Das Deutsche Filmmuseum – Sonderausstellung Filmtheater

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Bei dem vergangenen Fotofuzzytreffen in Frankfurt letzte Woche waren wir zum Einstieg in den Abend gemeinsam im Deutschen Filmuseum in Frankfurt in der dortigen Sonderausstellung „Filmtheater“.

In dieser Sonderausstellung konnten wir zahlreiche großwandige Fotografien aus verlassenen und alten Filmtheatern von Yves Marchand und Romain Meffr betrachten. Die beiden sind Fotografen aus Paris und haben sehr viele alte zerfallene, verlassende und leider zum Teil sehr unschön umfunktionierte Kinos und Filmtheater in den USA fotografiert.

Die beiden sind seit 2001 auf Spurensuche in den Ruinen der modernen Industriegesellschaft und dokumentieren das mit meisterlich aufgenommenen Großformatigen Fotografien die man im Moment in Frankfurt noch bis zum 31.05.2015 betrachten kann.

Auf der Webpage des Filmmuseums kann man sehr treffend (auszugsweise) lesen:

In ihrer Serie „Theaters“ erforschen sie seit 2005 mit einer großformatigen Kamera alte US-Kinopaläste. In den teilweise verfallenen Gebäuden suchen sie nach Bildern, die die „Psychologie einer Ära“ einfangen.

Für Marchand und Meffre sind die alten Kinogebäude mehr als nur architektonische Überbleibsel einer längst vergangenen Zeit. Für sie sind die leerstehenden oder umgenutzten Filmtheater auch Sinnbild der „gesellschaftlichen Entwicklung der USA“. Sie stehen für die „komplexe Beziehung zwischen Kunst, Geschichte, Wirtschaft und Moderne und verdeutlichen den Wandel hin zu Massenproduktion und Globalisierung“. Aus Sicht Marchands und Meffres zeigen ihre Kinofotografien Räume, in denen „das Spektakel der Moderne“ vonstatten ging.

Quelle: http://deutsches-filminstitut.de/filmmuseum/ausstellungen/sonderausstellung/filmtheater/

Das man nicht fotografieren sollte erfuhr ich leider erst sehr spät, da auch nirgends Hinweisschilder zu sehen war.

Natürlich sind diese Fotos nur Erinnerungsfotos an einen wunderschönen Abend und in keinster Weise von einer kommerziellen Absicht geschossen worden. Die Beleuchtung des Filmuseums ist leider eh nicht wirklich sonderlich gut da die Lampen leider in den sehr sehr sehenswerten Aufnahmen spiegeln ohne Ende. Das können andere Ausstellungen besser. Dennoch – und das möchte ich betonen – ist ein Besuch dieser Ausstellung auf jeden Fall lohnend und die 7 Euro Eintritt sind gut investiert!

Neben den zirka 30 Aufnahmen von Yves Marchand und Romain Meffr kann man in dieser Ausstellung noch etwa 20 Minuten einen klassischen Schwarz-Weiss-Film genießen der auf einem Kinoprojektor aus den 50er Jahren präsentiert wird über die deutsche Kinogeschichte der letzten 100 Jahre. Alleine das Geräusch dieses Projektors und der Filmspule waren es schon wert sich diesen Film anzusehen auch wenn so eine Kinositzbank aus den 50er Jahren aus Holz jetzt nicht wirklich ein „Kinosessel-Feeling“ aufkommen lässt.

Ich danke den anderen Fotofuzzys die dabei waren für die kurzen gemeinsamen Schnacks an den Bildern. Uns allen fehlten natürlich die Exif-Daten der Fotos und wir haben immer wieder versucht zu erraten wie die beiden Fotografen das Licht gesetzt haben und welche Brennweiten verwendet wurden. So sind wir eben – wir Fotofuzzys….

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy und Kinofan – Jörg Langer

p.s.: Die Galerie der beiden Fotografen „Ruins of Detroit“ ist übrigens auch sehr sehenswert: KLICK

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