdenklich werden die Profis wohl sein, wenn sie auf ihre Kontoauszüge schauen! Da dürfte kaum Platz für eine „Leica-Investition“ sein! Da wird das Klientel wohl sehr stark überschätzt! Aber, die meisten „dicken Autos“ laufen ja auch über Leasing-Verträge, oder hinten auf Wechsel und vorne auf Raten! Das wäre dann eine gewisse Chance auch mal eine Leica SL zu „besitzen“!

      Außerdem, sagte der Orchester-Chef, es kommt nicht darauf an, wie groß oder wie klein oder teuer das Instrument ist, es kommt immer noch darauf an, wie es gespielt wird!

      Da dürften die eingespielten Instrumente, noch immer gut genug sein! Aber, sie haben kein „Red Dot“!

  2. Hallo Jörg,

    danke für den Bericht. Der Preis ist nicht ohne aber die Fertigung ist auch „Heavy Metall…“ und das kostet wie du sagst auch bei den entsprechenden Japanern entsprechendes Geld….und in die Topklasse aus Japan will Leica damit hineingehen….
    Ich sehe für die Leica dort durchaus gute Chancen wenn sie den Vergleichstests im Workflow voll mithalten kann……

  3. …die vielfach geführte Preisdiskussion ist sehr einseitig….schaut man beispielsweise in den Caddy eines richtig professionellen Bau- oder Stahlbauhandwerkers kommt man in der Summe der Werkzeuge auch schnell auf einen Preis der sich nicht weit von so einem Leicaset bewegt….
    Komischerweise scheint es in dem Bereich dann weniger Hobbyisten zu geben die sich dann hinstellen und darüber diskutieren sich so etwas anzuschaffen und ob der Preis Sinn macht oder nicht oder ob sie so etwas brauchen usw. usw.
    Ich finde selten Diskussionen wo Hobbywerker stehen und darüber diskutieren sich ein Rehm Schweissgerät für 8000 Euro neu zu kaufen oder ein komplettes rundherum glücklich Set an Hiltigeräten plus Zubehör oder ob das für sie überhaupt Sinn macht….
    Ganz im Gegenteil wird dann dabei schnell erkannt das das für sie keinen vernünftigen Sinn ergibt….und wenn dann ist das die reinste Liebhabererei an der Sache selbst die sich eh dann jeder rationellen Sinnfrage entzieht….

  4. Hallo Jörg,
    Du watschst gleich im ersten Satz alle User ab, die sich das Maul über die Kamera zerreissen, als wenn es Dein eigenes Baby ist. Dabei gibt die Kamera allen Anlass dazu. Dass Du Dich als Blogger, der eigentlich eher User ist, aber schützend vor Leica stellt und mit so einer Einleitung los legt, hat ein ganz übles Geschmäckle, wie wir hier unten sagen. Das riecht dann tatsächlich danach, dass ein kleiner Blogger erfolgreich vom grossen Hersteller gekauft wurde, um ein bisschen Stimmung für Leica zu machen.
    VG
    Ronny

    1. Ronny,

      das könnte man so sehen wenn man will.

      Nur bin ich selbst sehr zufriedener Sony und Nikon Anwender und werde das auch bleiben. Für mich und meine Anwendungen macht die SL keinen Sinn.

      Dennoch kann ich „hetze“ gegen etwas, was man nicht kennt und beurteilen kann, nicht leiden. Genau das verurteile ich mit meiner Einleitung dieses Blogostings.

      Schöne Grüße
      Jörg

    2. Interessant das Menschen die Meinungen haben und Kante zeigen immer gleich von der einen oder anderen Seite gekauft werden. Wenn das so wäre würden auch die Presse und Printkritzler in großen Palästen wohnen…

  5. Netter Abend – wichtige Leute – ich war dabei (es sei dir gegönnt!), und achja, eine neue Kamera, vermutlich gut (sollte man annehmen bei dem Preis), aber welche Kamera >1000€ Bodypreis ist heute schon schlecht!? Specs für Profis…? Reportage? Mal schauen, ob die sich in den nächsten zwei Jahren gegen die Platzhirsche von Canikon durchsetzen kann – ich bin da seeehr skeptisch.

    1. Das ist eine riesige Challenge,die Leica da vor hat. Da bin ich ganz Deiner Meinung.

      Dennoch finde ich es gut und sehr wichtig, das ein Deutscher Hersteller den „Mumm“ hat diesen Sektor zu betreten.

      1. Das ist kein Mumm, dass ist die „Flucht nach Vorne“!

        Aber gut wir werden bald schon sehen, welche Leute auf dem Golfplatz sich das Gerät umhängen! Das ist jetzt kein fauler Witz, sondern die Wirklichkeit!

        Bitte NEIN, jetzt nicht schon wieder die uralte Leier mit der Neiddebatte!

  6. Es ist schön und gut, dass Leica versucht in diesen Sektor einzusteigen. Ich bin der Meinung sie hätten ihre komfortable Nische weiterentwickeln sollen. Ein Hybridsucher ála X100 für die M Leicas (natürlich noch mit Messsucher) wäre natürlich auch interessant gewesen. Jetzt haben sie halt die SL rausgebracht. Das größte Problem wird wohl erstmal das limitierte Objektivangebot sein. Die Option Altglas zu adaptieren ist für den Reportageprofi sicher keine attraktive Lösung, sondern eher ein Notbehelf. So einen Notbehelf braucht er bei den großen Herstellern gar nicht erst einzugehen… ich sehe zwar eine durchaus attraktive Kamera, aber keine wirklichen Gründe für Reportagefotografen umzusteigen. Zumal das alte Zeug schon bezahlt ist und immer noch läuft… Leica hat sich da auf einen stetig schrumpfenden und sehr komplexen Markt eingelassen. Wenn das mal nicht nach hinten losgeht?!

