Weniger ist mehr! Sicher? Die Ausrüstung von zwei Hochzeits-Emotionen-Reportern

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Früher nannte man so was zum Jagd-Saisonbeginn „Waffen putzen“, oder? Am kommenden Samstag beginnt unsere diesjährige Hochzeitssaison und wir freuen uns schon total endlich wieder „heiraten zu gehen“. Auf uns warten dieses Jahr wieder einmal schöne Hochzeiten mit sehr sympatischen Paaren. Letztes Jahr hatte unsere „Hochzeits-Emotionen-Reportage-Saison schon mit Schnee im Februar begonnen und dieses Jahr starten wir mal erst im Mai. Die Monate Februar bis jetzt waren mit vielen anderen Shootings, wie Familienbilder, Babybäuchen und Babybildern und einigen Portraitsessions dennoch gut gefüllt, so das die Kameras bereits warm gelaufen sind.

Apropos Kameras. Dazu werden wir recht oft angesprochen. Die oft gestellte Frage Was benutzt Ihr an Equipment auf Hochzeiten?“ wird sehr gerne gestellt, auf die wir mit diesem Posting eingehen möchten. Dieses soll keine „Nabelschau“ sein, oder „schaut mal was wir alles haben“, denn dazu wäre dieses Posting selten dämlich ausgefallen, da wir die Ausrüstung gerade recht deutlich abgespeckt und verschlankt haben.

Generell sei noch zu erwähnen das wir zu Zweit fotografieren, das Equipment da oben auf dem Bild also nicht nur für „einen Reporter“ gedacht ist, sondern für zwei vollständige Fotografen/Reporter, nämlich für meine liebe Frau und für mich selbst. Da wir sehr unterschiedlich arbeiten, ist auch unser Equipment unterschiedlich und gerade das ist das Salz in der Suppe bzw. der Benefit für unsere Brautpaare, dass sie eben nicht nur eine Arbeitsweise und einen Stil bekommen, sondern die Ergebnisse zweier sehr unauffällig agierenden Reportern die von unterschiedlichen Seiten das Ereignis betrachten und aufnehmen und das eingespielt seit vielen Jahren und aufeinander abgestimmt. Wir legen sehr viel Wert darauf, das wir so wenig wie möglich auffallen, stören und die Szenerie beeinflussen. Dadurch das wir zu zweit sind entsteht schon mal mit wesentlich weniger Lauferei und dennoch eine quasi 360″ Reportage. Lange Rede kurzer Sinn, unsere Paare wissen warum sie uns gebucht haben als „Duo“ und wir haben die langjährige Erfahrung zusammen gesammelt in der wir gemeinsam viel gelernt und „getuned“ haben.

Aber nun zurück zur Eingangsfrage „Was benutzt Ihr an Equipment auf Hochzeiten?“

Fangen wir mal auf der linken Seite des obigen Bildes an, beim Equipment meiner Frau, welches mein Frauchen auch schon im letzten Jahr im Einsatz hatte:

  • Nikon D700 mit Nikon 28-300 VR
    Meine Frau liebt die Flexibilität von der gesamten Gruppe bei 28mm bis zum kleinsten Detail wie den Händen der Brautoma bei 300mm in sekundenbruchteilen wechseln zu können ohne Kamerawechsel oder Objektivwechsel, Der VR hilft dabei natürlich. Der Vollformatsensor der D700 bietet (immer noch) genug Reserven in Sachen Dynamic und Bildrauschen. Der VR hilft mit der Bildstabiliserung, gerade bei vollem Tele sehr. Das Objektiv ist besser als sein Ruf.
  • Nikon 85 1.8 
    DIe klassiche Portraitlinse mit wunderschönem weichen Bokeh – einfach ein Traum!
  • Sigma 15mm FishEye
    Eine selten genutzte aber trotzdem wichtige Linse, das Fischauge. Gerade in engen Kirchen und Standesämtern eine gerne genutzte Linse um die gesamte Szenerie mal zu erfassen.
  • Nikon SB-910
    Der klassische Aufsteckblitz für die Nikon. Wir bitzen so selten wie möglich, in Kirchen und Standesämtern nie.
  • Speicher & Akkus
    Dazu muss mal sicher wenig sagen. Akkus braucht die D700 nicht viele da man mit einem Akku schon sehr sehr weit kommt. Speicherkarten sind 32GB CF-Cards aus dem Hause Lexar.
  • Als Tasche nutzt meine Frau Ihre Kelly Moore Libby Lavendel
    Sie liebt die Tasche -> KLICK

