Das iPad und die RAW Dateien – es wird einfacher!

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Über RAW und das Ipad hatte ich ja schon vor vergangener Zeit mal berichtet. (Artikel: RAW und das iPad – Sinn oder Unsinn?)Das sich das in der Praxis alles als umständlich erweist habe ich bislang, wenn ich unterwegs mit dem iPad und meinen Fotos etwas anstellen wollte, immer RAW und JPG zeitgleich aufgenommen und zu Hause am richtigen Rechner dann nur die RAWs in mein Lightroom importiert.

Durch den sehr wertvollen Blogpost meines Facebook Freundes Frank Wesselink bin ich auf eine Änderung gestoßen die scheinbar mit iOS7 gekommen sein muss.

Also habe ich das mal getestet und will Euch davon hier berichten.

Testumgebung:

  • iPad Mini 64 GB 4G
  • Apple SD Card Connection Kit Lightning
  • App Snapseed zur Bearbeitung und Export via Mail

Testablauf:

  1. Kameras auf „nur RAW“ einstellen
  2. Bild machen auf SD Card
  3. SD Card über Apple Connection Kit (Lightning Kabel mit SD Card Slot) importieren
  4. App Snapseed öffnen
  5. RAW auswählen und öffnen
  6. RAW in SW konvertieren
  7. RAW mit Drama Filter bearbeiten
  8. Bild exportieren via Mail
  9. Bilder von Mail (am Mac) auf Festplatte kopieren und
  10. File-Informationen auslesen

Folgende Kameras bzw. deren RAWs habe ich getestet.

Fujifilm X-E1 – geht!
Hinweis: das RAW File lässt sich importieren ist aber nach der Bearbeitung mit Snapseed und dem Export via Mail nur noch 1920 x 1280 Pixel groß bzw. klein. Für Social Media und Blogpostings reicht das natürlich völlig. 2,4 Megapixel sind wirklich heute nicht mehr viel, aber wer braucht selbst für Flickr oder Facebook unterwegs mehr als 1.000 x 1.000 Pixel? Ich auf jeden Fall nicht.

Nikon D800 – geht!
Hinweis: es dürfen nicht viele Apps auf meinem iPad Mini offen sein, sonst stürzt die App Snapseed ab. Wenn alle anderen Anwendungen geschlossen sind geht es gut. Das exportierte Bild hat die Auflösung von 5.014 x 3.346 Pixel, also 16 Megapixel. Das schon mal sehr ordentlich, wenn auch das RAW mit 36 MP aufgenommen wurde.

Nikon P7700 – geht!
Hinweis: das exportierte JPG hat die Auflösung 4.000 x 3.000 Pixel und ist damit nativ und eins zu eins übernommen worden von der 12 Megapixel Auflösung der kleinen kompakten Nikon die zum Glück auch das RAW Format beherrscht.

Olympus E-PL3 – geht!
Hinweis: das exportierte JPG hat die Auflösung von 3.022 x 2.688 Pixel und ist damit mit ca. 10 Megapixel ausreichend groß bemessen und auch für mehr als nur für Social Media tauglich.

Olympus OM-D E-M5 – geht!
Hinweis: das JPG aus dem Export aus Snapseed hat die Auflösung von 3.200 x 2.400, also 12 Megapixel und damit auch völlig ausreichende Auflösung für alles was man ich unterwegs mit den Bildern anstelle.

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Ergänzungen zu allen obigen Kameras und deren RAWs auf dem iPad:

  • Die Exifs bleiben bei allen exportierten JPGs nach dem Export erhalten.
  • Raws liegen in voller Form unverändert auf dem iPad und können 1 zu 1 auf den Rechner übertragen werden mittels USB Kabel. Ich nutze dafür das Program „Digitale Bilder“ auf dem Mac.

Vielleicht hilf Euch das auch?! Für mich jedenfall ist damit das Ende der JPGs aus dem kameras erreicht. Ich brauche ab jetzt keine „JPGs Out of the Camera“ mehr. Vergangenheit.

Was ich gerne hätte, wäre ein iPad Mini mit 128GB und dem schnellen Prozessor des iPad 4, und zwar – JETZT!

