Bilder gehören auf Papier! – ein paar Notizen zum Thema Drucken

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Nach gefühlten fünf Jahren (es sind wahrscheinlich „nur“ zwei Jahre…) können endlich mal die Bilder in den Rahmen, die im Hausgang hängen, ausgetauscht werden gegen aktuellere Fotos. Na bevor die Tinte in der Schublade vertrocknet und der Drucker unter dem Staub versinkt wollen wir mal wieder etwas drucken. Es ist wie es ist, für die eigenen Bedürfnisse findet man leider allzu oft keine Zeit und auch keine Muse. Bilder für Kunden haben irgendwie immer Priorität.

Mein Druck-Equipment ist nicht „HighEnd“ aber auf einem für mich sehr zufriedenstellenden Niveau. Ich drucke mit meinem mittlerweile vier oder fünf Jahre alten Canon PRO 9000. Als Papier setze ich seit vielen Jahren auf die verschiedenen Sorten aus dem Hause Tetenal. Das tue ich weil ich damit immer sehr gut gefahren bin und auch Bilder nach vielen Jahren immer noch die Farbe so haben, wie es sein soll. Im Moment, und dieser Moment geht schon recht lange, stehe ich sehr auf mattes Papier und verwendete auch für die Bilder über die wir heute sprechen, das Tetenal Archival Matt Paper in 241g/m. Das Matt Paper ist wirklich richtig tiefgehend Matt und gerade bei Schwarz-Weiß-Prints kommt das schwarz richtig tief und satt schwarz rüber. Ansonsten nutze ich noch das Semi Matt 240g/m. und auf Kundenwunsch, wenn es denn glänzend sein soll, das Glossy Paper 272g/m. ein. Diese drei Papiersorten habe ich immer in A4, in A3 und in A3+ „vorrätig“ um schnell gute Bilder drucken zu können.

Generell ist Ausbelichten günstiger sagt man. Ich gebe zu das ich das nicht wirklich „Hochschul-Like“ verglichen habe, weiß aber natürlich was Tinte und Papier kosten und auch das ein hochwertiger Drucker nicht ewig hält. Ich nutze ausschließelich nur Orginaltinten die für jede der acht Partonen um die 10 bis 14 Euro aurufen. Wenn man bedenkt das da 13ml drinne sind, ist das ein Literpreis von 770 bis 1.110 Euro. Da soll noch mal jemand sagen das eine gute Flasche Whiskey mit 50 Euro teuer ist….

Wenn ich größere Mengen an Bilder drucke, verwende(te) ich gerne (bisher) die vom Druckerhersteller bereitgestellte „Foto-Drucker-Software“, welche bei Canon für meinen Drucker „Canon Easy-ProtoPrint EX“ heißt. Die Software ist intuitiv und man kann schnell größere Bildermengen arrangieren und den entsprechenden Bild- und Papiergrößen zuordnen. Die Druckqualität ist gut. Bis zu diesen Drucken hätte ich sogar fest behauptet, die Druckqualität sei sehr gut! Heute nur noch gut… das hat einen Grund.

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Das linke Bild kommt aus der Drucker-Software von Canon, das rechte Bild kommt aus Photoshop CC 2014. In beiden Programmen habe ich die selben Einstellungen vorgenommen inkl. der identischen Papiersortenbestimmung und es war die selbe unveränderte Datei. Der Unterschied ist nicht „Kriegsentscheidend“ aber schon sehr deutlich sichtbar. Das aus Photoshop heraus gedruckte Bild ist geschätzt zu 99% identisch mit dem was ich auch auf dem Monitor sehe. Aus diesem Grund beurteile ich die Druckergebnisse aus der „Easy Foto Drucker Software“ nur noch als Gut und Brauchbar, aber keinesfalls mehr als „Sehr gut“. Das Prädikat gilt ab heute nur noch für Drucke aus dem Photoshop heraus.

Ich habe schon oft überlegt mir einen noch größeren Drucker, wie z.B. den Epson 3880 anzuschaffen, da selbst Drucken schon enorm viel Spaß macht, wenn es auch ein bisserl eine ganze eigene Welt ist, aber ich habe diese Investition dann immer verschoben mit dem Argument, dass der heutige vorhandene Drucker einen guten Job macht und ich leider viel zu selten selbst drucke. Das sollte ich vielleicht noch mal überdenken, zumindest den Part der Druckerhäufigkeit, denn es macht wirklich richtig Spaß seine eigenen Fotos auf einem schönen Papier, einem edlen Ausdruck in der Hand zu halten.

