Den Bildern das Laufen beibringen – mit dem Diashow Modul aus Lightroom

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Es war Ende 2015 in Verbindung mit meinem Jahresrückblick, als ich auf der Suche nach einer „Quick & Dirty-Lösung“ war um schnelle Abfolgen von Fotos in einen Film umzuwandeln. SlideShow war das Stichwort nach dem ich suchte. Da ich in meinem Lightroom auf beiden Rechnern bisher alle Module außer Bibliothek und Entwickeln ausgeblendet hatte, dachte ich natürlich nicht an den schnellsten und einfachsten Weg und suchte somit das „Internet ganz leer“. Immer wieder landete ich bei der Suche auf Lightroom.

Adobe Lightroom – also das Programm das ich wirklich 365 Tage im Jahr nutze – kann angeblich genau das. was ich seit Stunden mühsam im Netz suche?

Das musste ich mir mal näher ansehen. Bei meinem Jahresrückblick gelangte ich zwar direkt an ein, für mich und dieses Ziel präsente Manko, aber dennoch wusste das Diashow Modul von Lightroom mir zu gefallen. Das Manko war die kürzeste Zeit (Verweildauer) von 1 Sekunde pro Bild. Für ein schnelles „saußen“ der Bilder wie in einem Timelapse war eine ganze Sekunde viel zu lang. Meinen Jahresrückblick machte ich dann mit dem extrem simplen Videoschnittprgramm Windows Movie Maker auf meiner Workstation. Das Ziel war also erreicht, aber dennoch wollte ich mir das SlideShow Modul näher ansehen und das tat ich dann auch anhand von einigen Bildern die eh noch in der etwas ruhigeren „Winterpause“ gesichtet und entwickelt werden sollten.

Am längsten „geruht“ hatten die Bilder aus August 2015, von unserem Tripp nach Dänemark, die ich erst gestern nach knappen sechs Monaten sichtete und sortierte und entwickelte. Direkt nach dem Entwickeln in die fertigen JPGs nahm ich das Slideshow Modul und erstellte aus diesen Bildern einen Film, den Ihr auf meinem YouTube Channel findet. Meinen YouTube Channel habe ich in den letzten Jahren ganz schön vernachlässigt, ich weiß. Bewerft mich mit Google Gummibärchen. Jetzt! Strafe muss sein….

Nun, wie funktioniert das ganze?

Es ist mehr als selbsterklärend und wirklich simpel zu bedienen. Ich habe es ja auch verstanden.
Ihr markiert oder filtert nach Eurem System über Sterne und/oder Farben im Bibliotheksmodus die Bilder die in die Diashow gelangen sollen und wechselt dann in dieses Modul. Dort kann man die wichtigsten Sachen einstellen wie Musik, Anzeigedauer, Überblenddauer und kann auch mit den Erkennungstafeln einen einfachen An- und Abspann generieren. Das geht sowohl mit einfachen Textmitteln, aber auch mit grafischen Elementen. Mann kann seinen Startbildschirm und Abspann natürlich auch mit Photoshop oder einem anderen Bildbearbeitungsprogramm erzeugen und dieses dann als erstes oder letztes „Dia“ einbauen.

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Mit der Schwenken und Zoomen-Funktion könnt Ihr dem Rechner sagen das er das sogenannte Ken & Burns anwenden soll und die Bilder eben etwas zoomen oder schwenken soll bei der Anzeige. Das kann, je nach Motiven, Eure Slideshow etwas lebendiger machen. Probiert das einfach mal aus. Danach drückt Ihr auf den Button „Video exportieren“, stellt die von Euch gewünschte Auflösung noch ein und los gehts.

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Wundert Euch nicht wenn der Lüfter Eures Rechners anfängt zu drehen, als ob das Teil abheben will, er scheint da ne Menge rechnen zu müssen. Nach ein paar Minuten (oder Stunden wenn Ihr zu viele Bilder nehmt 🙂 ) ist Euer Video, bzw. Eure Diashow, dann fertig zur Anzeige auf dem Rechner, auf dem heimischen TV oder Beamer oder auch zum kopieren aufs Tablet oder zum Upload auf YouTube, Vimeo und Co..

Das Titelbild für YouTube baue ich in Photoshop zusammen und lade es beim Upload auf YouTube direkt mit hoch als „Benutzerdefiniertes Titelbild“, da die Auswahl der Sequenzen die YouTube als Titel vorschlägt doch teilweise sehr skurril ausschaut.

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Eigentlich wollte ich Euch schon nach meinen ersten Versuchen hier einen Beitrag zu diesem Diashow-Modul präsentieren, aber irgendwie wurde dieser Task auf meiner ToDo Liste immer wieder nach hinten verschoben, genau so wie das Sortieren und Entwickeln der Sommerurlaubsbilder aus 2015. Kommt Zeit, kommt….. ihr kennt das!

Ein paar weitere Filme, die ich auch so erstellt habe in den letzten Wochen binde ich Euch nun hier nachfolgend mit ein und freue mich auf Eure Kommentare und Klicks.

Natürlich ist das SlideShow Modul von Lightroom nicht die Eierlegende Wollmilchsau auf diesem Gebiet und es gibt wesentich bessere Tools, die viel mehr können. Für eine „schnelle“ Animation der Bilder und den geringen Aufwand, den dieses mir bisher unbekannte Modul aus meinem Lieblingsbilder-Programm Lightroom bietet, ist es jedoch sehr brauchbar und auf jeden Fall mal einen Versuch wert sich damit auseinander zusetzen.

Einer meiner nächsten Tasks auf meiner noch recht langen Liste ist die Weiterbildung und das schon bereit liegende Training zu Adobes Premiere Pro. Auch wenn ich mich innerlich seit Jahren gegen Bewegtbild auflehne und trotze, irgendwie merke ich das ich mit meinem Bestreben von mir selbst unterwandert werde und jetzt doch etwas „Hunger“ nach Bewegtbild verspüre. Na mal sehen was dabei so raus kommt… es bleibt bewegt und spannend!

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

Weitere Diashows/SlideShows aus Lightroom:

Mein nordischer Fotokumpel Christian Rohweder hat auch vor ein paar Tagen auf seinem Blog über das Diashow Modul von Lightroom geschrieben. Ob ich ihn mit meinen ersten Videos inspirieren konnte? Aber er kommt zum selben Schluss wie ich – das muss weiter beobachtet werden und kann was!

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3 Comments

  1. Hallo Jörg,

    die entspannt fliessende Animation Dänemark 2015 sieht sehr interessant aus….das wäre auch so etwas für einen digitalen Bilderahmen so im 17-24 Zoll Format…..und sogar auf einem Philips Ambilight Fernseher….eine Bilderaustellung einmal anders….

    Grüße Sven

  2. Pingback: Adobe Lightroom CC | Spuelbeck.net Photography

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