    1. Leica bietet denjenigen die Made in Germany wollen hier eine sehr attraktive Kamera an die es so auf dem Markt einfach bislang nict gibt. Sie rechnen nicht mit 100.000 Kameras pro Jahr, sagte mir der Leica Ansprechpartner zur Leica SL an diesem Abend. Aber es gibt genügend Anfragen nach genau einer solchen Kamera, das sich die Entwicklung und der Markteinstieg damit lohnen wird, bestätigte er mir ebenso in diesem Gespräch. Eine dabei stehende Nikon Reportage-Fotografin bestätigt mir diesen Wunsch, da sie mit dem Nikon Service seit Jahren mehr als unzufrieden ist. Der dabei stehende Händler und Händlerbeiratsmitglied der darüber liegenden Einkaufsgenossenschaft bestätigte den Bedarf des Marktes ebenso.

      Und mal ganz ehrlich eine Systemkamra mit genialen EFV, ZWEI SD SLOTS, und einem Brennweitenportfolio von 24-290mm bei 2.8-4er Blende – da fehlt vielen nichts!

      Ich denke die Leica SL hat eine gute Chance verdient am Markt!

  7. In der Zwischenzeit habe ich mal das SL Prospekt durchgeschaut.Wenn sie Kamera wirklich das so auch in der Praxis bringt wie es da geduldig auf Papier gedruckt ist dann ist das für mich schon ein deutliches Yes und inbesonderen für die die eh schon zahlreiche Leica Optiker haben sollten.

    Ich denke die Entscheidung von Leica die SL inklusive Autofocus zu verwirklichen war richtig und wichtig im professionellen Spitzenbereich wieder mit dabei sein zu können und auch im Fußballstadion hinterm Tor oder auf der Formel 1 Strecke wieder das Leica Emblem sichtbar wird.
    Das gehört irgendwie mit dazu wenn man nicht nur Nischenanbieter von eher kontemplativer Fototechnik sein möchte.

  8. Ich denke das A und O ist für den richtigen Profi der Service im Falle eines Kamerausfalles.Natürlich hat ein echter Profi mehrere Kameras, aber 2 Wochen auf Reparatur ohne Ersatzgerät warten wäre schon ein No Go….Wenn Leica da einen praxisgerechten internationalen Top Service bietet dann ist auch schnell der Mehrpreis egalisiert.

  9. Wo ich als Pro Hersteller nochmal beigehen würde wäre eine ordentliche Akku-Ladestation wo man 4 Akkus reinpacken kann und in 90 min sind die geladen…..

  10. Es ist schon ein gewaltiger Kraftakt, den Leica mit der Einführung der neuen Kamera unternommen hat! Auch wenn man bedenkt, dass der neue „Tempel“ in Wetzlar auch noch abbezahlt werden muss!

    Gespannt bin ich schon mal, wie sich die „Neue“ verkaufen wird! Der einschlägige Fotohandel freut sich schon auf die „fette Marge“, denn die Schwester, die Leica S2, steht in den Vitrinen und langweilt sich!

  11. Keine Frage eine S 2 ist schon was sehr spezielles.So etwas setzt man ein wenn Neuwagen ins rechte Licht gerückt werden oder für dessen Prospekte….

  12. Egal, man kann der Firma mit der neuen Kamera nur Erfolg wünschen und das meine ich ehrlich!

    Aber die Mitbewerber schlafen ja auch nicht gerade und können ihre weitaus technisch aktuelleren Produkte wesentlich günstiger verkaufen! Wer will schon was überholtes von Gestern! Da spielt der 4K EVF und die 11 B/s keine so wichtige Rolle! Das können die Mitbewerber ja auch!

      1. Also wenn wir den AF mal weglassen, dann kann das sogar meine kompakte LX100. Ok, kein Fullframe, aber das hattest Du ja auch nicht geschrieben… 😉

        Ich denke die SL bzw. das System hat einen Markt und das Ding wird laufen. Nicht nur in den von Dir angesprochenen Kriterien, sondern auch als Lückenschließer nach „oben“ in Richtung Mittelformat.

        Andererseits würde ich Deiner Meinung zu den M-Nutzern nicht folgen und denen raten Ihr Geraffel schnellstens zu verkaufen. Und auch zu sehr günstigigen Preise, bevor der Markt gesättigt ist. Wenn der Preis stimmt hätte ich da auch einen potentiellen Interessenten…. 😉

  13. Hallo Jörg,

    nun ist es fast zwei Jahre her, dass die SL veröffentlicht wurde.
    Hast du Informationen (oder kannst welche beschaffen), wie die SL von Berufsfotografen angenommen wird? Ich habe dazu im deutschsprachigen Internet nichts gefunden… Keine Blogbeiträge, nix…
    Dieses Jahr habe ich die SL in Zingst beim Fotofestival etwa eine Stunde mit dem 50er und dem 24-90er ausprobiert und war begeistert.

    Viele Grüße
    Julian

    1. Hi Julian, ich habe keine offiziellen Informationen und diese kann man ohne glaubhafte Studie wohl auch nicht beschaffen. Sicher hat die SL brutale Konkurrenz mit der eindeutig besseren Sony A9 bekommen aber dennoch kenne ich sehr viele die die SL wahnsinnig gerne – auch beruflich – benutzen. Ich stehe im nächsten Jahr vor einer Neuanschaffung und tendiere auch noch zwischen M10, SL und A9. Das Herz sagt M10, der Kopf sagt A9 – der Verstand müsste demnach SL sagen.

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