Nun, dann kommen wir mal zu meinem „Gerödel“ das ich jetzt ab dieser Saison nutze. Ich bin ab diesem Jahr leichter und leiser unterwegs als im letzten Jahr. Die Saison 2014 wird Spiegellos bei mir. Das laute „Kaalaaaaack“ meiner Nikon D3s und Nikon D800 wird man dieses Jahr auf Hochzeiten nicht mehr hören. Mein Gejammer am Tag nach den Hochzeiten über „Rücken“ hoffentlich auch nicht :-). Also was nutze ich?

  • Fujifilm X-T1 mit Batteriegriff und mit Fujinon XF 56 1.2
    Das ausgezeichnete 56er, was den selben Bildausschnitt wie ein 85mm Objektiv aufnimmt ist zu meiner absoluten Lieblingslinse geworden und macht bei allen meinen Shootings die meisten Bilder, garantiert auch wieder bei den kommenden Hochzeiten. Die Offenblende ist schon so scharf und gut, das es mich wieder wieder fasziniert. Die X-T1 mit dem Klappdisplay, dem sehr guten X-Trans-Sensor mit seinem 16MP ist rauscharm, der AF schnell genug und die Kamera äußerst leise. Klein und Professionell.
  • eine zweite Fujifilm X-T1 mit dem Fujinon XF 23 1.4
    Da ich im Standesamt und in der Kirche auch nur ungern mit Objektivwechseln beschäftigt bin nutze ich dafür eine zweite Kamera. Da ist mir mittlerweile sehr wichtig geworden das beide Kameras identisch sind. Ich möchte mich aufs Bild und auf das Motiv konzentrieren und nicht auf Menü- oder Buttonunterschiede bei den beiden eingesetzten Kameras.
    Das Fujionon 23 1.4, was einem 35er leichtem Weitwinkel entspricht, ist eine wunderbare Reportagelinse die sehr gut zum 85er (Fujinon XF 56 1.2) passt.
  • Fujinon XF 10-24 4.0 OIS
    Das extreme bis leichte Weitwinkelzoom, das einem 15-36mm entspricht ist mit seinem Bildstabilisator eine tolle Allzweckbrennweite die bei der Reportage einer Kirchlichen Hochzeit oder der abendlichen Feier seine Talente gut ausspielen kann.
  • Fujinon XF 18-55 2.8-4.0 OIS
    Ein echtes Allzweckzoom, das ich immer mithabe, aber selten einsetze und das obwohl es optisch wirklich gut bis sehr gut ist.
  • Fujinon XF 55-200 3.5-4.8 OIS
    Das Telezoom, das irgendwie dabei sein muss, obwohl ich es wirklich bei allen Shootings, sehr selten einsetze. Es ist optisch gut bis sehr gut, aber irgendwie dulden wir beide uns gegenseitig ohne uns so richtig zu lieben. 🙂
  • Fujifilm EF-42 und Fujifilm EF-X8
    Die beiden Fuji Blitzgeräte die ich immer dabei habe. Der EF-42 ist der große mit dem Schwenkreflektor und der EF-X8 ist der im Lieferumfang der X-T1 dazugehörende, den ich als „Notfallbackup“ dabei habe. Sein Vorteil, er ist sehr klein und braucht keine Akkus, da er den Strom aus dem Kameraakku nutzt. Beide Blitze sind entfesselt zu nutzen, entweder via Blitzkabel oder einem Wireless Kit von Yungnuo. Die Fuji Kontakte im Blitzschuh sind Pin-Kompatibel mit Canon, so das man Blitzkabel und Funkauslöser vom Canon System nutzen kann.
  • Speicher und Akkus
    Da nutze ich als SD Cards auch Lexar. In den beiden X-T1 sind 64 GB 600x Cards und ich habe drei zusätzliche 32GB 400x Cards in der Tasche. Damit kommt man sehr gut aus.
    Akkus habe ich in Summe 6 Stück als Ersatz dabei und 2+1 in den beiden Kameras. Pro Akku kommt man mit der X-T1 auf ca. 300-350 Aufnahmen.
  • Compagnon-Bag in Hellbraun
    Die Tasche – bei mir ein echtes Thema…. Taschenfreak eben… die letzten Jahre mit dem schweren Nikon Gerät habe ich immer meinen heißgeliebten Think Tank Airport Take Off und/oder die Retrospective 50 genutzt. Beide sind nun deutlich zu groß. Ich werde nun die Saison mal startem mit der Compagnon-Bag, die gerade heute erst geliefert wurde. Ich gebe zu, ich stehe gerade aktuell total auf Ledertaschen! In die Compagnon-Bag passt das oben als mein Equipment beschriebene sehr bequem und leicht zugänglich rein. Ich werde auf Taschenfreak sicher noch öfter über diese schicke und robuste Ledertasche berichten. Aber soviel vorneweg. Sie ist fester und robuster als sie auf Bildern wirkt. Erinnert mich extrem an meine über viele Jahre genutzte Leder-Schultasche von früher… Ihr wisst was ich meine?