Ich habe mal wieder etwas „Lunte gerochen“ und bin drauf und dran mal ein paar neue Papiersorten auszuprobieren.

Welche könnt Ihr aus eigenen Erfahrungen empfehlen? Was sind Eure Favoriten? Gebt mir mal Feedback dazu, bitte!

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

11 Kommentare

  1. Hallo Jens,

    nein die habe ich noch nicht versucht. Welche Sorte genau meinst Du? Hast Du einen Link oder eine Bezugsquellen-Empfehlung für mich?

    LG Jörg

    p.s.: Danke fürs Feedback zu den Fotos 🙂
    p.s.2: Was ist Mirage?

    1. Hallo Jörg,

      naja geh mal auf http://shop.sihl-direct.de/shopdisplaycategories.aspx?id=2966&cat=Profi-Fotografie die haben auch ganz nette Papiere. Kannst ja mal eine Mustermappe anfordern da sind alle Fine Art Papiere drin die se so vertreiben in Blatt oder Rollenware.

      Mirage ist eine Drucksoftware http://mirage.dinax.de/Willkommen_DE.html mit du z.B. Druckaufträge archivieren und verwalten kannst. So wie es aussieht müsste die sogar mit deinem Canon Drucker funktionieren zumindestens mal zum testen 😉

  2. Hallo Jörg,

    ich habe den 3880 seit mehreren Jahren und freue mich jedesmal, wenn ich ihn nach kürzerer oder längerer Pause nutze darüber, wie anstandslos er funktioniert. Da ist nichts eingetrocknet und nichts hakt 🙂
    Ein großer Pluspunkt sind außerdem die Patronengrößen ( ich meine 80 ml). Gefühlt hält ein Satz ewig, nur bei den Schwarzpatronen muss man darauf achten, dass man nicht zu oft zwischen mattem und glänzendem Papier wechselt.
    Die Ergebnisse sind sowieso super.
    Deine Meinung zu PS CC kann ich übrigens bestätigen. Da kommen bei mir auch die realitätsnähesten Ergebnisse mit raus.

    LG, Rolf

  3. Hai!
    Da schneidest Du ein stiefmütterliches Thema an! Natürlich gehören Bilder auf’s Papier! Schon alleine deshalb, weil man gezwungen wird, bei vielen fast gleichen Aufnahmen, das finale Bild auszusuchen. Schon wegen den Druckkosten. Hält man dann- z. B. ein Hahnemühle Photo Rag 308 in der Grösse A3+, besser DIN A2 in den Händen, hat man das Gefühl: Fotografie IST Kunst!

    Gruss Peter

  4. Hm, wieder so’n Thema was gard wieder „in“ ist. Hab mir heute auch grad erst nen Packen Hahnemühle bestellt, um wieder mal ein bisschen selbst zu drucken. Die Chefin des Hauses hat da noch nen Stapel Bilderrahmen, der auf Befüllung wartet.

  5. So, da habe ich Gestern dann mal wieder mein 7 Jahre alten Stylus Pro 3800 flott gemacht, obwohl die eingesetzten Tintenpatronen teilweise schon seit 2008!! abgelaufen sind und sich 1 bis 1,5 Jahre im Drucker befinden! Dabei sagen wir, also EPSON, ja das diese innerhalb von 6 Monaten zu verbrauchen sind. Aber wie soll ich bitteschön 9 x 80ml Tinte in einem halben Jahr verbrauchen? Bei den ganzen Druckern auf der Arbeit 😉
    Ja der 3880 ist ebenfalls ein guter Drucker, wenn man ihn regelmäßig benutzt (nicht so wie ich) Hunde und Katzenhaare nicht ins innere kommen lässt und nicht zu viel auf staubigen Feinart Medien druckt. Wobei letzteres bei diesem Modell auch nicht so extrem ist wie bein den Rollendrucker die ja schneiden müssen.

    Aber eigentlich wollte ich ja nur schreiben das mir die neue 3.x Version von Mirage sehr gut gefällt, habe ich Gestern erst mal getestet

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