Vielen Dank lieber Frank für Deinen Blogpost der jetzt Schuld ist das hier massives JPG Sterben angebrochen ist… 🙂

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

14 Kommentare

  1. Oh schön das Du dich dem Thema auch angenommen hast. Und Du hast natürlich Recht, auch kleinere Dateigrößen, bei dir mit der Fuji und bei dir mit der Sony, reichen aus um mal eben was zu posten.
    Interessant finde ich auch das wir unterschiedliche Größen bei der D800 ermittelt haben. Offensichtlich gibt es da unterschiede zwischen den einzelnen iOS Devices.

  2. Wie wäre es damit, eine Kamera mit APP/Wifi zu nutzen? Die JPG landen so auf dem Pad und die RAW bleiben auf der Kamera… (die Kamera kann zumindest bei einer NEX die Einstellung cRAW behalten, man hat die JPGs also da nicht drauf.) Und das ganze Kabel Gefummel entfällt ebenfalls 😉

    1. Das habe ich schon durch :-). Das verbinden der Kamera mit dem Pad via WiFi und App starten ist fummeliger als die SD Card in den Adapter zu stecken. Die Übertragung ist per Kabel zudem auch schneller als per Wlan. Zumindest war das bei meinen Experimenten mit der Sony NEX 6, der Sony QX-10 und auch mit den SD Cards EyeFi und Transcend WiFi so.

      Dazu kommt, das das Wlan den Kamera-Akku belastet, der SD Card Reader am Port am Tablet nicht.

  3. Gibt es eigentlich was neues in Sachen Ligthroom APP?
    Ich würde schon das iPad gern nutzen um die RAWs u verschlagworten und ggf. zu löschen. Nur taugt das iPad ja mangels Speicherplatz nich so wirklich als Backup.
    Klar sind 64 GB schon nicht schlecht…aber mit ne 6D und 7D kommen in einem veirwöchigen Trip dann schon ein paar tausend Fotos zusammen, dann reicht das halt nicht. Also doch nach wie vor Laptop mitschleppen…

  4. Zur WiFi-Übertragung NEX/iPad: In Sachen Geschwindigkeit kommt es drauf an: Nämlich darauf, wieviele Bilder sind auf der Speicherkarte. Während meines USA-Aufenthaltes hatte ich mehrfach die Situation, dass ich viele Bilder auf der Karte hatte und eines davon gern mal schnell auf dem iPad sehen, bearbeiten und veröffentlichen wollte. Dazu hatte ich auch den Adapter mit und dachte, das wäre das Mittel der Wahl. Stimmt aber nicht. Denn das iPad braucht eine Ewigkeit um erst einmal die Bilder auf der Karte anzuzeigen. Da war ich dramatisch schneller das WiFi in der NEX anzuknipsen, die beiden Geräte mit einander zu verbinden und das betreffende Bild zu übertragen.

    Richtig ist, wenn man die nackte Übertragungsgeschwindigkeit miteinander vergleicht, dann ist die Adapterlösung die schnellere. Mir ist das obige aufgefallen, als ich 100+ Bilder (RAW und JPEG) auf meine SD-Karte hatte und ein Bild vom aktuellen Tag auf dem iPad haben wollte. Ich habe etwas sparsam geschaut als das iPad sich relativ viel Zeit gelassen hat, um die Übersicht der Bilder aufzubauen.

  5. Ähm, ja kenne ich. Dazu müsste ich aber mein iPad erstmal wieder aufräumen *seufz*

    Testumgebung bei mir:
    – Sony NEX-6
    – iPad 2 mit iOS7
    – iPhone 4s mit iOS7
    – Apple Connection Kit

    Geht leider nicht. Ich vermute, das iOS7 schlicht die RAWs nicht richtig erkennt. Denn ich bekomme immer nur das eingebettete Vorschaubild angeboten

  6. ..das ging auch vor iOS 7 schon…habe mal ne SD-karte mit RAW Dateien von einer EOS 40D mit Connection Kit ans iPad 4 angeschlossen und mit iPhoto importiert. Da wurden dann auch die eingebetteten Vorschuabilder angezeigt. Es gibt nur Kameras, da sind die eingebetten JPGs sehr klein…

  7. …seltsam…mit Canon RAWs geht es jedenfalls…aber das nutzt trptzdem nix, da ich die richtigen RAWs ja nicht zu sehen bekomme und ja leider die ganzen Histogramme am Kameradisplay auch auf dem eingelagerten JPG beruhen (auser bei Leica). Also einen vernünftiger Workflow sehe ich da für mich zur Zeit nicht

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