Im Auto liegt dann noch das „Backup-und Support-Kit“ in einem Think Tank Airport Essentials Rucksack. Darin ist dann:

  • Sony A7R
  • Sony Zeiss 35 2.8
  • Sony Zeiss 55 1.8
  • Sony HVL-43M
  • Speicherkarten
  • Notebook zur Datensicherung
  • externe Festplatte zur doppelten Datensicherung
  • Lexar USB3 Card Reader
  • Mehrfachsteckdose
  • Akkuladegeräte für Nikon, Fujfilm und Sony
  • AA Zellen
  • Gaffa-Tape
  • Nähnadeln
    (… wir haben schon einige Brautkleider genäht und Bräuten damit das Leben gerettet 🙂 )

Ja, so schaut´s aus! Das nutzen wir und damit kann die Saison starten. DIe Akkus sind voll, die Speicher gelehrt, die Linsen geputzt, das Hemd gebügelt – Hochzeits-Emotionen – WIR KOMMEN!

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

9 Kommentare

  1. Ich denke auch dass es immer mehr zu weniger Equipment hin geht. Ich selbst nutze die Compagon Tasche auch auf Hochzeiten weil es einfach mehr nach Gast als nach komplettem Fotostudio aussieht. Cooler Beitrag übrigens 🙂 wobei ich sagen muss dass die Damentasche auch schick ist 😛

    Aber nix gegen Compagnon – die Tasche ist ein Traum 🙂 habe auch gerade erst darüber geblockt siehe hier.

    1. Hi Marc, danke für Deinen Kommentar. Dein Blogposting war einer der letzten Auslöser für meine Compagnon Entscheidung. Hat sich gut gemeistert meine braune „Schultasche“ am Samstag bei der Hochzeit. Sie darf also auch auf die nächste wieder mit gehen :-).

  2. Glückwunsch zum Umstieg auf die spiegellosen Kameras. Die meisten Kunden wird es völlig egal sein, mit welchen Kameras / Objektiven das Fest mit den verschiedenen Momenten festgehalten wird. Wichtig ist es die Stimmungen, Gefühle unauffällig festzuhalten für das Brautpaar und der lieben Verwandtschaft und Freunde.
    Mich hat bei einem Wochenendtest die OMD M-E1 noch nicht vollends überzeugt. Ich warte noch mindestens 1-2 Generationen mit einem möglichen Wechsel.

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