Beim Paule in Kölle – MMXIV

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2015-05-07-Ripke-MMXIV_001

Da bringt ein Fotograf ein Buch zu seinem letzten Jahr raus und alle rennen hin. Ich auch. Paul Ripke, ein Fotofuzzy den mittlerweile alle in der Szene kennen. Sogar mein Freund Kevin, den ich mit zur Buchparty nach Köln geschleift habe, kennt jetzt Paul Ripke aus Hamburg.

Wer Paul Ripke noch nicht kennt, oder glaubt den nicht zu kennen, sollte sich noch mal an den grandiosen Abend erinnern, an dem unsere WM Jungs den vierten Stern geholt haben. Denn genau dort ist unser Fotopaule ständig mit seiner kleinen Leica im Bild der TV Sender rumgesprungen und war ständig im Hintergrund zu sehen. Ihr wisst jetzt wen ich meine? Genau den! Den Kerl, der polarisiert mit seinen Bildern. Der offen Stellung bezieht, sagt was er denkt, in einem überfüllten Kino Geschichten zu seinen Bildern erzählt und auch kein Blatt vor den Mund nimmt, wie er sich selbst angepinkelt hat in einer kleinen Cessna und das mit Schwarzbier vertuschen wollte. Genau bei dem Fotografen war ich letzte Woche in Köln, in einem Kino mit etwa 450 anderen Ripke-Fans und lauschte satte 90 minuten den amüsanten Geschichten die er erzählte. Er hat schon 2012 und 2013 einen Bildband herausgebracht und sein – aus meiner Sicht sehr spannendes – Fotografenleben mit seiner Leica M dokumentiert und diese Reise- und Dokumentationsfotos in eben diesen Büchern veröffentlicht. Er hat einen technisch unperfekten aber wahnsinnig ausdrucksstarken Bildstil und seine Geschichten dazu untermauern diesen Gesamteindruck. Der Kerl ist Echt, Authentisch und einfach zum Knuddeln.

Keine Frage aus dem Publikum blieb unbeantwortet und kein Scherz blieb aus, auch nicht die peinlichen Bilder auf denen Campino, der Frontmann von den Toten Hosen sein iPhone aus dem Heli verloren hat oder wo Materia, der Rapper und Paul selbst die Merchandising Artikel von Appassionata tragen. Sensationell wie herrlich man sich selbst zum Affen machen kann und das mit Stil und ohne Anstand. Ich mag den Kerl!

Erwähnen – und das ist mir wichtig – möchte ich aber auch das große Engagment in soziale Projekte das Paul und sein bester Freund Materia an den Tag legen und Kindern in Israel mit der Musik helfen und ebenso in Afrika oder anderen Teilen dieser Welt andere Projekte unterstützen und auch Fehlleistungen der Staaten aufdecken.

Für Fußballfans ist sein WM Buch „One Night in Rio“ absolute Pflicht. Klickt Euch mal rein!

Paul – danke für den schönen Abend! Danke für den Bildband, der einen beim Betrachten oft schmunzeln lässt, jetzt wo ich die Geschichten dazu hören durfte.

Quellenangabe: Alle gezeigten / mit dem Handy abfotografierten Bilder sind aus dem Buch von Paul das Ihr hier bestellen könnt: KLICK

Ich mag Paul. Warum eigentlich? Ich kann es Euch nicht wirklich erklären. Ich denke es sind viele Gründe. Zum einen ist er so auf dem Boden geblieben, zum anderen ist eine Leica für Ihn ein Werkzeug und kein Schmuckstück (hat seine Leica sogar durchs Kino rumgehen lassen und jeder durfte mal ein Bild machen…) und seine Bilder – zumindest die aus seiner „Jahresdokumentation“ sind technisch nicht perfekt, aber genau das macht Ihn liebenswert und so echt. Für Ihn ist die Bildaussage wichtiger als die technische Perfektion. Davon kann ich mir selbst und 99% aller Fotofuzzys eine scheibe Abschneiden.

Wer noch Gelegenheit hat einen der nächsten Termine seiner Buchtour wahrzunehmen macht da keinen Fehler. Nur seid früh genug dort. Wir waren nur 10 min nach Einlass dort und haben keinen Platz mehr bekommen und haben den ganzen Abend auf dem Boden gesessen (wobei ich mir nett einen Nerv abgeklemmt habe, ich Idiot!).

Was habe ich an diesem Abend gelernt?

  • Erfolgt kommt nicht immer nur von Eigenleistung, sondern auch oft von Glück, aber meistens von starker Zielstrebigkeit.
  • Erfolg hat was mit Echtheit und Authentizität zu tun.
  • Peinlich ist bei jedem etwas anderes.
  • Es geht nichts über wahre Freunde.
  • Und zwei Stunden Fußboden-Schneidersitz sind nichts für einen übergroßen 43 jährigen Kerl wie mich. Aua…

Durch meinen abgeklemmten Nerv blieb leider nach der Veranstaltung wenig Zeit und Lust für das „Socializing“ und Come Together mit den anderen 450 Fotografen, hätte gerne einige die ich bisher nur aus Facebook und den Blogs kenne, mal persönlich geschwätzt. Aber Paul bringt ja bestimmt auch ein 2015 Buch raus… 🙂

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

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Ein Kommentar

  1. Ein toller Artikel, ich habe den Vortrag in Leipzig gesehen.
    Hier hat Paule erwähnt es würde nach dem grandiosen Jahr 2014 kein weiteres Jahrbuch mehr geben.
    Grund sei seine Zielstrebigkeit es immer besser zu machen, und 2014 sei nicht mehr zu toppen.
    Ich hoffe trotzdem auf eine Art Fortsetzung.

    Viele Grüße
    Marc

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