Deutschland ohne Autobahn erleben – ein „Langer“-Traum

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Es ist schon viele Jahre ein unerfüllter Traum – das eigene Land mal in aller Ruhe erleben und „erfahren“ aber ohne Autobahn. Da ich geschäftlich recht viel unterwegs bin behaupte ich mal frech über 90% der deutschen Autobahnen schon gefahren zu sein und zu kennen. Aber kenne ich Deutschland als Land? Eher nein…

Als wir am Samstag in Peine bei Hannover auf einer Hochzeitsemotionen-Reportage unterwegs waren und einen kurzen Monat „Pause“ hatten, fragten wir uns ob wir nicht einfach eine Nacht in Hamburg dran hängen und erst am Montag Abend nach Hause in die Homebase gelangen. So ganz spontan sich einen Tag von der ToDo Liste und von allen „Pflichten“ entledigen und einfach einen Tag und eine Nacht das machen worauf man genau in diesem Moment Lust hat? Wie bitte? DAS geht? Ja das geht! So war der Plan schnell geschmidetet und unser neues Lieblingshotel über die App schnell in Hamburg gebucht. Der Rahmen war also geschaffen. Am morgen nach der Hochzeit und einer recht kurzen Nacht machten wir uns nach dem Hotelfrühstück auf. Der spontan beschlossene Plan war – anknüpfend an meinen langjährigen unerfüllten Traum – wir fahren von Peine nach Hamburg ohne Autobahn und schauen uns mal ein Stück „Nord-Deutschland“ an. Also Navi umprogrammiert auf „Autobahnen meiden“ und los. Schon die ersten Landstraßen und Ortschaften faszinierten uns.

Als wir durch die Lüneburger Heide fuhren und das Radio immer leiser machten um die irgendwie unberührte Landschaft noch mehr zu genießen, sahen wir am Straßenrand einen Kutscher-Stand an dem einige Kutscher mit Ihren Gespannen auf Fahrgäste warteten. Etwa 100m später rein in die Eisen – Frau anschauen die schon breit grinst – und wortlos rumdrehen. Keine drei Minuten später saßen wir im hinteren Teil einer Kutsche und trabten los durch die Heide – die echte Lüneburger Heide. Ein Traum – auch wenn diese noch nicht blühte.

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Als ich erfuhr das das rechte Pferd Leica heißt war mir bewusst – ein Tag wie dieser ist einmalig und dieser Tag war MEIN Tag. Die 90 Minuten Kutschfahrt waren grandios und die Landschaft verzauberte uns. Ich will nicht schleimig und triefend rüber kommen, aber diese eineinhalb Stunde war an Romantik und innerem Frieden nicht zu übertreffen. Glaubt´s mir.

Den weiteren Verlauf der Strecke nach Hamburg genossen wir beide dann nahe zu wortlos und glücklich grinsend bis in die Hafencity in Hamburg wo wir dann einen entspannten und wie man so schön sagt „gechillten Abend“ verbrachten.

Ein kleiner Spaziergang durch die Speicherstadt musste natürlich auch dabei sein. Der Traum Deutschland mal in Gänze nur über Landstraßen zu erleben nimmt bei uns echte Planungsformen an und wir planen nächstes Jahr wirklich 14 Tage ein und werden Deutschland mal „anders“ sehen wollen. Wir sind beide fest überzeugt – es gibt noch sehr viel zu erleben in unserem eigenen Land!

Vielleicht konnte ich Euch mit diesem Beitrag etwas animieren und inspirieren – das zumindest war mein Ziel für heute und diesen Beitrag.

Ein Pferd namens Leica… Ts Ts Ts….

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

9 Kommentare

  1. Wunderbar im hier und jetzt, nur diese Momente. Das schöne ist Jörg Du hast es erlebt und es Euch genommen. Tut es öfter, wir sind das Leben und müssen und sollen dies erleben. Erkenntnisse die ich hier auf der Insel wieder öfter erleben darf.

    Liebe Inselgrüsse Daniela

  2. Ja, das Land hat durchaus einiges zu bieten. Man muss nur rausgehen und die Augen aufmachen. Und entschleunigen.

    Das mit dem übers Land fahren konnte ich auch erst gerade, allerdings ungewollt, erleben. Ich hatte da nen Leihwagen, wo irgend nen Spassvogel die Autobahnen im Navi geblockt hatte…

  3. getreu …. s/w ist Farbe genug – tolle Bilder
    Gratuliere zur Inspiration
    Ich wurde letztes WE zwangsweise von der AB getrieben 12 km Stau in 30° braucht keiner … war aber nicht ganz so relaxed … Erinnerst Du Dich noch an die Fragen aus dem Hintergrund: „Papa, wann sind wir da? Papa wie lange noch …?“ 5 min später „Papa … wie lange noch? Krieg ich dann ein Eis?“
    Alles ZEN … der Weg wird zur Übung der vollkommenen Esotheration … ommmm.

    grins und liebe Grüße Mad

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